(3050
e meinem
chwagers
h Ma»88
2t in der er Art für ?,) in kür- Lusführung
felBcii feine neuen Handelsverträge abzuschließen, keine neuen Zollermäßigungen zu normiren imb keine neuen Gesetze über das Gewerbewesen zu erlassen seien. Er beschloß zugleich, feine Resolutionen dem Kaiser durch eine Deputation überreichen zu lassen. Die Regierung scheint iudeß wenig geneigt, auf diese Kundgebungen Rücksicht zu nehmen. Die deutschen Kommissare zur Unterhandlung über den Abschluß eines neuen Handelsvertrages mit Oesterreich sind wenigstens in diesen Tagen mit neuen Instructionen nach Wien abgegangen. Leider zeugt der Ertrag der Zölle und Verbrauchssteuern im Reiche noch immer nicht für eine Hebung des Verkehrs: dieselben haben nämlich im April und Mai d. I. nur 28,442,144 Mk., 2,071,374 Mk- weniger als im vorigen Jahre, eingebracht.
Vom Gebiete des Kulturkampfes ist in erster Linie die Amtseut- setzung des Bischofs Blum von Limburg durch den kirchlichen Gerichtshof zu melden. Der preußische Episcopat ist in Folge derselben auf die 4 Bischöfe von Ermeland, Culm, Hildesheim und Osnabrück beschränkt. Das Absetzungs- urtheil wird aber auch diese vier über kurz oder lang treffen.
Vom preußischen Kulturkampf zur katholischen Volkspartei in Bayern ist nur ein Schritt. Nachdem der Papst dieser Partei den erbetenen Segen wegen der in ihrem Comits befindlichen mißliebigen Personen, obgleich ihre Sache in Nom gebilligt worden war, verweigert hatte, war man gespannt darauf, welchen Verlauf die Generalversammlung der Partei nehmen würde. Charakteristischer Weise wurde der bisherige Ausschuß der Partei, darunter auch der von den bayrischen „Gemäßigten" im Vatican besonders angeschwärzte Dr. Sigl, wiedergewählt und außerdem nur fünf weitere Mitglieder erwählt. Die Partei scheint also auf den päpstlichen L>egen verzichten zu wollen 1
Die internationale Gotthard-Konferenz in Luzern ist geschloffen worden, nachdem sie den Mehrertrag für die Ausführung des Unternehmens auf 40 Mill. Franken fixirt und beschlossen hat, daß Deutschland und Jtatlien je 10, die Schweiz 8 Mill, zahlen und die Gesellschaft selbst den Rest aufbringen soll.
Der österreichische Kaiserstaat fühlt den Widerstreit der in ihm vereinigten verschiedenartigen Nationalitäten aus Anlaß des orientalischen Krieges nm so stärker, als dabei auch religiöse Interessen in's Spiel kommen. In Böhmen sind die Czcchen so aufgeregt, daß die Aufforderung des Moskauer Panslavisten Aksakow, sich von Rom loszusagen und mit den orientalischen Christen zu vereinigen, auf fruchtlosen Boden gefallen ist; überall werden Got-
Kaiser Wilhelm ist am 16. d. MtS. in Ems eingetroffen und hat dort am folgenden Tage die gewohnte Kur begonnen. Vor seiner Abreise von Berlin erledigte er das Entlassungsgesuch des Präsidenten des Brandenburgischen Konsistoriums, Hegel.
Was die auswärtigen Angelegenheiten betrifft, so hat die Relchs- rkgierung jüngsthin aus der feindlichen Stimmung der mohamedanischen Bevölkerung Palästinas von Neuem Anlaß genommen, sowohl die Pforte wie die Großmächte auf die Notwendigkeit einer Sicherstellellung der zahlreichen christlichen Bevölkerung des Landes aufmerksam zu machen. In der Nacht vom 16. auf den 17. d. Mts. ist der erste Sanitätszug Seitens des deutschen Central-Comics der Vereine zur Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger nach dem russischen Kriegsschauplatz abgegangen. Die Verleihung des Großkreuzes und Großkordons des Ordens der italienischen Krone an den Präsidenten des preußischen Abgeordnetenhauses, v. Bennigsen, nachdem derselbe von dem Könige wie von dem Kronprinzen Italiens in Audienz empfangen worden, wurde allgemein als eine Kundgebung des zwischen Deutschland und Italien bestehenden Freundschafts-Verhältnisses betrachtet.
Großes Aufsehen erregte die Wiederwahl des Reichstags-Abgeordneten Hasen clever, dessen Wahl vom Reichstage bekanntlich für ungültig erklärt worden war, im 6. Berliner Wahlbezirke; das Resultat der Wahl berührte um so peinlicher, als die Social-Demokraten den von der Fortschrittspartei aufgestellten Gegenkandidaten, Dr. Löwe, mit mehr als 1000 Stimmen Majorität schlugen. Glücklicher Weise trug ein paar Tage daraus im 5. Berliner Wahlbezirke, wo in Folge der Mandatsniederlegung des Reichstags-Abgeordneten Duncker eine Neuwahl stattfand, der Kandidat der Fortschrittspartei, Dr. Zimmermann, mit 6246 Stimmen über den Candidaten der Social-Demo- fraten, Zimmergesellen Capell, der nur 3217 Stimmen erhielt, den Sieg davon. Der Reichstags-Abgeordnete Bebel wurde wegen Beleidigung des Fürsten Bismarck zu 9 Monaten Gefängniß verurtheilt.
Auf dem handelspolitischen Gebiete erneuerten die Schutzzöllner ihre Angriffe auf die Wirthschaftspolitik der Regierung. Der Centralverband deutscher Industriellen sprach sich auf einer Versammlung in Frankfurt dahin aus, daß tie sofortige Anordnung einer Enquöte über die Lage und die Bedürfnisse der vaterländischen Industrie unerläßlich und vor Beendigung der-
eige, dass issen und Plank- 1), verlegt
inz-
nid bbkü-
Bekanntmachung.
John Anzer will in seiner an der Lohmühlsbach in der Gemarkung Gießen gelegenen LeistemFabrik im Hof einen Dampfkessel zum Betriebe einer
^^rhalb 8 Tagen bei Meidung des Ausschlusses bei der unterzeichneten Behörde vorzubringen, woselbst auch die Pläne und Beschreibungen der Anlage eingesehen werden können.
Gießen, den 20. Juni 1877.
Großherzogliches Krnsaml Gießen.
v. Röder.
ben X | 68 von X ' (3537 X ! Swtii ««8).
liäT
den Dister, Mack , weuigkeitell kten des öfient '
in allen Kreisen | Ürk, besondrer ütbjd)aften der ( bach. Nastätten, r rg, Diez k. ic.
»Hastesten Der-
finden. Wir
eine Vergntiing id)t Ausiräck ag pro Quartal
ir aste für unsn ts, Wiesbaden- !
>arth.
1871.
Sonntag, den 24. Juni
Wo. 143.
te;ener
Anzeige- uni Amtsblatt für den Kreis Gießen.
Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn.
Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.
Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags Expedition r Schul st raße, Lit. B. Nr. 18.
Gießen, den 20. Juni 1877.
Betreffend: Statistik der Genossenschaften und genossenschaftlichen Vereinigungen. ,
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
an die Großhcrroqlichen Bürgermeistereien Mendorf a. d. Lahn, Sillertshausen, Beltershain, Birklar, Burkhardsfelven, Großen-Ltüden, Grüninaen Harbach, Heuchelheim, Klein-Linden, Nieder-Besstngen, Ovenhausen, Reinhardshain, Saasen, Stockhausen, Treis a. t>. Lva.
s und Weickartshain.
Wir erinnern Sie an Erledigung der Verfügung vorn 23. Mai 1877 — Anzeiger No. 118. —
v. Röder.
— " Gießen am 19. Juni 1877.
Betreffend: Das alphabetische Verzeichniß der Wohnplätze Im Großherzogthum Hessen mit Angabe der Zahlen der Einwohner und der be- wohnten Häuser, sowie der Gemarkungen, Gemeinden ic. Herausgegeben vo:r der Großherzoglicheii Centralstelle für die Landesstatistik. , ,
Das Großherzogliche Krelsamt Gießen
SN die Großhknoglichkn Biirgermeistereien und Kirchenvorstsndk des Kreises.
In einigen Wochen wird im Verlag der Großherzoglichen Hofbuchhandlung von Gustav Jonghaus in Darmstadt in 3ter von Großherzoglicher Centralstelle fut@jogt^um Hessen mit Angabe der Zahlen der Einwohner und der bewohnten ^äuffr [oroic der Gemarkungen, Gemeinden und Bürgermeistereien, Kreis- und Kreisgesundheitsämter, Pfarrämter, Decanate, Stadt-, «and- oder Friedens- Berichte, Steuercommissariate, Districts-Einnehm-reien, Rentämier (Ober-Einnehmereien), Orts-Einnehmereten, H"»p st-ueramtsb-ztrke, Oberförstereien und ^orstämter, sowie Distribntions-Postanstalten, zu welchen jeder einzelne Wohnplatz gehört, nebst einer Uebersicht der Emtheilung ',pes Landes in Bezirke für die verschiedenen Zweige der öffentlichen Verwaltung, die kirchlichen und gerichtlichen Verhaltniffe
JU dem bVefeß Buches, da seit der letzten Auflage in 1869. mannichfache Aenderungen statkgesunden haben.
v. Röder. ______


