Ausgabe 
24.1.1877
 
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Mittwoch, den 24. Januar

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Alzey Otto Heinrich Weiß zu Alzey.

Darmstadt, 22. Januar. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben mittelst allerhöchster Entschließung vom 20. l. Mts. den Regierungs-Äccessisten Dr. Gustav Frhrn. Schenck zu Schwetnsberg zum Vorstand _ber Haus- und StaatS-Archiv-Direction mit dem Ämtetitel alsHauS- und Staats-Archivar" allergnüdigft zu ernennen geruht.

Der Cassationshof hat heute das Urtheil des Obergerichts von Mainz in Untersuchungs-Sachen gegen den Bischof von Mainz ausgehoben und die be­strittene Competenz des Bezirksgerichts anerkannt.

Mainz, 22. Januar. Nach dem heute amtlich publicirten Resultate der engeren Wahl zum Reichstag sind aus den Candidaten der vereinigten libe­ralen Parteien Dr. OechSner 10,858 Stimmen und auf den ultramontanen Candidaten Dr. Moufana 9969 Stimmen aefallen._____

ns veranstalteten Collecte i Herren Polizcicommch'är uns in der thatkräsiiflstm

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Erscheint täglich mit Ausnahme deS MonLsegs. ^xpsditionr Schulstraße, Lii. R. Nr. 18

vierteljährlich £ Mark 20 Pf. mit Bringerlohn.

Durch die Post bezogen viertAjähHKich 2 Mark 5S Ps.

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Deutschland. ,

Darmstadt, 20. Januar. Se. Königl. Hoheit dor Großherzog haben < allergnädigst geruht: dem Direclor der Cabinets-Bibliothek, Geh. Rath Dr. Phi­lipp Alexander Walther, das Ritterkreuz 1. Klasse des Ludewigs - Ordens zu : verleihen.

Darmstadt, 21. Januar. Die Nr. 4 des Großherzoglichen Regierungs- ' bi'atts Hal folgenden Inhalt:

1. Gesetz, den Gewerbstenertaris betreffend.

2. Bekanntmachung der Großherzoglichen Ministerien des Innern und der Justlz, die Sterbquartale der Volksschullehrer betreffend.

3. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Justiz, die Em- verleibung verschiedener neuerer Erwerbungen in das Familen-Fideicommiß-Ver- mögen der Freiherrn von Leonhardi betreffend.

4. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, die Organisation der Obeiförsteret in dem Forste Friedberg betreffend.

5. Uebersicht der von Großherzoglichem Ministerium des Innern für das Jahr 1877 genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communal-Bedürfnisten in den israelitischen Religions Gemeinden des Kreises Erbach. '

6. Uebersicht der für das Jahr 1877 genehmigten Umlagen zur Bestreik tung der' Bedürfnisse der israelitischen Religions-Gemeinden des Kreises Bingen.

7. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen eines fremden Ordens.

8. Charakterertheilungen.

9. Dienstnachrichten. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben üller- gnädigft geruht: am 6. Novbr. 1876 dem Geh. Oberforstrath Bose bis aus Weiteres den Auftrag zur Mitbesorgung der Directorialgeschafte bei der Ober­forst» und Domänen-Direction zu erthecken ; am 16. Dccbr. den HülfSlehrer an der Tanbstummen-Anstalt zu Bensheim, Ferdinand Wahl ans Astheim, zum Lehrer an dieser Anstalt mit den Rechten eines Bolksschullehrers zu ernennen; am 22. Decbr. den von dem Herrn Fürsten zu Solme-Lich auf die zweite evang. Psarrstelle zu Lich präsentirten Pfarrer Otto Klingelhöffer zu Alten­kirchen für diese Stelle zu bestätigen; an dems. Tage den in der Eigenschaft als Volksschullehrer an der Realschule zu Offenbach angestellten Lehrer Karl Schmidt zum Reallehrer an dieser Lehranstalt zu ernennen; an dems. Tage den Schullehrer Reinhard Dietz zu Melbach zum Lehrer an der Realschule zu Gießen, am 28. Decbr. den Calculator 1. Klasse bei dem Katasteramte, Ludolf Kramer, zum Calculator 1. Klaffe bei der Steuer-Controle und Calculatur der Obersteuer-Direction, den Calculator 1. Klaffe bei der Steuer-Controle und Calculatur der Obersteuer-Direcrion, Andreas Ferdinand Bischoff, zum Calcu­lator 1. Klaffe bei dem Katasteramte, den Geheimerath Wernher zum Vor­sitzenden, den Obersorstrath Dr. Draudt zum Mitgltede der Prüfungs-Com­mission für das Finanz- und technische Fach, cm 30. Decbr. dell Karl Emil Geppert aus Alzey zum Stempler bei der Haupt-Stempel-Verwaltung auf

bank ernannt werden. n

DasTelegr. Corresp.-Bureau" meldet aus Konstantinopel vom 21. d. Mts.» Nachts: Bei der heutigen Soiröe auf der österreichischen Botschaft wurde das Schluß-Protokoll der Conserenz von sämmtlichen Bevollmächtigten unterzeichnet. Die Bestimmungen über die Abreise der DelegMeu sind dahw getroffen, daß morgen früh Marquis Salisbury, Dienstag früh Jgnatieff, im Lause deffelben Tages Graf Zichy und Baron Calice, die österreichischen Be­vollmächtigten und Frhr. v. Werther, der deutsche Botschafter, abreffen. Mitt­woch wird Graf Bourgoing, Donnerstag Sir Henry Elliot und Freitag Gras Cbaudordy und Graf Corti abreisen. Gerüchtweise verlautet, daß die Pforte mit Serbien und Montenegro direct Frieden schließen werde. Der Grotzveur stattete heute dem armenisch-katholischen Patriarchen einen Besuch ab und dielt dabei eine Rede, in welcher er der Treue der Armenier gedachte und die aus der Verfaffnng resultirende Gleichheit aller Ottomanen constatirte.

AranLreich.

Paris, 22. Januar. DerFrance" zufolge sollen die schwellenden Mißverständnisse mit Deutschland größtentheils durch freundschaftliche Ausein­andersetzungen geebnet sein. Auch die übrigen Blätter führen eine gemäßigte Sprache.

Widerruf zu ernennen.

10. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die evang. Pfarrstelle zu Altenschlirf. Dotationsmäßiger Gehalt 1297 c/H. ; den Freiderrn Riedesel zu Eisenbach steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu; die Gemeinde Schulstelle zu Bernsfeld mit einem Gehalt von 685 71 ; die zweite Gemeinde-Schulstelle zu Dornheim mit einem Gehalt van 857 JL 14 ; die Gemeinde-Schulstelle zu Oppershofen mit einem Gehalt von 771 «M. 43^; dem kath. Pfarrer und dem Gemeindevorstand zu Oppershofen steht das Prä­sentationsrecht zu dieser Stelle zu; die Gemeinde-Schulsteüe zu Weiher mit einem Gehalt von 771 «X 42 H

11. Sterbefälle. Gestorben sind: am 31. Novbr. 1876 die Schlüssel- Dame Freifrau v. Ricou Exc. zu Darmst'dt; am 17. Decbr. der Geh. Ober­rechnungsrath i. P. Fuhr zu Darmstadt; am 19. Decbr. der Schullehrer Michael Ritter zu Dornheim; am 21. Decbr. der Gensd'arm i. P. Johann Ludwig Stark zu Grünberg; am 25. Decbr. der evang. Pfarrer Georg Keiber zu Nordheim; am 26. Decbr. die Lehrerin i. P. Margaretha Friederike Lip­pert zu Mainz; am 27. Decbr. der Distrrctseinnehmer Karl Ludwig Hermann Obermann zu Alzey; an dems. Tage der Ober-Steuercalculator i. P. Karl Pabst zu Schlitz; am 3. Januar 1877 der Staatsprocurator am Bezirksgericht

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Aelgien.

Brüssel, 21. Januar. DerJndöp. beige" zufolge haben die Spinnerei- Arbeiter >n Loth unweit Brüssel die Arbeit eingestellt mid sind in Folge dessen Ruhestörungen vorgekommen. Eine Abtheilung der Brüsseler'Gen«d'nrmer>e ist nach Loth abgesendet worden.

Italien.

Rom, 20. Januar, Abends. Im weiteren Verlaufe der Debatte über den Gesetz Entwurf, betr. die Mißbräuche der Geistlichkeit, ergriff der Justiz­minister in der Sitzung der Deputirten-Kammer das Wort, um die Zeitgemaß- bett deS Gesetz-Entwurfs nachzuweisen, wobei er bervorhob, daß die sich kund gebende größere Versöhnlichkeit der geistlichen Behörden eine Folge der Festigkeit des gegenwärtigen Cabinets sei. Das Papstthum erkenne nur die Verewig ung Lombardo-Venetiens mit dem ehemaligen Königreich Sardinien an, sehe in dem übrigen Königreich Italien nur das Resultat von gewaltthätigen Fusionen und

SLweiz.

Basel, 22. Januar. DenBasl. Nackr." wird aus dem Canton Tessin gemeldet, daß bei den gestrigen Wahlen zum Großen Rath die Ultramontanen gesiegt haben, welche 67 Mandate erlangten, während den Liberalen nur 52 zu Theil wurden.

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Berlin, 20. Januar. DieNordd. Allg. Ztg." druckt heute die an ein Schreiben aus Paris anknüpfende Mittheilung des gestrigenReichs-Anr. ab und knüpft daran folgende Auslastung: Wir wollen die Hoffnung ees Reichs-Anz." hinsichtlich' des Wiederaufhörens der periodisch auftaucheneen Verdächtigungen der deutschen Regierung theilen und, wenn sich diese Hoffnung erfüllt auch gern die Bedenken schwinden lasten, welche die neben der Agitation der französischen Preste gleichzeitig sich aufdrängenden Wahrnehmungen Hervor­rufen konnten. Wir werden dann auch die außergewöhnliche, den normalen Bedarf weit übersteigende Getreide-Ausfuhr aus Ungarn nach Frankreich als harmlose geschäftliche Spekulation ansehen und darauf verzichten, darin eine Vorkehrung der französischen Intendanz zu erblicken.

Heute fand die gerichtliche Verhandlung gegen Dr. Rudolf Meyer statt, welcher beschuldigt ist, durch einen Artikel derSocialpolitischen Corre- spondenz" vom 5. October den Fürsten Bismarck beleidigt zu haben, ^er Angeklagte erbot sich, den Beweis der Wahrheit seiner Angaben anzutreteu, indem er auf bas Zeugniß der Herren v. Blankenburg, Bleichröder, Kardorff und Bethmaun recnrrirte. Ter Gerichtshof beschloß hierauf die Zulassung des Antrages auf Beweiserhebung und die Freilastung des Angeklagten aus der Haft gegen Caution.

Hesterreich.

Wien, 20. Januar, Abends. Wie diePreste" meldet, hat die unga- risLe Regierung das^Prosect der ungarischen Nordostbaha-Gesellschakt. betr. den Bau der Linie Munkacs-Beskid (ungar.-galizische Anschlußlinie der Albreckts- bahn) abqelehnt. _L

Wien, 22. Januar. DieMontags-Revue" meldet aus Pesth vom 21. d. Mts.: In unterrichteten Kreisen wird das Zustandekommen eines Pro­visoriums in der Bankfrage für wahrscheinlich gehalten. Die ungarische Negie­rung entschied sich für eine Vereinbarung wegen der Regulirung der Valuta, nach deren Durchführung eine selbstständige ungarische Bank errichtet werben soll. Bis dahin soll das Privilegium der österreichischen Nationalbank verlän­gert, die Dotation derselben aber erhöht und die Filialen in Ungarn verniebrt werden. Auch soll ein ungarischer landesfürstlicher Commistär bei der National­

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Abends 8*/2 Uhr.

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ünd in der Ricker7- äes Saales zu haben.

Vorstand.