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Dienstag, den 23. October
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5. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die erste evang. SchulMezn Zotzenheim mit einem jährlichen Gehalt von 741 43 $; die tt»ang. Ma
stelle zu Rothenberg. Dotationsmäßiger Gehalr 1812 «X Dem Herrn Fürst n Leininaen steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu; die evang. ?Pfan> stelle zu Södel Dotationsmäßiger Gehalt 3026 58 Dem Herrn
Grafen von Alt - Leiningen - Westerburg zu Ilbenstadt steht das Präsentation-- Ted,t Berlin ,S19aeOctober. Der R°ichs-Anz." publicirt di- Ernennung des Abg. W-hr-vpf-nnig zum Geh. Regterungs- und Vortragenden Rath im Handel«- mimft$ranffutt, 20. October. Se. Majestät der Kaiser hat unmittelbar vor der Abreise folgende« Handschreiben an den Herrn Ober-Burgermeister
Deutschland.
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20. O-tober. Die Nr. 44 desBroßher,-glichenR-gierungs- Ämmg, die organischen Bestimmungen der »o-Yt-chn.
Schule zu Darmstadt und die künftige Bezeichnung dieser Lehranstalt betr. Inhaltlich derselben sind die durch Verordnung vom 3. Octbr. 1868 genehmigten organischen Bestimmungen der polytechnischen Schule zu Darmstadt einer Revi- ion unterzogen morden und haben Se. König!. Hoheit der Großherzog den revidirten organischen Bestimmungen mit der weiteren Anordnung Ihre G-n-h- itiigung erthcilt, daß die genannte Lehranstalt fortan die Bezeichnung „Technifwe Hochschule zu Darmstadt" zu führen habe.
2. Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen fremder Orden.
3. Dienstnachrichten. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben aller- anädiast geruht: am 2. Octbr. den von dem Fürsten zu Nsenburg und Büdingen auf die zweite Gemeinde-Schulstelle zu Düdelsheim prasentirten Schulverwalter Otto Diehl zu Ober-Ofleiden für diese Stelle zu bestätigen; am 3. Ocibr. dem Schullebrer Christian Hartmann zu Westhofen die erste evang. Schulstell« zu Westhofen zu übertragen; am 9. Octbr. den Schullehrer Anton Minnich zu Oppenheim zum Lehrer an der Realschule zu Oppenheim, unter Belastung in der Kategorie der Volksfchullehrer, zu ernennen.
4. Versetzungen in den Ruhestand. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 3. Octbr. den Schullehrer an der ersten Ge- meindcschule zu Klein-Umstadt, Johann Georg Claus, auf sein Nachsuchen in
"""^Wett'bLtLgsvoller für di- Erhaltung d-s W-lftri-d-nssind offenbar die Dinge, die sich Im Westen Europas vorbereiten. Mtt allgemeiner iLpan nung sieht man der Haltung entgegen, welche die französische
den soeben vollzogenen Wahlen einnehmen wird. Diese Wahlen haben zwar eine den Männern des 16. Mai feindliche Majorität in die Kammer hmel- gibracht. Da di- Zahl d-r R-Publikan-r in d-r u-u-n Kammer ab r um mindestens 40 ab- mib die der Anhänger der Regierung um ebenfc> viele Mrt- gliedei zugenommen hat, so wird der Marschall Mac Mahon aller Wahrsch- - lichkeit nach darin einen vorläufigen Sieg seiner «ach- sehen und sich dadurch ermuntert fühlen, aus dem bisherigen Wege sortzufahren.Daß bet: «««“" e« nicht aufg-geben hat, Angriffspläne gegen Deutschland und Italien zu schmieden, und M Ausführung derselben seine Hoffnungi »och immer.aus!Fra «ick setzt geht daraus hervor, daß der Papst üngsthi» Frankreich als ,,dw Hand Gottes" bezeichnet und' mit Anspielung ans das neue Deutsche ch geäußert hat, der Segen d-s Papstes Alexander HI. h°b° auch den Kaiser Barbarosta besiegt l Die Hetzereien der ultramontanen Presse, welch- gerave g;.ÄÄ'
unermüdlich hinarbeitet. Glückltch-rweff- kennen d.e vom^V-.ican b-droh^^ MWWZWM s mäm ä ä- ä & «»»>• *”■
Eine Gefahr für den europäischen Frieden liegt aber m dieser goitjegung M Krieges durchaus nicht. Die Agitationen zur R-volutwniiung Polens haben den Dreikaiserbund wo möglich noch befestigt, das Verhaltmß zwischen E>cftet. reich und Rußland ist durch den siebenbürgifchen Putschversuch nur noch günstiger geworden, Italien tritt je länger, um so entschiedener m »>mge Bezlehunge..
den Kaisermächten und England wird durch die Rückwirkungl des K-g-s auf seine eigenen Jnter-ffen allmälig immer geneigter, Rußland bei einem späteren Friedensschluß so viel zuzngestehen, als mit dem europäischen Gl ch-
Dr. v. Mumm^erich^^^^^ Stadt Frankfurt a. M-, beim Abschluß Meines diesjährigen Aufenthalts im Westen deS Vaterlandes -inen Tag in ihrem Weichbilde zu verweilen, ist Mir willkommener Anlaß gewesen, Mich persönlich eingehender, als es bisher geschehen, von ihren Vcr- hältniffen zu unterrichten; Ich bin um so lieber tiefet auffortening qesolgt , als Mich die Erinnerung, in Frankfurt Meine Laufbahn im öffentlichen Leben begonnen zu haben, in besondere Beziehung zu der alten Kaiserstadt bringt. D-r Mir hier bereitete überaus freundliche Empfang bat nicht verfehlt, den sympathischen Werth jener Beziehung zu krästigen. Aus d-r angenehmen Empfindung, welche die »on allen Seiten Mir erwiesenen Aufmerksamkeiten in Mir erweckt haben ist Mir das Bewußtsein erwachsen, daß Franksurt nicht aufhört, in der Verehrung für Kaiser und Reich den Glanz seiner Geschichte zu vertreten. Mit Befriedigung habe Ich zugleich beobachtet, d°s Gemeindew-sen der Stadt, auf gediegener Grundlage ruhend und den Wohlstand feiner Bewohner, wie seine nützlichen Einrichtungen mehrend sich sort und fort glücklich entwickelt. In der Ueberzeugung, daß Frankfurt auch unter den gegenwärtigen V-rhältniff-n seineB-d-nwnga eine der wichtigsten Stätten des Reiches sich zu bewahren weiß, scheide Ich mit aufrichtigen Wünschen für das fernere Wohl der Bewohmr, indem Ich Eie ersuche, Ihn«, Meinen Dank für die genußreich- Gestaltung der unter Ihnen »erlebten Stunden zu übermitteln.
Franksurt a. M., den 20. October 1877.
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Kesterreich.
Wien 19. October. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses wurde?« dem Abg. Magy und Genoffen nachstehende bracht: Wie weit sind die Verhandlungen über den Zoll- und Handels-Vertrag mit Deutschland gediehen? Wann werden die Vertrags- und Taris-Vorlagen von der^Reaieruna eingebracht werden? und wte gedenkt die Regierung für den Fallvorzusorgen, daß die verfassungsmäßige Behandlung der Vertrags-, bezw.^ Taris-Vorlagen und der übrigen Ausgleichs-Gesetze bis zum 31. D nicht ^."^^0^19, ^October. Es heißt, die bosnische Skupschtina habe im Fl-cken Tirkowatz eine provisorisch- Regierung eingesetzt.
Türkei.
Konttantinvvel, 19. October. D-r Sultan empfing Layard in Prtvat- Audi-nz Hierauf sand ein Ministerrath unter dem Vorsitze des Sultans st . - Layard theilte Server Pascha di- jüngst-Not-Trikupis! ar.der'^4 4 Gesandten in London mit. — An der Donau und dem Balkan herrscht wreo schlechtes Wetter, welches die Operationen verhindert. Am Lorn sanden nur
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Zur allgemeinen politischen Lage.
Der Umstand, daß die Lage der Dinge aus dem Kriegsschauplatz seit längerer Zeit unverändert bleibt, läßt immer wieder von Neuem Gerüchte über Friedensvermittelungen entstehen. Die neuesten Friedensbotschaften kommen von Eonstantinopel, wo der Sultan jüngst geäußert haben soll, der Krieg werde bald zu Ende sein. Aus türkischer Seite ist allerdings größere Geneigtheit zum Frieden voranszusetzen als auf russischer. Denn die Pforte kann sich doch nicht verhehlen, daß sie trotz aller augenblicklichen Erfolge aus die Dauer außer Stande ist, Rußland Widerstand zu leisten; hat sie doch so eben ihre letzten Reserven einberufen, während Rußland in dem weiten Gebiete seines Reiches noch Hunderttausende von Soldaten ausbringen kann. Auch von den neutralen Mächten wird gewiß eine baldige Wiederherstellung des Friedens aufrichtig gewünscht, am sehnlichsten vielleicht von England, welches von der Fortsetzung des Krieges nicht bloß weitere Störungen seines Handels, sondern auch eine für seine Herrschaft bedrohliche Steigerung der Aufregung unter der mohame- danischcn Bevölkerung Ostindiens fürchten muß. Aber gerade ern englischer Minister, Salisbury, hat die gegenwärtige Situation so eben noch in treffendster Weise gekennzeichnet, indem er sagte, ein Fnedensschluß laste sich nicht eher erwarten, als bis eine vollständige militärische und finanzielle Erschöpfung beider kriegführenden Theile oder wenigstens eines derselben eingetreten sei. Und davon kann doch augenblicklich noch nicht die Rede sein. In der Thal denkt Rußland gegenwärtig an nichts weniger als an Friedensunterhandlungen, es denkt nicht einmal an einen Waffenstillstand, bereitet sich vielmehr energisch au
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