Ausgabe 
23.3.1877
 
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Freitag, den 23. Marz

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Bekanntmachung,

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Deutschland.

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fachen des neuerlichen Ausbruches der Rinderpest beabsichtigt, um künftig bessere

zur Wiederherstellung seiner Gesundheit erbeten und solchen erhalten.

Würzburg, 20. «LS'S WW -«urchOtt- dm Mtag Um».

Abg. Ritter wegen Beleidigung des Gesammt-Ministeriums zu einer einmonat­

lichen Gefängnißstrafe.

Dr. Braden, Regierungsrath.

London, 20. März. DieMorning Post" spricht die Ansicht aus, Rußland werde die Demobilisirung eintreten lassen, nachdem das Protokoll un-

Es wird in diesem Jahre wieder einEnrsus zur Ausbildung von Wiesenbaugehülfen unter Leitung des Vereinsculturtechnikers Wiese bäum cift er Greb an hiesiger Ackerbauschule stattfinden, und soll derselbe während zwei Monaten beginnend Montag 9. April abgehalten werden.

Der Unterricht umfaßt: Fortbildung in den Elementarfachern, Agrtkultur- chemie, Botanik, Feldmefsen, Nivelliren, Planzeichnen, Aufstellung von Kultur- pläncn und Kostenüberschlägen, Theorie des Wiesenbaues der Drainage 2C., ver­bunden mit Demonstrationen und praktischen Uebungen bei den zahlreichen in Aussühruno begriffenen Meliorationsanlagen.

Der Unterricht ist unentgeltlich. Aufnahmefähig sind junge Leute, welche bereits eine Ackerbauschule besucht, angehende Geometer, oder solche, welche im Wiesenbau praktisch geübt sind und die erforderlichen Vorkenntniffe nachweisen können.

Erne entsprechende Anzahl der Theilnehmer wird zweifellos alsbald

ihm seitens Der eioe gewiomer s d ^rlanbung des Auf eine Anfrage Elliot's bezüglich der Rinderpest erwiderte der Vertreter der

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folgen.

Friedberg, den 14. März 1877.

Das Curatorium der Ackerbauschule zu Friedberg.

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nbcrule Berein ner Gießens zu Abends

London, 19. März. Im Fortgänge der Sitzung des Oberhauses wurde eine Anfrage Lord Stratbeden's von Lord Derby dahin beantwortet. Elliot habe sofort nach Konstantinopel zurückkehren sollen und sei auch dazu bereit gewesen; doch habe er geltend gemacht, daß er vorerst noch Ruhe wünsche, und werde daher erst nach Konstantinopel aufbrechen, wenn sein Befinden sich gebesiert babe. Von der Regierung seien bereits für die Zwischenzeit die erfor­derlichen Vorkehrungen getroffen worden. Im Unterhaus- erklärte der Unter- Staatssecretär Bourke auf eine Anfrage Simon's, daß die Regierung bei der rumänischen Regierung wegen der daselbst stattgehabten Judenverfolgung vor­stellig geworden sei, um ähnlichen Vorkommnissen für die Folge vorzubeugen.

Arankreich.

Pari», 20. März. Finanz-Minister Say widerstrebt der Renten-Lon- version und den Finanz-Zöllen hauptsächlich aus politischen Gründen.

Kngland

Karlsruhe, 20. März. Der ehemalige langjährige Präsident der badischen zweiten Kammer, Gerichts-Präsident Hildebrandt, ist gestern gestorben.

Hcsterreich.

Wien, 20. März. Aus Anlaß des Geburts-Festes des Deutschen Kaisers wird am Donnerstag bei den kaiserlichen Majestäten großes Diner stettfindkn.

Wien, 20. März. DiePolit. Corresp." meldet aus Belgrad vom 20. März: Pertew Effendi ist heute mit dem für den Empfang von Vertre­tern auswärtiger Staaten bestimmten Ceremoniell vom Fürsten zum Zwecke der Uebergabe des kaiserlichen Fermans empfangen worden. Mit diesem Acte ist der Friede zwischen der Türkei und Serbien endgültig besiegelt.

Nagusa, 20. März. Es bestätigt sich, daß der Fürst von Montenegro seine Bevollmächtigten in Konstantinopel ermächtigt hat, auf die Abtretung des Hafens von Spizza zu verzichten; dieselben sollen nur an der Forderung des Rechts der freien Schifffahrt auf dem Bojanafluß sesthalten.

Dänemark.

Kopenhagen, 20. März. Der heute von beiden Kammern gewählte Budget-Ausschuß zählt 16 der Rechten und 14 der Linken angehörende Mit­glieder; zum Berichterstatter ist der ehemalige Minister Gras Frijs-Frijsen- borg ernannt.

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Gießen, am 20. März 1877.

Betreffend: Den Zustand der Fortbildungsschulen. ~

Die Grvßhcrzogliche Kms-Schnl-Comlmffion (Siegen

an die Schulvorstände deS Kreises. IE

Unter Verweisung auf unser Amtsblatt vom 4. April 1876 sehen wir bet Einsendung der betreffenden Berichte bis spätestens 15. April entgegen.

v. Röder.

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Erscheint täglich mit Ausnahme des (Spedition: Schulstrahe, Lit. B. )'r. 18.

Klietsch, Schmidt,

Kreis-Assessor. Kreis-Schnlinfpector.

Berlin, 20. März. Der Reichstag trat heute in die zweite Lesung des GefktzvEntwurss, bett, die Landes-Gesetzgebung in Elsaß Lothringen, ein. Gegen denselben ergriff v. Schorlemer-Alst das Wort, weil dem Landes-Autz- fchuffe das Mandat Seitens der Bevölkerung und die verfaffungsmäßige Grundlage fehle; Redner forderte die Vorlegung eines Gesetzes über die Landes- Verfaffnng, wendete sich gegen die Dpportunitäts-Politik der Autonomisten und unterzog eie Verwaltung der Reichslande einer scharfen Kritik. Hänel wider legte die Ausführungen des Vorredners, befürwortete einen langsamen, aber stltignr Fortschritt und begründete den von ihm gestellten Antrag, wonach die für das Reichsland auf dem Wege der Reichs-Gesetzgebung erlassenen Gesetze nur ans dem nämlichen Wege wieder aufgehoben und abgeändert werden dürften und die Rechnungen Über den Landes-Haushalt dem Landes-Ausschusse zur Ent­lastung vorzulegen seien, v. Stauffenberg unterstützte Hänel s Erörterungen, intem n die Gründe zu Gunsten des von ihm unterzeichneten Hänel'schen An­trages eingehend darlegte, bekämpfte dagegen den Antrag Germain's, wonach die Landes-Gesetze für das Reichsland der Genehmigung einer ans directen Wahlen hervorgehenden Landes Vertretung bedürfen sollen. Für letzteren An­trag treten Neffe! und Guerber ein. Duncker empfahl dem Hause die zum hänel'schen Anträge gestellten Zusatz-Anträge der Fortschritts-Partei zur An- nubme, welche wiederum Seitens d.s Abg. v. Stauffenberg angegriffen wurden. Nachdem hierauf Seitens des Bevollmächtigten zum Bundesrathe Herzog sämmt- lichc Anträge mit Ausnahme des Hänel'schen für unannehmbar erklärt worden waren und v. Schorlemer-Alst nochmals gegen die Auslaffmigen Hänel's und Duncker's aufgetreten war, wurde der Hänel'sche Antrag vom Hause angenom men und somit alle übrigen Anträge abgelehnt. Bei der sodann folgenden Fortsetzung der zweiten Lesung des Budget-Entwurfes wurden die Etats des Reichskanzler-Amtes für Elsaß-Lothringen der Zölle und Verbrauchs-Steuern, sowie der als Ersatz für letztere erhobenen Aversional-Betträge genehmigt. Der Abg. Sombart brachte hierbei die enorme Entwicklmig des Systems der Zucker- Expon Bonificationen zur Sprache. Schließlich wurde vom Präsidenten mit getheilt, daß dem Hanse demnächst die erwartete Vorlage wegen Verlängerung biß laufenden Etats bis Ende April zugehen werde. Aus der Tagesordnung für morgen steht die zweite Vorlage, betr. den Sitz des Reichs-Gerichtes.

DemReichs-Anz." zufolge wird der Kaiser am 22. d. Mts., Nach­mittags 3i/2 Uhr, im Rittersaale des Schlaffes von den deutschen Fürsten ein ihm Seitens derselben gewidmetes Bild entgegennehmen. Wie dieNordd.

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johrlich 2 Mark 20 Pf. mit Drnigrrlohn. :)jt bezogen uierti Hibrüd) 2 Mark 50 Pf.

den Unterrichtscurius im Wiesenbau an der Ackerbanschuik Friedberg betreffend.

nach Absolvirung des Unterrichts-Cursns als Gehülfen des Wiesenbau­meisters beziehungsweise als Wiesenbauaufseher, je nach Befähigung gegen entsprechende Vergütung bei den in Ausführung begriffenen Melioratwns- Unternehmungen Verwendung finden und ist denselben hierbei volle Ge­legenheit zu ihrer Ausbildung als selbstständige Techniker gegeben.

Anmeldungen haben spätestens bis zum 5. April laufenden Jahres unter Vorlage eines Zeugnisses über gute Aufführung, etwaige Zeng- niffe über Vorbildung rc. bei dem unterzeichneten Curatorium oder bei dem Vorstand des Wiesenwärter-Cursus Wiesenbaumeister Greb dahier zu er-

Greins.

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