Ausgabe 
22.11.1877
 
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656,) Mitbürger!

Wir haben bisher in diesen Blättern das Wort zu der Stadtverordneten-Wahl nicht ergriffen; einmal, weil wir mehr die großen Principien, die uns einen, als Personenwagen, die uns trennen könnten, in den Vorder­grund zu stellen bestrebt sind, zum Anderen aber, weil wir es für überflüssig hielten, unseren aus nahezu sechshundert Gießener Einwohnern aller Berufsklassen bestehenden Verein gegen die unbegründeten Vorwürfe zu rechtfertigen, die man hie und da wider ihn erhoben hat.

Unser Verein empfiehlt seinen Mitgliedern und allen Wühlern die Herren:

Ferdinand Gail,

Carl GrünebevH, Rechner, Heinrich Hochstatter, Ortsgerichtsvorsteher Lüdeking, Louis Petri II., Hofgerichtsrath Pfannmüller, als Candidaten für die

nächsten Montag den ?6. <1. Jl, stattfindende Ergänz»ngSwahl zur Stadlverordneten- Versammlung. Es liegt diesem Vorschläge einzig und allein das Bestreben zu Grunde, unsere Stadt durch charakterfeste, intelligente, reicbstrene nnd freisinnige Männer vertreten zu sehen

Mitbürger! Wenn Ihr der Meinung seid, dass die Empfehlungen anonymer Gruppen, die lediglich durch persönliche Liebhabereien oder Quartier-Interessen vorübergehend zusammengeführt werden, mehr Vertrauen verdienen, als die Vorschläge unseres Vereins, dann legt unsere Liste bei Sette. Wenn Ihr aber mit uns überzeugt seid, daß eine große politische Vereinigung, welche durch die Liebe zur bürgerlichen Freiheit und durch die Trette für Kaiser uiit) Reich zusammengehalten wird, größere Garantieen für eine würdige Vertretung unserer allezeit national gesinnten Stadt bietet, dann wählet die Herren:

Ferdinand Gail, Carl Grnneberg, Rechner, Heinrich Hochstätter, Ortsgerichtsvorsteher Lüdeking, Louis Petri II., Hofgerichtsrath Pfanumüller.

Gießen, den 20. November 8S77.

Der Vorstand des Vereins der nationalen u. liberalen Partei.

Warme Bader.

Achmer Concerluerein.

Erstes Concert

Sonntag den TL. November, Abends 5 Uhr* im Clubsaale,

unter Leitung des Grossherzoglichen Universität^ - Musikdirectors Herrn Adolf Felchner und unter gefälliger Mitwirkung des Fräulein Cornelia Travers aus Mannheim und des Herrn 8. Herzog, Pianist aus Berlin.

PROGRAMM:

I. Symphonie Nr. 4 in B-dur von L. van Beethoven.

II. Arie aus der Oper:Linda von Chamonnia von Doni- zetti (gesungen von Frl. Travers).

III. Concertstück für Clavier in F-molI von Carl M. v. Weber (vorgetragen von Herrn Herzog).

IV. Lieder (vorgetragen von Frl. Travers): a. Das Mädchen an den Mond von Dorn, b. Wiederschein von Schubert.

V. Solo-Vorträge für Clavier (vorgetragen von Herrn Herzog): a. Scherzo H-moll von Chopin.

b. Rhapsodie Nr. 12 von Liszt.

VI. Ouvertüre zur Oper:Oberon von Carl M. v. Weber.

Der Flügel aus der Fabrik von Blüthner in Leipzig ist aus dem Ru do 1 p hschen Pianoforte-Lager dahier.

Eintrittskarten für Nichtmitglieder sind in der J. Rickerschen Buchhandlung und R u d o 1 p hschen Musikalienhandlung (in Ersterer nur bis Sonntag Mittag um 12 Uhr) zu haben. Nummerirte Plätze, soweit solche noch disponibel, JL 3.

Anfang des Concertes präcls 5 Uhr. Oeffnung des Saales 4 Uhr.

Es wird darauf aufmerksam gemacht, dass der kleine Saal neben der einen Seitengallerie auch geöffnet ist. (6555

Cafe Leib.

Donnerstag den 22. November 1877:

4. Aboitttemeitls-Cimcert

ausgeführt von der Kapelle des II. Grossh. Hess. Inf.-Reg. Nr. 116.

Anfang !/28 Uhr. Eutr6e 50 Pfg.

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Geschäfts Eröffnung.

6424) Einem verehrten hiesigen, sowie auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich von heute ab im Hause des Herrn <7. JLony, Seltersweg Nr. IST, ein wohlassortirtes Lager in Lampen, Mitchgtasschirmen, Oylindern und Dochten, sowie tackirten und RkiMechlvaaren etrichtet habe.

ES wird jederzeit mein eifrigstes Bestreben sein, durch reelle Maare, sowie billige Preise, mir das Vertrauen eines verehrten Publikums zu erwerben und zu erhalten.

Gießen, den 16. November 1877.

Hochachtungsvoll

Chr. Rosenberg.

Sämmtliche Spenglerarbeiten, sowie Reparaturen an Lampen rc., werden jederzeit pünktlich und sorgfältig von mir aus­geführt.

Erlaube mir, meine Bade Anwalt in empfehlende Erinnerung zu bringen.

87)___________Andr. Euler.__

Wntrn- u. Lrdrnsnrrslchrrnngs-Anstall

zu Darmstadt.

Dorr jetzt ab bis Ende December werden die Renten täglich von 12 bis 2 Uhr in meiner Wohnung (Bahnhofstraße) gegen Einhändigung der 1877er Coupons ausbezahlt. Die Rentenbezugsberechtigten, welche mir nicht bekannt sind, müssen die Lebens und Alifenthalts Atteste auf der Rückseite der Coupons bescheinigen lassen. Der Bevollmächtigte:

_______________4. Müller.

i BSu! ;!»<«< her

Katharinen - Markt. Abends BALL im Hessischen Hof, wozu höflichst einladet

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