1877.
Donnerstag, den 22 März
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Bum 80. ZeburKtage unseres Kaisers
und Neid
des edlen
Doch als
greiser Heldenkaiser,
Albert Münzenthal.
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Und wie In Angst
6.
und Selbstsucht und Verrath!
3.
Zornes heiliges Feuer hell flammte auf und heiss,
Srfcheint täglich mit Ausnahme des Montags. Expeditionr Schulstrahe, Lit. 8. Nr. 18.
Als unsers Kaiserthrones seif ne Zier!“
Wie doch der Geister Streit, der unser Land durchtobet, Dein edles Herze lässt so unberührt!
Du hälfst das Steuer fest auf jenem geraden Wege, Der uns aus solchem Kampf zu rechtem Frieden führt.
Heut bist Du 80 Jahr, Du greiser Heidenkaiser, Noch einmal rufen wir: „Heil Kaiser Wilhelm Dir! Erhalt Dich Gott noch lang dem deutschen Reiche
2.
Du sahst als Kind noch Deiner Mutter Thränen,
1.
Heuf 80 Jahr! Vor allem lasst uns wünschen, Und rufen : „Heil, Heil Kaiser Wilhelm Dir! Erhalf Dich Gott noch lang' dem deutschen Reiche Als unsers Kaiserthrones seif ne Zier!
Dein Leben liegt vor unsern Blicken offen.
Wohl ziemt es sich, einmal zurückzuseh'n; D'rum soll Dein Leben, dieses reich bewegte An unserm Auge heuf vorübergeh'n !
In deutscher Brust
Und als die Schwerter fuhren aus der Scheide, Und als sie kamen Kind und Mann und Greis : Ha, wack'rer Königssohn, da schwirrt Dem Degen, Wie all' der Andern auch im Schlachtenbraus;
Zurück, zurück!“ rief oft Dein frommer Vater, „Du junges Blut vom Hohenzollernhaus!
Der edlen Königin vom Preussenland, Als sie vor welschen Räubern musste fliehen, Die haben, traun ! im Herzen Dir gebrannt! Sahst, wie der stolze Kaiser von der Seine Die deutschen Lande hohnvoll niedertrat die deutschen Herzen sich verloren
° Gießen, am 20. März 1877.
Betreffend- Di- D-nun-i-ttonsg-bühr-n, i.M-s°nd-r° di- Str-efantheil- d-r Gemeinden -n den Feldstrafe.n
* Das Großherroglichc Kmsamt Gicßc»
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leerbient, Bleiben
■■■■■a f, den 20 März 18T7.
I Seine Gr-Mer,-glich- Hoheit Prin, Carl ist heute Abend « Uhr
I IS Minuten verschieden.
4.
Und wieder seh'n wir Dich als Preussenkönig, Entgegenzieh n demselben falschen Feind, Und mit Dir zogen alle deutschen Völker: Des Vaterlands Gefahr die deutschen Völker eint! Da kämpfen sie vereint, die Preussen, Baiern, Sachsen. Und wie sie heissen, deutschem Blut verwandt, Da bluten sie vereint, — und nicht am mindesten Die Braven auch aus unserm Hessenland.
5.
Fort war, was sonst der Fürsten Herz regierte Und deutschem Reich den schönsten Schmuck geraubt; Ein Kaiser ward gewählt, dem edlen Preussenkönig Setzt man die Kaiserkron' aufs greise Haupt.
Und von dem Berge im Thüringerlande, Da floh entsetzt der Raben schwarze Schaar. Schon hörten sie die mächfgen Flügelschläge Und schauten ihn, den königlichen Aar.


