Am 13. Juni bom-
bardirten türkische Schiffe 4 Stunden lang Jlori, wurden aber mit großem
Nach Giurgewo und
Lokal-Notiz.
Gießen, 20. Juni. Am Monrag wurde einem Arbeiter von Günterode an der Berltn-Metzer-Bahn beim Sprengen durch einen fortspringenden Stein der Kopf zerschmettert. Der Unglückliche hinterläßt eine Frau und 3 kleine Kinder.
Gestern Morgen fand man einen älteren Einwohner von Wieseck in feiner Wohnung erhängt. Dem Befund nach muß derselbe sich vor einigen Tagen das Leben genommen haben.
asiatischen Kriegsschauplatz, 22 Officiere und 97 Gemeine, sind angekommen und nach Twer und Wladimir weiterexpedirt worden.
Wien, 18. Juni. Die „Neue Fr. Pr." meldet aus Bukarest vom 18. d. Mts.: Rnstschuk ist von den Einwohnern beinahe ganz verlaffen. Die Garnison ist 18,000 Mann stark; außerdem campiren hinter den Wällen 15,000 Mann. Achmed Ejub Pascha ist daselbst eingetroffen und hat veränderte Anordnungen hinsichtlich der Vertheidigung getroffen. In Schumla gar- Die Ruffen werden den Donau-Uebergang
Todte und Verwundete. f o
Petersburg, 18. Juni. Officielles Telegramm von der Kaukasus- Armee vom 15. Juni, 3 Uhr Nachmittags. Die Garnison von Kars machte
6- (Ein alter Hausirer.) Nach dem „Sheffield Telegraph" meldete sich am Montag auf dem Polizetamt in Doncaster ein Hausirer zur Unterzetchnung seines (Neweroe- scheines. Folgende sonderbare Dinge ergaben sich. Der völlig gesunde sem ^e-cyau betreibende Mann, Namens John Roseberry, war 108 Jahre alt, hatte 22 Kinder gehabt, von denen 17 Söhne waren (deren letztoerstorbener 88 Jahre alt geworben war), und hatte im Jahre 1870 fein Weib im Alter von 99 Jahren verloren.
- Wie aus Hüll der „Danz. Zig." gemeldet wird, finden zwischen mehreren englischen Dampfergesellschaften Verhandlungen statt, welche den Zweck Haden, die Lausende von Auswanderern, welche sich nach der Rückkehr in die Hkimath sehnen und denen die üblichen Passagierpretse zu hoch sind, für einen billigeren Preis wieder nach Europa zurückzuführen. Die Geschäftsstille ist in England so groß, daß iehe oer größeren Dampfergesellschaften einige Schiffe ohne Beschäftigung in den Hafen liegen hat, und nach den in England eingegangenen Nachrichten ist die Zahl der ^arertkamuier so groß, daß man trotz eines billigen Passagepreises noch ein Geschart zu machen gedenkt. Man denkt dabei so gut an die Rückführung deutscher als englischer 2lu9-
Verlust zurückqeschlazen.
Moskau, 18. Juni. Die ersten türkischen Kriegs-Gefangenen vom
iU rCI$?eunbe, der Tag naht! Mac Mahon, die Armee, di- Beamten sind für uns. Helfen wir ihnen. Geben wir Frankreich Frieden, Ruhm, Ordnung und Freiheit wieder. ~
»um ersten Juli! Es lebe der Kaiser l Es lebe Mac Mahon!
Paris, 18. Juni. Deputirren-Kammer. Nach einer Rede des Mim- sters der öffentlichen Arbeiten und Jules Ferry's von der Linken wird die Fort- sehnng der Discnssion auf morgen vertagt. — Man berechnet, daß die m den Bureau; des Senats repräsentirten Stimmen sich mit 138 für und mit 128 gegen die Auflösung der Kammer aussprechen werden.
— Das Journal „Soir" schätzt di- Stimmen tm Senate für die Suf»
@enat8 ,„r Berathung über den Vorschlag wegen Auflösung der Deputirten-Kammer ist nunmehr gewählt worden. Da von den Bureau; des Senats sechs zu Gunsten der Rechten und nur drei zu Gunsten der Linken sind, so ist demzufolge di- Majorität für die Auflösung so gut wie sicher. Die Abstimmung über letztere wird, wie schon gemeldet, wahrscheinlich ™ittlD^erfatäe8, 18. Juni. In der heutigen Sitzung der Deputirten- K-mm-r legte der Herzog v. D-cazes gegen die A-ußerungen G-mb-tt- 11 wm Samstag Verwahrung ein: dieser hab- geglaubt, Italien über die Absichten,der fran,°sisch°n Regierung beruhigen zu muffen. Diese Muhe sei indeß überflüssig gewesen, denn di- Beziehungen beider Regierungen seien herzlich und vertraums- voll geblieben. Sämmtliche Parteien in Frankreich wollten den Frieden. Der Eabinets-Wcchsel sei ein Act der inneren Ordnung. Friedliche Versicherungen seien in gleicher Weise Seitens der Cabinete von Berlin, Petersburg, Madrid und Wien hierher gelangt.
Vermischtes.
— (Ein souveräner Bürgermeister.) Die „Gazzetta dt Napoli" erzählt folgende Anekdote: „Man erinnert sich, daß der Bürgermeister von Neapel vor einiger Zett in den Ausstellungssälen von der Musikbande mit dem Konigsmarfche empfangen wor^ den war. Die Sache wurde in den Hoskretfen vielfach commenttrt und gelangte endlich zu den Ohren des Königs. Als nun Victor Emanuel vor ein paar Tagen gebeten wurde, die Petition eines Individuums um eine Anstellung bet der Gemeinde von Neapel durch seine Empfehlung zu unterstützen, schrieb der König, welcher ein sehr gutes Gedächtniß hat, auf den Rand des Gesuches: „An Se. Majestät den Bürgermeister von Neapel" und so gelangte dasselbe an den Abgeordneten Sandonato, wo herzlich darüber gelacht wurde." „
— (Stolz lieb' ich den Landesboten!) Ein Münchener Localblattchen, „Der freie Landesbote", läßt sich folgendermaßen vernehmen: „Wie sich unsere Leser er- nnern werden, hat der „Freie Landesbote" seit Jahr und Tag den Ausbruch des Krieges mit voller Sicherheit vorhergesagt. Unsere ausgezeichnete J.rformmon m der orientalischen Frage haben wir unseren vorzüglichen, auf das beste unterrichteten Verbindungen zu verdanken. Wir dürfen es kühn sagen, kein Blatt der Welt, weder die .Allgemeine Zeitung" noch die „Times" in London, weder die „Kölnische Zeitung noch die „Neue Freie Presse" in Wien hat bessere Quellen wie wir. Wir zahlen in der Orient-Frage zu den bestunterrtchteten Blättern, das haben wir unseren Lesern bisher bewiesen." — Da unsere niedliche Collegin an der Isar den Ausbruch des Krieges mit so mathematischer Sicherheit vorauszusagen wußte, so hat sie vielleicht auch die Güte, das Ende ebenso genau vorauszuberechnen und andere Zeuungen durw eine collegiale Special-Depesche (auch die „Times" würde sehr dankbar sein!) davon zu oer-
wiedergeben. Seine erste Sorge wird sein, den Verirrten zu verzeihen und das Land, ein für allemal, von den republikanischen und anderen Agitatoren
— Börsenvergnügen. In Paris haben mehrere Spekulanten in „Türken , welch durch das augenblickliche Darntederliegen dieses beliebten SvekulaNonspapierS um die gewohnte tägliche Beschäftigung gebracht worden find, ein sinnreiches AuskunftSmMtt gefunden, der Börse und den Börsianern zum Trotze nach Herzenslust in türkisch Fonds zu spekultren. Auf ihrem Versammlungsorte haben sie eme Türkenfigur mit einem Turban auf dem Kopfe und einem Ztfferblatte auf dem Peuche aufgestellt. Um zeh Uhr Abends geht die Schlacht los. — „Tausend Türken zu 150! ruft einer der An- wesenden üue® Dann erhebt er feine Hand und läßt sie mit aller Wucht auf denTm- ban des Tü ken niederfallen. Sofort stürzt man sich auf das Zifferblatt, um an dem Zeiger den Stand des Kurses zu ersehen- Wenn die angezeigte Zahl niedriger alsl iw tjt, zahlt der Spieler die Differenz tm entgegengesetzten Falle streicht er den Gewinn ein. Einzelne Spieler mit kräftiger Faustbildung finden nur schwer Verkäufer zu 200. Die kleine Börse florirt außerordentlich; nur die Nachbarn, welche die Sache mcht recht verstehen, sind ganz erstaunt und sagen sich: „Die verfluchten Türken! Müssen die Russen ousgeschmiert haben!" - „
— Ein „angenehmer" Gehängter. Im Jahre 1604 erfuhren die Einwohner von Nancy, daß der König von Frankreich auf einer Reise ihre Stadt passiren würde. Ste trafen also in Eile alle möglichen Vorbereitungen und Verschönerungen. Besonders unangenehm war es den guten Bürgern, daß gerade am Galgen auf dem Hochgency ein wüster Strolch hing, dessen Aeußeres den König verletzen konnte. Herunter^ nommen durfte der Gerichtete nicht werden, er mußte drei Tage hangen, so wollte e»
Türkei.
Konstantinopel, 18. Juni. Die Kammer beschloß bei den Budgets der verschiedenen Ministerien Reductionen im Gesammt-Betrage von circa 300,000 Pfund. Am Dienstag soll die innere Zwangs-Anleihe in letzter Lesung berathen werden.------ ------- --—
Der orientalische Krieg.
Plojesti, 16. Juni. Die Türken fahren an ihren Befestigungs-Arbeiten bei Nikopolis zu arbeiten fort, während sie mit den Ruffen bei Oltenitza Schüffe wechseln. j ,Q ,
Konstantinopel, 17. Juni. Ein Telegramm Mukhtar Pascha s meldet, daß in einem Treffen bei Mvlla Suleiman die Ruffen zurückgewiesen wurden, und daß die Artillerie von Kars die Feinde verhinderte, Vertheidigungs- Werke zu errichten.
Ragusa, 17. Juni. Niksic wurde gestern durch 3000 mit Lebensmitteln bepackte Pferde verproviantirt. Mehemed Ali Pascha wurde von den Montenegrinern vollständig geschlagen und wird von ihnen verfolgt. Alle türkischen Dörfer des Bezirks Vaffogevich brannten nieder. Das montenegrinische Gebiet ist wieder frei von Türken.
Cettinje, 17. Juni. Mehemed Ali Pascha ist mit 15,000 Mann bei Vaffojevich am 15. Juni nach einem sehr heftigen Kampfe vollständig geschlagen. Vier heftige Angriffe der Türken zwischen Spuz und Dauilowgrad wurden von den Montenegrinern kräftig zurückgewiesen. Letztere baben die Türken ver- folgt und diese sich eiligst nach Spuz zurückgezogen. Der Verlust der Türken wird auf 2000 Todte angegeben. Die Montenegriner verloren 115 Mann
V L be.imltck des Suez-Canals, Aegyptens und des persischen einen Ausfall gegen die rechte russische Colonne unter General Heimann mit
die brenschen Interessen bezüglich z schriftlich abzugeben. Die ein zehn Bataillonen und zwei Geschützen, eie besetzten die Anhöhen bei Tschffllik Meerb.lsens vollständig respectt .onstatiren ^daß die fragliche Erklärung und bildeten gegen das russische Lager eine Wagenburg bei Alawartan. Unter
gelaufenen Berichte des Dotschaf günstigen Eindruck hervorgebracht haben, unserem Artillerie-Feuer und zugleich im Rücken angegriffen, mußten die Türken
auch'" anderen- Hafen EuroM Reise des den Rückzug antreten, der in Flucht ausartete. Sie htnterließen 200 Todte.
- Das Schreiben "Pol - Corresp. ^e^ng seiner uneigensten Jnitia- Auf unsere? Seite 11 Todte und 107 Verwundete. Am 14. Juni nahte sich Fürsten Milan nach P ist g »sbezüglichen Anfragen zweimal negativ unferm linken Flügel eine türkische Colonne bei Tephis südlich bei Bajaztd, tiv- komm-. D-r Cz°r hab° sm b -sb^güch-n Anfrag-n Eb^vor unserer Infaut-ri- zurückzi-h-n. Am 13. Juni entstand bet
b°^d-n. Ai der serbtschen Fragas h Rußland es nicht auf die Er- Gelegenheit etnet von Sotschi (Abchasien) aus unternommenen Recognosctrung entscheidende ®ort Oesterreich ankommen laffen. In dem ein heißes Gefecht, in dem die Türken 8 Todte und viele Verwundete hatten.
Haltung seiner Mt-n Beztehunge z J bat @crbien ;eine Rolle auf Unser Verlust war unbedeutend. Am 14. Juni griffen mehrere hundert Tür-
Augenbticke, wo dte russische A sch , h ,en focn techten Flügel unserer Ausstellung bei Samebak an, wurden aber mit
bet Balkan-Halbmsel ausgesptelt. einem Verlust von 10 Tobten zurückgebrängt; unser Verlust bestaub in
Arankreich. IO Tobten unb 2 Verwundeten. Später erneuerten die Türken ihren Angriff.
Daris 15. Juni. Ein officiöses Schreiben aus Plojesti meldet, baß wobei auf unserer Seite 1 Tobter uub 2 Verwundete. - ' bet Etat nicht'mehr lange, vielleicht nut noch zehn Tage, in Rumänien verwet- 4 ^lunbeu lana Atlon. würbe
len unb sich alsbann nach Kiew begeben wetde; seine schon angegriffene G-sunb- heit könne bas schlechte Klima Rumäniens nicht vertragen. Diese Angab stimmt j-boch nicht zu ben bisherigen Nachrichten. In ben Provinzen bes Don uub in Pultawa macht bi- russische Regierung gegenwärtig starke P,erd-ankaufe. ba sich herausgestellt hat, baß die Südarmee mcht genügend gut beritten ist.
Paris, 16. Juni. Ein republikanisches Journal hat ein E;emplar einer gedruckten Proclamation erhalten, welche gegenwärtig in den Ateliers verbreitet wird. Diese Proclamation lautet:
Freunde! Eifer und Wachsamkeit! Die Republik verröchelt. Das
Erverirneut ist gemacht. Kein einziger wahrhafter Patriot, der nicht dieses m- nisomreii angeblich 1-,000 Mann.
EMetunent ist g j,n Jahre 1793 Ströme Blutes vergossen, das gleichzeitig auf fünf verschl-deneu Punkten versuchen.
dem Mnd" wffere Milliarden und unsere Provinzen -usgeliefert, das die blu- Turn-Magurelli werden viel Truppen und Kriegs-Material abgeseudet. In hrr (Snmmnne beaanaen hat das endlich durch seine Unbeständig- Kalafat errichtet man neue Batterien.
Ilgen ?tEl ^er Commune bggy t,^^ „^tzwendbar zum Ruin und Konstantinopel, 18. Juni. Die ägyptischen Truppen sind nach ,ur Jerstück ung führen würde. Das Kaiserreich, das nur Ordnung, Ruhm, Varna abgegangen. Der Sultan empfing gestern Haffan Paschs d°r demnächst n TOnMftnnb Berlfeb unb ohne bas verbrecherisch- Einverstäudniß der den Befehl über bie ägyptl chen Truppen übernehmen wird. Derwisch Pascha
O v LN kuüeu uns^ - das Kaiser- ist heute nach B-tuin abgereist. - Am Mittwoch findet der Schluß der Kam.
reick allein kann uns retten Thaffächlich ist es heute schon wiedergeboren, mern statt. — Eine Depesche Mukhtar Pascha s vom 16. b. Mts. signalisirt
möraen wird es m Recht bestehen Der junge Erbe seiner Politik und seiner ein Gefecht in der Nähe von Alaschgert.
TradiAomn ist^bereit zum Wiedereintritt n eine Rechte. Das dritte Kaiser- Rustschnk, 18. Juni In letzter Nacht wurde aus dem jenseitigen
tbie D7eustieit °uf brei Jahre ermäßigen, es wirb bie inbirecten Ufer eine größere Bewegung starker russischer Truppenkörper wahrgenommeu, — ‘ j. rectroiß absckaffen bie Gehälter erhöhen: es wird dem heil, welche von Giurgewo gegen Slabbosia, das erste Dors stromaufwärts, vor-
Lhle seine UnaMngigkett^un^ bem VaLde feine verlorenen Provinzen rückttn. Die Bewegung begann Abends 7 Ubr unb bauerte bis Mitternacht.


