stattfindet.
Vermischtes.
Doczy
Washington, 19. Januar. Nach einem dem (Songreffe vorgelegten Gesetz-Entwürfe soll ein Tribunal, bestehend aus je 5 Mitgliedern des Senats, des Repräsentantenhauses und des obersten Gerichtshofes, eingesetzt werden, um über die Gültigkeit der für die Bundes-Präsidentenwahl abgegebenen Stimmen zu entscheiden. Diese Entscheidung soll eine definitive sein und nur durch gemeinsamen Akt beider Häuser umgestoßen werden können.
Und dann der Augen. . - _ . „ .
Und wenn dann 9hm in Arm, und Lipp' auf Lippe fliegt,
— (Der Kuß.) In Pest wurde unlängst ein preisgekröntes Lustspiel oon LudwtS aufgeführt. Darin gibt die Heldin folgende Definitiv« des KnsseS:
„So wisse denn, daß nur der Flüsternde versteht, Worin der süße Kuß, der wahre Kuß besteht. Kein Recht verlangl'tz und gibt's kein Wille, kein Entschluß, Kein Tausch ist'S — ein Geschenk, das man sich geben mutz, Das der Moment gebiert, urplötzlich überraschend — Gleich eines Funkens Gier, zwei Dächer flugs erhaschend. Süß ist fürwahr der Kuß, wenn Schlaf Dein Lieb umfangt, Wenn Du den Kuß ihr stiehlst, den sie Dir sonst geschenkt; Noch süßer ist der Kuß. wenn trotz'gen Lippen Du — Die ibn versagen Dir — ihn rauben mußt im Nu; Am süßesten, wenn zwei im Küssensdurst vereint Und Jedes selber schenkt, und doch zu stehlen meint, Und seine Sehnsucht nur empfindet, nicht sein Recht — Nicht fühlend, daß eS gibt, und stets nur nehmen möcht. Ach viele Hunderte von solchen Küssen schafft Die Ehe nicht — doch oft der Liebe holde Kraft! Doch was den süßen Kuß noch honiggleich versüßt, Ist, wenn die neid'sche Welt, die jede Lust verdrießt, Mit ihrem Späherblick verfolget Dich und sie, blick Dir sagt: „Jetzt oder nie!*
Ausland.
Petersburg, 18. Januar. In officiellen Kreisen verlautet, daß die Aussicht auf Frieden in der nächsten Samstag stattfindenden Conferenz hoffnungs- los sei. Vier weitere Armee-Corps sollen dann sofort mobilisirt werden. — Aus Rybinsk wird gemeldet, daß dort fünfzehn Handlungs-Häuser fallirt haben.
Lokal-Notiz.
Gießen, 20. Januar. Der Schwurgerichtshof vom I Quartal hat in den weiter verhandelten Anklagesachen erkannt:
Am 12. Januar gegen Gemeinderechner Heinrich Hartmann von Reichlos wegen Verbrechen im Amte, Zuchthausstrafe von 1 Jahr und drei Monaten, an welcher jedoch 1 Monat erlittene Untersuchungshaft in Aufrechnung zu bringen sei.
Denselben gegen Johannes Schneider III. von Geiß-Nidda, wegen Urkunden- sälschung, Gefängnißstrafe von 10 Tagen.
Den 13. Januar gegen Philipp Ratz von Schlitz, wegen Diebstahls, Zuchthausstrafe von 2 Jahren und gegen Anna Barbara Weisbeck von da, wegen Hehlerei, Gefängnißstrafe von 3 Wochen.
Den 15. Januar gegen Heinrich Bien von Freiensteinau, wegen Diebstahls, Zuchthausstrafe von 3 Jabren und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte, sowie Stellung unter polizeiliche Aufsicht.
Den 16. Januar gegen Katharina, Conrad Kappes Wittwr und Anna Marie Bocher von Lehrbach, wegen Verleitung zum Meineid, und zwar gegen Erstere Zuchthausstrafe von 1 Jahr und gegen Letztere in Folge des Verdicts der Geschworenen auf Freisprechung.
Den 17. Januar gegen Wilhelm Amend, gebürtig von Battenfeld, wohnhaft zu Gießen, wegen Diebstahls, Zuchthausstrafe von 1 Jahr und 3 Monaten, Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 3 Jahren und Stellung unter polizeiliche 21 ^Den 18 Januar gegen Wilhelm Bücking von Homberg a. d. Obm, bezüglich der Anklage wegen versuchter Tödtung, in Folge des Verdicts der Geschworenen auf Freisprechung. , , . _
Den 19. Januar gegen Feldschützen Conrad Heyer von Melbach, wegen Erpressung, Gefängnißstrafe von 2 Monaten.
— Die Verhandlungen mit der Pforte sind gänzlich abgebrochen. Ju der am Sonnabend stattfiudeiiden Conferenz werden die Vertreter der Mächte das Ultimatum stellen. Jgnatieff reift am Sonntag ab. Die Mobilisirung der ganzen russischen Armee ist beschloffen.
Türkei.
Konstantinopel, 18. Januar, Abends. Die Sitzung des großen Rathes ist beendigt; derselbe hat dem Vernehmen nach einstimmig beschloffen, die Vorschläge der Mächte als der Integrität, der Unabhängigkeit und Würde des ottomanischen Reiches zuwiderlaufend abzulehnen.
— Die heutige Sitzung des großen Rathes, an welcher 200 Würdenträger theilnahmen, dauerte drei Stunden und nahm folgenden Verlauf: Zunächst wurde ein Exposä der Vorkominniffe seit Beginn der Jnsurrection und der von den Mächten ausgestellten Vorschläge verlesen. iL-odann entwickelte Midhat Pascha in langer Rede die türkischen Gegen-Vorschläge nebst einigen ter Verfassung nicht zuwiderlaufenden Concessionen, welche aus Versöhnlichkeit bewilligt wurden. Midhat Pascha legte zugleich den Ernst der Lage dar und berührte die in Aussicht gestellte Abreise der Botschafter und Conferenz-Dele- girten. Nachdem der Großvezier hierauf noch auf den Krieg und deffen Schrecken, die Verschlimmerung der inner« Lage und die Unmöglichkeit, die erforderlichen Geldmittel aufzubringen, hingewiesen, schloß er mit den Worten: die Ottomanen sollen auf keinerlei Allianz rechnen. Hiernächst wurde mehrer- seits, namentlich von den religiösen Chefs der Griechen und Armenier, die Verwerfung der Vorschläge der Mächte befürwortet. Nachdem Midhat Pascha noch wiederholt auf den Ernst der Lage und die traurigen Folgen des Krieges die Aufmerksamkeit gelenkt hatte, sprachen sich sämmtliche Anwesende einstimmig unter dem Rufe: „lieber Tod als Entehrung" für die Ablehnung der Vorschläge der Großmächte aus.
Konstantinopel, 18. Januar, Nachts. An dem großen Rath nahmen 60 Christen Theil. Nachdem die Versammlung die Vorschläge der Mächte verworfen hatte, entschied dieselbe die von Midhat Pascha gestellte Anfrage, ob er trotz des ablehnenden Votums des Rathes mit den Mächten über die abgelehnten Punkte in weitere Verhandlungen eintreten könne, negativ und sprach sich dahin aus, daß lediglich die Verhandlung über die türkischen Gegenvorschläge auf der Conferenz fortgesetzt werden könnte.
Amerika.
AtaNen.
Rom, 18. Januar. Die Depntirten-Kammer ist in die General- Debatte des Gesetzentwurfs über die Mißbräuche der Geistlichkeit eingetreten. Dom Papst ist dieser Gesetzentwurf den Congregationen vorgelegt zur Prüfung und Entscheidung darüber, ob derselbe nicht den canonischen Kirchen- Gesehen zuwiderlaufe. Dem Vernehmen nach stände die Ernennung von zwei österreichischen, zwei französischen, vier italienischen und einem spanischen Cardinal bevor.
In ihr all' Deine Kraft, Dein aanzetz Fühlen liegt, Und jeder Kuß der erst', der letzte jeder ist Und Jedes wieder küßt, und wieder wird geküßt . . - Dem Taucher gleich senkt tief hinab sich ohne Bangen Zum Grund des Augenblicks das lechzende Verlangen, — Zu einem Augenblick, weich' endloser Genuß! — Glaub' mir, ein Kuß, der nicht verbaten, tft kein Kuß." Frankfurt, 17. Jan. Das Polizei-Präsidium hat die „Baronin von Ketteler und Freifräulein v. Seidlitz' wegen unbefugten Betteln- jede zu 3 Mark Strafe per- । urteilt. Die beiden unter obigem Titel rubricirten Damen gehören dem Orden »er I Franziskanerinnen an.
Hesterreich.
Wien, 18. Januar. In Bukarest wurde dieser Tage in geheimer Kammer-Sitzung über die Haltung Rumäniens im Kriegs-Fall berathen. Die Majorität hat jedwede Theilnahme an einer Action abgelehnt. — Der „Pesther Lloyd" ersährt aus Konstantinopel, Jgnatieff suche Angesichts der Erfolglosigkeit der Conferenz einen Ausweg aus dem eigenen Jntriken-Netze. Gortschakoff habe ein Rundschreiben an die Cabinette erlassen, worin ein isolirtes Vorgehen Rußlands abgelehnt werde. Inzwischen sind aber sämmtliche bei Chotin ausgestellten Truppen an den Pruth gerückt und Pioniere haben probeweise Ponton-Brücken über den Pruth bei Lerwa geschlagen.
Ara«Lreich.
Pari-, 18. Januar. Hiesige Blätter wollen erfahren haben, die italienische Regierung hätte die Erhebung der Regentschaft Tunis zu einem Für- stenthum von ähnlich unabhängiger.Stellung, wie Rumänien, angeregt.
Kuglarrd.
London, 19. Januar. Bei Besprechung der Entscheidung des großen Rathes zu Konstantinopel geben die hiesigen Morgen-Zeitungen übereinstimmend der Meinung Ausdruck, daß nicht nothwendig in Folge der Ablehnung der Vorschläge der Mächte sofort der Krieg auszubrechen brauch^ Die „Times" schreibt insbesondere: es seien noch weitere Unterhandlungen möglich; die Auflösung der Conferenz bezeichne vielleicht den Beginn einer neuen Phase, in welcher die Westmächte zeitweilig unthätig blieben und die drei Kaisermächte allein vorgehen würden.
zurückzuweisen. , „ L _
Darmstadt, 17. Januar. Der Finanz-Ausschuß der zweiten Kammer hat in der letzten Sitzung den vom Abg. Theobald erstatteten Bericht über die Nachweisungen bezüglich der definitiven Einnahmen und Ausgaben bei dem Bau und Betrieb der Staats-Eisenbahnen und des Staats-Telegraphen, sowie der Eisenbahn-Schulden-Tilgungskaffe während der Jahre 1869 bis 1871 und für das eine besondere Finanz-Periode bildende Rechnungsjahr 1872 genehmigt; derselbe wird in Kürze die Preffe verlaffen.
Darmstadt, 18. Januar. In öffentlichen Blättern wird, wenn auch in verhüllter Form, die Nachricht verbreitet, daß die Höchsten Herrschaften bei ter stattgehabten Reichstagswahl die Angehörigen ihrer Hofhaltungen bezüglich ihrer Abstimmung beeinflußt hätten. Wir sind ermächtigt, diese Nachricht für völlig grundlos zu erklären. (Darmst. 3tg-)
Mainz, 18. Januar. Bei der heutigen Stichwahl erhielt Dr. Oechs- ner (lib.) 10,875, Dr. Moufang 9980 Stimmen. Nach Nachrichten aus den Land-Orten ist dort der verhetzte ultramontane Pöbel zn Exceffen geschritten.
Berlin, 18. Januar. Der Friede soll trotz jeglichen Ausgangs der Conferenz in Konstantinopel vorläufig quittirt (?) erscheinen.
Frankfurt, 18. Januar. Bei der heutigen Stichwahl für den Reichs- tag zwischen Herrn Dr. Varrentravp und Herrn C. Holthof wurden 17,731 Stimmen abgegeben; davon erhinr Herr Holthof 10,329, Herr Dr. Varren- trapp 7344 Stimmen, ungültig waren 58 Stimmen.
Elberfeld, 18. Januar. Bei der heute^stattgehabten engeren Wahl siegte Prell (nationalliberal) mit 14,485 Stimmen gegen Haffeimann (Social- Democrat), auf welchen 14,245 Stimmen fielen.
Elberfeld, 19. Januar. Nach dem Bekanntwerden des gestrigen Wahl- Resultates, bei welchem Haffelmann unterlag, fanden der „Elbers. Ztg." zufolge mehrfache EAeffe statt. Vor dem Geschäftslocale dieses Blattes war ein solcher Auflauf, daß die Paffage unmöglich war, viele Personen wurden thät- lich injultirt und viele Fensterscheiben zertrümmert. Schließlich schritt die Polizei mit blanker Waffe ein und stellte die Ruhe wieder her, 22 Individuen wurden verhaftet. Haffelmann reiste Nachts nach Hanau ab, wo in einigen Tagen die Stichwahl zwischen Weigel (nat.-lib.) und Frohme (social-demokr.)
t - her nachfolgenden kirchlichen Trauung
Anft°g«n der Verlobten 1U]f § 82 des Reichts-setzes
sind von den Standesbeamten^ UN ^^ch^n Verpflichtungen in Beziehung auf bat)in zu beantworten: .HHsetz nicht berührt werden, d. h. als kirchliche Ver- TrauunA ^ujr^estehen.
vJ*’ IV. Beurkundung der Sterbefä11e.
Die Standesbeamten haben darüber zu wachen, daß jeder Sterbefall spätestens am nächstfolgenden Wochentage angegeigt wird.
Zu der Anzüge verpflichtet ist das Familienhaupt und wenn em solches nicht vorhanden oder an der Anzeige verhindert ist, derjenige, in deffen Woh^ nung oder Behausung der Sterbesall sich ereignet hat. Nach § 58 bezw. 19 des Reichsgesetzes kann aber die Anzeige auch von jeder anderen aus eigener Wissenschaft unterrichteten Person gemacht werden, und werben darum die Standesbeamten auf die von dem Gesetze gewährte Besugniß insbesondere für diejenigen Fälle verwiesen,, in welchen ein zur Anzeige nach § 57 Verpflichteter nicht vorhanden ist. „ , , .
Wird die Anzeige eines Sterbefalles von einer erst in zweiter Lime verpflichteten oder von einer nach § 58 (§ 19) zur Anzeige berechtigten Person erstattet, so haben die Standesbeamten, auch wenn ein in erster Linie verpflichtetes Familienhaupt vorhanden und an Oer Anzeige nicht behindert ist, dieselbe nicht ohne hinzukommenden besonderen Grund (z. B. ungenügende Wissenschaft)
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