Ausgabe 
20.10.1877
 
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In Siltstrla sind zahlreiche Fälle von Fieber-

DasTageblatt" meldet aus Tisits vom 16. d.:

ngeifdjait, Diabetes, Melancholie, Abmager ch ist sie als Nahrung für Säuglinge schon

Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht; am

von

Meininger 7

Venediger 30

In Folge der neuerdings erhaltenen Verstärkungen konnten die Rusten in der gestrigen Schlacht der 30,000 Mann starken Armee Mukhtar Pascha's 70,000 Mann gegenüberstellen. Manche Kommandos waren neu besetzt. Gene- ral Solowieff führte unter General Heimann die kaukasische Grenadier-Division zum Sturm auf den Awlias-Berg. Bisher sind 4000 Gefangene eingebracht. Tiflis ist in freudiger Aufregung. Die Offensive gegen Ismail Pascha ist ebenfalls nahe bevorstehend.

Pera ein Haus gemiethet. Krankheiten vorgekommen.

Wien, 18. October.

Drüsenleiden hergestellt.

Nr. 64810. Marquise von Br-Han von 7 jähriger Leberkrankheit, Schlaflosigkeit Zittern an allen Gliedern, Abmagerung und Hypochondrie.

Nr. 75877. Florian Koller, K. Af. Militälverwalter, Großwardein, von Lungen- und Luttröbren-Katarrh., Kopsschwtndel und Brustbeklemmung.

völlig hergestellt.

80416. Frau Major Deutsch, geb. von Horn in Posen; deren Kinder vorn

SehlfTeberieht. Mitgethetlt von dem' Agenten deS Norddeutschen Lloyd E. W. Dietz in Gießen.

Southampton, 18. Oct. Das Postdampfschtff Weser, Capt. I. Barre, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 6. October von Newyork abgegangen war, ist gestern 10 Uhr Abends wohlbehalten hier angrkommen und hat nach Landung der für Southampton bestimmten Passagiere, Post und Ladung 12 Uhr Nachts die Reise nach Bremen fortgesetzt. Di? Wefer überbrinot 149 Passagiere und volleLadung.

Ein Liedchen auf dieschlechten Zeiten" steht in einer älteren Gedichtsamm­lung von Hoffmann von Fallersleben.

Wenn größer werden einst dje Flaschen Und besser werden wird der Wein, Dann wird vielleicht dereinst auf Erden Die goldene Zett noch einmal sein. Doch kleiner werden stets die Flaschen, Und schlechter immer wird der Wem, Und leerer wird's in unfern Taschen Gar kein Geld wird bald mehr fein!

, - Treffende Antwort. Gotte: Aengsttge Dich nicht, Frau, um unfern Siegfried,

lasse ihn nur verliebt sein! Denn Einer, der sich in der Jugend recht austobt, wird gewöhnlich der treueste Ehegatte. Ä ~

Du selbst in Deiner Jugend sehr solid gewesen sein.

während langer Jahre fürchterlich gefoltert hatten. In meinem 83. Jahre stehend, er­freue ich mich jetzt der vollkommensten Gesundheit. Leroy, Pfarrer.

Nr. 45270. I. Robert. Von seinem 25 jährigen Leiden an Schwindsucht, Husten, Erbrechungen, Verstopfungen und Taubheit gänzlich hergestellt.

62845. Pfarrer Sollet von Ecrainoille. Von Asthma mit häufige« Erstickungen

Nr. 75928. Baron Sigmo von 10 jähriger Lähmung an Händen und Füßen rc.

c.i «Zu«/» Die Revalescifere ist viermal so nahrhaft als Fleisch und erspart bei Erwachsenen rn h,?©AJtIaK tSEI und Kindern 50 Ma! ihren Preis in anderen Mitteln und Speisen.

...s bpr Revaleeoibre Vt Pfd. 1 80 1 Pfd. 3 50 2 Pfd. 5^70^

Handel und Verkehr.

Frankfurt, 18. Oct. sFruchtbertcht.) Die Getreidemärkte zeigten hier und da einige Anzeichen wtedererwachender Thättgkeit und bessernder Tendenz, boten aber im Allgemeinen wenig Anregung. Hiesiger Landweizen schließlich etwas beachteter und vermochten Eigner ihre festen Forderungen durchzusetzen; ab unserer Umgegend JL 22 50 bis 23.75, Prima-Waare viel über Notiz, fremder in den feinsten Qualitäten leicht ver­käuflich, 24.7525.25. In Roggen beschränkte sich der Umsatz auf Detail-Verkäufe für unfern Platz-Consum, das Angebot war geringfügig und da die Landwirthe sich nicht zum Verkauf drängen, notiren wir Prima-Roggen JL 18.50, russischer J4 16.50 bis 17, hiesiger JL 1617.50. Gerste stark ausgeboten und gründlich flau, wodurch selbst die feinsten Sorten mit zu leiden hatten. Brauwaare JL 19.5023.50 je nach Qualität und Herkunft. Hafer ohne Leben, indem weder das Ausland noch locale Speculation sich für den Art kel intereffilren, JL 1417 je nach Qualität. In Hülsen­früchten wurde wenig getban. Am Mehlmarkt keine Aenderung. Futterstoffe flau, namentlich Rogenkleie und Weizenkleie.

Mehl Nr. 1 JL 42, Nr. 2 38, Nr 3 34, Nr. 4 30, Nr. 5 JL 24, Roggen­

mehl % (Berliner Marke) X 25, do. II. (Berl. Marke) JL 21, Wetzen, effect. hies., ab Bahnhof hier JL 2324, ab unserer Umgegend JL 2223.25, do. fremder je nach Qual. JL 2325.50, Roggen je nach Qualität^ 1718.50, Gerste JC. 1824, Hafer 1317., Kohlsamen 3637, Erbsen JL 2124, Wicken 17, Linsen JL 2130, Rüböl, detail, 83. Stimmung unsicher. (Die Preise verstehen sich sämmt- lich per 200 Pfund Zollgewicht 100 Kilo).

zusammen einen Werth von 62 jl 40 \ Diese vier Loose kauft man bei einem hie sigen Bankier fammt Provision zu 64 es werden dieselben also um 36 zu theuer bezahlt. Es wird hierbei wieder vorzugsweise auf die Unkenntntß der sogen, kleinen Leute, wie Dienstboten rc., specultrt. Wollte Jemand gerade diese vier genannten Loose erwerben, welche nebenbei gesagt auch noch theilweise von zweifelhaftem Werth sind, so könnte Dies billiger, schneller und sicherer geschehen, wenn sich Derjenige seine- 4

Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen Gottesdienst.

Sonntag, den 21. October.

Morgens: Pfarrer Dr. Seel. (Feier des hell. Abendmahls.) Nachmittags: Pfarrotcar Schöner.

Der Vormittagsgottesdienst beginnt von heute an wieder um V210 Uhr.

Die Psarrgeschäfte in der Woche vom 21. bis 27. Oct. besorgt Pfarrvicar Schöner.

Irischbäcker in Gießen.

Sonntag, den 21. October. Daniel Rühl am RathhauS. Hermann Spies in der Walltborsiraße. Karl Plank in der Wolkenaasse.

12 Pfd. 28 JL 50

Revaleeaikre Cnocolatde 12 Taffen 1 JL 80 24 Tassen 3 JL 50 4^, 48 Tassen

unter General Kossitfch entgegengesendet; bei Annäherung deffelben hatten sich die Türken bereits zurückgezogen. An den anderen Abschnitten des Kriegs' schauplakes ist nichts Neues vorgefallen.

H-eterSburg, 18. Oktober. In Folge der rauhen Witterung ist die Eventualität der Verlegung des persönlichen Hauptquartiers des Kaisers näher gerückt. Ueber den Ort ist indeß noch nichts bestimmt. Im Augenblicke hat das gesammle Gefolge des Kaisers nur Zelte zum Obdach. Die Zeitungs- Gerüchte von dem Abzug der rumänischen Truppen finden durch die hier vor­liegenden Nachrichten keine Bestätigung. Die Meldung von der angeblichen Auflösung von Lieferungs-Contracten betreffend, so sind die Verträge allerdings theilweise sehr onerös, von einer einseitigen Lösung derselben ist jedoch nicht die Rede.

Konstantinopel, 17. October. Suleiman Pascha hat bei einer auf der Straße nach Bjela unternommenen Recognoscirung die Ruffen bei Tresnik stark verschanzt angetroffen. Im Schipka-Paffe ist in den letzten Tagen wiederum Schnee gefallen. Der englische Admiral Hornby ist hier eiugetroffen.

Telegramm Mukhtar Pascha's aus Kars vom 15. Octbr.: Heute früh trafen wir Vorkehrungen, uns auf der Straße nach Kars festzusetzen, als der Feind von Hadjivali debouchirte und den von 4 Bataillonen mit 3 Ge­schützen verteidigten Awlias-Berg angriff. Hierauf wurde unser Centrum bei Boulanik angegriffen. Letzteres mußte sich, obgleich es durch Bataillone von den Flügeln verstärkt wurde, nach einem vierstündigen Ansturm und gegenüber einem verheerenden Artillerie-Feuer des Feindes zurückziehen. Der Feind be­setzte den Awlias-Berg und successive andere strategische Positionen auf der Seite von Kars, wohin wir mit einer Division zurückgtngen, um einen neuen Angriff vorzubereiten. Die zweite Division, welche die Abtheilungen Raschid Omar, Kiazim, Mouffa und Chefket umfaßte, besetzte die Positionen bei Karad- jadagh. Der Feind erhielt zahlreiche Verstärkungen und brachte 20 Geschütze, von erfahrenen Artilleristen bedient, in's Gefecht. Mehrere höhere türkische Osficiere sind gefallen oder verwundet. 800 Mann wurden kampfunfähig. Reuf Pascha meldet: Ein Meter hoher Schnee verhindert im Schipka-Paffe alle Operationen. Die Vorkehrungen für den Winter-Feldzug werden getroffen. Aus Novibazar wird gemeldet: Die Chefs der Insurgenten, Restav und Khart, wurden in einem Gefechte getödtet. Mehemed Ali Pascha hat in

5 v* 70 u. f. w.

Revaleeeibre Biaouitee 1 Pfd. 3 JL 50 2 Pfd. 5 JL 70 J,.

K1 v; ....... """ Zu beziehen durch Du Barry U. Eo. in Berlin W., 28-29 Passage lKalser-

. n \ ^Jnn dieser Satz richtig ist, dann mußt ^alle^ und bei nielen guten Ap^tb-k^n. Droguen-, Specerei- und Delicateflenhänd em

- " im ganzen Lande, in Gießen bet Philipp Schwager. (682

>er Geburt an selbst der Ammenmilch oorzuziehen. Ein AuSzuq aus 80,000 Certi. ficaten über Genesungen, die aller Medicin widerstanden, worunter Certificate vom Professor Dr. Wurzer, Medicinalrath Dr. Angelstein, Dr Shoreland, Dr. Campbell, Professor Dr. D6ds, Dr. Ure, Gräfin Castlestuart, Marquise de Brähan, und vielen anderen hochgestellten Personen, wird franco auf Verlangen eingefanbt.

Abgekürzter Au-zug auS 80,000 Certificate«.

Nr. 62476. Dem lieben Gott und Ihnen sei Dank. Die Revaleeolfcre hat meine 18jährigen Leiden im Magen und in den Nerven, verbunden mit allgemeiner Schwäche und nächtlichem Schweiß gänzlich beseitigt.

I. Comparet, Pfarrer, Sainte Romaine dee Ile«.

Nr. 89211. Orvaux, 15. April 1875. Seit vier Jahren genieße ich die köstliche Revalewifere und leide seitdem nicht mehr an den Schmerzen in den Lenden, die mich

Bremen, 12. Oct. (Rettung aus Seegefahr.) Der Vormann der Rettungs­station »Dranske" (Bezirksverein Stralsund), Herr Strandvogt Woywode, berichtet über eine am 8. October glücklich ausgeführte Rettung Folgendes: Heute Morgen 7 Uhr überbrachte der Eigenthümer Block aus Dranske mir die Nachricht, daß unweit des dortigen Rettungsschuppens ein Schiff gestrandet sei. Ich benutzte sofort das Fuhrwerk des Block und kam um 8 Uhr auf der Strindungsstelle an. Inzwischen hatte die Rettungsmannschaft Hand ans Werk gelegt, das Rettungsboot in Gang gebracht und die Besatzung, bestehend auS dem Copitän Ratzen und zwei Mann, vom Schiff gleich nachher abgeborgen. Die See ging hoch und fiel der große Mast schon über Bord. DaS Schiff ist total wrack und haben wir gleich mit dem Bergen der durch die See adgewrackten Trümmer begonnen. Das gestrandete Schiff ist der Deutsche Schooner Slbertine aus Rügenwalde. 32,02 Tons groß; derselbe war am Sonntag, den 7. ds Morgens aus Bornholm in See gegangen, um nach Swinemünde zn segeln, jedoch schon die erste Nacht bet S W.-Sturm und dickem Wetter hier auf den Strand ge- rathen. Die Besatzung war in großer Gefahr, denn der Wind hatte sich nach Norden gedreht und drifte stark. Die See rollte quer gegen und über das Schiff, wovon heute noch der Vordertheil zufammenhält.

Uevalesciere.

fl.-Loos --- 19 ein Pappenheimer 7 fl-Loos 19 10 ein SMncn Kranken Kraft mit) (Hesundhelt PbllC MeeOtciN

Ltre-Loos = 15 10 ein Mailänder 10 Francs-Loos9 JL 20 4 ^uen ~ sX <£ w w

- - - ' ... - . » . und ohne Kosten durcd dre Herlnahrung:

Staden, 16. Oct. Am 25. Sept, wurde ein junger Mensch von hier in Ge- njabrfam nach Gießen gebracht, der eine sehr stürmische Vergangenheit hinter sich hat. Im Jahre 1870 batte er in Frankfurt einen Andern gestochen, der an der Wunde ver- starb; hiefür erhielt er bis 1876 Quartier in Ziegenhain, wo man ihm bann wegen outen Betragens den Rest feiner Strafzeit mit 14 Monaten erließ. In Friedberg fing m _cn_n & m z . ~ . re

er aber auf der Heimreise schon wieder Spektakel an brobte einen fBoIhetbiener luer- Nr. 75970. Herr Gabriel Teschner, Hörer ber öffentlichen höheren Handel«-

stechen unb erhielt hierfür 2 Tage Arrest. >1« Hause angekommen miübandelte er Lehranstalt in Wien, in einem verzweifelten Grabe von Bruftübel und Nervenzerrüttung, feinen alten Vater unb warf mU »eileIdnVr ®<«wTer dn Sdn Süf 657,5 »räulein d- Mantlouis, non Uancrdaultchkett, Schktflossgkeit unb

^E^^^Ethaten steckte man ibn roieber in Ziegenhain ein, wo er seine 14 Monate ^bmagn-ung. _ ---- --- ----

nachfitzen mußte. Nachbem bie Zeit um war, entticß man ihn wieber in feine Heimath, wo er ber Schrecken der Gemein e unb ber Umgegenb war, L..... LU rlnlaß zog er das Messer. Vor 5 Wochen endlich stach er auf der Kegelbahn feinen zukünftigen Schwager zusammen, so daß dessen Tod in kurzer Zeit erfolgte. Nunmehr kommt er vor das Schwurgericht in Gießen unb harrt seines lebenfalls sehr strengen

monatlich zurücklegte er wäre bann in ^6 Monaten schon in sicherem Besitz derselben. ^eit 30 Jahren hat keine Krankheit dieser angenehmen Gesundheit-. . . . Dresden. Die Fälschungen der Nahrungsmittel sind so alltäglich geworben, fpeife widerstanden unb bewährt sich dieselbe bet Erwachsenen und Kindern ohne daß deren Aufdeckung kaum noch Aufsehen erregt. Von 70 Dresdener Fleischern, welche .Nedicin und ohne Kosten bet allen Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Drüsen,, Trüffelwurst veikauften, haben nur sechs Fleischer Trüffeln verwendet; in mehreren Lchleimbaut-, Athem-, Blasen- unb Nierenleiben, Tuberkulose, Schwinbsucht, Asthma, Fabrikaten ist bagegen Bovist, ein herzkirschgroßer, ber Trüffel äußerlich nicht ganz un- Husten, Unverbaultchkeit, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwäche, Hämor- a h n I ich e r P l l z, gefunden worb em Ganz frisch unb in jungen Exemplaren genossen, ist ,hoibm, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blutaufsteigen, Ohrenbrausen, Uebelkeit und der Bovist nicht absolut schädlich. Aber gesund jedenfalls auch nicht und wer bürgt Erbrechen se bst während ber Schwange,schäft, Diabetes, Melancholie, Abmagerun,, benn bafür, daß nur junge, frische Boviste zur Wurst genommen werben unb nicht ~ -- ...... ° ---- - "

vielleicht gar ber ausgewachsene, alte giftige Blutpilz? Den Dresdener ist die Frage gar nicht Wurst.

Vermischtes.

Darmstadt, 16. Oct Schon längere Zeit wird hier und in der Umgegend von Frankfurt aus ein recht einträgliches Geschäft betrieben. Durch ein gewissesBank- Haus" Schuhmacher u. Comp. werden nämlich sogen. Bezugsscheine ausgegeben, durch welche man mittelst Ratenzahlungen Anlehensloose erwerben kann. Wie sehr die Ab­nehmer von genanntem Hause hierbei übervortheilt werden, möge aus folgender Rech nung zu ersehen sein. Gegen 25 monalL Ratenzahlungen ä 4 = 100 sind ver sprachen zu liefern nachstehende 4 Loose, welche aber laut Coursblatt nur stehen: Ein