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Darmstadt, 18. Februar. Die Nr. 8 des Großherzogltchen Regierrmgs- blatts hat folgenden Inhalt:
1. Bekanntmachung Großherzogltchen Ministeriums der Justiz, die Bil- bung Von Sachverständigen - Vereinen in Gemäßheit der Reichsgesetze vom 9., 10. und 11. Januar über das Urheberrecht an Werken der bildenden Künste, den Schutz der Photographien und das Urheberrecht an Mustern und Modellen betreffend. Der erste Theil derselben lautet:
In Gemäßheit Allerhöchster Entschließung Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs werden die von dem Reichskanzler-Amte am 29. Februar 1876 erlassenen Bestimmungen über die Zusammensetzung und den Geschäftsbetrieb der künstlerischen, photographischen und gewerblichen Sachverständigen-Vereine bei- solgend mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenutniß gebracht, daß zufolge Allerhöchsten Orts genehmigter Uebereinkunft mit der königl. württembergischen und der großh. badischen Regürug (Regier.-Blatt Nr. 55 von 1876, S. 647) gemeinschaftliche Sachverständigen - Vereine für Württemberg, Baden und Hessen mit dem Sitze in Stuttgart gebildet und hesstscherseits
I. in den künstlerischen Sachverständigen-Verein als Mitglieder: 1) der Jnspector der Gemälde-Galerie und des Kupserstich-Cabinets, Profeffor Rudolph Hofmann, 2) der Hoskupferstecher Professor Jacob Felsing und als Stellvertreter : der Hofmaler Profeffor August Noack;
II. in dem photographischen Sachverständigen-Verein als Mitglieder: 1) der Jnspector der Gemälde-Galerie und des Kupferstich-Cabinets, Profeffor Rudolph Hofmann, 2) der Hofphotograph Karl Hertel zu Mainz und als Stellvertreter: der Hofphotograph Karl Backofen zu Darmstadt;
III. in den gewerblichen Sachverständigen-Verein als Mitglieder: 1) der Jnspector der Gemälde-Galerie und des Kupferstich-Cabinets, Profeffor Rudolph Hofmann, 2) der Generalsecretär d-s Landgewerbe-Vereins Karl Busch, 3) der Möbelfabrikant August Bemb6 zu Mainz und als Stellvertreter: der Porte- seuillefabrikant Johannes Friedrich Knipp zu Offenbach berufen worden sind.
2. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, die neue Organisation der Oberförstereien Lampertheim und Wendelsheim, Forsts Lorsch, und der Oberförsterei Binden, Forsts Groß-Gerau betreffend.
3. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Offenbach, die Nicht- Erhebung von 4 Zielen der Umlagen in der israelitischen Religions-Gemeinde zu Weiskirchen pro 1876 betreffend.
4. Nachtrag zur Uebersicht der für das Jahr 1877 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfniffe der israelitischen Religions-Gemeinden des Kreises Bingen.
5. Nachtrag zur Uebersicht der für das Jahr 1877 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Communal-Bedürfniffe der Gemeinden des Kreises Bingen.
6. Ordensverleihungen.
7. Ermächtigung zur Anuahme und zum Tragen eines fremden Ordens.
8. Dienstnachrichten. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben aller- guadigft geruht: am 20. Jan. dem Kreisschulinspector für den Kreis Lauterbach, Heinrich Freiensehner, die evang. Psarrstelle zu Jugenheim, am 23. Jan. dem evang. Pfarramts-Candidaten Georg Sehrt aus Grünberg die evang. Psarrstelle zu Wirberg, am 24. Jan. dem Schullehrer Johannes Bönsel zu Nieder-Moos die erste Gemeinde-Schulstelle zu Kaichen zu übertragen; am 31. Jan. den Forstaccessisten Dr. Richard v. Eschwege zum Hosjagdjunker zu «nennen.
9. Charakterertheilung. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben aller- gnädigst geruht: am 23. Jan. dem Möbelfabrikanten August Bemb^ in Mainz in Anerkennung seiner hervorragenden industriellen Thätigkeit den Charakter als .Cornmercienlath" zu verleihen.
10. Dienstentlassung. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnä- digst geruht: am 17. Jan. dem evang. Pfarrer zu Münster, im Dek. Grün- Irrg, Wilhelm Zinßer, auf sein Nachsuchen die Entlastung aus dem Dienste der evang. Landeskirche zu ertheilen.
11. Versetzungen in den Ruhestand. Se. Königl. Hoheit der Großherzog jafceii allergnädigst geruht: am 27. Jan.'den Districtsetnnehmer der Districts- einnehmerei Nierstein, Rendanten Wilhelm Heß, unter Anerkennung seiner langjährigen, treu geleisteten Dienste auf sein Nachsuchen, am 29. Jan. den Schullehrer an der Gemeindeschule zu Harxheim, Johann Georg Jost, auf sein Nachsuchen, an dems. Tage den Schullehrer an der Gemeindeschule zu Nieder- Hilbersheim, Karl Friedrich Zehnbauer, auf sein Nachsuchen bis zur Wieder- berstellung seiner Gesundheit und unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste in den Ruhestand zu versetzen.
12. Coucurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die zweite evang. Schulftelle zu Wallertheim mit einem jährlichen Gehalt von 771 JL 43 H ; die Gemeinde- Schulstelle zu Laudenau mit einem jährlichen Gebalt von 685 72 Dem
Herrn Grafen zu Erbach-Erbach steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu; die Stelle eines akademisch gebildeten Lehrers für Geschichte, Geographie
und deutsche Sprache an der höheren Mädchenschule zu Darmstadt mit einem Gehalt von 2000 bis 3800 c*. Die akademisch gebildeten Lehrer der als höhere Lehranstalt anerkannten Schule müsten die Prüfung für das Gymnasial-' und Real-Lehramt bestanden haben und werden nach Maßgabe der desfalls bestehenden gesetzlichen Bestimmungen mit den Rechten der Civilbeamten angestellt.
13. Sterbefälle. Gestorben sind: am 27. Decbr. 1876 der Geh. Regierungsrath Adolph Trapp zu Friedberg; am 4. Jan. 1877 der Kreisarzt Medi- cinalrath Dr. Eduard Stammler zu Gießen; am 9. Jan. der Schullehrer i. P. Johann Metz zu Ober-Abtsteinach; am 15. Jan. der Major i. P. Adolph Dittmar zu Darmstadt; am 17. Jan. der Schullehrer t. P. Karl Wilhelm Muckh zu Wimpfen i. Th.; am 27. Jan. der Gymnasiallehrer Dr. Hugo Saur zu Darmstadt; am 6. Febr. der Hofger.-Advocat Justizrath Rosenberg I. zu Gießen.
Berlin, 16. Februar. Gegenüber anderweitigen Meldungen über die in dec gestrigen Sitzung des Bundesrathes erfolgte Annahme des Antrags des Justiz-Ausschusses, betreffend den Sitz des Reichs-Gerichts in Berlin, ist aus dem Sitzungs-Protokoll zu constatiren, daß nur die den Sitz des Reichsgerichts betreffende Petition des Stadtraths und der Stadt-Verordneteu Leipzigs dem Justiz-Ausschuffe überwiesen wurde.
Berlin, 16. Februar. Dem Vernehmen nach erfolgt die definitive Entscheidung über den Antrag des Justiz-Ausschusses des Bundesrathes wegen der Errichtung des Reichs-Gerichts in Berlin erst in der nächsten Plenarsitzung am Montag oder Dienstag. — Der „Reichs-Anz." enthält eine Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 15. Febr. wegen der Ausgabe weiterer 10 Mill. Schatzanweisungen.
Stuttgart, 16. Februar. Der „Staats-Anz." verkündigt die gestern vollzogene Trauung des Prinzen Wilhelm von Württemberg, des präsumtiven Thronfolgers, mit der Prinzessin Marie von Waldeck und Pyrmont.
Hesterreich.
Wien, 16. Februar. Der „Polit. Corresp." wird aus Belgrad vom 16. Februar telegraphirt: Die Frage wegen der Bestellung eines permanenten türkischen Agenten in Belgrad wird einstweilen als offene Frage einer end- qiltigen Vereinbarung in Konstantinopel vorbehalten. Abgesehen von dieser Frage seien die serbischen Bevollmächtigten beauftragt, die Frage wegen der Grenz-Regulirung in Konstantinopel definitiv anzutragen; Serbien beansprucht Regulirung der Grenzen an der Drina, dem Timok und dem Jbac.
— Dr. Herbst theilte dem Club der Linken den Wunsch der Regierung auf Abhaltung einer Abgeordneten-Conferenz mit. Die Regierung wost^ nicht ohne Einvernehmen mit dieser Partei sich betreffs des ungarischen Ausgleichs binden. Der Zeitpunkt der Conserenz sei vor Beendigung der schwebenden Verhandlungen nicht sestznstellen. In der Mitte des Clubs wurde die Zuziehung von Mitgliedern des Herrenhauses und anderer Parteien angeregt.
London, 16. Februar. Im Unterhause antwortete der Staats- Secretär des Kriegs, Hardy, auf Gladstone's Anfrage: die Regierung erachtet sich nickt von den Verpflichtungen der Verträge von 1856 und 1871 frei. Wenn die Türkei durch Verträge Europa gegenüber gebunden sein soll, so müffe er offen und laut peremtorisch erklären, daß das übrige Europa ebenfalls durch dieselben der Türkei gegenüber gebunden sein muß. England beabsichtige vorläufig weder materielle Zwangsmaßregeln gegen die Türkei auszuüben, noch das Schwert für die Türkei zu ziehen.
— Unterhaus. Bourke erklärte auf die Anfrage Dilkes', die Regierung beabsichtige die russische Rundnote zu beantworten, doch hänge der Zeitpunkt noch von Umständen ab. Einmal sand ein Ministerwechsel in Konstantuwpel statt, zweiten- seien die Friedens-Verhandlungen zwischen der Pforte und >Der- bien und Montenegro im Gange; endlich sei es wünschenswerth bei dieser- An-^ gelegenheit von europäischer Bedeutung, daß England die Ansichten anderer Mächte kennen lerne, bevor es seine eigenen ausdrücke.
— Im Unterhause erwidert der Parlaments-Unterstaats-Secretär Bourke auf eine Anfrage Simon's: Die Türkei schlug mit als Basis für den Frieden mit Serbien die Gleichstellung der Armenier und Juden mit den Serben vor. Die serbische Regierung antwortete ausweichend. Der englische Consul sei angewiesen, das Einvernehmen Serbiens mit der Pforte herbeizusühren. England wünsche Gerechtigkeit für die Juden Serbiens und Rumäniens und werde seine Ansichten bei der serbischen Regierung nachdrücklich vertreten.
London, 17. Februar. Unterhaus. Gladstone thut dar, daß bis zum 5. Septbr. die Regierung e- für ihre Pflicht erachtet habe, zu Gunsten der Türkei zu interveniren, er glaube aus den publicirten Depeschen das Vorhandensein heimlicher Mtttheilungen zu erblicken, welche bis zum 8. Januar der Pforte die Ueberzengung eingaben, sie würde materielle Unterstützung von Seiten Beaconfield's und Derby's haben. Gladstone thut ferner dar, der Vertrag von 1856 zwinge die Signatur-Mächte nicht, einen Krieg für die Türkei zu


