KranLreich.
befindet sich im zweite» 3 Gießen,
Groß!
Landwirt hschaftliches.
Dampf-reschmaschinen und Locomobilen.
(Fortsetzung des Artikels aus Blatt No- 9.)
Wenn große Getreidemengen rasch ausgedroschen werden sollen, sind nur Dampf* dreschmaschinen anwendbar, die m gleicher Zeit zwei bis dreimal so viel leisten wie die allergrötzlcn Göoeldreschmaschinen. Um mit Dampsdreschmaschinen gleich auf dem Felde drcfchtn und leicht von Feld zu Feld fahren zu können, setzt man die Damp dreschma- ichinrn gewöhnlich auf Räder und verwendet zu ihrem Betriebe Locomobtlen. Dte Transportfähigkeit bedingt auch möglichste Leichtigkeit, ohne daß dadurch die Starke der arbeitenden Theile oder des Gestelles geschwächt wird, welches hauptsächlich durch die zwei Seitenrahmen gebildet wirb.
Weil mal die Dampfdreschmaschinen jederzeit mit Strohschüttlern und mit einer Anzahl von Sieben und Gebläsen zur mehr oder weniger vollständigen Reinigung des gedioschcnen Getreides baut, so wird der Rahmenbau sehr groß, und bei unzweckmäßiger Wahl dctz Materials auch schwer. Da« leichte Holz wurde früher dem Elsen immer vorgezogen, obgleich eö durch die Witterung viel mehr leidet, und die Befestigungen der einzelnen Hölzer unter einander und der Lager an den Hölzern eher los werden
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Das Gro
Belgien.
Brüssel, 16. Januar. In der Repräsentanten-Kammer legte Malou heute den Gesetz-Entwurf über die Wahl-Reform vor. Die Bestimmungen desselben entsprechen der Mehrzahl nach den erhobenen Beschwerden.
Türket.
Konstantinopel, 17. Januar. Der grsße Rath tritt am Mittwoch oder Donnerstag zur Beschlußfassung über die Forderungen der Großmächte
Paris, 15. Januar. Der Sieg der Autonomisten in Nieder Elsaß ( ärgert die Franzosen so sehr, daß das Organ Gambetta s, die „Röpublique , ■, in ihrem Zorne behauptet: „Wir wußten wohl, daß die preußische Verwaltung Alles aufbletet, nicht um uns (die Franzosen) von unseren Brüdern zu trennen. denn diese Chimären hat man in Berlin nicht, sondern um sie zu htntergehen.- , Die „Röpublique" verliert über den Erfolg der Autonomisten völlig den Kops; , denn 'sie schimpft über Lug und Trug und über den Druck brutaler Beamten, i sie droht und schmeichelt, sie heuchelt und streichelt die Ober Elsässer und 1 Lothringer und spricht diesen „aus Herzensgründe" die Belobigung der „brir derlichen Dankbarkeit" aus. Die Autonomisten wird das französische Blatt mit solchen plumpen und rohen Ausbrüchen nicht todtschlagen.
Paris, 15. Januar. Der Prinz Louis Napoleon wird dieses Jahr 20 Jahre alt nnd somit als Franzose dieiistpstichtig Man erzählt, daß der Prinz die Absicht habe, sich zu stellen, um seinen militärischen Pfl chten zu genügen. Im Familienrathe der Kaiserin Eugenie ist diese Frage lebhaft erwogen worden; die befragten Getreuen sollen zu jenem schritte gerathen haben. Denn größter Wahrscheinlichkeit nach werde das Gesuch des Prinzen, nrcb Paris zur Stellung kommen zu dürfen, von der Regierung aus Gründen des Staalswohls abgewiesen werden; aber dann habe der Prinz seine Schuldigkeit gethan und seinen Feinden die Waste genommen, ihm später einen Borwurf der Pflichtverletzung daraus zu machen.
Pari-, 15. Januar. Heute sand in der Kirche Saint Augustin die Jahresmeste für Napoleon III. statt. An 12,000 Personen hatten sich in der Kirche und in deren Umgebung eingefunden, alle mit dem Zeichen des Adlers oder mit Veilchenstränßen versehen. Ronber war mit den bonapartistischen De- putirten und mit den namhaftesten Anhängern der Partei zugegen. Die Zuschauer bereiteten Paul Castagnac eine Ovation. Die Polizei war stark vertreten, es kam aber zu keinem unruhigen Auftritt.
Paris, 17. Januar. General Maurice, der jüngst in der Präfektur zu Arras eine ultramontaue Banket-Rede gehalten, ist vom Kriegsminister zur Disposition gestellt worden.
Berichtigung.
In dem im Anzeiger 9ir 9 abgedruckten Rechenschaftsbericht sind folgende Druck - ehler enthalten: £ f .
1. In dem Satze: An dem erstgenannten Tage und am 21. Januar erfolgte auf Grund des Art. 52 der Stadt Ordnung oie Bildung ständiger nicht städtischer Deputationen; ~ .iA
2. Bei 9tr. 4 für Schulwesen ist Stadtverordneter Homberger als Mttgueo pufcefübrt, wahrend dies Stadtverordneter Haustein ist.
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Als gutes Holz immer theurer wurde, während Schmiedeeisen einen mäßigen Preis hatte, fingen einige Fabrikanten an, die Seitcnrahmen auS Schmiedeeisen herzuftellen, und dabei zur GewichtSersparniß einige Streben und möglichst wenig Stander zu verwenden. Die Festigkeit und Unverichiebbarkcit dieser Rahmen ist sehr' groß, und man fah an ihr, daß man bei zweckmäßiger Verwendung von Hplz die Rahmen auch vier unverschiebbarer und dabei doch leichter als von Eisen herstellen kann. Diese woyiver- strcbten hölzernen Rahmen gerathen bet der Arbeit viel weniger leicht in Schwingung, und sind deswegen nicht nur selbst viel dauerhafter als dre früher gebräuchlichen, sondern sie schonen auch die «rbeitenocn Theile so, daß hölzerne Rahmen bei Verwendung guten Materials recht empfehlenswerth sind, und sich leichter trantzportlren lassen als die schweren Maschinen mit den sehr ssliden eisernen Rabrnen.
Auf die Dauerhaftigkeit des Rahmenbaues sind die Schwingungen der Stroh- schüttler und Siebe Dom größten Einflüsse, weil der Rahmen bet unrichtiger (Sonftruc* tiow sich mitbewegt und alle Verbindungen locker werden. Um die Schwingungen so unschädlich wie möglich zu machen, werden die Strohschüttler so angeordnet, daß die zusammen auswältsgehenden gerade so schwer sind, wie die gleichzeitig abwartsgehenden, und daß alle Siebe in zwei möglichst gleichschweren Kästen untergedracht werden, von welchen sich der eine vorwärts bewegt, während der andere zurückgeht
Die Gefammtanordnung ist bei den meisten Maschinen auch in sofern gleichartiger geworden, altz Steoh, Ueberkchr, Kaff und Staub am einen Ende, die sortirten und gereinigten Körner aber am anderen Ende hcrauskommen.
Bei den Vorrichtungen zum Reinigen und Sortiren her Körner ift mit Ausnahme der Einführung einiger neuer ©ortirtrommeln mit veränderlicher Maschinenweite wenig Neues zu verzeichnen, dagegen hat man den eigentlichen Dresch rpparat verbessert, indem man durch gleichartiges Zuführen des Getreides die großen Schwankungen m der Trommelgeschwindigkeit vermeidet, und dadurch auch dafür sorgt, daß nicht nur die Gebläse immer ganz gleich stark blasen, sondern daß namentlich auch das durch jede lVe- schwindigkritsändelung bkdingte s^adl'chc Gleiten der Riemen vermieden wird. 4309 gleichmäßige E nlegei: kann entweder bis zu einem gewissen Grade mit ber -pano ge- ichehen und e> fordert dann Geschicklichkeit, oder es hnn durch besondere richtung n erreicht werden, welch aber die an sich schon große Zahl der arbeitenden Theile nach vergrößern. Um bet möglichster Einfachheit der Maschine und gewoyn- t chem oder chlechtem Einlegen doch möil'chst dieselbe Geschwindigkeit zu erhalten, hat . an mit bestem Erfolge schwere Dreschtrommeln angewandt, welche das Schwungrad der Dtasch ne bilden. Diele Einrichtung ist vorzüglich und verhindert in^den meisten Fällen das schädliche Gleiten der Riemen und die wechselnde Stärke des W1"™ aber die auch für die Sttohschüitler und Sied? wünschenswerthe größtmöglichste Gleichfor.
Hesterreich.
Wien, 16. Januar. Midhat erklärte dem Eorrespondenteu des „Pesther Lloyd" die Pforte werde niemals eine Ueberwachungs-Commission und die Er nennuug der Gouverneure unter Zustimmung der Mächte acceptiren. Die Pforte werde die Abreise der Delegtrten bedauern, aber allen Eventualitäten muthia entaeaensehen. — Salisbury hat in der gestrigen Conserenz der Pforte Undank gegen England vorgeworfen. — Die „Wiener Abend-Post" meldet aus Petersburg, Rußland werde blos im Auftrage anderer Mächte oder mit denselben vereint handeln. — Aus Lemberg wird berichtet, daß gestern mehrere russische Socialisten und ruthenische Journalisten verhaftet worden feien. — Graf Andrafsy ist hierher gekommen, angeblich, weil die Bank-Krisis acut
mtflfeit des Zuflusses läßt sich nicht damit erreichen.
Die Einlcgevorrichlungen best -hen aus Strohschüttlern, endlosen Riemen, schiefen Ebenen u. s. w, welche oaS aufgelegte Getreide der Speiseöffnung zuführen und aus Rechen, welche die Menge detz in die Speiseöffnung emtretenben regiiuren. Bet et*er eivgehenden Prüfung solcher Einlezeoorrichtungen bei einer Concurrenz in Taunton hat sich gezeigt, baß die Maschinen mit einer solchen Speisevorrichtung ousäestattet, vet« leeren Gange zum Theil etwa« leichter, gewöhnlich aber etwa eine halbe Pferdekrast schwerer gingen. Sobald man arbeitete, konnte man mit Soelseoorrlchtung t* vte Fällen nicht mehr so rasch einlegen, es wurde also etwas «--Niger gedroschen, da: ür flieg aber bei den guten Einlegeoorrichtunaen die Lesttung vro Pferdekraft etwas und zwar bei den besten drei Maschinen um 11 bi« 34 Procent- vei diesen drei besten Einlegevorrichtungen wurde auch mit der Maschine überhaupt in gleicher Zeit pCt- mehr gedroschen.
Wenn man mit einer guten Einlegeoorrichtung täglich im Mittel, ein Btertet mehr drischt al5 ohne dieselbe, obgleich man nicht mehr Kohle braucht, so ließt er Vortheil auf der Hand; noch größer wird er aber, wenn man bedenkt, daß fede irtn. legeoorricbtunÄ auch gleichz itig eine Sicherheitsvorrichtung Wr da« die Maschine bedienende Personal ist. viele der zur Eoncurrenz gesandten Vorrichtungen waren now neu und nicht unter den v.rschi denen Verbält^issen erprobt, man kann sie deswegen trotz der äußerst günstigen Ergebnisse der Prüfuna nicht ohne weiteres empfehlen, ehe weitere'Eifahrunaen Dorliegen; es ist aber zu hoffen, daß sie sich durchweg vewayren und wegen der zu erzielenden großen Ersparniß häufige Anwendung finden und dazu beitragen, daß weniger von den auf der Dreschbühne beschäftigten Leuten verunglucre als bisher.
Um das fiereintrrten und Hereinfallen der Arbeiter in die Speiseöffnungen u verhindern, wendet man eine Klapve an, welche sich schließt, sobald man autJte poer das Speisebrett fallt, es ist aber dabei immer noch möglich, daß mar' ganz ober tbe i weife u- ter die Klappe fonmt und dann das Schließen kaum geschützt ist. ver vn r Maschine von Fison ist als Sicherheitsvorrichtung statt der Klappe eine sich drehe de 1 Walze mit Leisten angebracht, welche auf Hebeln gelagert und durch (Segengew chte ge- t tragen ist. Während der Arbeit befördert die Walze durch ihre Drehung das Einlege«,
Swttaart, 17. Januar. Der „Staats-Anz. für Würtemb." constalm in einem bie württembergifche,, ReichstagsMahlen befprechenden Artikel, das bas Centrum gar keine Verstärkung errungen, bie demvkratlsche Parker nm einen Sitz gewonnen habe und die fünf neugewählten Abgg. Knapp, Buhler Stälin, Diefenbach und Heim, falls sie Überhaupt einer Fractton beitreten soll ten, der deutschen Reichspartei zuzuzählen seien. Weiter heißt es in dem be rüalichen Artikel: Gegenüber den von national-liberalen Blattern gebrachten Nachrichten darf auf bas Bestimmteste behauptet werben, baß bas Unterliegen eiiüflet vorgeschrittenen national-gesinnten Canbibaten den Wahlen weber einen antinationalen Charakter aufvruckt, noch einen Wechsel der Regierungs - Polini bedeutet. Richtig ist allerdings bie Verschiebung des Stärke-Verhältrnstes innerhalb der national-gesinnten Parteien zu Gunsten bei gemäßigteren Riihtunz. Keine Partei hat bas ausschließliche Vorrecht, national zu hechen. Württembergs Volk und Regierung haben Beweise ihrer nationalen Gesinnung gegeben, welche bie Befürchtung, baß sich eine Wandlung vollzogen habe, als grundlos erscheinen lassen. Der Ausfall der Reichstags-Wahlen hat tieJBebeutung eimr Belehrung, in bem patriotischen Eifer bei Fragen, welche Württembergs Vo k ernst nimmt, nicht zu weit _ju gehen. Alle anbeten bara» geknüpften Folg-. Tungen erscheinen als unbegiünbet.
v. Js. nahm Pfarrer Tetzlass ganz ungemrt »°n feinem Pf-rr-Sprenzel wMer , »efk unb hielt Gottesbienst ab. Das mochte bem Bischof v.n Pelplm doch endlich iu weit gehen, und er leitete bas ktichiiche Verfahren gegen ben Tetz aff etn bas auf Amts-Entsetzung lautete. Am 6. b. Mts. würbe bet Psarer Tedlaff seiner Pfarrstelle bur'ch ben Deca» Berent an» Thon, enthoben, md bas Kirchen-Vermögen, sowie bie Kiichen-Btcher von bem Deean Berent den
' Kirchen Vorstanbe von Kaßczorek übergeben. „
2luÖ Schlesien. Schlesische Blätter, schreibt bie „Norbb. Allg. Zt-. , entwerfen ein büsteres Bilb der Sicherhettszustände in Ober,chle,ien, Die ntd> ihrer Anschauung sogar militärische Hülse unentbehrlich machen. Die „Nor)d. Alla hta “ citirt iwei derselben und meint: Jedenfalls scheinen bie Dinge in ienet Gegend darnach angelhan, bie Aufmerksamkeit der competente.i Orgene in dringendster Form in Anspruch zu nehmen. — Ob die Dinge von ben beti. Blättern nicht übertrieben werden, rnüffen wir dahin gestellt sein lassen, vis Ku größeren schlesischen Blätter sich geäußert haben.
p Stuttgart, 17. Januar. Gegen den Dornprabendar Baur, der zun Altkatholicismus übergetreten, verhängte der Bischof Hesele das Excommunica
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geroarbeib^ Wegen bei gelegentlich bet Anwesenheit des Ge-
neials Tschemajeff veianstalteten Demonsitationen ist eine Untetsuchunz emge, leitet; ter Redacteur der „Narodni Listy". Barak, ward aus demselben Anlaß verhaftet.
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Konstantinopel, 17. Januar. An dem großen Ruhe, welcher über die Forderungen der Großmächte entscheiden wird, sollen auch die Vorstände der verschiedenen kirchlichen Gemeinden lheilnehmen. Die nächste Sitzung der Eonferenz ist zum Samstag anberaumt.
Amerika.
Washington, 16. Januar. Das Repräsentantenhaus hat ein? Resolution angenommen, wonach alle Versuche, bie öffentliche Meinung bezüglich ber Piäsibeiuenwahl zu beeinflussen, bevor bieie Frage auf verf-iffungsmäßigem Wege erlebigt sei, für gefährlich unb unpatriotisch zu erklären.
Washington, 17. Januar. Der blsderige Präsident des Senats, Ferry, ist wiederum zum Senator gewählt. Der Commandeur ber Bundes- Truppen in New-Orleans hat bas Ersuchen bes republikanischen Gouverneurs Packarb, ihn bei Wiedereinsetzung bcs obersten Gerichtshofs zu unterstützen, ab» gelehnt, ba Pränbent Grant erklärte, bie Bunbes^Truppen bürsten nnr zur Verhütung von Ruyestörnngen verwendet werben.
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