Ausgabe 
18.11.1877
 
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Die auf nächsten Montag, den 19. November, anberaumte allgemeine Bürger- Versammlung in Wenzel's Saalbau dürfte Gelegenheit bitten zu allseitigem Metnungs- auStaufd) und ist zu entarten, daß solche von vorunheilsfreien Mannern aller Berufs arten zahlreich besucht wird.

Vermischtes.

Frankenthal, 9. Nov. In der gestrigen Sitzung des k. Polizeigerichts wurde das Urtheil in der am 18. October bereits verhandelten Butterfalschung, resp. 93er; kauss von Kunstbutter als Kuhbutter, gegen die Ehefrau Georg Schmitt von Maxdorf gesprochen. Dasselbe lautet auf 10 Tage Gefangniß und Tragung der Kosten. Diese- Urthril wird auch anderen Fälschern gegenüber seine Wirkung Nicht verfehlen und die­selben eher von dem Betriebe ihrer gewissenlosen Manipulation abschrecken, als eine in Aussicht stehende Geldstrafe von ein paar Mark, die man leicht riskiren zu können glaubt, in der Voraussicht, dieselbe durch erneuerte Fälschungen doppelt und dreifach wieder herauSzuschlagen.

Handel und Verkehr.

Gießen, 17. Nov. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Pfd. 1 JL, Hühnereier, per Stück 78 H, Käse, per Stück 411 H, Käsematte, per Stück 3 H, Erbsen, 1 Liter 18 H, Linsen, 1 Liter 20 Tauben, das Paar 50 Hühner, per Stück 80 H, Hahnen per St. 70 Enten JL 1.70, Gänse per Pfd. 4050 5^, Kar toffeln 100 Kilo 6 80H.

Viele Personen, welche ihre Beschäftigung tagsüber vom Hause fernhält, sind, wenn sic von Erkältungen, Entzündung der Schleimhäute, Catarrh oder sonstigen Affektionen des Halses und der Lunge befallen werden, außer Stande, sich die nöthige Pflege angedeihen zu lasten.

Dem wird durch die Anwendung der Guyot'sch en Theerkapseln, welche die verschie denen Ttsanen, Brustpastillen ganz und gar überflüssig machen, vollständia abgeholfen. Es genügt schon, wenn man bei jeder Mahlzeit zwei oder drei Theerkapseln zu sich nimmt, und da der Flacon 60 Kapseln enthält, so kommt diese durchaus wirksame Heilmethode, die außerdem den Gebrauch jeder anderen Medicamente ausschliept, auf nicht höher als 1012 täglich zu stehen. Zur Vermeidung der zahlreichen Nachahmungen ist genau darauf zu sehen, daß jeder Flacon die Unterschrift des Herrn Guyot in dreifarbigem Drucke aufweist.

Depot in Gießen bei Dr. Hempel, und in den übrigen Apotheken.

Auszug s. -. Stsn-esamtsregistern des Standesamts Gießen.

Vom 10. bis 16. November 1877.

Aufgebote.

Am 12. November. Taglöhner Johannes Diehl von Climbach mit Anna Elisabeth? Jacobi von Allendorf bet Battenberg. 13. Weißbindermeister Georg Karl Wilhelm Seipp von Gießen mit Emma Auguste Helene Kühne von Hohenwarsleben. Kaufmann Robert Hecker von Büscherhöfen mit Christine Katharine Mathilde Nagel von Gießen.

Geborene.

Am 8. November. Karl August Ludwta Wilhelm, Sohn von Gutsbesitzer Karl Schlenke. 5. Ein Kind weiblichen Geschlechts (noch ohne Vornamen) von Cigarrenarbeiter Ludwig Engel. 8. Ein Kind weiblichen Geschlechts (noch ohne Vornamen) von Arbeiter Anton Joseph Krick. 10. Ein außereheliches Kind weiblichen Geschlechts (noch ohne Vornamen) von Aus­wärts. 6. Friedrich, ein in der Entbindungsanstalt geborenes außereheliches Kind von Aus­wärts.- 28. Oktober. Clara, ein in der Entbindungsanstalt geborenes außereheliches Kind von Auswärts. 1. November. Sophie, ein in der Entbindungsanstalt geborenes außereheliches Kind von Auswärts. 7. Otto, ein in der Entbindungsanstalt geborenes außereheliches Kind von Auswärts. 6 Helene, Tochter von Kalkbrenner Johannes Größer. 13. Heinrich Waldemar, Sohn von dem Großherzoglichen Professor Dr. Bernhard Stade. 9. (ghi Kind weiblichen Geschlechts (noch ohne Vornamen) von dem Schaffner auf der Oberhessischen Bahn Konrad Hartmann.

G e st o r b e u e.

Am 9. November. Der Gensd'armerie-Brigadier Thomas Felsing, 60 Jahr 9 Monat 20 Tag alt, von Friedberg. 10. Anna Elisabeth, 4 Tag alt, Tochter von Bierbrauer Ferdinand Wokon. 11. Anna, 3 Jahr 10 Monat 11 Tag alt, Tochter von Ziegeleibesitzer Heinrich Schomber. Ein in der Geburr verstorbenes Kind weiblichen Geschlechts von Gastwirt!) August Friedrich Albolv. 13. Adolf, 8 Monat 26 Tag alt, ein außereheliches Kind von Auswärts. Karl, 1 Monat 7 Tag alt, ein außereheliches Kind von Auswärts.

Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gieren.

Evangelische Gemeinde.

Getaufte.

Den 11. Nov. Dem Bürger und Kaufmann Wilhelm Balser, eine Tochter, Anna, geb. den 31. Aug.

Denselben. Dem Schuhmacher Heinrich Seidewand, ein Sohn, Karl Johann August Emil, geb. den 28. Oft

Denselben. Dem K« etsarnlsgehilfen Andreas Sauber, ein Sohn, Albert Karl Wilhelm Theodor, geb. den 29. Juli.

nr -^-Denselben. Dem Bäcker Ludwig Kroneberg, eine Tochter, Margarethe Elisabeth Christine Karoline, ged. den 15. Oft.

, Den 12. Noo. Dem Lademeister Johann Georg Hornhardt, eine Tochter, Anna Elisabeth, geb. den 26. Oft.

Dm " Noo. Dem Großb. Staatsanwalt Ernst Wolff, ein Sohn, Ernst Lud­wig Wilhelm Karl, geb. den 9. Oft.

Den 15. Noo. Dem Buchbinder Konrad Steinhäuser, ein Sohn, Ludwig, geb. den 23. Oft.

Beerdigte.

Den 11. Nov. Daniel Engel, Bürger und Rothgerber, alt 72 I. io M. 14 T.

gest. den 8. Nov. '

Denselben. Thomas Felsing, Brigadier der GenSdarmerie zu Friedbera, alt 60 I. 9 M. 21 T., gest. den 9. Noo. ü

Heber Spielwerke.

Im Jnseratentheile unseres Blattes finden unsere verehrten Leser und schönen Leserinnen wiederum, wie alljährlich, die Empfehlungen der weltberühmten Spielwerke von Herrn I H Heller in Gern Derselbe liefert diese so allgemein beliebten Werke in einer geradezu stau.' nenerregenden Vollkommenheit; wir können daher Jedermann nicht warm genug empfehlen, sich ein Spielwerk anzuschaffen, und bietet die bevorstehende Weihnachtszeit die schönste Gelegenheit hierzu; kein Gegenstand, noch so kostbar, ersetzt ein solches Werk.

Was kann wohl der Gatte der Gattin, der Bräutigam der Braut, der Freund dem Freunde Schönere- und Willkommeneres schenken? Denjenigen in vorgerückten Jahren vergegenwärtigt es glücklich verlebte Zeiten; es tröstet den unglücklich Liebenden ; es klagt, lacht und hofft mit ihm; dem Leidenden, dem Kranken gewährt es die angenehmste Zerstreuung; dem Einsamen ist es ein treuer Gesellschafter; el erhöht die Gemüthlichkeit der langen Winterabende im häuslichen Kreise u. s. w.

Hervorheben möchten wir noch ganz besonders die nur zu lobende Idee vieler der Herren Wirthe, die sich ein solches Werk zur Unterhaltung ihrer Gäste angeschafft. Die gemachte Ausgabe hak dieselben, wie uns von mehreren S ei ten bestätigt wird, nicht gereut; es erweist sich somit auch deren praktischer Nutzen auf'S Evidenteste und möchten wir allen Herren Wirthen rathen, sich ohne Säumen ein Spielwerk anzuschaffen, da die Gäste stets dahin wiederkehren, wo ihnen eine solche Unterhaltung geboten.

Wir bemerken noch, daß die Wahl der einzelnen Stücke eine fein durchdachte ist; die neuesten, sowie die beliebtesten älteren Opern, Operetten, Tänze und Lieber heiteren und ernsten Genres finden sich in den Heller'schen Werken auf das Schönste vereinigt. Kurz, wir kön­nen keinen aufrichtigeren und wohlmeinenderen Wunsch an die geneigten Leser und Leserinnen unseres Blattes aussprechcn, als den, sich recht bald in den Besitz eines Heller'schen Spiel­werkes zu setzen; reichhaltige illustrirte Preis-Courante werden Jedermann franco zugesandt.

SSST* Wie wir vernehmen, werden von Händlern gewöhnlich andere Werke für Heller'sche angepriesen; jedes seiner Werke und Dosen trägt seinen Namen; alle anderen sind fremde, auch diejenigen mit geschriebenen Namen.

Wir rathen Jedermann, sich direkt an das Haus zu wenden.

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Unter den vielen Hausmitteln, welche gegen Katarrh und Lungenverschleimuna empfohlen werden, verdient vor Allem die vom Apothcfer Karl Engelhard in Frank­furt a. M. dargestellte Jslanbtsch-Moos-Pasta angeführt zu werden. Dieselbe wirft beruhigend auf den lästigen Hustenreiz und vermindert d.n schleimigen AuSwurf, ohne bei längerem Gebrauche, wie so manche andere Mittel, einen nachtheiligen Einfluh auf den Magen auSüben. Die Moos-Pista ist in den Apothefen zu haben.

Allgemeiner Anzeiger.

B e k a n n t m a ch n n g.

Betr.: Das Großherzogliche Standesamt Gießen, sowie die Standesbuchsührung.

Die Geschäftsstunden dös Standesamts Gießen werden vom 19. d. M. an mit Genehmigung der Aufsichtsbehörde für die Werktage auf 10 bis 11 Uhr Vormittags und von 3 bis 4 Uhr Nachmittags, für die auch an Sonn- und Feiertagen zu erstattenden eilenden Anzeigen auf Vormittags von 10 bi? 11 Uhr festgesetzt. Für die Eheschließungen bleiben die seitherigen Stunden- Mittwoch und Freitag Vormittags von 1112 Uhr bestehen.

Gießen, am 17. November 1877.

Der Standesbeamte:

6497) A. Bramm.

IsMischMoos-Pasta

M.

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6489) Zwei bis drei Wagen Mist sind unentgeldlich abzugeben bei

N. Wendel.

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6478) Diese eigens für die zarteste unb empfindlichste Haut präparirte Seife garantiren wir für gänzlich rein und frei von Schärfe.

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Mein Weihnachts-Ausverknuf be» ginnt Montag den 19. d. M., und ver­kaufe ich mein fammtliches Lager in Kleiderstoffen, um damit zu räumen, zu äußerst herabgesetzten Preisen und einem Extra-Nabatt von 29pCt.

F* Wolbery,

6488) Kirchenplatz.