Ausgabe 
18.8.1877
 
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eindrückie. Sofort angestellte Recherchen sollen^auf die Spur des Thäters geführt haben, welchcr somit hoffentlich seiner gerechten Strafe nicht entgehen wird.

Dortelweil, 14. August. Gestern Abend -wischen 8 und 9 Uhr hatten wir hier einen starken Hagelschlag. Geraume Zeit vorher, ehe das Unwetter losbrach, horte man ein Rauschen wie von einem großen E'senbahnzuge herrührend. Es hagelte unge- sähr eine gute Viertelstunde lang. Die Eisstücke, welche massenweffe fielen, waren so groß wie starke Taubeneier und bedeckten zollhoch den Erdboden Ein großes Glück war, daß der Hagel nicht von Sturm begleitet war. Heute Morgen konnte man noch stellenweise das Eis zusammenscharren. Die noch stehende Frucht, das Obst, Gemüse und Futter sind größtenthcils zerschlagen. r OA _ t

Stettin, 10. Aug. Aus dem Königsplatze stand seit 80 Jahren das von Johann Gottfried Schadow gefertigte Marmorstandbild Friedrich s des Großen. Da es durch die Ungunst der Witterung stark gelitten hatte, beschloß man, es in elnem geschlossenen Raum unterzubringen und an seiner Statt auf der bisherigen Stelle eine genau danach gegossene Broncestatue aufzustellcn. Letztere if* }n .

schen Kunstgießeret zu Berlin angefertigt und heute auf dem Konigsplatze errichtet worden. DaS Marmorbtld aber steht jetzt in einer Nische aus dem Flur des standt-

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Dortmund, 7. Aug. Einem schon seit längerer Zett im Verdachte der Butteroerfälschung stehenden, hier in der Stubengasse wohnenden Handelsmann wurde, da ihm bei Tage nicht beizukommen gewesen ist, von unserer Polizei gestern in aller Frühe, kurz nach vier Uhr, ein Besuch abgestattet. Nachdem er durch Klopfen aus dem Schlafe geweckt und in dem Glauben, es sei Feuer ausgebrochcn, im tiefsten NegligS die Hausthür geöffnet, traten die Poltzeibeamten ein, ließen dem vollständig über­raschten, im Bewußtsein seiner Schuld an allen Gliedern zitternden Manne Zeit, fick anzukletden, und reotdtrten dann die im Keller befindliche, in großem Maßstabe be­triebene Butterfabrik. Hier fanden sich über 200 Pfund Butter, btc nach dem Urtheil des die Polizei begleitenden Chemikers verfälscht und verdorben war und unzwe sU- haft durch Anwendung einer fremdartigen, in einigen Flaschen vorrathtgen gelbuch- rothen Flüssigkeit guter Butter wenigstens dem Aussehen nach ähnlichgemacht. werden sollte. Die Lutter und die erwähnten Flaschen wurden selbstverständlich sofort beschlag, nahmt und die chemische Analyse wird ergeben, was zurVerfälschungder Butter ver­wandt worden ist. Der betreffende Handelsmann betreibt übrigens sein Fabrikat nicht nur allein, er hat auch seine Unterhändler und Händlerinnen, welche die von ihm bezogene butterähnliche Masse auch in den benachbarten großen Städten zu Markte bringen und schon wiederholt dabei abgefaßt worden sind- Hoffentlich wird diesen Leuten das Handwerk letzt gründlich gelegt werden. Wie wir so eben erfahren, ist es der Händler Sauer, welcher auf so gewissenlose Weise seine Mitbürger geschädigt hat. (Düff. Ztg.)

Ein dreister Schwindel ist in Berlin gegen einen Rentner in der Sebasttan- straße dieser Tage ausgeführt worden. Er hatte sein Haus abputzen.und neu anstret- chen lassen. Eines Tags der vergangenen Woche klingelt ein anständig gekleideter junger Mann an dessen Thür. Er wird eingelassen, freut sich über den ttionen An­strich , den das Haus erhalten, und wünscht nur den Namen des Malers zu wissen, nm seines Vaters Haus eben so streichen zu lassen. Der Name wird ihm berettwilltgst ge sagt. Bei dem betreffenden Maler ersten balb barau ebenfalls ein iun6cr und bat im Namen des Rentners um die Rechnung für den Hausabputz. da der Rentner Ende des Monats die Rechnung bezahlen wolle. Kommenden Tags erscheint bet dem Rentner ein Malergehülfe im Arbeitsanzuge und legt 'demselbenleine Rechnuna de« MalerS auf etwa 500vor; derselbe bittet auf der Rechnung, da er gerade knapp bet Caste, dem Ueberbrtnger doch 100 JL zu geben, die er «leich von der Rechnung sich erlaubt habe abzuzichen. Der Rentner zahlte unverweigerltch das Geld und ließ dem Meister agen, doch sich nicht zu geniren; wenn er das Geld brauche, solle er etz M nu^J?0!n" assen- Nächsten Morgen kam auch schon derselbe Malergehüffe, bat dringend für den Meister um den Rest deS Geldes, qurttirte und ging mit fettem «aub von bannen. Montag früh traf der Sohn des Rentners den Maler auf der Straße und ' sagte diesem, daß er ihn für wohlhabender gehalten, doch freue er sich,daßI sein Vater ihm sofort bas Geld gesandt, um lhn au3 der Verlegenheit zu reißen. Dttse Bemerkung führte zu einem Gespräche, in welchem den Beiden klar wurde, aus wie raffinirte Weise sie betrogen worden waren.

miit6tC@in Schreiben des General-Postmeisters, welche» ausführt, daß der Aufschwung, welchen der Postauftragsverkehr durch die Einziehung von Wechseln ^nommen, sowie der Anklang, welchen das Verfahren der Einholung von Wechselaccepten im Wege des Postauftrags gefunden habe, der Reichspostverwaltung die Erwägung nahe gelegt habe, ob nicht das Postauftragsoerfahren zweckmäßig dahin zu erweitern sein mochte daß auch die Protestirung der der Post zur Einziehung mlttelst Postauftrags übergebenen Wechsel durch Postbeamte stattfinde und wünscht eine gutachtliche Aeußerung darüber, ob dne zugleich vereinfachte Protestaufnahme durch die Post einem wirklichen Bedürf­nisse abiubelfen geeignet sein würde. Die Kammer erwiderte auf diese Anfrage, daß e.ne solche Einrichtung nur begrüßt werden könne, weil damit dem Geschäftsverkehr durch Abstellung mannigfacher Weitläufigkeiten und Kosten eine hoch zu schätzende For- berurrn geschaffen würde. Insbesondere sei man auch mit der Ansicht vollkommen ein- veistanden, daß die Form der Protesterhebung wesentlich vereinfacht werden könne, ze- doch müsse es als dringend wünschenswerth und nothwenbig bezeichnet werben, baß bie rechtzeitige Protesterhebung dem Auftraggeber gewährleistet würde.

Aufruf.

Es warin den Tagen der höchsten politischen (u"d rirchenpolittsche»,) Aufregung*, als hier in Mainzein Paar Freunde den Gedanken faßten, einen Verein zum Schutze der religiösen und kirchlichen Fttlh.lt zu ftiften. Einfache Staiuten anirben i «t.or«n allein die Ausführung schien schwierig, die Zeit allzugefahrlick, bas kachol sche Volk n dergleichen nicht gewohnt. Wohlmeinende Manner riethen, baten, beschworen, die Dacye zu unterlassen oder doch wenigstens zu verschieben; allein ein guter Engel stärkte den Muth und trug über olle Bedenklichkeiten hinweg." ^n.n ,llnn b,r

So conftettrt der .Amtliche Bericht", durch welchen die Entstehung der im October 1848 abgehaltenenersten Versammlung des katholischen Verein« Deu sch

Wien, 16. August. DiePresse" meldet aus Bukarest: Die Au - , stelluna der russischen Armee erstreckt sich gegenwärtig von Ntkopolts über Bul- i gareni, Tirnowa, Pakivei bis Nasgrad. - Dieselbe Zettung meldet aus Ragusa: Die Aufständischen unter der Führung von Babies und Bonaven­tura haben durch fünf Tage mit den Türken bei Creipotok gekämpft. Letztere wurden vollständig geschlagen und verloren 1000 Mann, sowie große Masten Waffen und Proviant. Von den Aufständischen wurden die Lrtadte Petrowatz und Kljutsch in Brand gesteckt. - DasTageblatt" berichtet aus OSman- Barar vom 15. August: Heute wurden die türkischen Vorposten bet Kesrowa durch drei russische Bataillone angegriffen; die Rusten wurden zuruckgedrangt und erlitten erhebliche Verluste durch Heckenfeuer. Suleiman Pascha hat Keslovtc bei Elena nördlich vom Balkan besetzt. ,

Konstantinopel, 16. August. Die Rusten fahren fort, über bte bei Pyrgos unweit Rustschuk errichtete Brücke Truppen, namentlich Artillerie, zu befördern. In der Umgebung von Rasgrad wurden am 14. August recognosct- rende russische Truppen-Abtheilungen mit großen Verlusten zurückgewtesen. Der Balkan-Paß von Hainboghaz ist von Suleiman Pascha nunmehr vollstän-

Giesien, 17. August. Auszug au8 dem SitzungSprotocoll ber Grobherzoglichen HanbelSkammer vom 31. Juli 1877.

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bustriellen in Stuttgart würbe eingehenb geprüft unb daraufhin beschlossen, dieselbe in Rücksicht auf bie Wichtigkeit des Gegenstanbes dem Wunsche dieser Vereinigung gemäß bei dem deutschen Reichskanzleramt bahin zu unterstützen, daß bei den ertrag Sun ter- bnnblunaen mit Öesterreich-Ungarn an der unveränderten Beibehaltung des Vered- lungsoerkchrs in d-r gl-7ch?u T?n°c,tSt °i- bish-r unu-rbrüchltch f-stgeh°lt-n wcrd-n

Literarisches.

Die im Verlage von Hugo Klein in Barmen bereits in 6 Suflagen en schienene, vom Rector Jskraut in Friedeberg herausgegebene Schrift. .Sedanfeier für Schule und HauS^ ist von gleichem Verfasser neu bearbeitet und liegt uns zur Einsicht vor. Wir erachten dieses Werkchen, welches in finniger, patriotisch erhebender Weise geschrieben, als beste Anleitung die Sebanfeier zu begehen unb ebenfo। auch a würdigstes Geschenk für die Jugend, in deren Herzen der große^ualionale Aebmkiag unvergeßlich bleiben soll. Der Verfaster bietet in demselben das Beste an pairwtsich n, sich auf die Jahre 7071 beziehenden Erzeugnissen und außerdem eine im volksthüm tchen Tone gehaltene Erzählung der Kriegsereignisse, welche durch verschiedene Illu­strationen veranschaulicht sind. DaS Büchlein, über welches ffr- Majestät der Kaiser und Könia seinen Beifall aussprechen ließ, sei darum allen patriotischen Kreisen, Lehrern und Vereinen zur Anschaffung bestens empfohlen. Der Preis beträgt pro Exemplar 40 H und ermäßigt die Verlagshandlung denselben bei Entnahme von 25 Exemplaren auf 30

- Ein cnttetzttch-s Unglück hat sich in St. Just bei P-nzan« n Cornwall ,u- tränen. Ein- B-rgmannsfrau hatte fünf ihrer fteben Sohne zu Bett gebrach und war davongegangen, um die beiden anderen zu holen. Wahrend ihrer Adwesenhe brach F-u-r aus und alle fünf Knaben verbrannten. Der Vater befand sich zur Zett des Vorfalles auf einer Betversammlung.

Petersburg 7. Aug. Die blühende Stadt Samara ist ein Raub der Flam­men aeroorben. Die ersten telegraphischen Nachrichten ließen bas Unglück in feiner ganzen GM- nicht erkennen und Vrst der amtlich- Bericht des G°uv-rn-urs gib, darüber -inen vollständigen Aufschluß. Der Brand von Samara endete heute früh, nachdem er zwei voll- Tage gewüthet hatte. Nicht weniger als 16 Stadtviertel wurden «in Opfer de« Element«; außer den Häusern verbrannie auch da« lang« der Wolga anioeichicktetc ßoli in einer Bienge von 10,000 Kubikklaflerm Außer den Wohnoaufern verbrannien zwei prächiige^Kirchen, zwei Capellen, die Staatsbank, das Conlrolpalai«, das stattstsiche Comi,6 der Siadtpolizei, die Kanzlei, das Winter- und Sommerpalats de« Gouverneurs" da« WatfenhauS Nikolaus und endlich -in städtifcheS Spital mit 75 Betten Glücklicher Weise wurden all- StaatSpapiere, Geld so wie die Documente gereitet und Alles befindet fich in der neuen Wohnung de« Gouverneurs wohlerbalien Das Volk wie di- h-rbeig--tlt- F-u-rwedr machten alle Anstrengungen, das Feuer zu loschen, doch vergeben«. Di- seit einigen Wochen anhaltende Dürre und -in heftiger Wind verbreit-i-n da« Feuer fo rafch nach allen Richtungen, daß es nich möglich war, seiner Herr zu werden. Obwohl sehr viel b-w-gllch-s Gut von dm Einw°bn-rn ge­rettet wurde, fo ist doch der Schaden enorm. Das Feuer hatte sich auf 135,000 Oua.

von heute: Di- bei Bagdad stehende, 35,000 Mann starke Armee erhielt Be- | fehl, nach Konstantinopel zu marschlren. Dieselbe nimmt ihren Leg^durch das Euphrat-Thal und i),rd durch Miliz-Truppen -rf-tzd - Im Falle Lerbren zu , einer Krieas-Erklärung schreitet, soll di- Psorte b-schloss-n^hab-n, sich in der i Defensive zu halten. Das nämliche Bureau meldet aus «chumla von heute; Eine türkische Recognoscirungs-Abtheilung sand Küsteudsche von den Russen ge- räumt. Dieselbe rückte nach verfchiedenen Richtungen weiter vor, ohne auf rusfifch^Trnppei^^u aus Erzerum vom 13. August: Gestern

trafen vier Bataillone mit Kavallerie und Artillerie als Verstärkung der Ruffen in Raim ein, wo gleichzeitig auch die Ankunft der Colonne des Generals Loris- Melikoff ftatlsand. Die russische Division hält ihre 93Option 6ei Sei GJm/) besetzt. Die türkische Kavallerie hat zwei Angriffe der Russen zuruckgeschmgen.

Konstantinopel, 15. August. Das russische Corps, we ches die Dobrudscha verließ, um die russische Donau-Armee zu verstärken, passtrte auf einer neuen, vier Stunden oberhalb Rustschuk errichteten Donaubrucke nach Bulgarien. Die russische Armee in Klein-Asien soll bedeutende Verstärkungen erhalten haben. Das Centrum derselben beginnt zur Offensive überzugehem Suleiman Pascha meldet, seine Truppen hätten gestern das Dors Ham und den Eingang zu dem Defil^e von Hainboghaz, ohne den Fewd anzutreffen, be­setzt. Eine recognoscirende Abtheilung passirte das ganze Defiläe von Karditsch, ohne auf einen Feind zu stoßen. .

Erzerum, 15. August. Das Centrum der russischen Armee empfing bedeutende Verstärkungen und hat eine Offensiv-Bewegung begonnen. Der Vormarsch des Generals Tergukasoff an die Grenze wurde durch Ismael Pascha

lanbs ^geff^ gu^eren Perhältniffen sehen bie Unterzeichneten bem

VI. Allkalholilmi Congrctz

prachtvollen, anberthalbtaufenb Menschen fassenden, Akabemiesaal bes alten Kurf st- lich-n Schl°ss-^t°°-n wlrd^ 26at ^Schwl-rigk-tt-n sind, di- sich d-r von U'is üb.r- nommenkU^Alfigabk enigegknstelliv, um

zumal aber aus allen Gauen Deutfchland«, di- Freund- und B-r-nn-r °-s lischen Ehristenthums in ben Tagen be5 Congreffes an ber2Biege ber apoiioniaj beutfchen Kirche^ sich zufammenfinben. m -5nntc von gleicher

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Das fvecielle Proaramm wirb fpäter bekannt gegeben. Zur iy ni selben, wie zur Unterstützung ber lokalen Vorbereitungen überhaupt, ware es erwünscht, wen "bie v e^rehrten auswär tigen Freunbe und zuL'nttr stütz en

töeiligung am Congresse bie Sache ber religiösen Reformbewegung zu umcrnuv benken sich burch schriftliche Mittheilung*) ihres NamenS möglichst frühzeitig bet uns anmelben zu wollten.

d.atklafter audgebreitet gehabt. r. . , .. . . ,, .

- Ein Mannheimer Metzger würbe am Samstag burch bie drohende Unter­suchung seiner Wurst, welche nachweislich stark gebinbemtttelt war derart in Schrecken virsetzt, daß er seinen ganzen Wurftvorrath (etwa 2 Centner) in den Neckar warf. (Ist anderswo auch schon bageroefenl) . . . . , ,.

Butzbach, 12. Aug. In ber verflossenen Nacht würbe tn ben Laben eines hie­sigen Uhrmachers unb GolbarbeiterS eingebrochen unb babei 32 golbene unb silberne Taschenuhren, 51 golbene Schmuckringe, eine Anzahl Trauringe, Brocken, Uhrketten rc., sowi- d-r Inhalt d-r Lad-nkasf- im Betrag- von 450 Jt. -ntw-nd-I. Der Dl-b, welcher localkundig gewesen sein muß, benutzte zu seinem Einbruch das ans dem S-schäfi«- lvkal auf den Hof führende Fenster, indem er den vor demselben bcsindlichen H°lzl°d-n - auskl-mmt- und ein- der unteren Scheiben, welche er zuvor mit Lehm beschmiert hatte,!

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Da I n Denk« ; Dister ßubn)ifl Vr- V Wlkiz> wM s check, haben. Tpraa? selb, Step Main)