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AWge- nnh Anüshmt fir den Kreis Sichen.
1877
Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Px-is vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn.
Expeditionr Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. Durch die Post bezogen vierteljährlich 3 Mark 50 Pf.
Amtlicher H h e i l.
Gießen, am 16. Januar 1877.
Betreffend: Die Taubstnrnmen-Statistik im Großherzogthum Hessen.
Das Großhcrzogliche Krcisamt Gießen
an die Schulvorstände zu Alten-Buseck, Annerod, Bellersheim, Dorf-Gill, Eberstadt, Grüningen, Holzheim, Hungen, Nieder-Bessingen, Nonnenroth, Villingen und Weickartshain.
Wir erinnern Sie an Erledigung der Verfügung vom 13. v. M. in No. 296 des Anzeigers de 1876, binnen 14 Tagen.
__ v. Röder.
politisch
Deutschland.
Berlin, 15. Januar. Es sind nunmehr die Ergebnisie von 380 Reichstags-Wahlen bekannt. Endgültig sind gewählt: 29 Censervative, 105 National- Liberale, 28 Mitglieder der deutschen Reichs-Partei, 11 Polen, 19 Mitglieder ter Fortschritts-Partn, 95 Klerikale, 10 Social-Demokraten, 6 elsässcr Auto- nemisten, 3 der elsäsier Protest-Partei Angehörcnde, 8 keiner Fraktion An gehörende, unter Letzteren 4 Particnlaristen. Bei den 66 engeren Wahlen, welche erforderlich sind, kommen in Betracht: 48 National-Liberale, 24 Social-Denw- kraten, 15 Conservative, 14 Mitglieder der Fortschritts-Partei, 14 Klerikale, 9 Mitglieter der deutschen Reichs-Partei und 8 Particulcristen bezw. Polen.
Weitere amtlich festgestellte Wahl-Ergebnisse. Wahlkreise: Bamberg: Baron Horneck (ultramontan) 11,137 Stimmen gegen Advocat Schmitt (liberal) 5841 Stimmen. Amberg: Dechant Rußwurm (ultramontan) 9545 Stimmen gegen Advocat Goßner (liberal) 3485 Stimmen. Passau: Krätzer (ultramontan) 10,516 Stimmen; der liberale Gegen-Candldat erhielt 2476 Stimmen Straubing: Graf Pnysing (Centrum) mit 11,922 Stimmen gewählt gegen Föckerer mit 2565 Stimmen; Wasserburg (Bayern): v. Soden (Centrum) mit 14,225 Stimmen gewählt gegen v. Stauffenberg mit 1689 Stimmen; Würzburg: Freiherr zu Rhein (ultramontan) ist mit 93 Stimmen Majorität gewählt. i
Berlin, 15. Januar. In militärischen Kreisen circulirt ein Wort des Kaisers, welches gelegentlich seines 70jährigen Dienst-Jubiläums im Cirkel seiner Paladine gesprochen sein soll. Es war die Rcde von den letzten Corps- manövern im Laufe des jüngsten Herbstes, und da soll aus hohem Munde die Mittheilung gefallen sein, daß von allen Contingenten, über welche Heerschau gehalten wurde, diesmal das württembergische Corps das feldtüchtigste und am sorgsamsten ausgebildete gewesen sei.
Berlin, 15. Januar. Abgeordnetenhaus. 405 Abgeordnete sind ange- meldet und 382 Mandate von den Abtheilnngen geprüft und gültig erklärt worden. Man schreitet zur Präsidenten-Wahs, nach welcher Bennigsen mit 351 und 384 Stimmen (17 Stimmen waren ungültig) zum Präsidenten gewählt wurde. Zum ersten Vice-Präsidenten wurde Klotz (Fortschritt) mit 211 von 383 Stimmen, wobei 17 ungültig, 84 auf Reichensperger und 66 aus Graf Bethnsy-Huc fielen, gewählt; zweiter Vice-Präsident wurde Graf Bethusy- Huc mit 223 von 334 Stimmen (27 Stimmen ungültig.) Zu Schriftführern wurden gewählt: Delius, Sachse, Bessert, Goltz, Hancke, Grütering, Gras Schmiesing-Kersienbrock und Lntteroth Nächste Sitzung morgen.
Bonn, 14. Jannar. Die „Bonner Ztg." veröffentlicht nachstehendes Schreiben aus dem Cabinet des Kaisers an den Bischof Dr. I. H. Reinkens Hierselbst :
Hochwürdiger Herr Bischof! Die Mir in dem Schreiben vom 30. v- Mts. ausgedrückten Glückwünsche zu dem zweifachen Anlaffe des Jahreswechsels und der Vollendung einer 70jährigen Laufbahn haben Mir zu großer Befriedigung gereicht. Nicht ohne tiefe Bewegung blicke ich auf die reiche Geschichte zurück, welche sich in dem Rahmen dieser sieben Jahrzehnte vollzogen hat. Wenn Ich dazu beigetragen habe, den Gang derselben zu einem für die Nation ersprießlichen Ziele hinauszusühren, so bekenne Ich gern, daß Ich den Erfolg der bejonderen Gnade zu verdanken habe, welche Mir von der göttlichen Vorsehung in wunderbarem Maße zu Theil geworden ist. Möge der Höchste dieselbe Mir auch in den Bemühungen schenken, dem Vaterlande nunmehr eine lange Zeit friedlicher innerer Entwicklung zu sichern. Sie, Herr Bischof, bitte Ich, diesen Meinen Wunsch durch Ihre Gebete zu unterstützen.
Berlin, den 6. Januar 1877.
(gez.) Wilhelm.
Stuttgart, 16. Januar. Der commandirende General des württem- bergischen Armeecorps, General v. Schwartzkoppen, ist anläßlich seines 50jähri gen Dienst-Jubiläums vom Kaiser zum Chef des achten westfälischen Jnsan terie-Regiments ernannt worden.
Oesterreich.
Wien, 15. Januar. Rußland erklärt, daß auch bei der Abreise Jgnatieff's in russischer Geschäftsträger
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durch seinen Sohn ist sehr wahrscheinlich, dieser gilt der Pforte geneigt. Zwi schen Werlher und Zichy soll angeblich eine ernstere Verstimmung herrschen. Die Pforte beharrt entschlossen auf ihrem Widerstand.
Wien, 15. Januar. Die „Polit. Corresp." veröffentlicht den authentischen Wortlaut der zwischen der rumänischen und der türkischen Regierung betreffs der Auslegung der türkischen Verfassung gewechselten Depeschen. I. Die Depesche des rumänischen Ministers der auswärtigen Angelegenheiten, Ionesco, an dcn Fürsten Ghika vom 3. Januar, in welcher die rumänische Regierung unter Berufung auf die Capitulationen und Verträge, die Bestimmungen der ottomanischen Charte in Allem, was Rumänien betrifft, für null und nichtig erklärt und in formellster Weise gegen die Verletzung der durch Verträge garan- tiTtcn Rechte Rumäniens protestirt. II. Die Depesche Savset Paschas an Ghika vom 7. Januar, welche bekräftigt, daß die Stellung der vereinigten Fürsten- thümer durch die Verfaffnng nicht alterirt werden. III. Die Depesche Jonesco's an Ghika vom 10. Januar, welche sagt, daß nur eine formelle Erklärung der Pforte Rumänien befriedigen könne, welche zugleich erklärt, daß Rumänien nicht mit zu den von der Charte besprochenen Provinzen inbegriffen sei und daß die Rumänien an die Türkei knüpfenden Bande lediglich von alten, durch neuere Verträge besiegelten Capitulationen herrühren.
Arankreich.
Paris, 14. Januar. Das Amtsblatt berichtet heute über den Beschluß, den die zur Erwägung des Wiederaufbaues der Tuilerien eingesetzte Commission gefaßt hat. Es wurde erkannt, daß die Restanration der Tuilerien ohne große Kosten ausführbar sei, daß man sich nicht bemühen müsse, die unvollendet gebliebenen Pläne von Philibert Delorme zu verwirklichen, daß aber die Erhaltung des Palastes in seinen jetzigen Verhältnissen vom historischen und archi- tectonischen Standpunkte aus ein unbestrittenes Interesse biete. Die in diesen Grenzen restaurirten Tuilerien würden die jonischen Säulen Philibert Delorme's, das von Jean Bullaut errichtete Erdgeschoß, wichtige Fragmente aus der Zeit Ludwigs XIV., also den ganzen gewissermaßen traditionellen Theil des Baudenkmals der Zukunft erhalten. Der Beschluß der Commission geht auf die Ausführung in diesen Grenzen und wünscht die Arbeiten derart betrieben zu sehen, daß ihre Vollendung sich für den 1. Mai 1878 erwarten ließe. Das so restaurirte Gebäude wird zu einem Kunstmuseum bestimmt.
Engkaad.
London, 15. Januar. Für die türkische Negierung ist wieder ein neues mächtiges Panzerschiff auf einem Privatwerft in England fertig geworden. Der Name desselben ist Memdonigi; das Schiff soll sowohl in Bezug auf Angriff wie auf Abwehr eines der gewaltigsten sein, die überhaupt im Besitz irgend emes Landes sind. Die Admiralität hat nach Chatham Befehl gesandt, daß während der bevorstehenden Probefahrt die Mannschaft der Alexandria auf dem Memdonigi den Dienst versehe.
— Ueber den Verbleib des von Hüll nach New-Fork bestimmten Dampfers Colombo fehlen noch immer nähere Nachrichten. Derselbe fuhr am 3. De- cember v. Js. ab und hatte etwa 80 Passagiere und 50 Mann Besatzung an Bord.
— Das indische Amt veröffentlicht eine an den General-Gouverneur abgesandte Depesche, betr. die Hungersnoth. Vertretungsweise zeichnete Carnarvon statt Salisbury. Die Hungersnoth betrifft in den Präsidentureu Madras und Bombay zusammen ungefähr 134,000 (engl.) Quadr.-Meilen mit 26 Mill. Menschen, ausschließlich des nicht englischen autonomen Gebiets. Der Höhepunkt der Noth wird für April erwartet und danach die allrnählige Abnahme bis September, wo dieselbe voraussichtlich aufhören wird. Carnarvon heißt die von der dortigen Regierung eingeleiteten Maßregeln gut, namentlich die öffentlichen Bauten, bei welchen augenblicklich über 1 Mill. Menschen beschäftigt sind. Anscheinend ist staatlicher Ankauf von Getreide-Dorräthen unnöthig. Carnarvon erbittet wöchentlich genauen Drahtbericht über die Lage, namentlich die Getreidepreise.
London, 16. Januar. Die „Times" betrachtet die neuesten Berichte aus Konstantinopel als sehr entmnthigend, hofft aber gleichwohl, die ^Türkei


