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IWo. 136. Samstag, den 16. Juni 18W<
Kießener "Anzeiger
Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Gießen.
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Amtlicher Diieit. ’
Lehrer-Conferenz
des Conserenz-Bezirkes Grünberg.
Die auf Donnerstag den 21. Juni anberaumte Conferenz wird hiermit, da an diesem Tage das gewöhnliche Lokal nicht frei ist, auf den Taa vorder -
Mittwoch den 20. Juni, Morgens 10 Uhr,
in Grünberg verlegt.
Gießen, den 14. Juni 1877.
___________________________ Büchner, Kreisschulinspector.
Pfarr-Conferenz.
Wegen des Todes Sr. König!. Hoheit unterbleibt die Pfarrconferenz auf dem Schiffenberg bis auf Weiteres. Lang-Göns, den 15. Juni 1877.
Strack, Dekan.
politischer H 6 e i l.
Aeutschland.
Rothe.
enthält eine Bekanntmachung
Landestrauer wegen des ,
König!. Hoheit auf zwölf Wochen zu be^».- -. .
Dieser Allerhöchste Befehl wird zur Nachachtung 9iu.<
Darmstadt, am 13. Juni 1877.
Großherzogliches Gefammt-Ministerium.
v. Starck.
Großherzog von Hellen angelegt. M .
Berlin, 14. Juni. Der „Neichs-Auz." enthält eine Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 12. d. Mts., betr. die Ausgabe von 20 Mm. Mark unverzinslicher Schatz-Anweisungen, wovon 10 Mill, eine dreimonatUche Umlaufszeit vom 12. Juni bis 12. September, 10 Mill, eine viermonatliche Unv laufszeit vom 9. Mai bis 9. October haben. ... . s
Berlin, 14. Juni. Die „Prov.-Corresp." schreibt am Schlüsse eines kurzen Resumes der Kriegsvorgänge der letzten Woche: Inzwischen ist die
Glocks , cn cn rouT^>e von der Leib-Escadron des ersten Dragoner- Regiments escoriirt und der Zug kam um halb 5 Uhr in Darmstadt unter lern Geläute der Glocken an. Die Allerhöchste Leiche wurde un Weißen Caale
des Großb. Residenzschloffes niedergesetzt. .....
— Gestern verstarb im 74. Lebenswahre der durch die SNstung des Gustav-Adolf-Vereins weithin bekannte Prälat K. Zimmermann, längere Zeit Mitglied der ersten Kammer. m _u ...
Berlin, 13. Juni. Aus Wien wird heute der „Post gemeldet, Graf Andrasiy habe am Sonntag eine Abschrift der russischen Note erhalten. Der Ton derselben sei ruhig und mache einen freundlichen Eindruck. Ebenso beruhi- aend lauten die Londoner Nachrichten über das Schreiben, welches Graf Schu- waloff für Lord Derby mitgebracht hat. Rußland wünscht bei derErregung der Türkei durch keine fremden Mächte gestört zu werden, und deshalb behandelt es die Regierungen, die einige nervöse Aufregung zeigen, mit krampMUen- den Hofmannstropfen, und man muß sagen, daß dre europäischen Machte Rußland auf halbem Wege entgegenkommen. England hat zwar erklärt, ratz es seine Jnteresien überall, wo sie bedroht werden sollten, zu vertheidigen wissen
würde; aocv ^viu mjxauv, — t--u u - u • - ,
Juterest- Englands die Erhaltung des Friedens sei. Mtt anderen Worten heißt das: „Seid nicht bange; ich bin kein Löwe, sondern Schnock der schreiner!" Rußland braucht sich also wegen England keine großen Sorgen zu machen. Wir haben übrigens schon erörtert, daß das Gortschakost sch- Schreiben nach London gerade über die wichtigsten Punkte, die Besetzung K°nstantmo,Pe>s, hinwegschlüpst, und auch in Wien findet man, daß in dem von Nowikost überbrachten Schreiben die russischen Versprechungen blos allgemeiner Natur find Uiid also weitere Besprechungen nicht überflüssig machen.
Berlin, 13. Juni. Der Gerichtshof für kirchliche Angelegenheiten hat heute auf Amtsentsetzung des Bischofs von Limburg, Blum, erkannt.
— Der Hof bat heute eine vierzehntägige Trauer für den verstorbenen
Darmstadt, 14. Juni. Heute in der Morgenfrühe fand die Ueber- südrung der Leiche des höchstseligen Großherzogs Ludwig 111. Kon,gl. Hoheit l>°n S-eheim in das hiesige Residenzschloß statt. In Seeheim wurde von dem Orisqeistlichen in Anwesenheit des Gemeindevorstandes bei Schließung des L-ar- .gcs ein Gebet gesprochen. Der Gesangverein von Seeheim sang einen Choral, der Kriegerverein begleitete d,e Allerhöchste Leiche bis an die Gemarkungsgrenze und gab da mehrere Salven ab. In Eberstadt und Bestmigen wurde die Leiche von den Ortsgeistlichen und den Gemeindevorständen empfangen und wurden
Bekanntmach u n g, die Landestrauer wegen des Ablebens Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs Ludwig 111. von Hessen und bet Rhein rc. rc. betreffend.
o k Roheit fccr Großherzog haben zu befehlen geruht, daß die
St".M L^n1u«b°.is .des Großh-rzogs Ludwig III.
IN A Sesterreich.
ausletersburg wid^rspricht^'den" Nachrichten^ Schreiben
einealbamtliche Note des Fürsten I äU^ 0e Graf Schuwaloff
br°- habe. Die letzte Note Lord ^crbv's"^ fc«8 britische Cabine. Lber- demiplomatischen Brauch widersprechend und -broff ff°Eurger Cabiuet als »ichreantwortet worden. Schuwaloff 2 befunden ward, sei bisher emepe-ificirnng der Punkte de- bnni*, ? cs8 J68^ feinel Urlaubsreife Fr°überbracht" die berecksaus der» dM2 bct orientalischen b-k° seien. Schu.valvff habe au s-w-r Rücke, sF» Staatsfeeretärs Croß mitommen, die ihn zu der ÖrFMr.mT Instructionen nach London
weatwas gegen den Suer st ermächtigten, Rußland wolle keines-
halUichen Note aber sei hier nichts 3nSructionen ; von einer
schn liege gleichfalls keine Veranlalluna nnr *4 angeblichen Rund-
ausloffen, daß Rußland den unmittelbar I' die Möglichkeit nicht
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verstcn Behauptungen über tin^Jin^' -ap* ®citen8 verschiedener Blätter Znter-ffen überall, wo sie bedroht werden sollten, zu verlye>°,gen>°lll-n.Boters in London, Grafen Beust^b»nhen^nack°aut°rst?tw aber Lord Derby hat doch auch soeben hinzug-sügt, daß das größte austcher Elfindung. '' mU)tn nad> «utor.tat.ver Information
Arankreich.
da,Budget-Commission nur flUto e8 M wahrscheinlich,
am und so dw Ab ebnüna v^Bewilllgung eines Liquidations-Contos be- Fai Cabinet vor dem 5 S1"1^" Budgets unterstützen werd-, im h das fich an dfe £
k-Mdkrspruch ?e7Ln"d?Le "au?^ »" 'fcjf
n8inc? ber S-sswn Bctmeiben6”on™amentan^e Manifestation mir Bureaus der" Linkei/'bcfinitive §ntk» tterben morgen Vorbei Gruppen der Linken S * ®“Äum dieselben ®Wi des Budgets abzulehnen. 9 ' beschlossen sämmtlich, die
sch die BmwpaMen Ä^it-En'd!rt das^""! to‘tb 1,1,6 Arras ge- del'chen Prinzen mit Alle, de Mac Mab^."n^' d,e Verheirathimg PI- den FreiLerber. Er^^aebe beVor ’ der
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riedliche Lage unter den europäischen Mächten noch bestärkt durch beruhigende Versicherungen, welche Rußland neuerdings bez englischen Regierung gegeben hat und wodurch die Besorgnisse wegen Beeinträchtigung der englischen Interessen Seitens Rußlands noch entschiedener als bisher beseitigt wurden. Die russische Regierung machte von den betr. Erklärungen auch den übrigen Mächten Mittheilung.
— Der Aufenthalt des Kaisers in Ems wird, der „Prov.-Corresp." zu- olge, sich bis Ende der ersten Juli-Woche erstrecken. Der Kaiser wird dann ^muthlich zum Besuch nach der Insel Mainau und Mitte Juli nach Gastein aefrrp,, 9eben' von wo derselbe etwa am 10. August nach Berlin zurückzu-
EM Af-.w'vLb-k'9'"""9'=®CfWt W" <U'^ das Nachdrücklichste das G-ri^chb als°lillbe7ründ7t^'7''"^''i, osficiöser
M-illg-u -ntsag, hätte. Covurg-Gotha zu Gunsten des Erbprinzen von


