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nach Cheipakil, Karragal und Kedikdire zurück; unsere Truppen haben das

berufen, um vor ein Kriegsgericht gestellt zu werden.

Schäfer, ehel- Tochter.

Getaufte.

Mai.

7.

stellung der 9. Schmiße des Stadtwaldes zur Ausführung kommen sollen.

5. Für die Anbringung der noch erforderlichen Anzahl Ruhebänke in den An­lagen wurde Genehmigung und der erforderliche Credit ertheilt.

6. Aus Veranlassung einer von Bewohnern der Reichensand-Bahnhofsstraße an Großherzogl. Ministerium des Innern gerichteten Vorstellung kam das Baugesuch des Herrn Bauunternehmers I Georg Krausgrtll nochmals zur Vorlage und wurde nach slattgehabter wiederholter Berathung beschlossen, bet dem am 21. Juni c. gefaßten

Lager besetzt. Die türkische Division bei Bajazid hat den Grenzort Ekdir besetzt." Außer den Militär- und Civil-Gouverneuren von Sistowa und Tirnowa ist auch der Commandant von Osman-Bazar nach Konstantinopel

erbeuteten 4 Geschütze, sowie 80 Gefangene. Bajazid wurde zerstört.

Konstantinopel, 13. Juli. Eine Depesche Mukhtar Pascha's vom

ler, ist heute Vormittag gestorben.

SOtarburg, 12. Juli. Unter großem Zudrang des Publikums wurde gestern vor hiesigem Kreisgericht die Anklage wider den Landrath Mayer da­hier wegen seiner gegen die hiesigen National-Liberalen gerichteten Spott­schrift:Die Stiefelputzer oder der Wahl-Kampf" verhandelt. Die Verhand­lungen dauerten von Morgens 9 Uhr bis Abends 10 Uhr. Der Angeklagte wurde auf Grund des § 185 des Straf-Gesetzes der Beleidigung der dreizehn aufgetretenen Kläger durch genannte Broschüre schuldig erkannt und unter Berücksichtigung der während der letzten beiden Wahl-Campagnen auch ihm von denselben in Wahl-Aufrufen und Flugblättern zugcsügten Ebren-Kränkungen zu einer Geldstrafe von 500 Mk. und in die Kosten verurtheilt und den Be­leidigten das Recht zuerkannt, das Urthetl in einer Zeitung aus Kosten des V rurtheilten zu publiciren. Letzterer zeigte sogleich die Appellation gegen dieses Urtheil an.

Deutschland.

Mainz, 12. Juli. Die Stadtverordneten haben auf Vorschlag ihrer Juristen-Commission mit 18 gegen 14 Stimmen beschloflen, daß bei den nächsten Ergänzungs-Wahlen für das Collegium die Stadt einen einzigen Wahl-Bezirk bilden solle. Als Haupt-Grund gegen das Wetterbestehen der Bezirks-Ein- theilung wurde die namentlich in Folge der Erweiterung der Stadt immer mehr hevortretende Verschiebung der Bezirke geltend gemacht. Die ultramontane Seite kündigte Petitionen bet dem Ministerium gegen diesen Beschluß an. Dagegen wurde die Ausloosung des austretenden Drittels nach Bezirken auf­recht erhalten.

Die letzten Nachrichten von heute über das Befinden des Bischofs v. Ketteler melden langsam steigendes Fieber mit 117 Pnlsschlägen, zunehmende Körper-Temperatur und herannahende Auflösung der Gewebe.

Burghausen (Bayern), 13. Juli. Der Bischof von Mainz, v. Kette-

Auszug aus Örn Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde.

Getraute.

Den 8. Juli. Johann Gottlieb Julius Exner, Schneider dahier, aus UHSmannS- dorf; und Wildelmine Schäfer, des verst. Bürgers und Schuhmachermetsters, Heinrich

Beschlüsse zu beharren.

7. Zur Errichtung eines Grabdenkmals auf dem hiesigen Friedhof nach dem vorgelegten Plan wurde Genehmigung ertheilt.

8. Herr Bergdirector Bansa hat nach einer am 2. d. MtS. vorgenommenen Besichtigung der Versuchs-Vorarbeiten an der städtischen Quellwaflerleitung vorge­schlagen, daß die am s. g. Erlenbrunnen des Stadtwaldes in den letzten Tagen ange- zapste bedeutende Quelle in hölzernen Gerinnen dem Stollen zugeführt werden müsse, wenn nicht die Zimmerung des Stollens gefährdet werden und kein Einsturz desselben vorkommen solle und weiter ausgeführt, daß die Erhaltung des Stollens so lange er­forderlich erscheine, bis der nach Beschluß der Stadtverordneten zu berufende Techniker ein Gutachten über die Fortsetzung der Arbeiten abgegeben habe. Da eine ein» auch zweimalige Befahrung des Stollens pro Woche genügt, so wurde beschlossen, daß diese Vorschläge zu accepttren seien. Zugleich ist für die hierdurch entstehenden unbedeuten­den Kosten der erforderliche Credit genehmigt worden.

Gießen, 14. Juli. Im weiteren Verlauf der Sitzungen deS Schwurgerichts vom III. Quartal I. I. wurde von dem Schwurgertchtshof In folgenden Anklagesachen erkannt:

Am 7. Juli wegen Diebstahls:

a) gegen Johannes Scheibe! von Ockstadt, Gefängnißstrafe von 4 Wochen, und b) gegen Jacob Meister von Rödgen, Gefängnißstrafe von 12 Tagen.

Am 9. Juli, gegen Konrad Hörns von Ossenheim, wegen Verbrechens wider die Sittlichkeit und wegen Beleidigung, Gefängnißstrafe von 10 Monaten und 4 Tagen.

Dieser Fall wurde unter Ausschluß der Oeffentltchkett verhandelt.

Am 11. Juli, gegen Wilhelm Reinas von Michelbach, wegen des an seiner Ehe­frau begangenen Todtschlags, Zuchthausstrafe von 10 Jahren unter Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte. _____

11. Juli meldet:Heute verließ der Feind das Lager vor Kars und zog sich

Handel und Verkehr.

Gießen, 14. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, perPfd. 1 x _ a big 1 x 25 H, Hühnereier, per Stück 6 H, Enteneier per Stück 67 Käse, per Stück 48 Käsematte, per St. 3 Erbsen, 1 Liter 18 H, Linsen, 1 Liter 18 X Tauben, das Paar 65 Hühner, per Stück 80 Hahnen, per Stück 65 Alte Kartoffeln 100 Kilo 11 X, Neue Kartoffeln 100 Kilo 2022 X

Wiesbaden, 12. Juli. (Fruchtmarkt.) Weizen -, Korn, Hafer (100 Kil.) X 1619.50, Stroh (100 Kilogr.) X 4.406, Heu (100 Kilogr.) X 4-6.

Cam berg, 10. Juli. 160 Pfd. rother Wetzen 22.80, 150 Pfd. Äorn X 16.40, Gerste, 100 Pid. Haier X 8.40, Kartoffeln.

Limburg, 11. Juli. (Fruchtmarkt.) Durchschnittspreise: Rother Wetzen (160 Pfd.) X 23.55, weißer Weizen (160 Pfd.) X 22.80, Korn (150 Pfd.) X 16.90, Gerste (130 Pfd.) X 14, Hafer (100 Pfd.) X 9.50, Erbsen.

Weilburg, 11. Juli. Weizen per 160 Pfd. X 22.67, Korn per 150 Pfd. X 16.25, Gerste per 130 Pfd. X 13.73, Hafer per 100 Pfd. X 9.30, Kartoffeln per Centner X 5.50, Erbsen.

Beerdigte»

Den 6. Juli. Karl Emil Metzler, Weißbinder dahier, deS verst. Fuhrmann« zu Weilburg, Gottfried Nicolaus Metzler, ehel. Sohn, alt 19 I. 11 M. 20 T-, gest. den 4 3U%cn 12. Juli. Karl Neuling, Bürger und Kaminfegermeister, alt 42 I. 5 M. 21 T., gest. dm 10. Juli.

Bis Schluß des Blattes war uns der Auszug aus den Standesamtsregistern noch nicht zugegangen. D- Red.

Den 7. Juli. Dem Postschaffner Wilhelm Wagner, eine Tochter, Johannette Wilhelmine, geb. den 11. Mai.

Den 8. Juli. Dem Schreiner Johann Herr, ein Sohn, Alexander Hermann, geb- dm 30. Mai-

Denselben. Dem Kaufmann Karl Lony, ein Sohn, Hermann Christian Emil, geb- den 23. Mai. ' m ,

Denselben. Dem Arbeiter Ludwig Schmidt VI., eine Tochter, Marie, geb- den 3 3UT$en 13. Juli. Dem Reftauratmr Ludwig Feidel, eine Tochter, Emilie, geb. den

Besika-Dav der kriegerischen Intervention näher zu rücken, zumal zugleich be- Petersburg, 12. Juli. DieInternationale Agentur" veröffentlicht bauvtet wurde daß Layard, der großbritannische Gesandte bei der hohen Pforte, folgende Depesche aus Tiflis vom 12. Juli: Die russische Garnison von eine Besetzung'Konstantinopels durch britische Truppen in nächste Aussicht ge- Bajazid, die 23 Tage lang eingeschloffen war, wurde durch die Truppen des stellt habe Aber bald erwies es sich, daß England seine bisherige Politik Generals Tergukaffoff befreit. Letztere erfochten einen vollständigen Sieg über kühler Enthaltung noch keineswegs aufzugeben Willens seü Die Regierung, im die in der Stärke von 30,000 Mann die Citadelle blokirenden Türken und Parlament über jene Flottenbewegung interpellirt, gab die Erklärung, sie be- «"-bluteten 4 Gelckmke. sowie 80 Gekanaen-. Raiarid wurde -erkürt, zwecke durch die neue Ausstellung nur die Flotte an einen sicheren und für die oberste Leitung bequemeren Aufenthaltsort zu bringen. Das ist Alles. Oester­reich zu Rußlands Ungunsten in den Krieg zu verwickeln, scheint England zwar noch immer zu wünschen, aber so lange Serbien den Weisungen des in der Thronrede Milan's hochgefeierten Czaren eingedenk, Friede halt, wird auch Oesterreich sich weislich zurückhalten. Den Fürsten Karl von Rumänien aber wollen die noch nicht einmal gepflückten russischen Lorbeeren nicht schlafen lasten. Er beabsichtigt, seine Armee stark zu vermehren und sie als äußersten rechten her Nüssen in der kleinen Walachei über die Donau zum Kampf zu eyraifpe-Pitg.

Nen, wie denn noch von andern Uebe7gangen auch der Rusten über diesen ^Jut^Wlr lasten nachstehend das Protokoll der S.ad.oerordneten-

Fluß neuerdings die Rede ist. _ 1. Eine Anzahl Bewohner des Gartfelds haben um Erwerbung des nöthigm

In Frankreich war seit dem famosen Tagesbefehl des Marschalls Mac Grandes zur Straßenfortsetzung nach dem Wallthor und um Umbau de« Schoorwegs Madon das bedeutsamste Ereigniß der Zusammentritt der von der republlka- nachgesucht. Hierauf soll denselben geantwortet werden, daß zwar der Stadt die Ber- t < i 1 « 0 P (rnnfLffiDn welcke die aesetzliche Zulässig- vfltchtung zur Anlegung der fraglichen Straße nach den SS 4, 5 u. 6 der Bauordnung

Nischen Partei niedergesetzten Justiz-Commission, welche Die 0bsetztt^e ^massig bj( @tabt @le6en 3ur $dt noch keineswegs obliege, daß jedoch die Stadtverord- keit der von der Negierung und deren Werkzeugen beliebten Zwangsmaßregeln, nd^n-Versammlung gerne bereit sei, den Wünschen jetzt schon insofern entgegeizu- die insbesondere gegen die republikanische Preffe gerichtet sind, prüfen sollte, kommen, als sie die von den Bittstellern mit den betreffenden Grundbesitzern, deren Diesp« (Xomitd nun bat am 8. d. Mts. eine erste Consultation veröffentlicht, Grundstücke zur Straßenanlage anzukaufen sind, hinsichtlich des Kaufpreises anzu- Dleses Com t6 nun yar am Mräsekten aeaen die Jo rnalv7r- knüpfenden Verhandlungen auf Vorlaae einer näheren Prüfung rücksichtlich der An­

in welcher ausgesuhrt wird , daß die von den PrüMen gegenoie^urnaiver ^h^darkeit der gestellt werdenden Forderungen unterziehen will.

käuser ergriffenen Maßregeln ungesetzlich seien. Das Ministerium wird dadurch 2. Den Herrn Kaufleuten Heinzerling und Tribus war auf Nachsuchen in nicht geringe Verlegenheit versetzt, weil nunmehr zahllose Proceffe gegen die bie Anlegung einer Ueberfahrt gestattet und ihnen für diese Bewillung eine Abgabe Regierung in Aussicht gestellt werden; es beabsichtigt mit einer Gegen-Consul- von 40 H auferlegt worden. Auf deren wiederholtes Gesuch ist beschlossen worden,

orbtcJnttm h/tTAiif in antworten Maa nun auck diese letz- von der Entrichtung dieser Abgabe abzusehen, weil der städtische Raum, welcher hier

tatton conservativer Advocaten darauf zu antworten. Mag> nun auch, ole e ietz kommt, auch von anderen Grundbesitzern daselbst benutzt wird.

lere Maßregel nicht ohne Wirkung bleiben, so sieht man doch, daß die Repuvlb 3 Die Anlage zweier Abfahrten vom Schoorweg nach dem Bauplatz für'S

kaner, wie sie auch in der Kammer vor dem Schluß angekündigt haben, tapfern Justizgebäude und die Benutzung des ganzen zwischen dem fraglichen Bauplatz und dem

Widerstand gegen die Vergewaltigungen bürgerlicher Freiheit, welche Mac Mahon Schoorweg gelegenen städtischen Geländes zur Lagerung von Baumaterial wurde unter feine Seit« in's Werk setzen, zu leisten entschloffen sind. Andererseits ist ^Bedingung gestattet, daß sich der FtscuS mit dem Pächter des Grablandes ver- die Hoffnung der monarchischen Coalitior., bet den Wahlen Vortheile zu errin- an 4 wurde beschlossen, daß die zu 1395 x veranschlagten Arbeiten zur Her­gen, sehr herabgestimmt und die Versicherung der Republikaner, daß die Wahlen - '*

diesmal ebenso entschieden günstig, als bisher, ja vielleicht noch günstiger für sie aussallen werden, verdient wohl Glauben.

Der Gesundheitszustand des Papstes, welcher schon seit einiger Zeit Besorgniß erregte, wird immer bedenklicher. Vergebens haben die Aerzte dem alten Herren eine Luftveränderung als das letzte Mittel, der schwindenden Lebenskraft einen neuen Impuls zu geben, vorgeschlagen; Pius IX. will der Rolle, welche er sich seit Verlust seiner weltlichen Herrschaft auferlegt und so consequent durchgesührt hat, bis zuletzt treu und derGefangene im Vatican" bleiben. Inzwischen werden von der Curie alle Vorbereitungen zu dem bevor­stehenden Conclave, an denen der Papst noch thättg mitwirkt, getroffen, damit man durch die Eretgniffe nicht etwa überrascht werde.

Der orientalische Krieg.

Bukarest, 12. Juli. Bis jetzt haben das achte, neunte, zwölfte und dreizehnte Armeecorps, sowie die Bulgaren-Brigade die Donau überschritten. Bei Sistowa werden ungeheure Proviant-Dorräthe aufgehäuft. Die Gerüchte von einem Unfall, der dem russischen Thronfolger zugestoßen, sind erfunden. Die Rnffen recognosciren zwischen den Flüffen Osma und Jantra.

Wien, 12. Juli. DiePol. Corr." bezeichnet die Angaben ver schiedener Zeitungen über die Aufhebung der Sperre des Hafens von Kle! sowie über Pourparlers mit der Pforte und der englischen Regierung und endlich betreffs einer eventuellen Occupation von Bosnien als vollkommen un­begründet. Ein Telegramm derselben Correspondenz aus Bukarest erklärt alle Gerüchte über eine bevorstehende Ueberschreitung der Donau Seitens der Rumänen und den Abschluß einer Convention Rumäniens mit Serbien für unbegründet. Aus Belgrad wird der genannten Correspondenz gemeldet: S£)ie jüngst ans der Skupschtina ausgetretenen Deputirten werden wegen Be­leidigung dieser Versammlung und Verleumdung des Cabinets gerichtlich ver­folgt, sind somit nicht wieder wählbar. Der konservative politische Club in Belgrad ist polizeilich aufgelöst. In Kragujevatz und Jagodina sind zahlreiche Parteigänger der Minorität verhaftet. Der Fürst hat den Empfang einer Deputation der Opposition abgelehnt. Die heute ablaufenden Fristen betreffs der Geltung des Ausnahme-Zustandes sind weiter erstreckt worden.