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Holzversteigerung.
Montag den 19. März d. I., von Morgens 9 Uhr an, soll in hiesigem Gewtindenr ld uachvcr- zeichnetes Holz versteigert werden:
54 Rmtr. Nadel-Scheidholz,
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Hesterreich.
Wien, 12. März. Jguatieff's Besuch ist auf heut- signalisirt. Rußland hat die Einsetzung einer Lonsular-Eommission vorgeschlagen, wodurch die Mächte verläßliche Organe erhielten, während der Pforte die verhaßte Ueber- «achungs-Lommisston erspart würde. — Am nächsten Samstag findet zu Ehren Midhat Paschas ein große« diplomatisches Fest statt.
Arankreich.
Part», 12. März. General Jgnatieff speiste heute bei dem deutschen Botschafter First Hohenlohe und ist für morgen zum Diner bei Marschall Mac ^aI,°93erfaiUe6, 12. März. Die Deputirten-Kammer hat die Bttathung über den Antrag, betr. die Ermächtigung zur gerichtlichen Verfolgung Eagugnac s, auf Freitag festgesetzt.
OeffentlicheAustorderung.
In Sachen der Ehefrau des Heizers Karl Klein nutz Gießen, Marin geborene Braun, Klägerin gegen
ihren Ehemann, Bekl.
Ehescheidung betr-
Wird dem Heizer Karl Klein zu Gießen, -gebürtig von Merlau, dessen Aufenthaltsort ynbpfnnnt ist, auf diesem Wege eröffnet, daß feine Ehefrau Marie geb. Br nur-, gegen ihn Klage auf Alimentation für sich und ihr Kind mit monatlich 60 JL, sonne wegen böslicher Verlassung auf Ehescheidung und Herausgabe eines Viertheils seines Vermögens als Strafe bet unterzeichnetem (Se; riebt erhoben habe, und demselben unter Gestattung der Einsicht der Klage auf dem Actuariot des unterzeichneten Gerichts, auf- gegeben, sich binnen 60 Tagen auf die Klage zu erklären, widrigenfalls er des Klageinhalts für geständig erachtet und mit etwaigen
Einreden ausgeschlossen wird. So lange von ihm kein Zustellungtzbevollniächtigter bestellt ist, werden alle weiteren Verfügungen für ihn lediglich durch Anschlag am Gerichtsbrett bekannt gemacht
Steßen, den 9. Februc' 1877 (855
Großherzogliches Stadtgericht Gießen.
B ö t t i ch e r. Öppe
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Holz-Versteigerung
im Gießener Stadlwalde.
Montag den 19. März 1877, von Vormittags 9 Uhr an, soll tm GretzLner Sradtwal^e, m dem Di- stricte Strangswiese, Forstwartei Fernewald, nachverzeichnetes Holz versteigert werden:
A. Brennholz.
den Redacteur Gehlsen auf 5 Jahre Gesängniß und gegen den früheren Lega tionsrath Graf Hermann Arnim auf 3 Monate Gcfängniß erkannt worden.
— Die Elsässer Antonomisten Schneegans. Neffe! und Bergmann erbaten die Unterstützung der national-liberalen Partei für alle auf das Reichsland bezüglichen Entwürfe, was ihnen dieselbe bereitwrlligst zusagte.
— Der Frieden ist bestem Vernehmen nach vorerst gesichert. Jgnatieff s jetzige Vermittlungs-Vorschläge erscheinen allseitig annehmbar. Die Hauptpunkte sind angeblich: schnellste Durchführung der Reformen Seitens der Türken Die Garantieen seien unwesentlich, falls die türkischen Christen unter europäischen Schutz gestellt werden. Letzterer Punkt dürste vielleicht zurückgezogen werden.
Berlin, 13. März. Die Unterzeichnung eine« internationalen Protokolls nach russischem Vorschlag ist wahrscheinlich. Alsdann wird tndeß englt- scherseits die Aufforderung, die Truppen von den türktschen Grenzen zuruckzu- zlehen.^er^ehen.^ Das hiesige Stadtgericht verurtheilte beute den
Schriftsteller Guido Wech aus Anlaß eines Artikels in der Wochenschrift die .Waage" wegen Majestäts-Beleidigung zu dreimonatlicher Fe'ungs-Haft.
Köln, 12. März. Die Pulver-Fabrikation des Sieg-Thales flonrt, jeden Monat gehen 1 bis 2 mit Pulver beladene Züge ab, in dieser Woche
• ein solcher, 10 Doppel-Waggons stark, nach Rußland, dem noch weitere Züge folgen werden.
Türkei.
Konstantinopel, 11. März. Die montenegrinischen Abgesandten haben gestern abermals mit Savfet Pascha verhandelt, da indeß erstere aesammten Fordernngen «usrecht erhalten und die Pforte auf ihrem Widerspruch gegen die elben beharrt, so ist die Lage unverändert. Der gestrigen Conferenz wohnte auch Mukhtar Pascha bei, die nächste soll morgen stattstnbeu. Heu e ist der Ministerrath zusammengetreten; wie e8 scheint, wurde demnächst die Ernennung Khalil Pascha» zum Botschafter in Paris veröffentlicht werden.
Rumänien
Bukarest, 13. März. Das von der Kammer angenommene und vom Fürsten bestätigte General-Budget für 1877 veranschlagt die Einnahmen auf 81 und die Ausgaben aus 87Mill. Lei.
, „ Piügelhalz,
„ „ Etockhoiz,
Wellen „ ReiSbolz. Nadelstämme (größteruheils Fichten) von 8—16 Mir. Länßc und 14—36 Ctrntr. Durchrn., mit 123,89 Fjtmtr., Nadelstangen, 12 22 „
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England
London, 12. März. In der Sitzung des Unterhauses erklärte Unter- Staatssekretär Bourke in Erwiderung auf eine Anfrage Oklery s, die Regierung beabsichtige durchaus nicht bei der russischen Regierung wegen Einführung von^ Reformen bei der Verwaltung ihrer Polnischen Landesthelle irgendwie Vorstellungen zu machen. Auf Anfrage Hope's erwiderte der ^ch-tzkanzler^North- cote, er boffe, die Osterferien des Unterhauses vom 27. Marz bis 5. April
140,3,1 , 40 I
30 pro Mann
dauern lassen zu können. - .
London, 13. März. Das Cabinet tritt beute zusammen zur Beschlußfassung über daL von Rußland vorgeschlagene Protokoll hinsichtlich der orien- oihpt bnn lÄlndstnna b-rünllch Hofer Rra.y
lich.e« Broschüre heißt" es: Das Verhalten der Pforte bei der Untersuchung gegen die Urheber der bulgarischen Greuelthaten ermuntere zweifellos zur Wie- derholung der letzteren. Die Schuld der türkischen Regierung liege ^Nar am Tage, daher sei eine Einschränkung der türkischen Verwaltung unerläßlich. Die Gewährung einer einjährigen Gnadenfrist würde nur die Herabwürdigung und das Elend der orientalischen Lhristen noch um em weiteres Jahr verlängern
Versteigerungen.
Donnerstag den 15. d. M-, Nachmittags 2 Uhr, werben auf dem Büreau des unterzeichneten Ortsgerichts die in Nummer 48 de« An- leicer' näher beschiiedcne« Grundstü^e des E a r l S a ck einer letztmaligen Versteigerung °lÄ den 12. März 1877. (1342
Grsßherzogliches Ortsgericht Gießen-
Lüdeking.
688) Eine Partie gute Spritfässer billig zu oerkausen bei.^
s, Bau-, Werk- und Nutzholz.
29 E'chen-Stämme, mit 7,84 Festmcter,
789 Fichten- w « 343 88 „
9 Eichen-Stangen, , 0,94 „
776 Fichten- „ » ^2 ^0 .
Die Zusammenkunft ist an der Strangs Gießen, a» 13. März 1877. (1390
Großherzogliche Bürgermelfterei Gießen.
R. Bramm.
Berlin, 12. März. In der heutigen Sitzung des Reichstags wurde der Antrag des Abg. Schröder (Lippstadt) aus Einstellung des Verfahren- gegen den Abg. Stötze! während der Dauer der gegenwärtigen Session ohne Debatte angenommen. Hierauf erfolgte die Fortsetzung d-r ersten Lesung deS Amts. Abg. Lucius spricht sich für genaue Prüfung des Etats behufs even. Weller Herabminderung der Ausgaben aus, erklärt sich jedoch gegen den' «»trag Pichtet, welcher nur die Finanz-Reform verschleppen wurd., «äv-end du Kesorm der indirecten Steuern leitende« Princip jein müsse. Bezüglich er aeickästlichen Behandlung de« Etat« erklärt er sich sur den Antrag Rtckert- Wchrenpfenuig'- Abg. N.eper bekämpst die Mehrforderung des Militär- und Marine-Etats, spricht sich aber gegen den Antrag Richter s aus und hofft, d ß die Budget-Eommisfion die Beseitigung des Deficit« ”m69I,*en ""de. Abg Bezanson (Lothringischer Protestler) beklagt sich über den Rückgang der Stadt Metz eit dec Annexion. Äbg. v. Kleist-Retzow spricht sich -egen den Antrag ra.^tct’S und für Abschaffung der Matrikular-Umlagen aus und wünscht die Eilfführuna"indirecter Reichs-Steuern, wöbe, er wirthschaf.liche Gesetzge un» feit her Gründung des Reichs kiilisirt. Abg. Dickert vertheidlgt die wirth. schaftliche Gesetzgebung, sowie den Standpunkt der national - liberalen Part gegenübei te’ Matrikular - Beiträgen. Hierauf ist die erste Lesung D?e Verweisung des ganzen Budget« an d.e Biidgei-EomnÄsion wirt> abge- lr-bnt dagegen wird die Verweisung einer ganzen Reihe von Titeln an dieselbe beschlossen. An die Budget-Lommission wird ferner der Antrag Michc-ro, cem d,e Verwendung der Ueberschüsfe aus dem Jnvaliden-Fonds zur Deckung des Deficit«, verwiesen. Abg. Richter verthe.digte vorher nach seinen Antrag und »„wahrte sich gegen die Unterstellung, daß er die Versorgung der Invalide» verkürzen wolle An der Debatte betheiligten sich »och die Abgg «- Kleist Retzow und Lasker. - Die Rechnung der Oberrechnungs-Kaff- wird ohne Debatte an die Rechnungs-Commission überwiesen. - Ausjure anfrage des «bg. Richter (Meißen), ob die Regierung dem jetzigen Reichstage Vorlagen betreffs Abänderung der Gewerbe-Ordnung zu machen gedenke, antwor.et der Präsident des Reichskanzler-Amtes, Hofmann, M solche Vorlagen, von einigen unerheblichen Vorschlägen abgesehen, in dieser Session Nicht gemacht werden würden. Die Regierung verkenne nicht das Bedürfniß vo» Reformen, sei jedoch „och mit der Prüsung de« Umfanges dieser Reformen beschäftigt. In der an dtt Interpellation M Abg. Richter (Meißen) sich anschließenden Besprechung trat Rickter (Hagen) den Ausführungen des Interpellanten entgegen; ebenso den Bestrebungen, den gegenwärtigen gewerblichen Mißständen durch polizeiliche Maßnahmen abzuhelfen. 8. Helldorff befürwortete eine Abänderung der Gewerbe-Ordnung im Sinne der Reform des Lehrlingswesens und Einführung Bon Arbeitsbüchern rc. Braun erklärte, feine Partei wolle nicht tue Umkehr, gleich dem Interpellanten, sondern den Aufbau. Retchensperger sprach sich ^fpichfalls für die Reform aus. Kapell empfahl den freieren Ausbau der Gewerbe-Ordnung, Lasker hingegen nur einzelne Verbesserungen , die jedoch mtt der socialen Frage nicht in Verbindung gebracht werden durften, schließlich nahm noch Richter (Hagen) gegen die Ausführungen Kapell s da«!Wort, und Günther, sowie Sturm im Sinne der Interpellanten. — Nächste Sitzung morgen Vormittag 11 Uhr.
_ Wegen durch die Preffe verübter Beleidigung ist vom Gericht gegen
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tornBh M-niNerium der Justiz einen Gesetz-Entwittf, die Eheverlobniffe in den ' Nrovüuen ^Starkenburg und Oberhessen be.reffend, zunächst an die zweite Kammer der Stände gelangen laffen. Dieser Gesetz-Entwurf beschrankt sich mch blos darauf die sogenannte weinkäufliche Kopulation als Voraussetzung der klaabatteit der Eheverlöbniffe aufzuheben, sondern beseitigt auch d,e m anderen baadestheilen dieser Provinzen für die Rechtogult.gkett der Eheverlobniffe be- « henden Formoorschiiften,' er fetzt sodann die matenellen Er ordern.ffe zur Rechtsgültigkeit der Verlöbniffe fest und versagt endlich eine Klage aus Ebe- ’ta, ohne die bestehenden Vorschriften über die vermogensrechtlichen Folgen des Bruchs eines Verlobniffes abziiändern. Die zweite Kammer ertheilte dem G-fe^Eittwurf ihre Zustimmung mit Hmzusügung eines von der Regierung ^billig,en Zusatzes und der Gesetzgebungs-Ausschuß der ersten Kammer beantrag- nach dem von Herrn Dr. Buff über diesen Gegcnstatw erstatteten Berich gleichfalls Annahme M Gefetz-Entwurf« mit den von der zwe.tm Kammer dazu ^Estadt^l^ März. Der Redacteur der „Neuen Heff. Volksbl.", Herr R Ramfpeck, wurde vorgestern auf Requisition des Landgericht« Fried- bna über den Verfaffer eines -on dort datirten Artikels, der von dem Ver- sätioiuden gewiffer Uutersuchimgs-Acten handelt, und worin man eine Verletzung te« Dienst Geheimniffes erblickt, vernommen, lehnt« aber jede Aussage in dieser Richtung ab. Die weitere Entwickelnng dieser Sache bleibt abzuwarten.
Darmstadt, 14. März. Se. Känigl. Hoheit der Großherzog hab
Briefkasten.
fi,rrcn « u. W. ^br Eingesandt kann vorläufig keine Aufnahme finden, indem Sie von ganz irriger Seite die Sache ansehen. Jedenfalls steht Ihnen "^ch Fassung des ersten Artikels kein Klagrecht zu und wie Sie eine Beleidigung Ihrerseits unter- I stellen, ist unS vorläufig ein Räthsel.
ö 11618 Äm^2. Mär^z den Lehrer an dem Gymnasium zu Giehen, Dr. Wilhelm Schmidt, mit Wirkung vom 1. April d. I«. an, in den Ruhestand zu
Die Ausammenkunft ist im Distrikt Pfaffenstrauch oberhalb der Hi'lz^ühle, wo der Anfang am Brennholz bcß.i nt.
Lollar, den 10 März 1877.
Großherzogliche Bürgermeisterei Lollar. F U ch 8._______ (1435
1385) Ein gute« Zugpferd steht preiS- I »ürdig zu verkaufen. Näheres in der Exp


