«uuiuy cs war aber und des Ausl Die Motive zu der ent-trageSpoft.")
Die Annoncen-Expedttion Th. Dietrich Sf ($0. in Cassel über« pumpte Besorgung von Anzeigen in särnmlliche Zeitungen Deutschlands 4 bCd au Originalpreisen. (Alleinige Jnseraten-Annahme f. d. .Casseler
Gambetta gegen das Urtheil des Zuchtpolizeigerichts Einsprache erheben; bei der weiteren Verhandlung solle ihm Allon, ein entschiedener Anhänger der republikanischen Partei, zur Seite stehen.
Aumänien
Bukarest, 11. September. Der Fürst von Rumänien hat aus seinem Hauptquartier Poradim, 8. Septbr., folgende Proclamation an die Rumänen gerichtet: „Seitdem die Kammern den Krieg an die Türken erklärten, sind drei Monate vergangen, während welcher wir in der Defensive zu verbleiben und uns auf die Vertheidigung der Grenzen zu beschränken suchten, ungeachtet der Verwüstungen und zunehmenden Grausamkeiten der Türken. Wir duldeten Alles in der Hoffnung, der russisch.türkische Krieg werde rasch zu Ende gehen, und in dem Glauben, unsere Mäßigung werde uns bei Feststellung der Friedens-Bedingungen einen ernsten Anspruch auf Berücksichtigung Seitens der Großmächte gewähren. Unglücklicher Weise verlängert sich aber der Krieg gegen die anfängliche Erwartung und nimmt türkischerseits einen hartnäckigen, wider die Christen fanatischen Charakter an. Das Schicksal Rumäniens wird dergestalt ein äußerst kritisches: Rumänien leidet durch den Krieg zuerst; wie erschrecklich wäre die Situation, wenn die Türken den Krieg dieffeits der Grenze trügen! Unsere Pflicht erheischt es, zur Hintanhaltung so schrecklicher Even tualitäten Alles aufzubieten. In der Gefahr, durch Passivität Alles zu verlieren, was wir besitzen, ohne die Garantie, daß die Pforte zwischen Defenstv- und Offensiv-Krieg einen Unterschied machen würde, müffen wir mit der russischen Armee cooperiren, um das Ende des Krieges um jeden Preis zu beschleunigen. Die Action wird erheischt durch die Situation, durch nationale wie wirthschaftliche Jntereffen und das Gefühl der Selbsterhaltung. Nicht Eroberungssucht reißt uns aus der Defensive. Nachdem Bulgarien verwüstet, die Bevölkerung den Grausamkeiten undisciplinirter asiatischer Horden preisgegeben, der Vernichtungs-Krieg gegen alle Christen erklärt ist, hätten wir keine Garantie, daß unser Loos besser wäre, als dasjenige der Christen in der Türkei; die siegreiche Pforte würde sich Rumäniens bemächtigen. So lange die türkischen Festungen von Adakale bis Matschin unsere Städte bombardiren, den internationalen und localen Verkehr auf der Donau vernichten, so lange nicht in Bulgarien eine humanitäre Verwaltung eingeführt, den Christen in der Türkei Menschenrechte gesichert sind, kann Rumänien nicht glauben und hat auch kein Recht dazu, daß es im Frieden ist, bewahrt vor gegenwärtigen und künftigen Katastrophen. Rumänien muß zur Herstellung eines solchen Standes der Dinge nach Maßgabe seiner Kräfte beitragen. Sollen wir uns immer auf fremde Schultern stützen, niemals auf unsere fortgeschrittene Kraft und eigene Lebensfähigkeit zählen? Die Zett ist gekommen, wo Rumänien durch die Entsagung aller Claffen, durch die Armee seiner Landeskmder Europa beweist, daß es die Lebensfähigkeit hat zur Erfüllung seiner Mission an den Donau-Mündungen, zugleich auch zur Mithülfe bei Herstellung der Ordnung und Stabilität im Orient. An der Seite der russischen Fahne, aus welche die Emancipation der christlichen Völker des Orients geschrieben ist, erheben wir die rumänische, welche das Zeichen trägt: Unabhängigkeit des rumänischen Staates!"
Amerika.
Washington, H. September. An die Stelle Brigbam Ioung's wurde der Präsident John Taylor zum kirchlichen Oberhaupt der Mormonen ernannt.
Lokal. Ntotiz.
Gießen, 13. Septbr. Auch das gestrige Concert ber Toroler:®efeIIfd)nft ""'n PubUku» btn n'ff u.b XÄ
d^oll- Ein vollstantig neues Programm wurde wiederum meisterhaft noractrnVn unb zeichneten sich sammtliche Mitglieder in ihren Leistungen vorzüglich aus Eknre^ne $ k rb/n JkÜroapo verlangt und von der Gesellschaft entgegenkommend ^'^olt, trotzdem die Vortragenden sich ersichtlich bedeutenden Anstrengungen^iinter ÄÄ w“kb'rltm e,n "hl",ch.z Publikum zusühr-n:
. setzilchen That entziehen sich der Oeffentlichkett. Die Dame, welche sich selbst den Tod ■ gegeben, war eine schöne, stattliche Erscheinung; leider hinterlägt sie der Sorge des ae- prüsten Mannes drei Kinder.
— Eine neue Nordpol-Expedition Wcyprccht's. Die Idee, in den Nordpalgegenden eine Reihe von Stationen zu errichten, wird nunmehr wenigstens tdetlwcise ourch Weyprecht, dem einen der Letter der östreichischen Nordpol-Expedition 1874 und dem i Grafen Wllczek, welcher diese Expedition zum großen Theil ausgerüstet hatte, verwirklicht werden. Diese beiden Männer haben nämlich, wie die N- Fr. Pr- schreibt der meteorologischen Gesellschaft in Utrecht mitgetdeilt, daß sie eine Erpedition nach den Nordpolgegenden oorzunehmen gedenken, welche ungefähr ein Jahr dauern soll und m Errichtung eines meteorologischen Obseroattonspostens auf der Nord- lette Novaja-^emljas ist. Gleichzeitig wird die Errichtung ähnlicher Stationen an verschiedenen anderen Punkten beabsichtigt, welche die beiden Eigenschaften in sich vereinen, - fte unter einem möglichst hohen Breitengrade liegen und einigermaßen leicht zugänglich sind. Von großer Wichtigkeit soll es auch sein, daß einige Stationen oder wenigstens eine in ber Nahe des Südpols, z. B. an E ip Horn oder auf den Kerguelen- oder Auck ands-Inseln errichtet werde. Durch derartig gleichzeitige Observationen auf den verschiedenen Stationen an beiden Punkten hofft man Aufklärungen über gewisse, ?"och unerklärte Verhältnisse hinsichtlich des Erdmagnetismus und des Nordlichts zu erhalten.
“ Ueber die Reise eines zehnjährigen Mädchens von Australien nach Thann im Elsaß berichtet die „N Mulh. Ztg." unterm 3. ds. Folgendes: „Eine Straßburger Familie, welche durch das Bombardement Straßburgs im Jahre 1870 erheblich de- troffen war, trennte sih nach dem Kriege derart, daß der Hausherr nebst Frmilie über das Meer zog, um sich dort ein neues Heim zu gründen, während seine Matter sih in Thann niederließ. Das älteste Ämb des nach Australien Ausgewanderten, das erwähnte Mädchen, war damals etwa 5 Jahre alt. Nach 5—6 Jahren hakte die Großmutter, ro e es scheint, große Sehnsucht nach dem Kinde, und sie ersuchte daher ihren Lohn, mit demselben zum Besuch nach Thann zu kommen. Der Australier ant- wdrtete, er selbst könne unmöglich eine Reise nach Europa machen, weil er sein Ge- 'chatt dadurch ruiniren würde, er wolle aber das Kind nach Europa schicken, wenn er lieber wäre, daß es auch ohne seine Begleitung gut überkäme. Nun hatte die Großmutter einen vortrefflichen Einfall: sie wandte sich an den Fürsten Bismarck mit der Bitte er möge den Consuln des deutschen Reiches die Kleine zu besonderem Schutze emptehlen. Ehe noch der Brief der Mutter, welche diesen Schritt ihrem Sohne meldete, in Australien angelangt war, hatte der Vater des Kindes bereits zusagende Nachricht von dem Reichskanzler, der sofort das Nöthige verfügte. Unter dem Schutze des deut- Ichen Consuls wurde das Mädchen dann Dein Meere anoertraut und auf dem Schiffe, hilflos wie sie war, stets mit Rücksicht behandelt. In London angekommen, fand sie einen Herrn bereit, ber sie in Empfang nahm, ins Hotel führte und am andern Mor- «en zum Abfahrtplatze geleitete. Bei ihrer Landung in Havre stand wieder ein freund, licher H.rr da, der, nachdem er sie tbentificirt ihr ein anständiges Logis verschaffte und ihr Nachmittags bei der Weiterreise nach Belfort feine Dienste leistete, ihr außer- dem, da sie mittellos geworden war, eine Geld-Unterstützung einhändigte, welch: mehr als ausreichte, um über Mülhausen nach Thann zu kommen. Hier in Mülhausen kam m $ an unI) zeigte Mitreisenden Passagieren drei Thalec- uns einige
« . , , llk noch Übrig hatte. Welch' neue Überraschung aber, als sich bei d:r Ankunft in Thann herausstellte, daß die kleine Abenteuerin nur englisch sprach und verstand! Zum Glück kam ein Herr zum Besuch der Großmutter, der das Englische so gut wie das Deutsche und Französische kannte und so den Dolmetscher für die Überfülle von tntereifanten Mittheilungen abgeben konnte, welche das zehnjährige Mädchen zu machen hatte. Die Reise von Australien nach Thann hat, nach ihrer Aussage, 5-6 Wochen gedauert."
J1, Sept. Die Ministerien haben den ihnen unterstellten Beamien mitgetheilt, daß in Folge einer Verfügung Sr. K. H. deS GroßherzogS fortan für die . ^ten tie Verpflichtung aufhört, an den Geburts-und Namenstagen des Großherzo i« und der Großherzogin in Galauniform zu erscheinen. (N. H. V)
Worms, 11. Sept. Die Wormser Zeitung fordert die Bewohner derjenigen Orte, welche der Generalfeldmarschnll Moltke demnächst mit einer größeren Anzahl von Generalstabsofficleren passiren wird, auf, dem Feldmarschall durch Beflaggen der Hauser rc. einen festlichen Empfang zu bereiten. — (Dürfte sich auch für Gießen empfehlen. D. R)
"Affeld, 8. Sept. Vorgestern langte beim hiesigen Gericht die Anzeige ein, die Ehefrau des Conrad Hamel in Hopfgarten habe sich erhängt. Blutspuren und Verletzungen an der Leiche veranlaßten die Lokalpolizeibehörde, den des Mordes seiner Frau °^och"gen Ehemann noch am nämlichen Tage arretlren und ins Bezirksgefängniß nach Alsfeld abführen zu lassen. Nachdem die mittlerweile eingeleitete Untersuchung dringende Judicien dafür ergeben hat, daß Hamel des Mordes seiner Ehefrau schuldig sei, hat sich derselbe heute Mittag im Gefängniß erhängt und damit dem gerichtlichen Verfahren ein Ende gemacht.
. . ~Aristarchi Bey, dem früheren türkischen Gesandten in Berlin, erzählt
’ 'S/n ^.ne. pikante Geschichte. Sein Schwiegervater, General v. Bonin, war an schnobern Gold sehr wenig reich, desto reicher an heirathsfahigen Töchtern. Eines Tages fragte ihn der türkische Gesandte, ob er die Hoffnung hegen dürfe, Schwieger- sohn Sr. Excellenz zu werden. „Mit Vergnügen", erwiderte rasch und freudig der General; „wie Viele wünschen ©le?" General v. Bonin hielt nämlich den sezzeschmück- ke" türkischm Diplomaten für einen Muselmann. »Excellenz, ich bin Christ", bemerkte Aristarchi Bey. »Das ist dumm", soll der wackere General enttäuscht und ärgerlich replicirt haben. Aber besser eine, als keine: der General v. Bonin gab Aristarchi Bev eine Tochter. ö w ’
s ru ^jln?'r12’ der Festfahrt, welche am nächsten Sonntag zur Feier
der Grundsteinlegung des Nationaldenkmals vor sich gehen wird, betheiligen sich dem Vernehmen nach nicht allein der hiesige Kriegeroerein und die Turner, sondern auch vier Gesangvereine. Außer der Musik des 118 Infanterieregiments wird auch die Kapelle des Kriegeroereins „Siegeskranz" zur Verherrlichung der Fahrt beitragen. Die Gesangvereine sollen auf dem Schiffe (vor Rüdesheim) vor Sr. Maj. dem Kaiser singen. — Zur Feier des Geburtsfestes Seiner Königlichen Hoheit des GroßherzogS wurde heute Nachmittag in ber Neuen Anlage ein großes Eoncert abgehalten. Dieses Festconcert würbe von unserer städtischen Kapelle ausgeführt. - Der Delegirlentag ber katholischen kaufmännischen Vereine war von ungefähr 12 Vereinen besch ckt. Au» den Verhandlungen ging hervor, daß die Ziele dieser Vereine, mit denen der CentrumS- iraktion identisch sind. Anwesend waren u. A. Schorlemer-Alst und o. Loö
Der orientalische Krieg.
Wien, 11. September. Ein Telegramm der „Polit. Corresp." meldet ans Bukarest vom 11. d., Morgens: Bis zur Stunde sind alle Gerüchte von der Erstürmung Plewnas durch die russisch-rumänische Armee ohne Bestätigung geblieben. Zwischen Slobosca und Rustschuk hat eine heftige Kanonade stattgefnnden, woran sich auch ein türkischer Monitor beteiligte, welcher, vor Giurge.vo Aufstellung nehmend, daffelbe 1% Stunden beschoß und großen Schaden anrichtete. — Derselben Korrespondenz wird aus Belgrad telegraphirt! Außer dem britischen Consul machte kein anderer Vertreter der Großmächte irgend welche Vorstellung gegen die Rüstungen Serbiens. Von Nisch bis gegen die serbische Grenze werden Bewegungen türkischer Truppen fignalisirt. Der Abmarsch der im Lager von Topschider befindlichen serbischen Truppen ist ver- ™ ?in ^legramm der nämlichen Correspondenz aus Cattaro meldet: Auf die Nachricht, die Montenegriner beabsichtigten in der Herzegowina offensiv vorzugehen, ist L-alih Pascha mit acht Bataillonen Mustehafiz in Gacko eingetroffen.
. , . Ein tragischer Fall ereignete sich, wie aus Ratibor 5 b M .
ber unseligen That bringen, finbet dasselbe aber öirfibkHen unb hrinnf 1 Bommer Augenblick durch eine andere Thür ein als n n , fmffl en
«chte Schläfe ansetzt und tobt niebersi ft. Herr S lebte noch Abends es wenig Hoffnung für die Erhaltung selms Lebens vorhanben. 5^' roar abcr
Gültige Privat Banknoten.
n <m^!Ci>?7l4,nä2rrnb!2 Bestimmungen bes S 43 bes Reichs-BankgesetzeS vvm k nbK bc"Jm Reichsgesetzblatte erschienenen Bekanntmachungen) a xn r ^^^hmder Prioat-Nolenbanken als nicht anwendbar erklärt worben uns bic .^oten biefer hänfen in ganz Deutschland, auch außerhalb des- ^iwelcher benfelben die Befugnlß zur Notenausgabe ertheilt hat, zur Zahlung gebraucht werden: 1. Badische Bank in Mannheim. — 2. Bayerische Noten- banf München. - 3 Bremerbank in Bremen. - 4. BreSlauer Bank in BreSlau.
?-.t^^ank in Chemnitz. — 6. Cölnifche Privatbank in Cöln. - q' »tba.nf tn Danzig. — 8 Frankfurter Bank in Frankfurt am Main —
^anF, n r 10- Leipziger Caffenverein in Leipzig. -11.
n fnn° Vfr< >C~ 121 Magdeburger Privatbank in Magdeburg — n3; $:°nhs l?S1r Da!b?nrJn - U. Sächsische Bank in Dresden. - 15. Bank ™ Süddeutschland in Darmstadt. - 16. Württemberger Notenbank in Stuttgart. — JqB.™enbun0 berJRoten anderer deutscher Privat-Nvtenbanken ober Corporationen !imHnff!nnfinhOn 5u^rhalb desjenigen Landesgebietes, für welches dleselbm
zugelassmsind, wird mit Geldstrafe bis ,u 150 Mark bestraft.
R„k Seitens der Nationalbank für das Großherzoathum Lurembura
und tngs au^k NerchSwährung lautende Banknoten in Abschnitten zu 5, 10 unb 20 Mk. nusgegeben worden. Die Verwendung dieser Banknoten zu Zahlungen bot'Tnaun*nach 8 n M B-nkg^-S „om 14. Mär, ¥875 ,«" boten und wird mit Geldstrafe von 50 bis 500 Mk., tm Falle gewerbsmäßiger Ver- wenduin^aneben mit Gefängniß biß zu einem Jahre bestraft.
Vermischtes.
~~ ^ortirenbe Mühlsteine. Die durch eine neue für Grbr ^fra^t in q\r«a>. patentiite Construction zu erzielenden Vortheile sollen nach Angabe ver Paten^ndnd-ü folgende sein. 1) Die Gewinnung einer größeren Grlesmenae Wenn nuA x’’ 0"
an Auszugsmehl gegenüber dem bisherigen Verfahren nn*
fliroiefen. 2) Die eingelegten Siebplatten erhöhen die Ventilation unb b.iti ber Menge bes Mahlgutes nach dem Umfange ber Steine hin vermindert EB «SSSKw L


