Ausgabe 
13.3.1877
 
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Aiyeige- uib Amtsblatt für den Kreis Gieße».

Amtlicher H ö ei l. Bekanntmachung.

Dem Ausschuß für Den Casseler Pferde- und Rindviehmarkt ist von Großherzoglichem Ministerium des Innern der Vertrieb von 500 Loosen im Großherzogthum Hessen für die Verloosung gestattet worden, welche mit dem am 28., 29. und 30. Mai d. I. in Cassel abzuhaltenden Pferde-- und Rindviehmarkt verbunden werden soll.

Gießen, den 10. März 1877.

Großherzogliches Kreisaml Gießen.

v. Röder. _____________ ___

Deutschland. t

Aus OOerhessen, 8. März. Die konservative Partei geht nunmehr . ebenfalls mit der Gründung von Wahl-Vereinen, die ganz genau dem national- liberalen Muster entsprechen, thätig vor.

Aus Oberheffen, 9. März. Der Redacteur des hn Ortenberg er- t scheinendenDeutschen Volks-Freundes", Pfarrer Heinrich Tietz in Alten-Buscck bei Gießen, hat die Rkdaction niedergelegt, da er nach Bielefeld in Westfalen i übersiedelt. Pfarrer Draudt von Laubach hat statt seiner die Redaction des < Organs der Deutsch Konservativen in Hessen übernommen.

Butzbach, 8. März. Der hiesige Krieger-Verein hat in seiner letzten Sitzung beschlossen, eine Statuten-Aenderung eintreten zu lassen, dahin gehend, daß in Zukunft ein ehemaliger Soldat, welcher ein Anhänger der socisl-demo- kritischen Partei ist, nicht in den Verein ausgenommen werden kann, ferner sollen die Social-Demokraten, welche dem Verein angehören, aus demselben entfernt werden.

Darmstadt, 9. März. In der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten wurde die Anforderung von etwa 700,000 Mk. für den Bau einer Reiter- : Kaserne, wogegen das Reich etwa 14,000 Mk. Jahresmiethe entrichten soll, mit allen gegen eine Stimme zurückgewiesen.

Darmstadt, 10. März. Das am Heutigen ausgegebene Großh. Regie­rungsblatt Nr. 12 enthält die Allerhöchste Verordnung, die Ausführung des Berggesetzes vom 28. Januar 1876, insbesondere die Anlegung und Führung der Berggrundbücher in der Provinz Rheinhessen betreffend.

Berlin, 9. März. Der Richterlche Antrag bezüglich der Verringerung des Deficits hat nur in seinem ersten Tbetl Aussicht auf Annahme. Anderweitig wird vorgeschlagen werden, alle Etats-Aufstellungen bezüglich militärischer Bauten auf die Kasernirungs-Anleihe zu übertragen, so daß schließlich nur 10 Mill. Deficit verbleiben.

Der heutigeReichs-Anzeiger" veröffentlicht einen Steckbrief des Kreisgerichts in Berlin vom 7. März gegen den in Untersuchung befindlichen Schriftsteller Dr. Rudolph Meyer, welcher seine Wohnung verlassen und sich ins Ausland begeben hat.

DieGermania" veröffentlicht den lateinischen Text eines päpstlichen Decrets über das nunmehr von den Erzbischöfen abzugebende Glaubensbekennt- niß und fügt hinzu, der Schlußpaffus der nunmehrigen Glaubensformel laute dahin, daß der neue Erzbischof alle von den heiligen Canones der öcumenischen Concilien, der Tridentiner Synode und dem vatikanischen Concil ausgegangenen Ueberlieferungen, Feststellungen und Erklärungen, insbesondere betreffs des Pri­mates des römischen Bischofs und seine- unfehlbaren Lehr-Amtes, rückhaltlos annehme und bekenne, sowie alleS diesem Bekenntnisse Zuwiderlaufende, alle von der Kirche verurtheilten, verworfenen und verdammten Ketzereien in gleicher Weise verurtheile, verwerfe und verdamme (anathemisire.)

Breslau, 9. März. Die Rinderpest im Kreise Breslau ist für er­loschen erklärt.

Bremen, 8. März. Durch einen aus unseren gewerblichen Kreisen hervorgegangenen Antrag an die Bürgerschaft ist neuerdings wieder die Frage des Anschluffes an den Zollverein hier auf's Tapet gebracht. Die Anregung dazu scheint eine Broschüre des Zollinspectors Troje gegeben zu haben. Die Bürgerschaft nahm schließlich den Antrag in einer Form an, die im Wesen i:f die Anstellung einer Enquete über die Vortheile und Nachtheile eines An- chluffes hinausläuft. Die wichtigste Stelle der Untersuchung wird ohne Zweifel die Frage bilden, in wie weit durch den Anschluß Bremens in den Zollverein unser Tabakshandel geschädigt werden würde. (H- C)

Schweiz.

Bern, 9. März. Persien verlangt dem Weltpost-Vertrag betzutreten.

Arankreich.

Pari-, 8. März. General Jgnatieff hat alsbald nach seiner Ankunft mit dem Fürsten Orloff, dem Grafen Echuwaloff und dem Herzog Deeazet ierachschlagt.

Pari-, 9. März. Graf Echuwaloff hat heute längere Zeit mit dem Herzog Decazes Rath gehalten; Letzterer wird morgen ein große- Diner zu

Ehren des Generals Jgnatieff geben. Als Gegenstand der Sendung des Letz­teren bezeichnet derTemps" die Herbeiführung eines Protokolls, worin die Seitens der Conferenz von der Pforte geforderten Reformen aufgezählt wür­den; dasselbe solle nur eine Wiederholung der Wünsche der Conferenz dar- tellen und keine Drohung gegen die Türkei enthalten; von Aufhebung des Vertrages von 1856 würde in.keinerlei Hinsicht die Rede sein.

Paris, 10. März. England dürste Jgnatieff's Mission nut der Zu­rücksendung Elliot's nach Konstantinopel erwiedern. Rouher räth zur Ver- öffentlichung eines imperialistischen Manifestes vom 16. März.

England

London, 7. März. Ueber den TitelKaiser-i-Hind", den die Köni­gin Victoria jetzt als Beherrscherin Indiens führt, ist in der englischen Preffe chon endlos gestritten worden. Nachdem der Ursprung des Wortes Kaiser oder Casar auf das Etruskische, Lateinische, Griechische, Arabische und Persische zurückgeführt worden, setzt Lord Winchelsea auseinander, daß es ein punisches Wort sei und Elephant bedeute und der julischen Familie nach der Zerstörung Karthagos als Zeichen der Anerkennung ihrem Namen beigegeben worden sei. Wenn diese Erklärung die richtige ist, dann würde dasKaiser-i-Hind" nichts anderes alsElephant von Indien" bedeuten, was immerhin ein kräftiger, aber für eine Dame nicht gerade zarter Titel wäre.

London, 8. März. Nach einem Telegramm desNeuter'schen Bureaus" aus Washington hätte der Senat die Ernennung Sherman's zum Schatz- secretür bestätigt.

In der Sitzung des Unterhauses erklärte der Unter-Staatssecretär Bourke auf eine Anfrage Dilke's: Die Regierung wollte die Antwort auf das russische Rundschreiben in voriger Woche abgeben taffen, verschob aber deren Absendung, weil sie von Rußland ersucht wurde, zuvor weitere Mitthei­lungen von russischer Seite abzuwarten; da diese bisher nicht erfolgt sind, ist auch die Antwort auf das Rundschreiben seither noch nicht ertheilt. Eine fer­nere Anfrage Hanbury's beantworte Boinke dahin, daß die Regierung die aus der Abwesenheit des britischen Botschafters von Konstantinopel für die briti­schen Interessen entspringenden Unzuträglichkeiten nicht verkenne und deshalb auch nicht beabsichtige, den jetzigen Zustand sehr lange fortbestehen zu laffen. Sodann erkundigte sich Campbell nach der Wahrheit des Gerüchts, demzufolge ten Bosniern eine Kriegssteuer von 4 Mill, auferlegt worden sei; ihm entgeg­nete der obengenannte Vertreter der Regierung, ihm sei hierüber nichts bekannt, doch werde er sich zu informiren suchen ; auch die Nachricht von der Fortdauer des Ausstandes in Bosnien und dem üblen Zustande der Aufständischen wäh­rend der Winterzeit könne er nicht bestätigen; es scheine, daß vor einiger Zeit 80 türkische Soldaten von den Insurgenten bet Niksic angegriffen worden wären. Montenegro habe die Verproviantirung von Niksic abgelehnt; obwohl die Zahl der Aufständischen eine beträchtliche sein solle, hoffe er doch, daß Bosnien und die Herzegowina zur Ruhe kommen würden, wenn der Friede zwischen der Pforte und Montenegro zu Stande komme.

London, 9. März. Die Beschickung der Pariser Weltausstellung wird hier sehr lebhaft betrieben. Unter Anderm soll in der englischen Abtheilung auch eine Sammlung von wissenschaftlichen Instrumenten und Unterrichts- Gegenständen zur Ausstellung kommen. Dem Londoner Schulamt ging gestern ein Schreiben des Prinzen von Wales als Vorsitzenden der Ausstellungs-Com­mission zu, worin die Mithülfe des Amtes zu diesem Werke erbeten wird. ; Das Schulamt beschloß, dem Gesuch nachznkommen. In Windsor wurden , der Königin gestern einige intereffante Ueberbleibsel der spanischen Armada überreicht, welche kürzlich aufgefunden worden sind, darunter ein sechspfündiges Geschütz. Dieselben sind der Nelson-Sammlung einverleibt worden.

London, 10. März. Im Auftrage der Regierung begeben sich drei , Commiffäre, nämlich Mallet, Kennedy und Mulholland, unverzüglich nach Paris, um den neuen Handelsvertrag zwischen Frankreich und England als Vertreter Englands mit auszuarbeiten.

Türkei.

Konstantinopel. In den Kreisen der türkischen Beamtenwelt griff i vor einigen Tage die freudigste Erregung Platz, als der Entschluß de- Finanz- i Ministeriums officiell bekannt wurde, die rückständigen Gehälter aus dem Monaj