Ausgabe 
12.10.1877
 
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Geschäfts-Empfehlung.

5669) Einem verehrt. Publikum hiermit die ergebene Anzeige, daß ich *m hiesigen Platze, im Hause des Herrn Wilh. Ferber am Lindenplatz, eine

Tapisserie- und Kurzwaaren-Handlung

unterm Heutigen eröffnete und bitte um gütigen Zuspruch.

Durch aufmerksamste und reelle Bedienung hoffe bas Vertrauen verehrt. Abnehmer mir zu erwerben. Hochachtungsvoll ________________Clara Frodien.

Aufruf.

Der blutige Kampf, welcher zwischen Rußland und der Türkei entbrannt ist und täglich einen gewaltigeren Umfang annimmt, hat den Vereinen unter dem rothen Kreuz in den beiden kriegführenden Ländern eine schwere Aufgabe der Hilsöthätigkeit für die Verwundetenpflege gebracht.

Nach den auf Gegenseitigkeit beruhenden Vereinbarungen ist damit auch an die Hilfsvereine der neutralen Länder, und somit auch Deutschlands, die Pflicht herangetreten, zur Erfüllung jener Aufgabe thatkräftig mitzuwirken.

Aus beiden kriegführenden Ländern ist Seitens der Vereine der dringende Ruf um solche Unterstützung an uns und unser deutsches Central - Comitä ergangen.

Bereits sind namhafte Mittel aus den Materialvorräthen und Kaffen der deutschen Landesvereine znsammengebracht und unter oberster Leitung unseres deutschen Central Comitäs durch Vermittelung der Vereiuscentren beider Streit- theile den Lazarethen ans dem Kriegsschauplätze zugeführt worden.

Auch der Hessische Hilfsverein unter dem rothen Kreuz hat in Gemäßheit des Beschlusses seiner letzten Generalversammlung bereits eine namhafte Sen­dung von Lazarethmaterialien hierzu beigetrogen.

Mit dem wachsenden Bedürsniß und der steigenden Noth erscheint aber nunmehr der Zeitpunkt gekommen, auch an-unsere Vereinemitglieder und an alle unsere Mitbürger im ganzen Land hiermit die dringende Bitte zu richten, uns bei der ferneren Erfüllung der großen Humanitätspfltcht durch Beiträge an Lazareth- und Pflegematertalien sowie an Geld zu unterstützen.

Wir können dabei die Versicherung geben, daß die richtige Uebermittelung und die zweckmäßige Verwendung der Gaben für die Verwundeten durch die geeigneten Maßregeln und Verbindungen des deutschen Central Comitös sicher­gestellt ist.

Die Fürsorge für die im Kriege Verwundeten und Erkrankten hat bei Kämpfen zwischen ausländischen Völkern, getreu dem Dorbtlde des barmherzigen Samariters, einen internationalen, neutralen Charakter und soll ihn auch tu dem gegenwärtigen Kriege bewahren; es soll darum soweit thunlich für die Opfer des Krieges gesorgt werden, sie mögen russischer oder türkischer Natio­nalität sein, sich in russischen oder türkischen Lazarethen befinden. Gleichwohl darf nicht unterlassen werden, auch darauf hiuzuweisen, daß Deutschland gegen­wärtig auch noch den Dank abzustatten hat für die Unterstützungen, welche während des Krieges von 1870/71 unseren verwundeten und kranken Soldaten

Geschäfts - Verlegung,

5694) Hierdurch beehre mich, die ergebene Anzeige zu machen, daß ich mein Geschäft aus meiner seitherigen Wohnung, Sonnenstrasse B. 106, in mein neu erbautes HauS, Ludwigsstraße (vis-ä-vis der neuen Real­schule), verlegt habe und daffelbe ganz in seitheriger Weise fortführe.

Bestellungen werden in meiner früheren Wohnung (bei Frau Frank), sowie bei Frau Moll (Rathhaus) entgegengenommen.

Für das seither bewiesene Vertrauen bestens dankend, bitte, daffelbe mir auch in meiner neuen Wohnung bewahren zu wollen.

Achtungsvoll

_______Heinr. Kepler, Tapezier.

Der Gustav-Ätols-Frauenverein hat tm vorigen Jahr die reiche Gah^ von 643 Mk. 55 Pf. gesammelt und zum Theil nach Heffen, zum Theil nach Preußen und Oesterreich zur Unleistützuug nothleidender Gemeinden oder ge­meinnütziger Anstalten abgegeben. Ein Theil mußte stiftungsgemäß dem Vor­stand des Hauptvereins zur Verfügung überlasten bleiben.

Wir bitten nun auch für dieses Jahr um Beiträge und bemerken dabei, daß die Anforderungen armer Gemeinden immer zahlreicher und dringender werden. Wir sind aber gewiß, der mildthätige Sinn in unserer Stadt werde sich auch jetzt wieder bewähren, wo es gilt, Noth, Druck und Bedrängniß aller Art zu lindern. Unsere (Sammlerinnen werden in aller Kürze ihren Umgang durch die Stadt antreten.

Gießen, den 11. October 1877.

Für den Vorstand: ________________________«ifl£ lius, Schriftführer.________________________

5693) Mein (t)efcb elfte local befindet sich von heute ab

Schulstrasrc B. 29,3,

tm Hause des Herrn H. C- Vogt.

Ierber'sche llniv.-Vuchhandtung (IV. Ierb er).

Turnunterricht

für kleine Mädchen und Knaben beginnt Samstag den 13, d. M., Nachmittags 2 Uhr für Mädchen und um 3 Uhr für Knaben.

5697)________L. Chr. Bubsamen.

GkschaNrr-Eröffnung.

Hierdurch beehre ich mich einem geehrten Publikum Gießen- und der Umgegend die ergebene Anzeige zu machen, daß ich in dem von mir erkauften Conditor Sattler'schen Hanse, Selters weg. mit dem Heutigen eine Ochsen ii. Schweine Metzgerei errichtet habe und wird es mein Bestreben sein, durch reelle und pünktliche Bedienung das Vertrauen meiner geehrten Abnehmer zu erwerben.

Gießen, den 11. October 1877.

I Heinrich Meister.

von den Hilfsvereiuen neutraler Staaten, und insbesondere auch Rußlands, reichlich zu Theil geworden sind.

Wir fügen noch an, daß wir unseren Zweigvereinen eine gedruckte An­leitung zur Anfertigung zweckmäßiger und möglichst gleichförmiger Verband- mittel zur Verbreitung und zur Belehrung Derer, die solche wünschen, zusenden, und bitten. Gaben au Geld und Materialien möglichst dem nächsten Zweig- vereinsvorstand, hierher aber Gaben an Geld an unseren Schatzmeister, Herrn Hauptstaatskastebuchhalter Michell, Materialien aber zu Händen des Herrn Inspektor Velten im Saalbau, wo sich unser Depot befindet, zu übersenden.

Ueber Eingang und Verwendung aller Gaben wird öffentlich Rechenschaft abgelegt werden.

Darmstadt, den 21. August 1877.

Der Vorstand des Hilssvereius im Grohherzogthmn Heffen für die Kranken- pflege und Unterstützung der Soldaten im Felde.

A. Weber, A Buchner,

Ministerialiath, als Vorsitzender. Hosg,richis Alvokat, als Schriftführer.

Circus 8. rMumenfefi) jun.

auf dem Brand in G-iessen.

feilte, Freitag den 12. October 1877:

Grosze parforce- und Gala-Uorslellung,

arrangirt zum Benefice für Miss Virgiiiir.

Hierdurch erlaube ich mir, ein hochgeehrtes Publikum dou Gießen ergebenst zu dieser meiner Benefice-Vorstellung etnzuladen. Ich verspreche den gütigen Besuchern dieser außerordentlichen Vorstellung, tm Verein mit der Direktion und den übrigen Mitgliedern der Gesellschaft, alle- Mögliche aufzubieten, um diesen Abend zu einem recht genußreichen zu machen. Hochachtungsvoll

Miss Wrginie.

Das Weitere besagen die Tageszettel.

Ergebenst

S. Blumenfeld, Direktor.

Wilh. Balser (Neustadt),

freundlich bereit erklärt.

5928) Ein Zunge zu UI Austragen von Backwaaren und zur Verrichtung von Haus

arbeiten gesucht von

Aua. Noll.

im GasthausZum Rappen,

wozu ergebenst einladet

II. Fuldat

Verantwortliche Redaktion: A. Scheyda.

Druck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in (Sieben.

5635) 3 bis 1000 Gulden werden argen wehr wie doppelte Sicherheit zu leihen oesucht. Zu erfragen in der (Srpeb d. Bitte.__

5643) Ein Heizer wird gesucht non

I Anzer, Leistenfabrik in Kirsten.

Im Anschluß an vorstehenden Aufruf sind die unterzeichneten Mit­glieder des Vorstandes des Zweig-Hllfsvereins Gießen zur Annahme von Gaben an Geld und Materialien, sowie zur Uebermittelung derselben an den Vorstand des Hilfsvereins zu Darmstadt bereit.

Zu gleicher Annahme von Gaben und Abgabe derselben an uns haben sich

Die Expedition des (Siebener Anzeigers, Herr Kausmauu Fischbach (Seltersweg).

Michel (Wallthorstraße),

Die eingehenden Gaben werden wir in dem Gießener Anzeiger ver­öffentlichen und über die Verwendung derselben demnächst Rechenschaft ablegeu.

Gießen, den 4. Oktober 1877.

Hahn, Hofg.-Director. Dr. Stammler, Hofg.-Rath. Haberkorn, Reg^rungsrath Dr. Boekmann, Provinz.-Director. Dr. Wilbrand, Professor. Arnold Müller, Fabrikant. Dr. Diehl, Gymnasial­lehrer r. P.

galtusmarkt zu flrünöerg

5656) Mittwoch den 17. October:

5659; Em fltmunbtee Mädwtn, welche? mit Haus und Küchen rbeit ziemlich vertraut wird von einer Beomtenfamtlie zum so fortipen Diensteintritt gesucht. Zu erfragen bei der Exped. d Bltts. _________________

5668) Schlotzgasse 251 wird ein frlb tiger Bursche für häusliche Arbei'en gekuckt

5575) Ein Kellner gesucht auf den

L « hnstein.

5677)

ä

Todes Anzeige.

Allcn Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser innigst geliebter Sohn, Schwiegersohn, Gatte und Vater

Marzel 1 Warth

gestern Morgen 3 Uhr sanft im Herrn entschlafen ist.

Um stille Theilnahme bitten

Gießen, den 12. October 1877.

Die trauernden Hinterbliebenen.

NB. Die Beerdigung findet heute Nachmittag 3 Uhr vom Sterbehause statt. (5702