Ausgabe 
12.10.1877
 
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Freitag, den 12. October

1877.

No. 937

lbends S*/2

Gießen, den 6. Oktober 1877.

Keutfchland

Abdrucks in den Journalen.

An der heutigen Wähler-Versammlung nahmen

der

an-

^en 15. ßctobct,

i 1216 Personen,

Verkündigung neuer Eingaben. Berichtsanzeigen.

Aeußern übertragen werden.

P-sth, 9 October.

Sammlung.

8) Die die Lieferung bach betr.

9) Die beuhauscu, die

Petition des Ortsvorstandes der Gemeinde Nieder-Kainsbach, des Besoldungskorns für den Schullehrer zu Nieder-Kains-

PverS viertetjührlich 1 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn.

Durch die Post bergen vierteljährlich 3 Mark 50 Pf.

Berathung über:

in Folge Mandats-Niederlegung des Abg. Schulze erforderlich

Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann.

In Kronstadt wurden Champagner«Kisten confis- enthielten die Kisten Flaschen mit Pulver gefüllt

DerHon" meldet: Nach einem von dem Honved- Kaiser erstatteten Bericht über die Siebenbürger

rerwehr.

ilhr bei der Kirche an, Mnmando.

irr:

'Uten open ", I. TulAat.

mittags halb

II.

III.

Erscheint tckchttch mit Äutnobme bet Montags. Schulstraße, Ltt. B. Nr. 18.

JranLreich.

Paris, 9. October. Da die Wahl-Periode gestern abgelaufen ist, so wird die für heute anberaumte Versammlung im Circus am Chateau d'Eau- Platze den Charakter einer Privat-Reunion tragen und der Zutritt nur den mit persönlichen Einladungen des Veranstalters versehenen Personen gestattet sein. Es sind mehrere tausend Einladungen ergangen.

Die gerichtliche Verfolgung gegen Gambetta ist eingeleitet, weil sein Wahl-Manifest durch öffentlichen Anschlag verbreitet wurde, nicht wegen dessen

klung.

vie ergebene Anzeige, crn Wilh. F-rber

>SE, und TllMeister.

Großherzogs betr.

3) Den Antrag der Abgg. Kugler und Weber aus baldigen Erlaß eines G<setzes über das Bauwesen in den Städten.

4) Den Antrag des Abg. Dumont, die Ernennung der Polizei Com- missäre als städtische Beamten in den Städten Darmstadt und Gießen betr.

5) Den Antrag der Abgg. Heinzerling und Welcker auf Befreiung der rechtsrheinischen Gerichte des Großherzogthums von der ihnen zugewiesenen Feststellung der Collateralsteuer.

6) Die Eingabe mehrerer Reform-Gemeinden des Großherzogthums, die Beseitigung des vom Bischof von Mainz in der katholischen Schule eingeführ­ten Katechismus (1872) und der biblischen Geschichte (1875) betr.

7) Den Antrag des Abg. Heinzerling auf Vereinigung der nach Einfüh­rung der neuen Reichs - Justizgesetze noch als praktisch sich erweisenden, bisher an die Gerichtsbehörden erlassenen, reglementären Verfügungen (Generalaus­schreiben, Gertchtsbescheide rc.) zu einer einzigen systematisch geordneten

genommen. ä c

DerNordd. Allg. Ztg." wird aus Athen vom 2. d. gemeldet: Der Minister Trikupis erklärte dem englischen Gesandten gegenüber, an ein Nach-

Paris, 9. October, '

6000 Personen Theil. Die Rede Gambetta's brachte keinen Zwischenfall

Minister Szende an den

Affaire sind die von oppositionellen Blättern verbreiteten Gerüchte übertrieben. Es fanden weder größere Truppen-Sendungen oder militärische Maßnahmen statt, noch nahm das Militär Verhaftungen vor. Die Behörde verhaftete acht Personen, welche sich in Untersuchung befinden. Der Hauptanstifter der Bewegung entfloh über die Grenze. Die Bevölkerung verhält sich ruhig.

lassen in seinen Rüstungen könne Griechenland Angesichts der Drohungen der Pforte nicht nur nicht denken, sondern es müsse in diesen Drohungen vielmehr einen Beweggrund erblicken, diese Rüstungen so rasch als nur möglich zu vervollständigen.

DieNordd. Allg. Ztg." erklärt, die von mehreren Zeitungen pe» brachte Nachricht, nach welcher die Panzer-FregattePreußen" auf Wunsch des Reichskanzlers während des Winters im Mittelländischen Meere stationirt blei­ben solle, für völlig unbegründet. Es sei weder ein derartiger Wunsch ausge­sprochen, noch ein solcher Befehl ertheilt worden; vielmehr kehre das genannte Schiff, welches sich nach Göletta begeben habe, in den Verband des nach der Heimath berufenen Geschwaders zurück.

Hefleneich.

Wien. Die Untersuchungen, die in Wien wegen Waffen-Schmuggels statt­finden, beginnen seltsame Dinge zu Tage zu fördern. Der Siebenbürger Putsch- Versuch war eigentlich nur dazu bestimmt, um als Maskirung desjenigen zu dienen, was in Wirklichkeit ausgeführt werden sollte. Der Schwerpunkt des unläuqbar bestandenen Complots lag aber nicht in Siebenbürgen, auch nicht in dem Einbruchversuche in Rumänien, sondern weiter nördlich, in Polen. War­schau, Lemberg und Posen sind die Centralstellen, in welchen die Fäden zusam­menlaufen, welche man in Wien jetzt bloszulegen beginnt. Die vorzeitige Entdeckung des Siebenbürger Putsch-Versuches soll auch keineswegs die Ursache, sondern die Wirkung davon fehl, daß man sich jetzt eingehend mit den Polin- scheu Dingen beschäftigt. Die Untersuchung ist schwierig, denn man glaubt zu wissen, daß die vermuthlichen Urheber und Leiter des geplanten abenteuerlichen Unternehmens in hohen Kreisen gesucht werden, aber bis jetzt noch nicht mit Sicherheit entdeckt werden konnten.

Wie», 9. October. Die Meldungen in Betreff des Abschlusses einer russisch-serbischen Convention sind unbegründet. Die Verhandlungen dauern fort, bieten aber Schwierigkeiten. Serbien stellt politische Forderungen, welche Rußland verweigert. Rußland fordert sofortige Action in der Richtung gegen Bulgarien. Serbien zögert.

Wien, 10. October. DasFremdenblatt" führt aus, daß das herz­liche Einvernehmen zwischen Deutschland und Italien keinerlei Ursache zur Be­unruhigung Oesterreichs, vielmehr ein neues Unterpfand des Friedens bilde. Dem Kammer-Präsidenten Crtspi werde wahrscheinlich daö Ministerium des

Berlin, 9. October. Die heutige Sitzung des Vereins für Social- Politik. welche zahlreich von Schutzzöllnern besucht war, berieth über den deutsch-österreichischen Handelsvertrag. Die von schutzzöllnerischer Seite ausge- st.llten Thesen, wonach bei einem Handelsvertrag das Princip der Gegenseitig­keit besser als bisher zu wahren und namentlich auf die Consequenzen Rücksicht zu nehmen sei, welche aus dem Rechte der meistbegünstigten Nation zu Gunsten anderer Länder entstehen; wonach ferner bei dem Nichtzustandekommen des Handelsvertrags ein Provisorium anzustreben sei, während dessen unter vorläu­figer Wiederherstellung des bisher gültigen Tarifs Ermittelungen über die Lage und die Bedürfnisse der heimischen Production zum Zwecke der Herbei­führung eines späteren Definitivums anzustellen wären, wurden mit 52 gegen 39 Stimmen abgelehnt. Die von Max Weigert vorgeschlagenen Thesen, wo­nach in dem neuen aus Grund des Conventional-Tariss zu vollziehenden Ham delsveurage Deutschland nicht ungünstiger gestellt werden dürfe, als bisher und namentlich das Appretur-Verfahren in demselben Umfange wie bisher bei- behalten werden müsse, wonach beide Staaten sich alsdann die Rechte der m-istbegünstigten Nation zuzusichern hätten und im Falle Oesterreich mit Deutschland keinen Handelsvertrag aus dieser Grundlage schließen wolle, für Deutschland keine Veranlassung vorliege, Oesterreich-Ungarn auf den Fuß v- meistbegünstigten Nation zu stellen wurden von der Versammlung

1) Die i ~

gewordene Neuwahl eines Abgeordneten für die Kreisstadt Alsfeld.

2) Die Behandlung der Vorlage, die Civilliste Sr. König!. Hoheit des

hervor.

Paris, -10. October. Ein Rundschreiben des Präfekten des Departe­ments Nord weist die Behörden an, die zahlreich in Roubaix und Tourcotng wohnenden Belgier unverzüglich auszuweisen, sofern sie sich gegen die Regierung Mac Mahon's öffentlich aussprächen.

Darmstadt, 8. October. Die Tagesordnung der 47. Sitzung der zweiten Kanimer der Stände, welche Samstag, den 13. October 1877, Vor- 10 Uhr, stattfinden wird, enthält:

Vorstellung und Bitte des Reservisten Heinrich Kunkel auS Ba- Erwirkung einer Jnvalidenpension betr.

10) Die Beschwerde deS I. W. Schmenger, früher in Darmstadt, jetzt in Offenbach, wegen verweigerter Rechtshülfe.

IV. Geheime Sitzung: Berichterstattung und Berathung, die An­stellung des Archivars für beide Kammern betr. u

Berlin, 9. October. DieKreuz-Ztg." verharrt dabei, daß Achen­bachs Stellung erschüttert sei. Es seien thatsächlich Differenzen mit dem Reichskanzler vorhanden. Gegentheilige Gerüchte seien müßig. Die Diffe­renzen seien in solcher Form zum Ausdruck gelangt, daß eine P Ra ' 2

Betreffend: Die Kehrbezirke für Schornsteinfeger.

Bekanntmachung.

Wir verfügen hiermit im Einverständniß mit dem Kreisausschuß gemäß § 1 des Regulativs vom 26. Januar 1875 über die Reinigung der Schorn- steine, daß die seitherigen Kehrbezirke Lich und Hungen, welche in der letzteren Zeit zusammen von dem Kaminfeger Schwenk in Lich besorgt wurden, nunmehr einen Kehrbeztrk zu bilden haben, welcher dem genannten Kaminfeger unterstellt wird.

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Hochachtungsvoll

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jcic x^n^.cirt. Anstatt Champagner Krisis mög-lsür Rußland.

Pesth, 9. October.