5'1 ff.
ttehftffNbericht. Mitgetheilt von dem Agenten deS Norddeutschen Lloyd E. W. Dietz in Gießen.
Southampton, 7. Nov. Das Postdampfschiff Hermann, Capt- G- Reichmann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 27. Octbr. von Newyork abgegangen war, ist heute 9 Uhr Morgens wohlbehalten hier angekommen und hat nach Landung der für Southampton bestimmten Passagiere, Post und Ladung 10 Uhr Morgens die Reise nach Bremen fortgesetzt. Der Hermann überbringt 119 Passagiere und volle L a d u n g._________________ ____________________________________________________________
(Kulmer Zeitung.) Gllricin. Universal-Ratten-Vertilgungs mittel. (58 ist unserem Mitbürger, Herrn ApothekerHeinersdorff gelungen, nach monatelangen Versuchen ver eingehendsten Art, ein haltbares, unfehlbares, sicheres Mittel zum Tobten von Ratten und Mäusen herzustellen. Namentlich bei den Ratten ist die verheerende Wirkung geradezu überraschend! Oft genügt schon 1 Büchse (von ca. 700 Gramm Inhalt) um große Stallungen, Kellereien oder Scheunen in einer Nacht von diesen unliebsamen Gästen zu befreien. Auf einem großen Dominium in der Nähe unserer Stadt sand man nach Verbrauch von 2 Büchsen ,,Gliriein" über 120 Stück tobte und dem Verenden naße Ratten! DaS sind solch' eklatante Erfolge, wie sie bisher mit keinem anderen Gifte auch nur annähernd erreicht worben sind. Ein Hauptvorzug aber des Gliricins ist der, daß dasselbe nur für Nagethiere töbt- lich wirkt. Dieser Umstand allein räumt dem Gliricin vor allen anderen Giften die erste Stelle ein. Wie viel harte Verluste an verschiedenen Thieren, (Hunde, Kagen, Schweine, Hühner re.) ja wie manche Menschenleben sind schon durch Genuß von Phosphor, Strychnin oder Arsenik, zu beklagen gewesen! Ferner kann das Gliricin, welches gierig von den Ratten aufgesucht und gefressen wirb, immer wieder, so lange die ausgelegten Brocken verschwunden, frisch ausgelegt werben, ohne daß die Thiere, wie das bei der Phosphorlatwerge der Fall ist, scheu werben und die Brocken nicht weiter berühren. Schließlich machen wir noch ganz besonders auf das heutige Inserat aufmerksam, welchem einige Atteste aus einer sehr großen Anzahl gleich günstiger Anerkennungen beigefügt sind.
Heidelberg, 6. Nov. Die feierliche Beerdigung des Spritzenfabrikanten Karl ' Metz in Heidelberg fand vergangenen Samstag 3 Uhr Nachmittags statt. Welcher Beliebtheit und Achtung sich der Verewigte sowohl in seiner Vaterstadt, als auch In weiteren Kreisen, namentlich bei den Feuerwehren erfreute, zeigte am besten die zahl' reiche Bethetligung von Leidtragenden aus Nah und Fern. Der Zug setzte sich von dem Hause des Verstorbenen, in der Nähe der heiligen Geistkirche, nach dem mindestens 3/< Stunden entfernten Friedhöfe unter gedämpftem Trommelschlag und den Traueiklängen zweier Musikcorps in folgender Ordnung in Bewegung: Voran eine Adthetlung Heidelberger Feuerwehr mit ihrem MusikcorpS, alsdann der mit Blumen und Kränzen reich- geschmückte Leichenwagen, gezogen von 4 Schimmeln und auf beiden Seiten von 5 Feuerwehrmännern mit Trauerschärpen geleitet. Die nächsten Angehörigen und die Arbeiter des Verstorbenen, eine Abtheilung Heidelberger Feuerwehr, nach welchen in langer Reihe die Deputationen der verschiedenen Feuerwehrcorps, voran die 3 anwefen« den Mitglieder des deutschen Feuerwehrausschusses, folgten, denen sich der Stadtoor- stand, Professoren der Universität, verschiedene Vereine, worunter die Studentenverbindung Rhenanta, der Metz bei Lebzeiten als alter Herr angehörte, anschlossen. Den Schluß machte abermals eine Abtheilung Heidelberger Feuerwehr mit einem Musik corpS. Der Zug bewegte sich in mäßigem Schritt der Hauptstraße entlang bei den Bahnhöfen vorbei nach dem in der Richtung nach Wiesloch gelegenen Friedhof. Hi.r angekommen, wurde der Sarg in die Gruft gesenkt, worauf ein katholischer Geistlicher die üblichen Ceremonien vsrnahm und zum Schluffe eine Leichenrede hielt, worin derselbe in recht schöner Weise der Verdienste des Verstorbenen, namentlich in seiner Eigenschaft als Gründer, Lehrer und unerschrockener, unermüdlicher Vorkämpfer für das deutsche Löschwesen gedachte und mit den Worten schloß, daß sein Gedächtniß sowohl in seiner Vaterstadt, als auch bei allen Fachgenossen fortleben werbe. Hierauf traten die Vertreter deS deutschen Feuerwehrausschusses an das Grab und legten mit einigen entsprechenden Worten einen Lorbeer- und einen Jmortellenkranz an demselben nieder. Auch die Vertreter einzelner Corps folgten diesem Beispiele, so namentlich derjenige von Tübingen, dessen Lorbeerkranz die Widmung bug: „dem treuen Freund, Jnftructo. und Lehrer die dankbare Tübinger Feuerwehr." Der Vertreter des badischen Lanoes- verbandes, Commandant Franzmann von Pforzhttm, gedachte des Verstorbenen und seiner Verdienste mit warmen Worten, desgl. Franz Gilardone, Redacteur der in Hagenau erscheinenden illuftrirten Zeitschrift für deutsche Feuerwehren, dessen Freund und Meister Metz lange Zeit gewesen, der das Leben und Wirken von St Metz hauptsächlich von dem Standpunkte als Vater und Freund seiner Arbeiter beleuchtete, den schweren Verlust betonte, den dieselben durch sein Hinscheiden erlitten und mit bewegter Stimme mit den Worten schloß: „Friede sei seiner Asche. Der Gründer der deutschen Feuerwehren ruht nun im Grabe, allein was er geschaffen, wird nicht vergehen. Ihm selbst war es noch die letzten Jahre feine# Lebens vergönnt zu sehen, welch riesigen Aufschwung die von ihm ins Leben gerufenen Feuerwehren genommen haben und konnte er mit Stolz und Genugthuung auf das von ihm geschaffene Werk blicken; sein Name aber wird mit Achtung und Ehrfurcht genannt werden, so lange es Feuerwehrmänner geben wird. Die Erde sei ihm leicht!"
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