Ausgabe 
11.9.1877
 
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auf den Gährungsstand, die mehr oder weniger stark vorhandene Säuerung und die Jugend des Bieres zurückzuführen ist. Es rohb fchließlich bemerkt, daß zu den ge­fälschten oder verdorbenen Getränken, gegen welche strafrechtlich etngefchritten werden soll, auch Biere gehören, die als Lagerbiere verkamt werden, aber entweder mit jungem Viere gemischte alte, oder mit altem Biere gemischte junge Biere sind. Es wäre im Znteresse des Publikums zu wünschen, wenn derartige Untersuchungen auch anderwärts ongestellt und öfters wiederholt würden.

Aus der Grafschaft Erbach. Die ersten Colonnen der Soldat n sind in dein Odenwald, in den Erbacher Grafschaften eingezogen In Erbach 21 Offiziere und 30» Mann und 53 Pferde. Dem Herrn Grafen Eberhard zu Erbach Erbach sollte ein Antheil überwiesen werden, er weigerte sich jedoch entschieden denselben anzunehmen, weil er Standesherr sei, und nach dem mit den Standesherrn des Großherzogthums abgeschlossenen Vertrage denselben keine Einquartirung zugethetlt werden könne. Die städtische Einquartirungskommtssion erwiderte aber, sie habe diese Last nicht dem 6tandesherrn auferlegt, sondern dem Besitzer der dortigen Groß-Bierbrauerei, und ins­besondere deßbalb, wett der Herr Graf sie auf eigene Rechnung betreiben lasse, und den Gewinn davon beziehe. Aber Gras Eberhard läßt sich in solchen Gegenständen nicht so leicht besiegen, er blieb fest auf seinem Widerspruche bestehen, und da die Stabt denselben nicht zwingen kann, so wird die höhere, beziehungsweise höchste Be­hörde darüber zu entscheiden haben, denn keiner von beiden Thetlen wird sich dem Spruche der unteren Behörden fügen. Das Großh. KreiSamt hat bereits gegen den Herrn Grasen entschieden Hätte der Graf es gemacht, wie die verwtttwete Frau Gräfin Lauste zu Erbach-Fürstenau, so würde gewiß kein Streit entstanden sein. Unmittelbar bet Fürstenau liegt bekanntlich Steinbach und Asselbrunn. Diesen Dörfern sind 10 Offiziere, 173 Mann und 5 Pferde zugedacht und daselbst eingetroffen. Eben wegen der standesherrlichen Qualität ist der Frau Gräfin keine Einquartirung zugewiesen, sie hat aber die Offiziere eingeladen in dem Schlosse zu logtren, und hat denselben alle wünschenswerthe Zimmer rc. sowie für die Pferde die erforderlichen Stallungen zur Beifügung gestellt, wus selbstverständlich sehr gerne angenommen wurde. (Hess. Ldsztg) Zum Kapitel drs Stellenvermittlungs-Schwindels liefern die Görlitzer Nach­richten einen neuen Beitrag, dem wir im Nachstehenden gern wettere Verbreitung geben, um dem unsauberen Geschärte nach Möglichkeit Abbruch zu thun:Unser Gewährs­mann so schreibt das Görlitzer Blatt wandte sich auf Grund einer Annonce, zu- folz.e deren ein Aufseher für eine Ziegelei bezw. Fabrik mit 800 Thlr. Gehalt gesucht wurde, an einen Herrn Otto in Berlin und erhielt zur Antwort, daß ihm das Nähere fibflr die bez. Stellung gegen Einsendung von 10 x mitgethetlt werden würde. Da Ibn nun zufällig feine Geschäfte nach Berlin führten, so suchte er hier den Vermittler Venrn Otto auf, welcher ihm die Stellung als eine vorzügliche anpries und versprach, ibn sofort vorzustellen, natürlich gegen vorherige Zahlung der 10 X Das Einstreichen dieser Summe übte auf den Herrn Otto eine ganz eigenthümliche Wirkung, denn er entschuldigte sich plötzlich am Vormittag nicht Zeit zu haben und gab dem so um 10 x Erleichterten die Adresse eines anderen Herrn, welcher den Posten zu besetzen habe. Dieser war natürlichzufällig" nicht zu Hause. Unser Gewährsmann fuhr nun, da er feinen Aufenthalt in Berlin nicht länger ausdehnen konnte, in feine Heimath zurück, mn von hier aus bei den betreffenden Herren nochmals brieflich anzufragen, unter wel­cher Bedingungen der von ihm begehrte Posten zu vergeben sei. Die Antwort lautete jetzt dahin, daß zu seiner Uebernahme die Stellung einer Kaution von 1200 Thaler röthig fei, welche auf das. betreffende Grundstück eingetragen würde. Natürlich sah Petent unter solchen Umständen von der weiteren Bewerbung um die Stelle ab. Den Aenmittlern war ihr Manöver wieder einmal geglückt und unser reingefallener Leser um eine Erfahrung reicher und um 10 x ärmer."

Offenbach, 6. Sept. Dem Vernehmen nach hat die hiesige Polizeibehörde aus Perconlassung der bei verschiedenen Specereihändlern hier vorgefundenen gefälschten Keiwürze Pfeffer u. Zimmt, welche diese aus auswärtigen Engros-®efd)äften bezogen, sick bemüßigt gesehen, die Polizeibehörden in Darmstadt, Frankfurt und Hanau, in deren Amtsbezirk die Letztgenannten wohnen, von dem Resultat der hiesigen Visitationen licnintniß zu geben, damit dort auch gegen diese in geeigneter Weise vorgegangen wer­den kann.

Bei der vor einigen Tagen durch die Polizeibehörde dahier begonnenen Bier- Untersuchung handelt es sich nicht nur um Untersuchung der hier gebrauten, sondern auch um Eonstatirung deS Gehalts der vielen von Frankfurt hier eingeführt werdenden Biere, von welchen einige an Güte Manches zu wünschen übrig lassen sollen.

Zur Warnung. Es gibt Leute, die es nicht unterlassen können, unsittliche Inschriften auf Bänken und Aborten anzubringen. Daß besonders in letzterem Falle solche poetischen Ergüsse strafrechtlich und schwer geahndet werden, sollte ein junger Mann aus geachteter Familie erfahren. Derselbe hatte auf einem geheimen Orte einen aewissen Vers geschrieben und eine entsprechende Zeichnung daneben gesetzt. Er wurde von dem betreffenden Wirthe in flagranti ertappt und zur Anzeige gebracht. Auf die dieserhalb eingereichte Denunctation wurde der junge Mann vom Strafrichter nach § 184 des Strafgesetzbuches:Wer unzüchtige Schriften rc. verkauft, vertheilt und sonst verbreitet ober an Orte«, welche dem Publikum zugänglich sind, ausstellt oder an­schlägt. wird mit Geldstrafe bis zu 800 X oder mit Gefängniß bis zu sechs Monaten bestraft" zu vier Wochen Gefängniß und in die Kosten verurtheilt.

Wer noch Spaß darin findet, sich in Illusionen über die glorreichen Zustände her neuen Welt zu wiegen, dem diene folgender, der Newporter Staatszeitung vom 20. Aug. entnommene Fall zur Kur: Elif ton. Eine nette Scene vor Gericht spielte sich am Samstag hier in Richter Kane's Court ab. George M. Root hatte auf Ex­mission einer Frau De Kalb, welche eines seiner möblirten Landhäuser gemiethet, wegen Nichtzahlung der Mietbe geklagt. Die Beklagte war durch die Advokaten Müllen und Hornsager vertreten, während der Kläger feine Sache selbst führte. Bei den Verhand­lungen ergab sich, daß Frau De Kalb die Miethe eines halben Monats zurückgehalten hatte, weil fein Wasser im Hause war und sie jeden Tag 50 Cents bezahlen mußte, um solches herbeibringen zu lassen. Nachdem die Verhandlungen, die vor Geschworenen gepflogen wurden, eine Weile gedauert batten, meinte Richter Kane, die Parteien soll­ten sich vergleichen. Dies brachte Advokat Müllen in Harnisch und derselbe bediente sich so beleidigender Aeußerungen gegen den Richter, daß dieser ibn wegenMißachtung des Gerichts" in Haft nehmen ließ. Darauf gerieth Advokat Hornsager mit Richter Kane zusammen und ihr Wortgefecht endete damit, daß der Richter seinen Platz verließ und seinen Gegner wider die Wand warf. Nun gerieth der ganze Gerichtssaal in Auf­ruhr. Frau De Kalb erbeb sich und eilte hinaus, Root zog seine Klage zurück und der Richter vertagte die Gerichtssitzung. Root hatte während der Verhandlun-en Herrn Müllen gefragt, weßhalb er eineAbenteuerin" vertbeidige; Frau De Kolb, welche Corresondentin verschiedener europäischer Zeitungen sein soll, will ihn hierwegen auf Ehrenkränkung verklagen.

Sehlffeberlcht. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd C. W. Dietz in Gießen.

Newyork, 8. September. (Per transatlantischen Telegraph.) Dos Postdampf­schiff Ober, Capt- C- Leist, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 25. August von Bremen und am 28. Aug. von Southampton abgegangen war, ist gestern 2 Ubr Nachmittags wohlbehalten hier angekommen.

Handel und Verkehr.

Wiesbaden, 6. Sept. (Fruchtmarkt.) Weizen (100 Kilogr.) X 21.8824.6. Korn (100 Kilogr.) X 16. Hafer (100 Kilogr.) X 1517.60. Stroh (100 Kilogr.) X 3 404. Heu (ICO Kilogr.) X 4.20-6.

Limburg, 5. Sept- (Fruchtmarkt.) Durchschnittspreise: Rother Weizen alter (160 Pfd.) X 20.50. Weißer Weizen (160 Pfd.) X 19.8*0. Korn (150 Pfd.) X 12.70. Gerste (130 Pfd.) X 10.75. Hafer (100 Pfd.) X 7.50.

Camberg, 4. Sept. 160 Pfd. Rother Weizen X 18.50. 150Pfd. Korn 12.20. 100 Psd. X 7 20.

Weilburg, 5. Sept. (Fruchtmarkt.) Die Preise stellten sich: Weizen (160 Pfund) X 19.60. Korn (150 Pfund) X 12.40. Gerste (130 Pfd.) X 12, Hafer (100 Pfd.) X 8.16. Kartoffeln per Ctr. X 3.

Allgemeiner Anzeiger.

B cf a n n t in achuii g.

5039) Die Stelle eines Schutzmannes in hiesiger Stadt ist zu besetzen. Concurrenzfähicre Bewerber wollen innerhalb 8 Tagen unter Vorlage ihre-r Zeugnisse bei der unterzeichneten Stelle ihre Meldungen einreichen.

Gießen, am 7. September 1877.

Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

I. V. d. B.:

Keller, Beigeordneter.

Berlin Coblenzer

Eisenbahn.

Strecke Nordhausen-Wetzlar.

Abtheilung I.

5041) Die Lieferung und Aufstellung von

12 Stück Schiebebarrieren,

216 Leitungspfählen zu den Drahtzugbarrieren, sowie

13 Bock-Barrieren für die Wärterbuden, incl. Anstrich,

chll im Wege der öffentlichen Submission vergeben werden. Hierzu ist Termin ♦auf Donnerstag den 20. September 1877, Vormittags 11 Uhr, M hiesigen Abtheilungs-Bureau anberaumt, und werden die bis dahin einge- Wgenen Offerten in Gegenwart der erschienenen Submittenten geöffnet werden. Zeichnungen und Bedingungen können Hierselbst eingesehen, letztere auch »Wen Erstattung der Coptalten bezogen werden.

Wetzlar, den 7. September 1877.

Der Abtheilungs-Baumeister:

Kluge.

Kersteigerungen. Bekanntmachung.

Ärn Donnerstag, den 20. Septembcr, Vormittags 10 Uhr,

soll auf dem hiesigen Posthofe ein für den Mdienst nicht mehr geeigneter sechs- I ipgec Postwagen öffentlich und meistbietend mfte-iaert werden.

Gießen, den 8. September 1877. Kaiserliches Postamt.

I. V.:

5016) Pagen stech er.

Versteigerung

von Grummetgras

von annähernd 9 Morgen Wiesen in Ab- theilungen nach Belieben der Kaufliebhaber bei der Actien-Brauerei Gießen

Samstag den 15. September, .Vormittags 10 Uhr,

auf den Wiesen an der Brauerei. Einsicht der Bedingungen in den Geschäftsstuben der Brauerei. (5001

Arbeitsversteigerung zu Heuchelheim.

Die am 27. August l. I. abgebaltene Arbeitsversteigerung wurde nicht genehmigt und sollen diese Arbeiten

Mittwoch den 12. September, Mittags 4 um Uhr, auf dem dortigen Rathbaus nochmals, un­ter den im Termin bekannt gemacht wer­denden Bedingungen, versteigert werden, als:

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1. Zimmerarbeit, veranschl. zu 190 42

2. Schlosserarbeit, 362 30

3. Weißbinderarbeit, 32 78

Gießen, den 10. September 1877.

I- A.:

Körn er, 5047) Bezirksbauaufseher.

Jeilgebotenes.

5020) Eine große Quantität Säcke zu verkaufen.________________Bäcker Ockel.

Marinirte Häriuge empfiehlt (5027

___________Emil Fischbach.

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