1877.
Donnerstag, den 10. Mai
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Des Himmelfahrtfestes wegen erscheint Freitag früh kein Anzeiger.
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der Jntereffen der deutschen Generalin Aegypten über-
Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags Expedition: Schulstraße, Lit. B. Nr. 18.
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Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringevlohn.
Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.
Deutschland.
Marburg, 5. Mai. Gegen den Landrath Mayer dahier ist nunmehr wegen der Spottschrift „Die Stiefelputzer" von der Staatsanwaltschaft die Anklage beim hiesigen Kreisgericht erhoben worden.
Weinolsheim, 9. Mai. „Heute (schreibt ein Correspondent der „Landskrone") ist Pfarrer Graf aus dem Haftlocal in Oppenheim wieder hier, her zurückgekehrt. Schon am frühen Morgen wurden an dem Thurm der katholischen Kirche Fahnen ausgehängt und am Kirchhofsthor eine Ehrenpforte gebaut. Der edle Märtyrer (rectius „Mädchen-Züchtiger) wurde mit einer zweispännigen Chaise abgeholt. Als dieselbe in die Nähe des Ortes kam, wurde mit den Glocken zusammengeläuter und Freudenschüsse abgefeuert. An der Kirchthüre wurde Graf unter Händedrücken mit weinenden Augen von
Amerika.
Washington, 7. Mai. Der Schatzsecretär hat wiederum 10 Mill.
Dollars 5.20 Bonds zur Rückzahlung gekündigt.
Pesth, 7. Mai. Der Minister-Präsident v. Tisza wird am Mittwoch auf die Hemmung der Donau-Schifffahrt bezüglichen Theil der Jnterpella- Somsich's und ferner der Interpellation über die bei der Durchreise der Softas zu Temesvar vorgekommenen Unruhen beantworten.
Triest, 7. Mai. Der seitherige russische General-Consul in Port Said Petrovitsch ist mit seiner Familie auf dem Lloyd-Dampfer „Pollux" hier
an seine Emiffäre erlassen, um in den slavischen Gebieten, welche in der Gewalt der russischen Truppen sind, für ein neues nationales Leben in geistiger, kirchlicher und materieller Beziehung zu wirken.
Asten.
Capetown, 17. April In Prantoria ist am 12. April die englische Flagge aufgehißt und das Transvaal-Land England einverleibt worden. Der Präsident Burgers protestirte dagegen. Delegirte begeben sich nach Europa und Amerika, um bei den Mächten, welche die Transvaal-Republik anerkannt haben, zu protestiren. In Transvaal sind englische Truppen angekommen. Die Cap-Regierung hatte auch der Annectirung des westlichen Girgua-Landes zu- gestimmt.
beschädigt.
— Der Kaiser hat heute Vormittag Parade bei dem Fort Prinz August Württemberg unter Anwesenheit einer großen Zuschauermcnge gehalten.
nächst in den heimischen Gewässern, um dieselben später Mittelmeer fortzusetzen.
— Der „Reichs-Anz." schreibt: Die Vertretung
London, 7. Mai. Die Morgenblätter publiciren den Text der Antwort des britischen Cabinets auf die russische Circular-Depesche, welche in der Depesche des Lord Derby an Lord Loftus vom l.Mai enthalten ist. Dieselbe lautet: Die Regierung der Königin empfing die Anzeige des Kaisers von Rußland, daß er seinen Armeen befohlen, die türkische Grenze zu überschreiten.. Sie könne zu ihrem tiefen Bedauern die Erklärungen und Folgerungen des Fürsten Gortschakoff nicht als Rechtfertigung des gefaßten Entschlusses acceptiren, da die Pforte trotz der Ablehnung des Protokolls wiederholt erklärt habe, daß sie be- . reit sei, die versprochenen Reformen auszusühren. Die englische Negierung 1 könne die Behauptung Gortschakoff's nicht als zutreffend anerkennen, daß die Antwort der Pforte jede Hoffnung auf Nachgiebigkeit gegen die Wünsche und Rathschläge Europas, sowie auf eine Bürgschaft für die Anwendung der pro- pvnirten Reformen vereitele. Die Ausdrucksweise der türkischen Note habe die Möglichkeit eines Friedensschlusses mit Montenegro oder einer gegenseitigen Ao rüstung nicht ausgeschlossen. Mit Geduld und Mäßigung auf beiden Seiten wäre der Zweck vielleicht noch erreicht worden. Die Regierung könne die Ansicht nicht theilen, daß dieser Schritt Rußlands vereinbar sei mit den Gefühlen und Interessen Europas. Die Regierung könne sich nicht verhehlen, daß die Concentrirung einer großen Armee an der türkischen Grenze ein wesentliches Hinderniß gegen die Pacification und gegen die Ausführung der Reformen bildet. Sie könne nicht glauben, daß die russische Invasion die vorhsvdenen Schwierigkeiten heben und die Lage der Christen in der Türkei bessern werde.
russischen Unterthanen in Aegypten ist nunmehr auf den Consul in Alexandrien und die übrigen deutschen Consulate gegangen, nachdem die dortigen russischen Consular-Behörden ihre Amtsthätigkeit
eingestellt haben.
Berlin, 7. Mai. Nach authentischer Mittheilung stürzte bei dem Abbruch des Postgebäudes in der Spandauer Straße ein Gewölbe ein, wodurch ein Arbeiter und eine Frau verschüttet wurden; ihre Leichen sind bereits aus- gegrabeu.
Berlin, 8. Mai. Das „Berl. Tagebll" meldet: Andrassy habe eine Instruction an seine auswärtigen Agenten erlassen, wonach Oesterreich entschlossen sei, nicht die vollendeten Thatsachen abzuwarten, vielmehr sofort das Nothwen- dige zu thun zur Wahrung seiner eigenen Interessen. Seine Wehrkraft sei vollkommen ausreichend. Wenn indeß der Kaiserstaat activ vorgehe, werde seine Action gleichwohl des feindseligen Charakters gegen irgend eine Kriegsmacht entbehren.
Metz, 7. Mai. Die Gewalt des Feuers in der Kathedrale ist jetzt gebrochen und die Gefahr vorüber; nur aus den gothischen Pfeilern steigen noch Rauchwolken aus. Die Thurmubr ist unversehrt, der Dachstuhl niedergebrannt und das Innere der Kirche mehrfach durch herabgefallene brennende Holzstücke
Der orientalische Krieg.
Wien, 7. Mai. Die „Polit. Corresp." meldet aus Athen: Das Ca- binet hat an die Pforte eine Protest-Note gerichtet aus Anlaß der Freilassung von mebreren inhaftirt gewesenen Führern von türkischen Räuberbanden, welche früher die griechischen Grenzbezirke beunruhigt hatten. Die Listen der Armee- Reserve sind im ganzen Königreich geschlossen; die Altersklassen vom 20. bis 30. Lebensjahre baben ein Contingent von 100,000 Mann ergeben.
— Die „Presse" meldet: Die Türken haben auf der unteren Donau ein nach Triest gehöriges Getreideschiff unter österreichischer Flagge mit Beschlag belegt. Die Triester Seebehörde hat dagegen reclamirt.
— Die „Polit. Corresp." meldet aus Bukarest: In dem von den Türken bombardirten Hasen Beket befand sich ebenso wie in Oltenitza keinerlei Besatzung.
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begrüßt.
Moskau, 7. Mai. Das hiesige slavische Comit6 hat einen Aufruf
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Frauen und Mädchen empfangen und in die Kirche geleitet."
Berlin, 7. Mai. Das heute zu Wilhelmshafen in Dienst gestellte Flotten-Geschwader, bestehend aus den Panzerschiffen „Preußen", „Deutschland", „Kaiser", „Friedrich Karl" und dem Aviso-Dampfer „Falke" soll am 28. Mai unter Contre-Admiral Bätsch seine Uebungen beginnen, und zwar zuvoraussichtlich im
Das Verfahren der russischen Regierung handle der Stipulation des Pariser Vertrages zuwider, laut welcher Rußland und die anderen Signatur-Mächte sich verpflichtet haben, die Unabhängigkeit und Integrität der Türkei zu respec- tiren. Die Londoner Conferenz vom Jahre 1871 habe diese Stipulation bestätigt. Indem also der Kaiser auf eigene Faust gegen die Türkei vorging und ohne weitere Berathung mit den Bundesgenossen den Recurs an die Waffen nahm, trennte er sich von dem bislang behaupteten europäischen Einvernehmen und wich gleichzeitig von der Regel, der er feierlich zugestimmt, ab. Es ist unmöglich, die Folgen solcher Handlung abzusehen. Die Erklärung des Fürsten Gortschakoff, Rußland handle im Interesse Großbritanniens und der andern europäischen Mächte, könne die Zustimmung und Billigung der britischen Regierung nicht finden.
London, 8. Mai. Das gestrige erste Wagner-Concert in der Albert- Halle war von 10,000 Personen, darunter die Herzogin von Edinburgh und andere Mitglieder der königlichen Familie, besucht. Wagner wurde enthusiastisch begrüßt. Er leitete den ersten, Kapellmeister Richter den zweiten Theil des Programms. Dasselbe umfaßte den Kaisermarsch, Rienzi, Tannhäuser und Rheingold. Frau Materna erntete stürmischen Beifall.
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Rom, 7. Mai. Der Senat hat bei Fortsetzung der Debatte über den Gesetz Entwurf wegen Mißbrauchs des geistlichen Amtes einen von Cadorna und Lambertico zu Artikel 1 gestellten, Seitens des Justiz-Ministers mißbilligten Antrag mit 103 gegen 93 Stimmen angenommen, ebenso die übrigen Artikel mit unerheblichen Abänderungen; die Vorlage im Ganzen wurde jedoch mit 105 gegen 92 Stimmen abgelehnt.
Rußland.
Petersburg, 7. Mai. Die Antwort Englands auf das russische Rundschreiben wurde heute dem Kaiser vorgelegt. Die Correspondenz der „Agence Russe" bemerkt dazu, die Besorgnisse Englands vor künftigen Verwickelungen erschienen, was Rußland anbelange, unbegründet. Bezüglich Serbiens schreibt dieselbe Correspondenz, dasselbe werde stricte Neutralität bewahren.
Petersburg, 8. Mai. Der Kaiser wurde bei seiner gestern Vormittag 10 Uhr erfolgten Ankunft sehr festlich empfangen; Abends war die Stadt illuminirt. — Das „Journal de St. Petersburg" bemerkt bei Veröffentlichung der Antwort Lord Derby's auf das Rundschreiben Gortschakoff's, daß von russischer Seite darauf keine Antwort erfolgen werde.
Moskau, 7. Mai. Der Kaiser und die kaiserliche Familie haben Sonntags dem Gottesdienste in der Kremlkirche beigewohnt und sich sodann mit der Zaroslaw - Eisenbahn nach dem Sergtew-Kloster begeben. Abends 6 72 Uhr ist der Kaiser mit der kaiserlichen Familie nach Petersburg abgereist und wurde bei der Fahrt durch die Straßen überall von dem Publikum leb-
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