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* Butzbach, 8.

er nannte sich Friedri

Attsteig

°doch mit den Jntereffen der Pforte nicht unverträglich noch selbigen nachtheilig seien; als Zeichen des höchlichen Mißfallens Englands sei die Abberufung des Botschafters von Konstantinopel anzusehen. Ohne besondere Bezugnahme auf den Sturz Midhat Pascha's wird die Thronrede ferner der Hoffnung Ausdruck geben, daß durch die neuesten Vorfälle versöhnliche Rathschläge und die Wie­deraufnahme der diplomatischen Beziehungen begünstigt werden möchten. Ueber die künftige Haltung Englands wird in der Thronrede nichts enthalten sein.

Reuter's Bureau" meldet aus Rio de Janeiro vom 7. Februar: Gezentheiligen Nachrichten gegenüber ist weder hier, noch in Bahia, noch in Pernambuco irgend welche Spur von gelbem Fieber. Der Gesundheits'Zuftand in ganz Brasilien ist viel günstiger, als im Jahre 1876.

Wm

Montag den 1 Vormitta soll die der Gen Hausen zustehend Jagd aus 6 Jahre aieisterei öffentlich i werben.

Mdingshausen Grohh. Vürgermei

Statien.

Rom, 8. Februar. Der Papst hat die Zöglinge des englischen Colle» giumS empfangen, welche Adreffen überreichten. Die Deputirten-Kammer genehmigte die Aushebung der Personalhaft.

Türkei.

Konstantinopel, 7. Februar. In den Zeitungen wird als Ursache von Midhat's Sturze die Entdeckung eines von demselben organisirten Com- plottes zum Sturze des Sultans Abdul Hrmid und Ersetzung deffelben durch Murad angegeben. In der Nacht von Sonntag auf Montag hätten sich Mah- mud Damat Pascha, Redif Pascha und der Polizei-Minister im Palais des Sultans vereinigt und Letzteren, nachdem sie Beweise von Midhat's Schuld beigebracht, bestimmt, diesen zu verbannen. Der Sultan habe Midhat die Wahl gelassen, wegen Hochverrathes vor Gericht gestellt zu werden, oder in die Verbannung zu gehen; Midhat habe Letzteres vorgezogen und sich nach Brindisi führen lasten. Der kaiserliche Hat, welcher die Absetzung von Midhat anzeigt, beruft sich auf Art. 113 der Verfassung, wonach dem Sultan die Be- fugniß zustehe, Diejenigen, welche die Sicherheit des Staats gefährden, aus der Türkei zu verbannen.

Kottstantiuopel, 7. Februar. In einem officiellen Communiquö heißt es: Nachdem der Sultan die Verfastung proclamirt hatte, welche allen Un- terthanen Gleichheit verbürgt und das parlamentarische Regimö an Stelle des absoluten setzt, mußten sich alle Beamten, groß wie klein, den Bestimmungen der Verfassung fügen. Trotzdem neigte Midhat Pascha einer dem Geiste der Verfastung zuwiderlaufendeu Richtung zu. Es sind gewiste Acte zu constatiren, die daraus Hinweisen, daß die vom Sultan aufgegebene absolute Gewalt durch andere Hände ausgeübt werden sollte; einige Individuen schmiedeten Pläne gegen die Prärogative des Sultans und die politische Ruhe. Midhat hatte die Pflicht, dieses Treiben zu verhindern, aber er ließ es geschehen. Das ab. geschaffte Regimö wurde demnach in anderer Form wieder ausgeübt, wonach der Sultan den Entschlich faßte, Midhat zu verbannen, um seine Rechte, sowie den Geist der Verfastung zu wahren.

Der Minister der auswärtigen Angelegenheiten hat an die Vertreter der Pforte im Auslande folgende Mittheilung erlaffen: Midhat Pascha ist aus Grund des Art. 113 der Verfastung des Großvezir-Amtes enthoben und aus dem ottomanischen Reich verwiesen worden. Hierdurch wird keine Veränderung in der Politik der Regierung hcrbeigesührt; der Wille des Sultans ist nach wie vor dahin gerichtet, auf die genaue Ausführung der in der Verfassung gewährleisteten Principien hinzuwirken. Am Schluß der Mittheilung wird auf den Hat hingewiesen, welchen der Sultan gestern behufs Vorbereitung der mit der Verfastung zusammenhängenden Reformen erlaffen hat.

Konstantinopel, 8. Februar. DemLevant Herald" zufolge hat der Palast-Marschall, indem er Midhat Pascha seine Verbannung ankündigte, demselben Documente vorgewiesen, wonach er in ein Complott verwickelt war.

Numänieu.

Bukarest, 7. Februar. DerTimpul" meldet folgendes neues Cabi- net: Brattano, Präsident und Inneres; Jonescu, Unterricht; Chitzu, Justiz; General Cernat, Krieg; Campineanu, Aeußeres; Codrescoi, Finanzen. Die Bestätigung bleibt indessen noch abzuwarten.

Amerika.

Washington, 8. Februar. Die Special-Commission für die Entschei­dung der streitigen Punkte bei der Präsidenten-Wahl hat mit 8 gegen 7 Stim­men beschloffen, keine Beweis-Aufnahme über die Wahl-Vorgänge in Florida vorzunehmm, außer hinsichtlich der Wahl-Certificate und Zeugniffe für die Wählbarkeit Humphrey's.

Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen Gotte-dienst.

Ssnntag den 11. Februar. Morgens: Pfarrer Dr. Seel. Nachmittags: Pfarrverwalter Schlosser.

(Die PfarrgeschLfte in der Woche vom 1117. Febr. besorgt Pfarrvicar Schöner.)

Frisch back er )u Gießen.

Sonntag, den 11. Februar 1877. Georg SpieS am Wallthor. Mar. tin Lenz am Marktplatz. Friedrich Hennings auf d:m Seltertzweg.

eines großen Branntweintrinkers. In Smyrna ist vor Kurzem ein

Mehlhändler, Namens Georgia« StaortdeS, gestorben, der das seltene Alter von hun, dertundzwemnddrettzig Jahren erreicht hatte. Dr. Ornftein in Athrn, der diesen Mebl. Händler persönlich gekannt hat und dec auch die Nachricht von dessen Tode in arte- ch'schen Blättern veröffentlichte, versichert zugleich, daß der Verstorbene tätlich bei 400 Gramm Branntwein zu sich aenammen bade und dabei sich dennoch stets wohl und ae- sund befand.

Darmstadt. Eine höchst präcise Antwsrt wurde in einer der letzten Schwur. Serichtsverhandlungen von einem Zeugen abgegeben, der auf die zur Prüfung wie weit seine Kenntniß des ThatbestandeS reiche an ihn gerichtete Frage des Präsidenten an welchem Tage der Tod des Verletzten eingetreten sei, antwortetezwei Tage vor der Section."

Ueber einen originellen Selbstmord berichtet die WienerPresse": Ein Mull: kant in H-M-Vasarhely, Namen« Paul Albert, hat sich an seiner Baßgeige aufgehängt.

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Bötticher, Sladttichter,

* Febr. Bor einiger Zeit wurde von einem Herrn au« Gießen, . . - ich Carl und wollte Hetzer auf der Matn-Weser-Bahn sein, Lr seinen Freund Pabstmann, ebenfalls Hetzer auf der Matn-Weser-Vahn in Mar­burg wohnhaft (beibe Namen sind wie sich herauSgeftellt fingtrt) in hiesiger Stadt ein Zimmer gemiethet, für ein Mädchen, daS im Zerwürfnisse mit feinen Eltern lebend sich hier seine Ausstattung Herrichten wollte. DaS Mädchen kam auch bald darauf an und wußte sich durch sehr einnehmendes Wesen da- Zutrauen ihrer Hausleute so in erwerben, daß sie tm Hause behalten wurde, trotzdem man ihr ansah, daß sie Mutter werden würde. Kaum 8 Tage hier, gebar sie ein Mädchen. Man kann sich die Ver­blüffung der Leute vorstellen und auch die Sorge, al« sie bald einsahen, daß sie dupirt waren, denn es kamen verschiedene Echwindelgeschichten zu Tage, z. B der Hochzeiter blieb au«, er sollte plötzlich auf der Effenbahn verunglückt sein wie Briefe auS Gießen meldeten u. s. w. ES waren 9 Tage verstrichen, (Mittwoch 7. Febr.) gl« das Dienst­mädchen, welche« im Zimmer bei der Wöchnerin schlief, voll Angst de« Morsen« zu ihrer Herrschaft kam und berichtete, dieselbe sei auf und davon. ES war wirklich so die herzlose Mutter hatte ihr Sind zurückgelassen, war, wie sich bald herauSstellte. in den Nachtzug nach Kassel 12,45 ohne Yillet gesprungen, auf Requisition der hiesigen Bahnhofverwaltung jedoch tn Lang-GönS wieder au« dem Zuge entfernt worden darauf aber mit dem Frühzug um 3 Uhr wieder nach Frankfurt zurückgefahren. Bi« fcfct konnte nichts Nähere« ermittelt werden, vielleicht gelingt eS durch diese Heilen die Mutter zu ermitteln; dieselbe ist brünett, von mittlerer Statur, stark gebaut, von ange­nehmem «eußeren und hat ein braune« Maal aus einem Augenliede. Ihr Heimathschein scheint auch falsch zu fein, nach bemfelb-m wollte sie Margarethe Emmerich au« Büdmgen heißen, die Wäsche war gezeichnet C. 8.

Allen Kranken Kraft und Gesundheit ohne Medicin und ohne Kosten durch die Heilnahrung:

Revalesciere

Seit 80 Jahren hat keine Krankheit dieser angenehmen Gefundheits- speise widerstanden und bewährt sich dieselbe bei Erwachsenen und Hindern ohne Medicin und ohne Kosten bei allen Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Drüsen-, Schleimhaut-, Athem-, Blasen- und Nierenleiden, Tuberkulose, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unverdaulichkeit, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwäche, Hämor- rhckiden, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blutaufsteigen, Ohrenbrausen, Uebelkeit und Erbrechen sechst wahrend der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht; auch ist sie als Nahrung für Säuglinge schon von der Geburt an selbst der Ammenmilch ooczuziehen. Ein Auszug aus 80,000 Certi. ficaten über Genesungen, die aller Medicin widerstanden, worunter Certificate vom Professor Dr. Wurzer, Medicinalrath Dr. Angelstein, Dr Shoreland, Dr. Campbell, Professor Dr. Dödä, Dr. Lire, Gräfin Castleftuart, Marquise de Brähan, und vielen anderen hochgestellten Personen, wird franco auf Verlanaen eingesandt.

Abgekürzter Au-zug auS 80,000 Eertificaten.

Nr. 62476. Dem lieben Gott und Ihnen sei Dank. Die Revalesciere hat meine 18jährigen Leiden im Magen und in dm Nerven, verbunden mit allgemeiner Schwäche und nächtlichem Schweiß gänzlich beseitigt.

I. Comparet, Pfarrer, Sainte Romaine des Iles.

Nr. 89211. Oroaux, 15. April 1875. Seit vier Jahren genieße ich die köstliche Revalesciere und leide seitdem nicht mehr an den Schmerzen in den Lenden, die mich während langer Jahre fürchterlich gefoltert hatten. In meinem 93. Jahre stehend, er­freue Ich mich jetzt der vollkommensten Gesundbeit. Leroy, Pfarrer.

Nr. 45270. I. Robert. Von seinem 25 jährigen Leiden an Schwindsucht, Husten, Erbrechunaen, Verstopfungen und Taubheit gänzlich hergestellt.

62845. Pfarrer Boilet von Ecrainville. Von Asthma mit häufigen Erstickungen völlig hergestellt-

80416. Frau Major Deutsch, geb. von Horn in Posen; deren Kinder vom Drüfenleiden hergestellt.

Nr. 64210. Marquise von Bröhan von 7jähriger Leberkrankheit, Schlaflosigkeit Zittern an allen Gliedern, Abmagerung und Hypochondrie.

Nr. 75877. Florian Köller, K- St. Militärverwalter, Großwardein, von Lungm- nnb Luftröbren-Katarrh., Kopfschwindel und Brustbeklemmung.

Nr. 75970. Herr Gabriel Teschner, Hörer der öffentlichen höheren Handel«- Lehranstalt in Wien, in einem verzweifelten Grade von Brustübel und Neroenzerrüttung.

Nr. 65715. Fräulein de Montlouis, von Unoerdaulichkeit, Schlaflosigkeit und Abmagerung.

Nr. 75928. Baron Sigmo von 10 jähriger Lähmung an Händen und Füßen rc.

Die Revalesciere ist viermal so nahrhaft als Fleisch und erspart bei Erwachsenen und Kindern 50 Mal ihren Preis in anderen Mitteln und Speisen.

Preise der Revalesciere V» Pfd. 1 80 H, 1 Psd. 3 JL 50 2 Pfd. 5 JC 70

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Revalesciere Chocolat^e 12 Tassen 1 JL 80 24 Tassen 3 JL 50 48 Tassen

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Zu beziehen durch Du Barry u. Co. in Berlin W., 28-29 Passage (Kaiser- Gallerte) und bei vielen guten Apothekern, Droguen-, Specerei- und Delicatesfenhändlern im ganzen Lande, in Gießen bei Müller <fc Schwager. (632

Vermischtes.

Darmstadt, 5. Febr. Gestern Abend halb 8 Uhr gab der Tbürmer das Feuer- sigaal und war an der Eile der Glockenschläge sowie an der Röthe deS Himmels sofort wahrnehmbar, daß esGrotzfeuer" war. Die ersten Rufe bezeichneten irrig denLin- venhof" alS Objekt, auch dieKette" und daSTheater" wurden von Einzelnen aus- gerufen; doch bald wurde mit Sicherheit derHanauer Hof" genannt; allerdings war »ieS Objekt ernstlich bedroht, jedoch der Heerd des FeuerS in dem nebengelegenen (8e* deS Herrn Beigeordneten Georg Appfel gelegen. Da dasselbe gänzlich unbewohnt und das Feuer in der wsblgefüllten Scheune ausbrach so liegt die Befürchtung nahe, daß Brandstiftung von ruchloser Hand stattgefunden, was ja die eingeleitete Unter­suchung klarstellen wird.

Unsere freiwillige Feuerwehr war, wie immer, rasch alarmtrt und griff mit be­wahrter Energie da« Brandobject an. Hauptaufgabe war: die Fscade deS Seiten­baues vom Hanauer Hof vor demIn Brand gerathen" zu schützen, watz bei dem Flugfeuer und der großen Gluthbitze um so doppelt schwierig war, al« dieselbe alte- Lehmfachwerk ist. Unterstützt wurden die Spritzen durch die Dampfmaschine deS Herrn Dischinyer, welche sofort arbeitete und reichlich Wasser spendete, das auch von den Fuhrsäffern deS Großhcrzoglichen Hofes wie der Stadt fleißia herbeigefchafft wurde- Leider sind 2 Unfälle zu beklagen von denen wir wünschen, daß sie für die Beschädigten keine bleibenden Folgen nach sich führen möchten. Die Feuerwehrleute AßmuS, Schäfer und Geyder stürzten nämlich durch das Umfippen der großen Schiebleiter auf das Dach und verletzten sich dergestalt, daß mindestens mehrwöchige Arbeitsunfähigkeit die Folge sein wttd; ebenso wurde Herr Schornsteinfeaer Wenzel von einem herabfallenden Ziegelstück am Kopf nicht unbedenklich verl-tzt. Nach 10 Uhr rückte die Feuerwehr, unter Zurücklassung einer Wachtsprihe nebst Bedienungsmannschaft, wieder heimwärts, schmerzlich bedauernd, daß die projektirte Nachfeier des vortägigen Ballfestes so unzei­tig fleftirt war Allseitig lauten Tadel erfuhr die überaus verspätete Herbeischaffung der städtischen Feuerhaken, sowie die Belästigung der Feuerwehr durch unnütze Gaffer, wozu Frauen und Kinder ein großes Contingent stellten; man berichtet uns, daß noch in spätester Nachtstunde die Spritzenmannschaft von Betrunkenen in der unverschämte belästigt worden fei. Auf einzelne Zwischenfälle, welche erst einer zuver­lässigen Ermittelung bedürfen, werden wir wohl noch ein Mal, im Interesse der Feuer, »ehr wie der Gesammtbevölkerung, zurückkommen müssen. (Hess. LandeSztg.)

Donnerstag, alß Vormittag !'ll im Steinbacher Q len Embach unb Hk |cl| versteigest »erbt M Rmtr. Buchen-- 347 " 6

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Freitag t . n . , Vormittag? M Witte OtatS Grhö 741 Fichten- unb, ß5~37 Centim 6-j9 Mtr. L Ritter, theils r 536 Stück Ftc -Sparren geeigr

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