itt in bcn (Carnpoafocrcin Türkei.
Hurrah!
Do sein
Erloschene und Nochgeborne Narren, Gestimmte u. Nichtgestimmte Mitbürger!
Wir erachten es für unsere Pflicht, Sie nun wiever zur gemeinsokaftlichen Narrethei ^u- sammenzurufen. Indem wir uns zunächst zu weitgehenden Reformen, wie „freie stracke Ausübung christlich-jüdischer und türkisch-närrischer Barmherzigkeit", „unbeschränktes fideles Wahlrecht aller Feuereimer", „Preßfreiheit mit Spriymalerei und anderen Delikatessen", „Abschaffung der Querschreiberei, der Rangunterschiede und Maulkorbsperre" verstanden haben, begrüßen wir Sie mit Pritsche, Mütz* und Schellenklang und rufen allen Freunden eines gesunden Humors zu:
Jetzt meldet Euch, jetzt meldet Euch, der Joeus fängt bald an
denn in Kurzem beginnen wieder
die rcytlmäßiskn Mvvgtv trs Larinvalricrrins
Türkei. 3
--00000----
g Awr eingetreten nngenirt9
Seht^ wie es Jedem Türken wird:
Türkei!
Jetzt meldt
So trommelfelle-krachelich,
So ganz und gar behagerlich, So festlich, gästlick, sonniglich. So friedlich, freudig, wonniglich, So sympathetisch-brüderlich, Verführerisch und Liederlich, So treu, so offenherzerlich, So alles Leid verschmerzerlich, So sriedlich-freudlich-duselig,
Zuweilen etwas gruselig, So viel die Wahrheit sagerlick, So orientalisch-fragerlich, So türklsch-christlich-mörderisch, So schön moralisch-förderlich, So furchtbar-ungeheuerlich, So fromm und sonntags feierlich, So volksversammlungs-schauerlich, । Vröffnungsmäßig-trauerlich,
So wahlkampfmuthig-hetzerig, Viel Blech und unsinn-schwätzertg, So wünschelruthe-schwingerig, Zu wenig-wafier-bringerig, So humbug-charlatanerisch, So tugendhaft-spartanerisch
So sonntags-früh-frischbäckeriq, An Zwirbelkuchen-leckerig, So coloradokaferlich —
O Blaustrumpf, so hornbrilliglrL ’ Elise Polko liebst Du mich?
So Parlow, Btls'-orchesterlrch, So Nanni-Peppi-schwesterlich So aschermittwoch-weinerlich, Nicht-hut-abzieh-vereinerlick, So türkisch-närrisch liberal, So froh beim schäumenden Pokal So wünsche, daß es werden mag
In federn
6875)
Drum eilet, komme Jeder wieder, (Karneval, der Weltgebieter,
Laßt uns froh und lustig sein, .Peht in unser« Mauern ein.
Anmeldungen nehmen jederzeit entgegen
Die Pasrha’s des €’arnevali ereins Türkei.
Die Mitglieder des Eoncertveretns werden darauf aufmerksam gemacht, daß nach S 4 der Statuten die Eintrittskarten nur von den Familien-Angehörigen oder von solchen Personen benutzt werden dürfen, welche als Gäste sich der der bttnffmdcn Familie vorübergehend auihalien, nicht aber von anderen Personen. Wer seine Karte solchen nicht berechtigten Personen zur Benutzung überlaßt, hat nicht allein zu fitroartigen, daß die betreffenden Personen zurückgewiesen werden, sondern er kann auch selbst ^us dem Vereine ausgeschlossen werden (§ 4, Absatz 4).
Diese Bestimmung findet ihre Erklärung in dem § 6 der Statuten, wonach eint bedeutende Ermäßigung des Eintrittspreises fiatifindet, wenn mehrere Fomilienglreder an den Eoncerten Theil nehmen. Wäre hier eine Übertragung der Btllete aus andere Personen erlaubt, dann würden sich mchrerc Familien, ja mehrere Personen verbinden können und gemeinschaftlich einen weit geringeren Preis erzielen, als wenn sie einzeln bezahlten. So würden 5 einzelne Personen 45 JL zu entrichten haben; wenn sie aber zusammen 7 B'llete auf Einen Namen schreiben lassen würden, nur 30 was aus die Person 4 je 30 $ auemachen würde, während ein Einzelbillet 9 JL kostet Jede einzelne Person würde dann 4 JL 70 sparen; oder mit andern Worten, der ganze V.retn würde um 63 minus 30 oder um 33 oerkürzt werden.
In den Museums-Eoncerten in Franksurt ist es Anders. Tort zahlen 2 Personen das doppelte, 4 Persomn das Vierfache von dem was Eine zahlt ; in Folge dessen kann man dort auch unbedenklich den Vereinsmitgltebern gestatten, ihre Biüete an Andere abzugeben.
Uebrigens soll hier noch bemerkt werden, daß es Jedermann frei steht, einem andern Mitglieds des Eoncert-Vereins oder einem Nichtmitgliede, welches für ein bestimmtes Eoncert eine Eintrittskarte gelöst hat, seinen Sperrfitz abzutreten.
Für die Eintrittskarten zu den Vorlesungen gelten selbstverständlich dieselben Bestimmungen, wie für bit-j n*. en zu den Eoncerten. (6889
Der Vorstand des Concerivereins.
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Q Comptoir und Ceder-Lager befindet Q Q sich von heute an Q
8 Marburger-Strafie Nr. 179. O
O 6883) Ohler & Dofflein. ü
OOCXXXXX300QOIOIOIOOOOOOOOOOO Frankfurter Hof.
Heute Abend Streiclt ^vneert
von der hiesigen Regimentsmusik.
Anfang 8 Ubr. Entree 20 Pfg. (6902
6824) Eli em geebrren Publrkurn hiermit zur Nachricht, daß ich am 1. d. M. als Hebamme verpflichtet worden bm und halte ich mich zu aLen in meiner Praxis vorkommenden Leistungen bestens empfohlen.
Hochachtungsvoll
Wittwe Scbneider,
wohnhaft im Hanse des Hrn.Kaufmann u. Schlosser Nagel in der Brandgasse, 4.Stock. NB. Am Eingang des Ladens befindet sich der SchcUcnzug.
Zichmer (toncertoerein.
Zweites Concert
Sonntag; den $)• Deceinber, Abends 5 Ihr, im Clubsaale,
unter Leitung des Grossherzoglichen Universitäts - Musikdirectors Herrn Adolf Felchner und unter gefälliger Mitwirkung des Herrn Concertmeisters Hugo Heermann aus Frankfurt a. M., des academischen Gesangvereins und des durch auswärtige Künstler bedeutend verstärkten Orchesters.
PROGRAMM:
1.
Gedächtnissfeier für Julius RIETZ.
1) Concert-Ouverture (A-dur) von J. Rietz.
2) Actus tragicus „Gottes Zeit“, für Soli, Chor und Orchester, von J. 8. Bach.
II.
3) Jupiter-Symphonie (C-dur) von W. A. Mozart.
a) Allegro vivace, b) Andante cantabile, c) Menuett (Allegrctto). d) Finale (Allegro motto).
4) Concert für Violine mit Orchesterbegleitung, von Max Bruch (vorgetragen von Herrn Hugo II e e r m a n n).
5) Weihnachtslieder für gemischten Chor :
a. Es ist ein Ros’ entsprungen von Joh. Eccard.
b. Du Hirte Israels von Demetrius Bortniansky.
6) Zwei Solostücke für Violine mit Streichquartett (vorgetragen von Herrn Hugo Heermann) :
a. Abendlicd von R. Schumann.
b. Fantasie über das Rheinlied von Hugo Heermann.
Eintrittskarten für Nichtmitglieder sind in der J. Ri cker sehen Buchhandlung und R u d o 1 p h’schen Musikalienhandlung (in Ersterer nui bis Sonntag Mittag um 12 Uhr) zu haben. Nummerirte Plätze, soweit solche disponibel, v*t. 3. ___ ,
Anfang des Concertes giräcis 5 Uhr. — Oeftnung des Saales 4 Uhr.
Es wird darauf aufmerksam gemacht, dass der kleine Saal neben der einen Scitengallerie auch geöffnet ist, und dass das Conccit ganz präcis 5 Uhr beginnt. Dauer desselben 2 Stunden. ___________
Hierzu ein „zweites Blatt" und „eine Beilage".


