~ ~ zj , r pint,n hpÄ (cSpnnfÄ nn bi» Watimi flute, ihre eigenartigen nationalen Cböre und Gesänge werden mit merkungSwerther
Parrs, 6. September. Em von der unten des Senats an Die Ji t ^räcifton vorgetragen. Bei den Soll'« zeichnete sich der Bassist Franz! durch eine um-
aerichtetes Manifest ertheilt dem verstorbenen Thiers hohes xsoo und sorvert fanßrelü)C klangvolle, selten weiche Stimme, datz schöne Frl. „Peppt" durch emc wohl- e ■ « r r ■ rti.i.....Linon i ah rtor i i ii oh sWifton mit Ri il: it_____k - cn „.i. m f .. ...a c>»1 sl) ah ui" hnrifi hoh fii t »n h *> mitfifnl .1 hti nn miÄ
Frankreich aus, bei dieser Gelegenheit seinen souverainen Willen mit Ein- müthigkeit und Festigkeit durch die Wahlen ju bekunden für die liberal-conser-
Dann noch daS Intelligenz-Blatt: r r .....
Die Concerte der Tyrolerzeseüschaft „Rechner" fahren fort abendlich die Jiaunie oe® „Cafö Göthe" zu füllen — selbst gestern hatte sich trotz des Regens ein ziemlich zahl- reiches Publikum eingefunden, — dieselben verdienen indessen auch m lebet Jffiei e ben Anklang, den ste so rasch an unserem durch häufige Wiederkehr derartiger Aufführungen etwas verwöhnten Platze gefunden. Die Leistungen der Gesellschaft sind durchgehends
thuende Natürlichkeit und Frl. „Nanni" durch bedeutende musikalische Begabung au«, welche letzirre sowohl beim Gesang ihrer Lieder rote nicht minder bet ihren vo>trägen auf der Zither zur Geltung kämmt- Last not least sei noch der technischen Fertigkeit d.s Herrn Lechner bei der Behandlung des Holz- und Slroh-ZnstrumenteS gedacht. —
Hoffentlich werden die Künstler auch hier ein dankoaretz Publikum finden.
Gießen, 8. Sept. Auf Einladung des hiesigen kaufmännischen Vereins hält Freitag den 14. dss. tm Saale des Hotel „Prinz Carl" der berühmte Reisende Herr Professor Robert von Schlagintweit einen Vortrag über die von ihm zweimal ihrer ganzen Ausdehnung nach bereiste Pacific Eisenbahn in Nordamerika Nicht nur für Erwachsene, sondern auch für die wißbegierige Jugend büifle dieser Vortrag von großem Interesse (ein, um so mehr, alS er durch eine größere Karte und zahlreiche stereoskop>sche Ansichten erläutert wird.
Itattc»
Rom, 7. September. Die „Agenzia Stesani" melbet: Der Papst wurde aestern Abend vo» einer leichten Ohnmacht befallen, welche indeß keine weiteren Folgen hatte. Heute erhob sich derselbe erst spät und begann zu arbeiten. Die Schwache hält indessen noch an.
vative Republik. , , ;
Pari-, 7. September. Jules Grsvy wird m seiner Eigenschaft als künftiger Leiter der republikanischen Partei bei der Beerdigung von Thiers die Grabrede halten. Die belgische Gesandtschaft wird der Leichen-Feterlichkeit tn Anerkennung der Verdienste, welche Thiers Belgien im Jahre 1831 geleistet, in corpore beiwohnen. Die Akademie beauftragte de Sach (statt Dllivier), eine Grabrede zu halten.
— Die Leichen-Feierlichkeiten für Thiers sind auf Samstag Mittag tn der Kirche Notre-Dame de Lorette angesetzt. Das Amtsblatt veröffentlicht einen Bericht des Ministers des Innern, Fourtou, welcher vom Marschall-Pra- sidenten genehmigt ist; durch denselben wird unter Ausdrücken des Bedauerns das Decret, welches die Bestattung von Thiers' Leiche auf Staatskosten anordnete, wieder aufgehoben. . ,r . . ,
Paris, 7. September. Der größte Thetl der Senatoren und ehemaligen Deputirten der republikanischen Partei ist bereits zur Leichenfeier von Thiers hier eingetroffen. Man erwartet bedeutenden Zuzug aus allen Theilen des Landes. Die kirchliche Feier sollte nach der Intention der Madame Thiers in der Madeleine Kirche stattsinden; da jedoch die hierzu erforderliche Autorisation nicht ertheilt wurde, so wird die Feier in der Pfarrkirche Notre Dame de Lorette gehalten. Am Grabe wird im Namen der Deputirten der^bisherige Kammer-Präsident Grcoy reden, um so zu bekunden, daß er an Stelle von Thiers die osficielle Leitung der republikanischen Partei übernehme.
Krrglaud
London, 7. September. Lord Derby ließ sich in einer gestern Abend zu Liverpool gehaltenen Rede folgendermaßen bezüglich der orientalischen Frage aus: Der gegenwärtige Zeitpunkt sei nicht günstig für die Einmischiing neutraler Mächte zu Gunsten des Friedens, aber der Zeitpunkt dürfte kommen und nicht sehr weit entfernt sein, wo Englands gute Dienste annehmbar erscheinen würden; die Regierung werde denselben, sobald er eintrete, nicht unbenützt vorübergehen lasten.
Der orientalische Krieg.
Wien, 6. September. Die „Polit. Corresp." meldet aus Bukarest vom 6. d.: Gestern früh entwickelte sich in der Umgebung von Rustschuk ein bedeutender Kampf. Bald darauf begannen die Rusten von Slobosia ans em Bombardement, welches, von türkischer Seite erwidert, den ganzen Tag andauerte und heute fortgesetzt wurde. — In verflossener Nacht versuchten türkische Truppen von Widdin aus auf Barken sich Cuperceni zu nähern.wurden aber durch das Feuer der rumänischen Batterien zurückgetrieben. Die Garnffon von Widdin ist wegen der drohenden Haltung Serbiens auf 8000 Mann verstärkt.
Konstantinopel, 7. September. Ueber das bereits gemeldete Treffen enthält ein Telegramm Mehemed Ali's aus Koslova noch folgenden misfuhr- licheren Bericht: Die Türken, in zwei Colonnen getheilt, griffen eine Division des zweiten russischen Armee-Corps in der Umgebung von Koslova an. Nach blutigem erbitterten Kampfe wurden die Rusten vollständig geschlagen,. gingen aller ihrer Verschanzungen verlustig und zogen sich über den Lom-Fluß zurück. Jbre Verluste werden aus 3000 Mann geschätzt. Der die russt.che Cavallene befehligende General wurde getödtet. Der türkische Verlust belief sich auf 200 Todte, darunter 2 Oberste und 700 Verwundete. — Die „Agence Havas meldet: Die Montenegriner erlitten vor Nicsic eine Niederlage mit von 1300 Mann und hoben die Belagerung der Festung auf. Bezüglich der Kämpfe bei Lowtscha und Schlpka ist noch keine amtliche Depesche.ver- öffentlicht.
Aufgebote.
3. September. Kaufmann Christian Philipp Theodor Küchler zu Gießen mit Johannette Elise Mathilde Pfannmüller zu Gießen. — 4. Mechaniker Karl Konrad Georg Anton Best von Gießen mit Anna Katharina Friederike Bach von Gießen. - Metzger Heinrich Georg Meister von Königsberg mit Karoline Christiane, Wittwe deS Bierbrauers Anton Dobner, geborene Plank von Gießen.
Eheschließungen.
Seotember 5. Arbeiter Georg Meikel von Romrod mit Marie Karoline Christiane Georgette Lemp von Gießen. — Telegraphist 9rrüna Wilhelm Adolf Bourgeois von Gießen wohnhaft in Kirchweyhe, mit Friederike Wilhelmine Dorothea ecbraner non Gießen. — 7. Schlosser Otto Bernhard Müller von Chemnitz siiit Marie Louise Susanne Josephine Meinhardt von Gießen. — Schlosser Karl Wilhelm Ernst Emden von Brandenburg mit Karoline Häuser von Gießen.
Geborene.
27. August. Sophie Marie Magdalene, Tochter von Heizer Johannes Krahl. 29, Philipp August, Sohn von dem Großh. Gensd'ann Johannes Noder. 30. Max Emil, Sohn von Fuhrmann Casper Baffer. — Ein Kind männlichen Geschlechts (noch ohne Vornamen) von Seilermeister Valentin Brauer. 2. September. Heinrich, Sohn von Schneider Johann Gottlieb Julius Exner. — 4 lieben Geschlechts (noch ohne Vornamen) von Bahnarbeiter Justus Walther. Wilhelmine Auguste Johanna, Tochter von Lackirer Martin Philipp Karl Ludwig Hellmo?d - 2 Wilhelm, Sohn von Heizer Lou.s Kreiling. 1. Johanna e n tn der Entbindungsanstalt geborenes außereheliches Kind von Auswärts^ "^ert, ein in der Entbindungsanstalt geborenes außereheliches Kind von Auswärts, - 31 August. Ein Kind weiblichen Geschlechts (noch ohne Dornamen) von Kaufmann Wilhelm Balser. — 4. September. Anna Kunigunde, ein in der Entbindungsanstalt geborenes außereheliches Kind von Auswärts. — Karl, Sohn von Fuhrmann Friedrich Wilhelm Wilke. — 3. Georg Emil, Sohn von Metzgermeister Johannes Seng. - Amalie Emma Mathilde, Tochter von Photograph Ludwig Orth.
Gestorbene.
2. September. Susanne Johannette Louise Elisabeth Marie Stückrath, geborene rrmesch 31 Jahre 9 Monate 22 Tage alt, Ehefrau des Schreinermeifters Karl Stück-
- 73 margar'tbe Sinn, geboren- H-nk-I, 29 Jahr- 1 Monai 26 Tag- alt, Wittwe des Dienstmanns Konrad Zinn. ""-rrnifT*”nnflTT"*
Auizug aus den MrHenvüqern oer Staat (filtern. Evangelische Gemeinde.
Getraute.
Den 5 Sept. Georg Merket, Arbeiter dahier, des verst. TaglohnerS in Rom- rob Friedrich Merkel, ehet. Sohn; und Marie Karoline Christiane Georgine Lemp, des'verst. Lchäfers, Johannes Lemp, ehel. Tochter.
Denselben. Franz Wilhelm Adolf Bourgeois, Telegraphist in Kirchweyhe, des verst. Kirch ndieners, Johannes Bourgeois, ehel. L>ohn; und Friederike Wsthelmme Dorothea Shraner, des Bürgels und SchremermelsterS, Joseph Schraner, ehel. Lochter.
Den? Sept. Karl Wilhelm Ernst Emden, Maschinenschlosser dahier, des verst. Oeconomen zu Brandenburg a. d. Havel, Eduard Emden, ehel. Sohn; und Karolme Käufer des verst. Bürgers und Schneiders, Caspar Hauser, ehel. Tochter.
Getaufte. .
Den • Sept. Dem Premierlieutenant tm 8. Jägerbataillon zu Zobern, Ludwig Weber eine Tochter, Elsa Franziska Johannette Anna Luise, geb. den 21 Juli.
Den a. Sept. Dem Eisenbahnschaffner Heinrich Gobel, eine Tochter, Marie Katharine^ gb^de schreiner Friedrich Sprankel, eine Tochter, Katharine Luise ®i1 *6$)6enf’eUen. Dem Lokomotivheizer Ludwig Klein, ein Sohn, Friedrich Wllhelm Karl, Diätar Johannes Wallenfels, eine Tochter, Johanna, geb.
Öen "Äta. Ein un-b-l, Tochi-- von Answäils, (Smilie 2utft, geb. b<n 24 Sug.
Den 6. Sept. Dem Restaurateur, Wilhelm Kramer H , ein Sohn, Wilhelm De'nselEb m^ Dem' Lehrer Ludwig Seipp, eine Tochter, Ida Anna Elisabeth, geb- den 28. Juli. © e t r b 1 t
Den 4. Sept. Marie Stückrath, geborene Zwesch, Ehefrau deS SchreinermeisterS Karl Stückrath alt 31 I. 9 M. 10 T., gest. den 2. Scptt —
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Gießen, 8. Sept. Kommenden Dienstag und Mittwoch wird Herr W^Wenzel sikliebhabern wieder einen Genuß bereiten. Die Tyrolergesellschatt "^^ner a dem Innthal wird zwei Concerte hier geben. Ueber die Leistunaen bieser Gesell chaf in Frankfurt, woselbst sie fast 4 Wochen allabendlich im a f ® 0 V2,tht n 91 her blingen die Frankfurter Zeitungen die lobendsten Kritiken. So schreibt u. 21. ^rQnf'l)ie ungünstige Witterung hat in den letzten Wochen manche beabsichtigte Conr cert-Aufführung im Gatten des „CafL 'Äocthe" vereitelt: um so erfreulicher ist zube- richten, daß am vorgestrigen Abend (Donnerstag) das erste Auftreten ^ner Tyrol Sängergesellschaft von Herrn Hans Lechner aus dem Innthal geführt, das ^ubtikurn durch ihre Leistungen wahrhaft überrascht hat und bte Theilnahme desselben auch ein nicht geringe war. Was diese Natursänger aus den hohen Alpen besonders bevoizugt, sind nicht blos ihre guten Stimmmittel und pragnmilk: Vortragsweile, eine vorzügliche Auswahl eigenartiger und melodisch schöner., woh klingender Lieder und d-m ousm-rkiam-n B-°dachi-r, d-r S"-r G-l-«-»h.ii VN. - an d'-s-m P-8- ahn- liche Gesangs-Gruppen, ^Tyroler", zu Horen, kann es nicht entgehen, daß cr hier Neue^, die Stimmung antmtrenbe und anregende besänge 'M ^"^EM vvlf'3"^ vorgestrigen, sehr unterhaltendem Gesangs-Abende der auch des Heiteren und Komischen viel darbot, ist als besonders werthvoll hervorzuheben, die Leistung des HerrnRechner selbst auf dem Holz- und Stroh Instrument. Derselbe zeigte in dem Spiel auf diesem einfachen Mechanismus eine staunenswerthe Fertigkeit, wie sie hier wohl wenig igeholt wurde, denn das Beste und zugleich Anstrengendste, w.s derselbe, vorgestern vortrug, waren die schwierigen Variationen zu dem bekannten »Carneoal von Ernst. Unter den Gesängen fand großen Beifall ein komischer Chor: .Die 6oncc^:^i°pbe ' die heitere Abwechselung und die nachgeahmte Instrumentation das Publikum äußer t befriedigte. Den Schluß der Aufführung machte eine fe^r alt«ene^m ein Tirolerlied: „Der Frohsinn auf der Alp", in dem nicht nur die Stngw se s h a'ifprechend und lieblich heroortrat, sondern mehr noch brachte ein dem sich an chtteßen. der höchst origineller, komischer Nationaltanz die Zuhörer tn wahren ^"^usiasmus, die Wiederholung war für die Vortragenden sichtlich anstrengend, denn der Gesa g während des Tanzes kam schließlich in ein ebenso komisches Durchemandei. Em Weicher wohlverdienter Beifall lohnte die Leistungen der Gesellschaft und können wir in de folgenden Concerten dem Publikum ähnliche musikalische Genüsse tn Aussicht stellen und den Besuch denselben nur bestens empfehlen-
Eingesandt.
Anderwärts besonders tn Universitätsstädten, sucht man das Publikum auf die öffentlichen G-däude und ihre Sehenswürdigkeiten als Museen u dal- aufmerksam zu machen. Anders verhält es sich bei uns, wenigstens tn einem gcroiffen Falle. Unsere Anatomie, eines der schönsten Gebäude der istadl, dessen Anlage und Ausschmückung eine gelungene zu nennen ist; mit einem großen geräumigen Hofe durch 2 Seitenflügel gebildet, ein schönes Portal mit einer freien Treppe versehen, im Hofe die Einrichtung eines Wasserbassins mit Springbrunnen, wozu wahrscheinlich auch die nöthigen Wasser- cel’erootre und Leitung da ist; alle diese Schönheiten sind dem Publikum verschlossen durch einen die ganze Breite des Hofes einnehmenden Brettervcrfchlag, der nicht schlechter gedacht werden kann- Wirst man einen verstohlenen Blick in den abgeschlossenen Hof, so ähnelt derselbe eher allem anderen, als dem Hof eines öffentlichen GebSudeS. Der Vorgarten, der von Polizei aus nur als ein Ziergarten bestehen soll und darf, ist eine Wüstenei im mahien Sinn des Worts. Das Ganze macht den Eindruck alS sei das Gebäude dem Verfall preisgegeben und nicht bestimmt für öffentliche Zwecke und Benutzung zu dienen. Ein fernerer Mißstand ist die Treppe, bereit Breite daS ganze Trottoir einnimmt und den großen Verkehr auf der Bahnhofssttaße auf eine gefährliche Weise hemmt. Diese Treppe könnte, wenn der Eingang dahin verlegt würde, wohin er gehört, entbehrt werden. Muß doch auch jeder Bürger derartige Treppen und vielleicht die viel weniger stören, entfernen. Mözen diese wenigen Zeilen dazu beitragen, diesem Uebel auf irgend eine Art ein Ende zu machen.
Handel und Verkehr.
Gießen, 8. Sept. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Pfd. 1.30—40, Hühnereier, per Stück 6 Käse, per Stück 5—9 Käfematte. per St. 3 X Erbsen, 1 Liter 16 Linsen, 1 Liter 20 Tauben, das Paar 55 H, Hühner, per Stück 75 X Hahnen per Stück 60 Enten per Stück JL 1.35, Kartoffeln 100 Kilo 6 JL
Friedberg, 6. Sept. (Fruchtbencht) An der festen Stimmung, die im Allgemeinen im Getreide-Geschäft herrscht, kann unsere Gegend nicht Theil nehmen, weil die Qualitäten mitunter sehr gering und der Verkauf ein sehr schwieriger ist- Die Zufuhren von Weizen Haden sich etwas gemehrt, andere Getreidesorten sind noch wenig angeboten. Die Preise sind unverändert geblieben und noliren wir: Weizen 22.50 bis 22 80, Roggen JL 18, Gerste X 18, Hafer X 15—18.
Auslug a. d. Slandesamtsregiflkrn dcs Standesamts Gießen.
Vom 1. bis 7. September 1877.


