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Mo 106. Mittwoch, den 9. Mai 187V.
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Anffize- utiit Amtsblatt für tat Kreis Gießen.
Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn.
Expedition: Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.
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, AmLNcher Hheil.
B e k a n n t m a ch u n g.
Betreffend: Die Parcellenverweffung und Consolidation in der Gemarkung Saasen.
Der Ortsvorstand zu Saasen Hal den Antrag gestellt mit der Parcellenvermesiung eine Zusammenlegung der Grundstücke in der ganzen Gemarkung zu verbinden.
Dieser Antrag nebst der summarischen Darlegung und dem Namens-Verzeichniß der Betheiligten ist auf dem Düreau der Großherzoglichen Bürgermeisterei Saasen vom 14. l. M. nn vier Mocken lang zur Einsicht der Interessenten offen gelegt.
Die Abstimmung über den Antrag soll
Donnerstag den 21. Juni 1877, Vormittags von 9—12 Uhr, aus dem Bürgermeisterei-Düreau in Saasen stattfiuden und werden sämmtliche Interessenten aufgefordert, in dem genannten Termin sich an der Abstimmung zu betheiligen.
Die weder in Selbstperson, noch durch gehörig legitiwirte Bevollmächtigte abstimmenden Stimmberechtigten werden als für die Ausführung der Zusammenlegung in der im Antrag vorgeschlagenen Weise stimmend, angesehen werden.
Auswärtige Grundbesitzer der Gemarkung Saasen roerben zur Bestellung eines Bevollmächtigten in der Gemeinde unter dem Rechtsnachtheil aufge- sordert, daß bei weiter nöthig werdenden Handlungen eine besondere Aufforderung an sie nicht mehr ergehen wird.
Endlich wird darauf hingewiesen, daß nur diejenigen Grundbesitzer, welche im Grundbuche eingetragen stehen, oder deren Erben, znr Abstimmung legitimirt sind, daß jedoch bei zeitigem Antrag das Ab- und Zuschreiben noch während des Laufs der Offenlegungssrist erwirkt und durch das Großherzogliche Steuercommiffariat gewahrt werden kann.
Gießen, den 4. Mai 1877.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
v. Röder.
politischer Hheil.
Deutschland.
Darmstadt, 4. Mai. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht:
Am 28. o. Mts. die Landgerichts-Assessoren Dr. Karl Arnold in Gernsheim, Dr. Karl Eigenbrodt in Grünberg, Ludwig Ebel in Homberg, Otto Jung in Schotten, Heinrich Raab in Seligenstadt, Johannes Baptist Herrmann in Beerfelden und Victor Kösterus in Seligenstadt in dieser Reihenfolge an die Landgerichte zu Seligenstadt, Gernsheim, Grünberg, Offenbach, Schotten, AlS- feld und Beerfelden zu versetzen und die Gerlchts-Accesststen Gustav Kullmann aus Cngelrod und Ludw. Ludwig aus Darmstadt zu Landgerichts-Äfjefforen bei den Landgerichten zu Seligenstadt bezw. Homberg zu ernennen.
Darmstadt, 5. Mai. Die Nr. 23 des Großherzoglichen Regierungsblatts hat folgenden Inhalt:
1. Bekanntmachung Großherzoglichen Gesammtministeriums, Abänderungen der Postordnung vom 18. December 1874 betreffend.
2. Bekanntmachung Großherzoglicher Provinzial - Direction Starkenburg, die Wahl der Geschworenen in der Provinz Starkenburg für das Jahr 1878 betreffend.
3. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Alzey, die für das Jahr 1877 zur Bestreitung der Communal-Bedürfnisse der Gemeinde Uffhofen im Kreise Alzey zu erhebenden Umlagen betreffend.
4. Bekanntmachung Großherzoglichen Krersamts Worms, die Nichterhebnng der Umlage der israelitischen Religions-Gemeinde zu Nieder-Flörsheim für 1877 betreffend.
5. Sterbefälle.
Darmstadt, 5. Mai. Unterm 21. April hat das Ministerium des Innern der zweiten Kammer eine Vorlage zugehen lassen, welche das Ansinnen enthält, zu den Kosten des Neubaus der Ohmbrücke in der Gemarkung Ober- Ofleiden einen Beitrag von 5000 Mk. aus Staatsmitteln bewilligen zu wollen. Die Kosten des Neubaues sind zu 16,000 Mk. angeschlagen worden; nach dem Gutachten des Großh. Kreisbauamts Grünberg dürften dieselben indessen den Betrag von 13,500 bis 14,000 Mk. nicht überschreiten, und würde daher, ivenn ein Zuschuß von 5000 Mk. bewilligt werden wollte, die Gemeinde höchstens noch einen kleinen Kostentheil mben den von ihr bereits vorgesehenen 8000 Mk. aufzubringen haben. Der Kreistag des Kreises Alsfeld hat die ihm angesonnene Unterstützung der Gemeirtde aus Mitteln des Kreises abgelehnt, die Gemeinde hat 8000 Mk. in dem Voranschlag zur Bestreitung der Kosten des Neubaues vorgesehen, ist aber nicht vermögend genug, um den noch weiter erforderlichen Betrag aus ihren Mitteln aufzubringen.
Berlin, 6. Mai. Die Pforte hat hier amtlich erklären lassen, daß sie in Folge der Vorstellung der deutschen Regierung die Maßregeln betreffs Ausweisung der russischen Uuterthanen aus der Türkei zurückziehe und das Pro- tectorat der deutschen Vertretung über die russischen Ulltertharien, Etablissements und russischen Interessen anerkenne. Sie behalte sich jedoch vor, in einzelnen Fällen verdächtige Individuen auszuweisen oder aus vom Feinde bedrohten Punkten zu entfernen. Russen, die im osficiellen russischen Dienste gestanden haben, sollen binnen einer noch zu bestimmenden Frist das Land verlassen.
Wiesbaden, 5. Mai. In Mittelheim explodirte ein Dampfkessel tu einer chemischen Fabrik. Drei Menschen todt,-die Zahl der Verwundeten ist noch nicht ermittelt.
Hagenau, 5. Mai. Der Kaiser ist heute Vormittag 8y2 Uhr von .Straßburg abgereist und äußerte sich über die Aufnahme, sowie den Aufenthalt daselbst sehr befriedigt. Hier traf der Kaiser um 10 Uhr ein, wurde auf das Festlichste empfangen und setzte nach Musterung der Truppen um ili/2 Uhr seine Reise nach Bitsch fort.
Metz, 7. Mai. Heute früh 4 Uhr brach in der Dachung des Doms Feuer aus, welches das Dach vollständig zerstörte und auch das Innere des Doms beschädigte. Der Kaiser war selbst auf der Brandstätte.
Rußland.
Petersburg, 6. Mai. Der „Regier.-Bote" meldet aus Moskau: Bei dem Kaiser fand gestern im Kreml Vorstellung der Notabeln, des Militärs, des Adels-Marschalls, des Kaufmannsstandes, des Stadtvorstandes und des Gewerbestandes statt. Der Adels-Marschall und das Stadthaupt überreichten Adressen, letzteres auch Brod und Salz. Der Kaiser sprach seinen Dank aus und begrüßte vom Balcon aus das massenhaft versammelte Volk. Nach einem Besuch der Ußpensky-Kathedrale fand die Parade statt. Abends besuchte der Kaiser die Rout bei dem General-Gouverneur.
— Lord Loftus überreichte heute dem Fürsten Gortschakoff die Antwort Englands auf das russische Circular. Gutem Vernehmen nach beabsichtigt die russische Regierung nicht, darauf zu erwidern. — Der Kaiser trifft morgen früh 10 Uhr hier ein, hält feierlichen Einzug in die Stadt und empfängt vor dem Katharinen-Denkmal eine Deputation der Gewerbtreibenden.
Moskau, 5. Mai. Der Kaiser, der Großfürst-Thronfolger und Großfürst Wladimir sind gestern Abend 10 Uhr hier eingetroffen und von der Kaiserin, sowie von der Großfürstin-Thronfolger empfangen und von der Bevölkerung mit großer Begeisterung begrüßt worden.
Moskau, 5. Mai. Heute Vormittag 10J/2 Uhr wurden die Stände vom Kaiser in feierlicher Audienz empfangen. Um 1 Uhr sand eine Parade statt. An die Stände richtete der Kaiser folgende Worte: „Vor 6 Monaten sprach ich hier die Hoffnung aus eine friedliche Lösung der orientalischen Frage aus. Ich wollte das theure Blut meiner Uuterthanen bis zum Aeußersten sparen. Doch waren meine Bemühungen vergeblich. Gott hat es anders gewollt. Mein Kischeneffer hat dem Reiche verkündet, daß der vorausgesehene Moment eingetreten ist. Ganz Rußland, Moskau voran, antwortete meiner Erwartung entsprechend. Heute bin ich glücklich, daß ich gemeinschaftlich mit der Kaiserin den Moskowitern für ihren durch die That bewiesenen Patriotismus danken kann. Diese Opserwilligkeit übertrifft meine Erwartungen. Wolle Gott uns helfen, unsere Aufgabe zu erfüllen, und wolle er unsere für Glauben, Kaiser und Vaterland in den Kampf ziehenden Truppen segnen."
— Auf Initiative des evangelischen Hülfsvereins überreichten hiesige Deutsche der Kaiserin 10,000 Rubel für die Verwundeten. Der deutsche Club bewilligte zu gleichem Zwecke 15,000 Rubel.__________________________________
Der orientalische Krieg.
London, 5. Mai. Das in Cvrfu stationirte britische Geschwader erhielt, einer Meldung von „Reuter's Bureau" zufolge, Befehl, nach Creta abzugehen.
Petersburg, 5. Mai. Nach einem Telegramm des Oberbefehlshabers aus Kisckeneff vom 4. b. Mts. ist bei Leowo der Uebergang der Truppen über den Pruth durch eine außergewöhnliche Anschwellung des Fluffes verzögert wor-


