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wesen sind, wird nicht berichtet; jedenfalls aber war die Wirkung des Feuers eine gewaltige, denn die von mehreren Kugeln getroffene Dschihine mußte am feindlichen Ufer auf den Strand laufen, um sich vor dem Sinken zu schützen. DieZarewna, welche in der Absicht des Enterns den Türken am nächsten gekommen war, mußte von der Xenia mit großer Anstrengung aus dem Feuer herauSgeholt werden. Der Rumäne Murjescu schrie beständig auf türkisch: „Gut Freund!", aber die Türken waren zu klug, um ihm zu glauben. Schon wollten die Russen ihre Absicht aufgeben, da sprang Lieutenant Duvaschew, gefolgt von einer Anzahl seiner Leute, mit einer Torpedokette ins Wasser, schwamm zu dem feindlichen Schiffe hin und befestigte dieselbe an dessen Bug, ohne daß er von den Türken bemerkt worden wäre. Nun ruderte man zum Ufer zurück, indem man durch einen elektrischen Draht mit der Torpedokette in Verbindung blieb. Am rumänischen Ufer angelangt, setzte man den elektrischen Funken in Thätigkett, und sofort stieg an der Stelle wo der türkische Monitor lag, eine ungeheure Feuersäule zum Himmel empor, die von einem dumpfen Knalle gefolgt wurde. Am folgenden Morgen war von dem türkischen Schiffe nichts mehr zu sehen, seine Begleiter aber, die in der Entfernung von einigen Kilometern Anker geworfen hatten, dampften ruhig aus dem gefährlichen Fahrwasser hinweg. Von der Besatzung des Seist scheint Niemand gerettet worden zu sein, auch fand man am türkischen Ufer nur einen einzigen, entsetzlich verbrannten und verstümmelten Körper vor. Im Laufe des folgenden Tages setzten nämlich die Nüssen nach dem türkischen Ufer über, um womöglich einige Trophäen mit nach Hause zu bringen. Sie behaupten, nur wenig mehr von den Trümmern des Schiffes gesehen zu haben, doch habe sich die Flagge des Schiffes bei einem Trupp von sieben Türken befunden, die bei ihrer Annäherung davongklaufen seien. So weit nach russisch-rumänischen Quellen die Schilderung des Ereignisses, welches sich in einer türkischen Schilderung vielleicht anders ausnehmen würde, falls überhaupt ein türkischer Zuschauer des seltsamen Schauspiels am Leben geblieben ist. Dubaschew und Schestakow, die Helden des Tages, wurden am Sonntag dem Großfürsten Nikolaus vorge- stellt, der ihnen eben so wie allen bet der Unternehmung betheiligten Mannschaften das -Großkreuz des St. Georg-Ordens verlieh, während der rumänische Oberst Murjescu das Kreuz des St. Wladimir-Ordens erbielt- (K- Ztg.)
Literarisches.
Der Inhalt des uns soeben zugegangenen neuesten (16.) Heftes von „Ueber Land und Meer,, (Verlag von Eduard Hallberger in Stuttgart) ist wieder ein sehr interssanter und reicher, wie der nachstehende Inhalt dieß beweisen dürfte. Preis «ines Heftes dabei nur 50 Pfennig.
Text; Die alte Geige. Novelle von G otth o ld L o gau. — Zur Kirmeß. — Ein Ausflug in das jüngste der Taunusbäder. Nauheim. — Notizblätter. — Ein Ritt durch den Donaustrom bei Wien. — Zum Jubiläum des Fürsten der Mathematiker
Carl Friederich Gauß. — Ritter oder Dame. Historische Novelle von Gregor Sawarow. — Peter Quidam's Nheinfahrt. Eine Dichtung in zwölf Gesängen. Don G e r- hard von Amyntor. — Beim Geflügelhändler. — Eine Moden-Reminiscenz. Von Friedrich Uwinger. — Der wiener Wald. Von Max Wirth. — Orientalische Zukunftsmusik. Von W. o. Oünheim. — Aus meinen Kadettenjahren. Lose Blätter von Joh. van Dewall. 26. Der Urlaubsoetter. 27. Die angeholzte Tante. — Die siebente Todsünde. Novelle von R. Frhrn. v. Liliencron. — August Wilhelmj. Von Dr. Hans G- v Mülder. — Das türkische Parlament. — Turf-Auspizien. Von Lu sch a. — Ostern in Rußland. — Wolf und Lamm. (Kopie der Oelfarbendruckprämie mittlerer Größe dieses Jahrgangs.) — Eine türkische Tschaikenbrücke bet Widdin. — Von der Ostküste des adriatischen Meeres. Von M. M v. Weber. V. Cattaro. — Naturkalender. Von vr. Karl Ruß und Bruno Dürtgen. Mai. — Zeitchronik.— Astronomisches Tagebuch. Mai.— Vom Büchermarkt. — Schach. — Bilderräthsel .— Blumen-Räthsel — Briefmappe.
Illustrationen: Fahrt zur Kirchweih in Holland. Zeichnung von Adolf Dillen. — Bad Nauheim. Originalzeichnung. — Zubooies' Ritt durch den Donaustrom in Wien. Originalzeichnung. — von V- Katzler. — C. F. Gauß. Nach einer Lithographie von Rittmüller im Verlag von Vandenhoeck & Ruprecht in Göttingen. — Beim Geflügel- Händler. Gemälde von Carl Rohde. — Ein neuer Paris. Nach einem gleichzeitigen Stich. — Les petits-maitres. Nach einem gleichzeitigen Stich. — Aus meinen Kadettenjahren. Von Johannes van Dewall. Sechs Bilder. — Aus unserer humoristischen Mappe. Sechs Bilder. — August Wilhelmj. Originalzeichnung von K. Kög ler — Sitzung des ersten ottomanischeu Parlaments in Konstantinopel. — Auf dem Marsfelde in St. Petersburg während des Osterfestes. Zeichnung von Gust av Bcolin g- — Wolf und Lamm. Nach dem Gemälde von Brochart. (Kopie der Qelfarbendruck- prämie mittlerer Größe dieses Jahrgangs ) — Zusammenstellung einer türkischen Kriegsbrücke aus Tschaiken zn Widdin. Originalzeichnung von Schönberg.
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Inserate,
welche in der folgenden Nummer Aufnahme finden sollen, bitten wir bis Vormittags 11 Uhr aufgeben zu wollen. Größere Inserate wolle man einen Tag vorher aufgeben. Um den Satz rechtzeitig fertig zu stellen ist diese Bestimmung unerläßlich.
Die Expedition.
Allgemeiner Anzeiger.
Friedberg-Hanauer Eisenbahn.
3185) Die Lieferung von 200 Stück Grenzsteinen aus Basalt oder festem Sandstein von rot. 15 Ctm. Stärke und 65 Ctm. Länge nach Bruchköbel bei Hanau soll im Wege der öffentlichen Submission vergeben werben. Zu diesem Zwecke ist Termin im hiesigen Abtheilungsbureau aus
Montag den 18. Juni 18'7'7,
Vormittags 11 Uhr, anberaumt, woselbst die bis dahin eingegangenen, mit entsprechender Aufschrift versehenen Offerten in Gegenwart der erschienenen Submittenten geöffnet werden.
Die Bedingungen sind ebendaselbst einzusehen und können gegen Erstattung der Copialien bezogen werden.
Friedberg, den 5. Juni 1877.
Der Eisenbahn-Baumeister:
Francke.
Versteigerungen.
Holz-Versteigerung im Gießener Stadlwalde.
Montag den 11. Juni 1877, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde, in dem Districte Bruderwinter, Forstwartei Ferne wald, nachverzeichnetes Holz versteigert werden:
A. Brennholz:
Sckeith. Prügelh. Stockh. Reish.
Raummeter Wellen Nadel 17 51,2 19 4030
B. Bau, Werk- und Nutzholz:
553 Fichtenstämme, mit 259,46 Feftmtr., 332 Fichtenstangen, „ 47,52
Die Zusammenkunft ist an der Oberförsterswiese auf dem Vicinalweg nach Hausen.
Gießen, am 5. Juni 1877. (3186
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. __________A. Bramm._________
Freitag den 8. Juni,
Nachmittags 2 Uhr, wird im Hause der Frau Fritz Fürst W'ttwe in der Neustadt dahier ein sehr gut erhaltenes Billard mit allem Zubehör noch mals öffentlich gegen Baarzahlung versteigert. Das Billard kann vor der Ver- steiaerung probirt werden.
Gießen, den 5. Juni 1877.
Großherzogliches Ortsgericht Gießen.
Müller. (3181
Aeilgebotmes.
3194) 8 Paar gut erhaltene Fenster- Läden sind billigst abzugeben. ______________________Flügelsgasse A. 94.
2061) Oelfarben zum Fußboden-Anstrich hart und schnell trocknend, fertig zum Anstrich, Leinölfirniß zum Einölen, Bernsteinlack zum letzten Ueberzug, sowie SpirituSlack mit und ohne Farbe, sofort trocknend empfiehlt __L. Müller, Mäusburg B. 48.
Monogramms (473 auf Briefbogen und Couverts, per 100 1 JL. 50 Schablonen stets oorräthig. Bestellungen Lindenplatz im Blumengeschäft.
Feinst gerösteter eandirter Kaffee,
Wiener Mischung. - anerkannt vorzügliche Qualität nach Wiener Art geröstet. Alleinige Niederlage bei
Herrn Julius Wallach, Gießen.
2062) Maferwalzen und Schablonen für Weißbinder, achtes Blattgold, citron und orange, Blattsilber, Broncen in allen Farben, alle Sorten Pinsel, als deutsche Borst, geschliffene Borst-, Maser-, Vertreiber, (in Borsten und Dachshaar), Zacken-, Strich- und Weißpinsel, empfiehlt _______L Müller, Mäusburg B. 48.
3157) Ein schön spielendes Musikwerk und eine kleine Orgel werden billig abgegeben. Von wem? sagt die Expedition dieses Blattes.__________________
3145) In meiner Backsteinfabrik in der Schwarzlack wird Montag den 4. d. M. ein neuer Ofen angebrochen und können Steine aus demselben täglich abgefahren werden. S- K a tz e n st e i n,
___Holzhandlung.
3143) Wegen Aufgabe des Fuhrwerks verkaufen wir:
zwei Pferde,
einen zweispännigen Wagen, ein leichtes Chaischen (Halbverdeck), ein Paar Wagen- gefchirre und ein einspänniges Chaisengefchirr.
ITattmann & Waldig;.
2060) Alle Sorten Lack, Oel- und Weingeistfirnisse, Seccatif, Terebine, Goldgrundöl rc., in bester Qualität, empfiehlt
D. Mftller, Mäusburg B. 48.
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mit Fenchelhonig, (331 in frischer Füllung, die Flasche ä 1 und IV2 Mark, zu haben bei C. F. S e m rn l e r.
3140) Ein Küchenschrank, eine Bettlade, ein Tisch und einige Stühle zu verkaufen im 2. Stock des Hauses der Frau Hensel am Wallthor.
Kaffee, gebrannten Java, kräftig und rein von
Geschmack, per Pfd. 1.70, gebrannten ffein, kräftig und rein von Geschmack, per Pfd. 1.80, empfiehlt L. Müller,
2004) Mäusburg B. 48.
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> Hierdurch empfehle den mir am 22./1. 1877 patentirten
Copirbiich- Anfeuchter, a!s unentbehrlich für jedes Comptoir»
Derselbe vereinfacht das bisher so umständliche Anfeuchten der Copir-Papiere dadurch, daß er Pinsel, Schwamm und Wasserbehälter in sich vereinigt und ist einmaliges Anfeuchten desselben für monatelangen Gebrauch hinreichend.
Köln, Paul Levesen.
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M. Weissbäcker»
Japanische Schreib- ii Copir-Tinte
(Euere violette ä copier).
Dieselbe ist von violetter, dem Auge angenehmer Farbe, wird indeß beim Gebrauch nach kurzer Zeit schwarz, trocknet augenblicklich, greift weder Papier noch Feder an, ist leicht fließend, schimmelt selbst bei längerer Aufbewahrung nicht und ist unauslöschbar. Auch dann, wenn die Schrift bereits mehrere Tage alt ist, liefert dieselbe noch makellose Copien und empfiehlt sich des schnellen Trocknens und der vorzüglichen Schwärze wegen ganz besonders zum Einträgen in Handels- und Geschäftsbücher.
Niederlage davon in 4 Flaschenfüllungen zt i/, Liter 2, 1/2 Liter 125, i/4 Liter 75 */8 Liter 50 in Giessen bei der Expedition
des Gießener Anzeigers.


