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tuft dem Jahr 1876.
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— Daß die ungarischen Studenten sich wenigstens ebensogut wie Deutschlands Musensöhne auf's Pumpen verstehen, geht aus der Mittheilung hervor, daß dieselben die türkische Regierung um die Kleinigkeit von 70,000 FrcS. erfolgreich angepumpt haben. Die Sympathiedemonstrationeii finden darin ihre deutliche Erklärung.
Mainz, 27. Fein. „Der verrückte Engländer" gedeiht in jede«! Klima und bet jeder Temperatur. Ein junger Engländer hat sich gestern in Wiesbaden, am Galgen baumelnd 1* dem Atelier des Fr. Bornträger photographiren lassen, um dieses Bild zur gewiß freudigen Ueberraschuna seinem Vater zu übersenden.
— In Weilheim bei München entstand Feuer in der Wohnung eineS Advokaten. Der Mann jammerte über wichtige Papiere in seinem Schreibpult und rief: „Wc»n ich nur n'Sekretär heraus hätte! Holt doch n'Sekretär 'raus!- — Da stieg ein mitleidiges Bäuerlein auf die Leiter an daS Fenster und rief Hinern: „Herr Setretär, geh'«? 'raus! es brenui!" ...
Eingesandt.
Gieße», 6. März. Nächsten Sonntag wird in dem letzten Winterconcerte del ConcertoereinS die herrliche Touschöpfung Schumann'S: „Paradies und Peri" aufae- führt werde». Die Chöre werden van dem akademische» Gesangvereine gesungen, die Parthie bei Alt hat mit bekannter Bereitwilligkeit u»sere bewährte und vortreffliche Sängerin, Frau Weiffe»bach, diejenige bei BasseS Herr Haubach übernommen. Die Besetzung des Tenors und des Soprans bereitete dem Vorstande des Concertver- eins große Schwierigkeiten, weil eine ganze Reibe von Sängern und Sängerinnen zu der für dai Coneert in Aussicht genommenen Zeit sthon anderwärts versagt waren. Für den Tenor wurde schließlich der Coocertsänger Herr Bleicher aus Mainz gewonnen und für die wichtigste und bedeutendste Parthie, den Sopran, ist es gelungen, wenn auch mit Opfern, welche die Mittel bei Vereins fast übersteigen, eine ausgezeichnete Sängerin ersten Ranges, Fräulein Breidensteiu, Kammersängerin.
Literarisches.
„Die Bekenntnisse einer armen Seele", — so betitelt Ernst Wichert seine neueste novellistische Gabe, welche er den Lesern der JUustrirten Fraucn-Zeitung bar bittet. Die vielen Vorzüge, welche die früheren Schöpfungen des als feinsinniger Erzähler und Lustspieldichter bekannten AutorS auszeichnen, finden sich tn bieser neuesten in oolleni Maße wieder; der glückliche Humor, den Wichert's Gestalten zeigen, ist nicht einer der geringsten dieser Vorzüge. Die vorliegende Nummer (8) jenes BlatteS enthalt außer der Fortsetzung dieser Novelle einen ausführlichen Aufsatz über die Choco- lade von W- Lackowitz, naturwissenschaftlich und culturhistorisch gleich interessant und beachtenswerth; die Fortsetzung der vortrefflichen Spitzen-Kapitel von Jakob Falke, wi der in Begleitung von prächtigen Abbildungen, diesmal großen Portratts nach nte- dL'ländischen Meistern, aus welchen die mannigfache Verwendung der Spitzen an den Trachten des 17. Jahrhunderts ersichtlich ist; Schwetchel's Plaudereien auS der Frauen weit, welche wieder viel aus dcm Leben und — Sterben der vergangenen Woche» zu benchten haben, und noch zahlreiche andere Beiträge. — Die vorhergehende Moden- Nummer (7) ist, in Voraussicht des nahenden Lenzes, gefüllt mit Frühjahrs-Kleidern, -Paletots, Hüten und den zahllosen anderen kleinen und großen Gegenständen, die zur Toilette unserer Damen unentbehrlich sind.
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Schiffsbericht. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd <$. W. Dietz in Gießen. c rr
Newyork, 4 März. (Per troHsatlantilcken Telegraph.) Das Postdampfschiff America, Capit. A. de Limon, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 17. Februar von Bremen und am 20. Febr. von Southampton abgegangen war, ist gestern 6 Uhr Morgens wohlbehalten hier an, turnen.________
Eingesandt.
Theater.
Vergangenen Freitag wurde einem allgemeinen Wunsche des hiesige» Publicums durch die Wiederholung der „schönen Galathä" von Seiten der geehrten Theaterdirec- tton freundlichst entsprochen. Dies Entgegenkommen des Herrn Director Äurbe ist um so mehr anzuerkennen, als gerade diese Suppö'sche Operette zu dr» schwierigste» Stücken des Repertoirs zählen dürfte. Fassen wir gleich die Titelrolle in's Auge; welche Anforderungen werden darin an die Trägerin dieser Rolle gestellt! Die Sängerin, welche die hierbei vorkommenden Schwierigkeiten alle bewältige» will, muß nicht nur eine gute Koloratursängerin sein, sondern sie muß auch nach allen anderen Gesangsrich- tunge» hin einen guten Fond in Bezug auf die Stimmmittel, sowie Feinheit in den Rüancirunaen besitzen. Diese Eigenschaften vereinigt Frau Director Kurde in hohem Grade in sich, so daß die äußerst günstige Aufnahme ihrer „(Salatfee* — unterstützt bei deren Repräsentation durch die sehr vortheilbafte jugendliche Erscheinung — gangerechtfertigt erscheint. Würdig zur Seite stand ihr Frau'Berthold, Ganymed, deren Stimmlage für diese Partie besonders «eignet ist. Herr Director Kurde brillirte als MydaS, während von Herrn Lange, Pygmalion, welchem wir eine weniger belegte Stimme gewünscht hätten, dasselbe leider diesmal nicht gesagt werden kann. Das Ensemble ließ nichts zu wünschen übrig, deßgleichen such die Orchefterbegleitung, welche bet dieser Vorstellung eine sanftere und darum für Sänger wie Zuhörer von günstigerer Wirkung war.
Das Publicum, welches sehr zahlreich vertreten war, befand sich in sehr a»i- mirter Stimmung, welches öfters durch wiederholtes Hervorrufen der Künstler Ausdruck verliehen wurde. 8.
Frucht- und M-lpreife in verflossener Woche von nachbenannten Orten und Kruchtmärkten.
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en, Wicken 220, Kartoffeln 200, Mehl 140 Pfund.
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Normalgewicht per Malter: Waizen 200, Korn 180, Gerste 160, Spelz und Hafer 120, Erb
Die Mainzer und Lauterbacher Preise verstehen sich zu 200 Pfd., die von Grünberg zu 50 Klgr.
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Allgemeiner Anzeiger.
S um Mission.
1188) Donnerstag den 15. l. Mts., Vormittags 11 Uhr, sollen die zur Erbauung einer Brücke über die Wieseck erforderlichen Arbeiten nnd zwar:
1) Maurerarbeit, veranschlagt zu . . 17338,74 Jl.
2) Steinhauerarbeit, „ „ . 28808,18 „
3) Schlosserarbeit, „ „ . - 2373,44 „
4) Weißbinderarbeit, „ „ . . 48,00 „
5) Pflästererarbeit, „ „ . 754,60 „
Zusammen 49322,96 J-L
nach einzelnen Gewerken oder im Ganzen nochmals mittelst Surnmifffon
veraccoroirt werden.
Zeichnungen, Kostenvoranschläge und Uebernahmsbedingungen hierfür liegen vom 5. d. MtS. bis zu obigem Termin von Vormittags 8—12 und Nachmittags von 2—6 Uhr aus dem städtischen Baubureau zur Einsicht der Interessenten offen.
Gießen, den 3. Marz 1877.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
A- B r a m m.
Bekanntmachung.
1078) Die verfallenen Pfänder müssen längstens bis zum 15. März d. I. prolongirt oder ausgelöst werden, andernfalls dieselben zur öffentlichen Verstei gerung kommen.
li. Grünebaum.
Versteigerungen.
Holz-Versteigerung
im Gießener Stadtwalde.
Montag den 12. März 1877, von Vormittags 9 Uhr an, loll im Gießener Stadtwalde, in dem Di- stricte Str angSwiese, Forstwartei Fernewald, nachoerzeichneteS Holz versteigert werden:
A. Brennholz.
SLeith. Prügel h. Stockh. Reish.
Raummeter Wellen Aspen 4 2 — —
Nadel — 16,4 62,2 1840
B. Bau-, Werk- und Nutzholz. 269 Fichtenstämme mit 119,07 Festmtr. 412 Fichtenstangen „ 53,31
Die Zusammenkunft ist an der StrangS- roiese.
Gießen, den 6. März 1877. (1237
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
A. Brumm.
Dienstag den 13. d. Mts., von Vormittags 9 Uhr an, sollen auf dem hiesigen Rathhause versteigert werden: 3L H
li Maurerarbeit, veranschlagt zu 129 — 2) Steinhauerarbeit, „ „ 210 67
3) Zimmerarbeit, „ „ 50 —
4) Schlosserarbeit, ,, „ 242 —
5 Lieferungen von Mauer- und
Chaussirstetnen, veranschl. zu 2001 20
6) Fuhrleistungen, „ „ 1222 40
7) Erdauffüllung, „ „ 538 80
8) Handarbeit, „ „ 100 —
9> Vflästererarbeit, „ , 181 98
10) Chaussirarbeit, „ w 850 50
Gießen, den 6. März 1877.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen
A. B r a « m. (1236
Versteigerungs-Anzeige.
Abzugshalber will der Unterzeichnete Samstag de» 10. März, von Morgens 10 Uhr an, einige gebrauchte Mobiliar- gegenstände versteigern lassen; außerdem eine mit Hslzziegeln gedeckte Gartenhütte und eine Quantität Heu und Mist.
Alten-Buseck. (1223
Pfarrer Dietz.
1221) Neue SophaS sind billig zu haben bei
K. Gtrünebaum-
Holzversteigerung.
Montag den 12. und
Dienstag den 13. März d. I.
soll in dem Stadtwald zu Hungen District Wellhau nachverzeichnetes Bau- und Werk- Holz versteigert werden:
1) Montag den 12. März:
240 Fichten-Stämmevon 15—30 Centimtr.
Durchmesser «nd 12—16 Mtr. Länge, 1120 Fichtes-Stangen von 8—15 Centimtr.
Durchmesser und 10—14 Mtr. Länge.
2) Dienstag den 18. März:
220 Fichten-Stämme von 15—30 Centimtr.
Durchmesser und 12—16 Mtr. Länge, 1120 Flchten-Stangen von 8—15 Centimtr.
Durchmesser und 10—14 Mtr. Länge,
4 Eichenstangen von 13 Centimtr. Durchmesser und 6 Mtr. Länge.
Der Anfang der Versteigerung ist an beiden Tagen Morgens 10 Uhr im District Wellhau.
Hungen, den 3. März 1877.
Großherzogliche Bürgermeisterei Hungen.
Bender. (1232
Holzversteigerung.
Donnerstag den 8. März 1. I., von Vormittags 9 Uhr an, sollen in dem Climbacher Gemeindewald, District Buchkopf, Langenbruch und Thal, vachoerzeichnete Holzsortimente versteigert werde»:
16 Rmtr. Nadel- »nd Aspen-Scheidholz,
30 „ „ Prügelholz,
41 „ w und Aspen Stockholz,
210 „ . Reisholz,
8 Eichen-Stämme von 23—39 Lentimtr. Durchmeffer und 2—5 Meter Länge, 2,16 Festmeter enthaltend,
82 Nadel-Stämme von 13—27 Centimtr. Durchmesser und 4—17 Meter Länge, 20,07 Festmeter enthaltend,
24 Aspen-Stämme von 13—29 Centimtr. Durchmesser und 2—7 Meter Länge, 5,79 Festmeter enthaltend,
211 Nadel-Stangen von 4—14 Centimtr Durchmesser und 4—8 Meter Länge, 7,13 Festmeter entyaltend.
Die Zusammenkunft ist im Climbacher Felchen am Weg von Beuern, nach Allertshausen.
Climbach, am 2. März, 1877.
Großherzogliche Bürgermeisterei Climbach.
Stein. (1199
Keilgevotenes.
1228) Ein HauS mit Specerei-Laden, Hof und Hinterraum an der Straße gelegen ist unter sehr bequeme» und leichten Bedingungen zu verkaufe». Näheres bei der Exped. d. BlttS._______________________
1220) Ein Schreibtisch für einen Advokaten, 2 große ächte Spiegel mit Gold- rahrne», 1 gutes Sopha, billig zu ver- kause» bei Heinemann Herman». Für Hauseigenthümer.
1227) Ein fast neuer Tafelherd, passend für eine große feine Küche, ist umzugshalber billig zu verkaufen. Wilhelmsstraße 19, 1 Treppe.___________________________________
Frische Schellfische
treffen Morgen ein. (1226
J. A. Busch Söhne«
1233) Ein Garten am Rodt, Vr Morgen haltend und mit hübschen Obstbäumen bepflanzt, ist zu verkaufen oder zu vtvs pachten. Näheres bei der Exped. d. Bl.
Fr. Müller II
SpecialiM in Ban-Artikeln
empfiehlt
Forbacher Formziegel von Gebr. Couturier, als anerkannt beste! und billigste- Deckmaterial.__________(1230
1339) Die erwarteten ächten
La Ferme-Cigaretten
sind eingetroffen.
Ehr. Sch o p b a ch, ____________vormals W- Heusler
Gute Eßkartoffeln,
per Malter 6 50 auch in kleineren
Quantitäten zu haben bei (1165
Handelsmann BooS, Löwengasse.
Stollwerk’sche Brustbonbons ■ das beste seit 40 Jahren eingeführte I und bewährte Hausmittel gegen Husten, I Heiserkeit, Brustkatarrh, Engbrüstig- I keit etc., erhielt wie auf allen frühe- ■ ren Weltausstellungen auf der jüngsten I in Philadelphia den Preis. Verkauf ■ in Giessen bei: J. A. Busch Söhne und ■ Louis Fronhäuser; in Lieh bei: H. C. ■ Bingmann. (562 ■


