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(Auch ein Extempore.) Ein Theater in Virginien brachte neulich als Novität ein großes Spektakelstück, dessen Schlußeffect darin besteht, daß der Held, nachdem er seine ihm durch einen falschen Freund entführte Geliebte wiedergesunden, den Verräther mit einem Flintenschuß zu Boden streckt. Bei der ersten Aufführung geschah es nun, daß der Schuß nicht tos ging. Man hörte nur das dünne Aufschlagen des Hahnes, nichtsdestowentger aber fiel der Verräther mausetodt zu Boden. Dem Publikum kam die Sache komisch vor und durch die Reihen ging eine bedenkliche Unruhe, welche die ganze Wirkung des Stückes in Frage zu stellen schien. Da trat der Held, seine Flinte in der Hand, mit ernster Miene an die Rampe und sagte:Welche herrliche Erfindung sind doch diese Wtndbüchsen! Man kann einem Spitzbuben ein Loch durch den Kopf schießen, ohne auch nur eine Katze aus dem Schlafe ;u wecken, ganz ungerechnet den Vortheil, daß der unangenehme Puloerdampf vollständig vermieden wird.* Stürmischer Jubel belohnte das geniale Extempore. _________

ungestört.

Petersburg, 2. Juli. Officiell wird aus Mazra telegraphirt: Nach dem Kampfe bei Zewin ließ General Loris Melikoff durch die Colonne des Generals Heimann Miladus (?) besetzen, damit die Truppen Mukhtar Pascha's nicht Kars zu Hülfe kommen können und um die Bewegung des Generals Ter- gukasoff zu erleichtern, welcher mit Proviant nach Alaschgert marschirt, ferner, um im Nothfalle die Garnison von Bajazid von den es cernirenden feindlichen Massen zu befreien. Am 26. Juni wurde aus Ardahau eine fliegende Colonne unter General Komaroff entsendet, welche am 28. Juni den 3000 Mann star­ken Feind auf den Höhen von Ardanutsch angriff und schlug. Komaroff drang bis zum Dorfe Batz vor und erbeutete ein feindliches Lager mit 200 Zelten in Adruscht, sowie viel Proviant. Der Feind verlor über 100 Todte, die Russen 1 Todten und 17 Verwundete. Die Colonne kehrte sodann nach Arda- han zurück. Die Beschießung von Kars dauert fort.

Officiell. Simnttza, 2. Juli. Die Brücke ist vollendet und wird der Uebergang ununterbrochen fortgesetzt. Nach dem 27. Juni zogen sich die Tür­ken auf Tirnowa zurück. Die bei Nikopoli befindlichen türkischen Monitors find dermaßen beschädigt, daß sie seeuntüchtig geworden sind. Ein Theil von Nustschuk und der türkischen Stadttheile von Nikopoli brannten in Folge des Bombardements.

Petersburg, 2. Juli. Nachrichten derAgence Ruffe" aus Monte­negro vom 30. Juni zufolge ist der Stand der Dinge dort erheblich günstiger geworden. Die Türken hätten das Ziel ihrer Operationen bisher nicht erreicht. Die Vereinigung von Mehemed Ali mit Suleiman Pascha auf montenegrini­schem Gebiete hat nicht stattgefunden. Augenblicklich steht kein einziger Türke auf montenegrinischem Boden. DieAgence Ruffe" meldet weiter, daß der Prinz Heinrich von Heffen im russischen Hauptquartier an der Donau ange­kommen ist, um dem Czaren die Thronbesteigung des Großherzogs Ludwig

anzuzeigen. r ,

Bukarest, 2. Juli. Nach hier verbreiteten, aber noch unbestätigten Gerüchten wären die Ruffen in Tirnowa eingerückt.

Wien, 3. Juli. Meldung desNeuen Wiener Tageblatts" aus Turn- Severin: In der Nacht auf den 1. Juli ist bei Cetate der Uebergang der ersten rumänischen Truppen über die Donau bewerkstelligt worden. Vorläufig find 2000 Mann auf das bulgarische Ufer vorgeschoben worden. Von Kämpfen hiebei verlautet nichts, doch wird bei Florentin ein Gefecht erwartet. Bei Gruja wird eine Brücke gebaut für den Uebergang der rumänischen Haupt- Macht. Bei Turn-Magurellt passirten 60,000 Ruffen die Donau unter hefti­gen Kämpfen und mit großen Verlusten. DiePreffe" meldet aus Bukarest: Nach dreimaligen heftigen Zusammenstößen mit den Türken haben die Nuffen die alte Zarenstadt Tirnowa besetzt. Fürst Tscherkaßki, Civil-Gouverneur von Bulgarien, hat eine russische Post- und Telegraphen-Verwaltung eingerichtet. Sieben türkische Monitors sind bei Wilkow am Ktlija-Donau-Arm eiugetroffen.

Wien, 3. Juli. Einem Telegramme derNeuen Fr. Pr." aus Widdtn vom 2. Juli zufolge hätte das türkische Casematr-KanonenbootPodgoritza" bei Rahowa einen russischen, mit Munition beladenen Dampfer, in den Grund gebohrt. _____________________

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DiePolit. Corresp." meldet aus Cettinje vom 1. Juli: Fast die ganze türkische Armee lagert bei Podgoritza. Vom fürstlichen Hauptquartier in Biela-Budina sind türkische Lager-Zelte sichtbar. Vorgestern wurden starke Abtheilungen von Podgoritza nach Scutari gesendet. Dieselben sind indeß gestern wieder in Podgoritza eingerückt. Der türkische Train wurde nach Murni gebracht. Die Montenegriner schließen hieraus, daß entweder ein Theil der vereinigten türkischen Corps Albaniens nach Konstantinopel gebracht werden soll oder ein Angriff der Türken von Ceklice aus gegen Montenegro geplant wird.

Meldung desTageblatts" : Schumla, 30. Juni. Die Ruffen wur­den an der Jantrabrücke bei Biela, welcher sie sich bemächtigen wollten, zurück^ geschlagen. Das Bombardement von Rustschuk dauert fort. Die Gebäude find größtentheils zerstört, dagegen die Batterien intakt. Prinz Haffan ist nach kurzer Unterredung mit den Serdars wieder abgereist. Der Verkehr auf den Eisenbahn-Linien Tschernawoda-Küstendsche und Rustschuk-Varna ist noch

Vermischtes.

Gießen. Unter dem Vorsitz des Provinzialdirektors von Röder fand am 28. Juni im Saale des Rathhauses die diesjährige regelmäßige Versammlung des Kreistages für den Kreis Gießen statt, zu welcher fast sämmtltche Mitglieder des Krets- tags - 18 von 21 erschienen waren. Der Vorsitzende gedachte erst in warmen Wor­ten des Ablebens Seiner König!. Hoheit des Großherzogs Ludwig III. und des Regie­rungsantritts Seiner Königl. Hoheit des Großherzogs Ludwig IV. und wurde sodann über die folgenden, auf die Tagesordnung gesetzten Gegenstände verhandelt: 1) Wahl der Mitglieder für die Einschätzungscommission zur Veranlagung der Einkommensteuer 1 Abth. für die Steuercommissariatsbezilke Gießen, Hungen und Grünberg; 2) Vor­lage des Verwaltungsberichtes des Kreisausschuffes für 1876; 3) Begutachtung der Kreiskossenrechnung für 1876; 4) Feststellung des Voranschlags für 1878; 5) Bildung der Wahlbezirke für die Wahlen zum Kreistage durch Gemeindebevollmächtigte (Art. 19 der Kreisordnung); 6) Gesuch der Bezirksieldwebel des Kreises Gießen um Ver- wiHigung einer ständigen jährlichen Remuneration; 7) Antrag des Kreistagsmitgliedes A. Noll xu Gießen betr. die Verwilligung von Diäten an die städtischen Mitglieder der Ersahcommission; 8) Wahl eines Mitgliedes des Kreisausschusses für den verstorbenen Rechner Körber; 9) Ausloosung der mit Ende 1877 austretenden Hälfte der Kreistags­abgeordneten nämlich: 7 von den durch die Gemeindebeoollmächtigten und 4 von den durch die Höchstbesteuerten Gewählten. ~

Eine Diskussion knüpfte sich nur an den Punkt 7 der Tagesordnung, an welcher der Antragsteller und Hofgerichtsadvokat Hirschhorn sich betheiligten und bte ihr Ende bind) Zurückziehen des Antrages durch Herrn A- Noll nahm- Der Vorsitzende ehrt, das Andenken des verstorbenen Körber und mit ihm anerkannte die Versammlung das ehrende Gedächtniß des Verstorbenen- Für den letzteren wurde Hofgenchtsrath Becker von Gießen gewählt. Es unterliegt wohl kaum einem Zweifel, daß die erforderliche Genehmigung der Wahl erfolgen wird und wird -dann der Kreistag diese tüchtige jun- stische Kraft mit Freuden begrüßen können. u ,

Durch die AuSloosung verloren ihre Mitgliedschaft: Beigeordneter Gorlach von Eberstadt, Bürgermeister Jhring von Lick, Bürgermeister Lang von Wiefeck, Bürger­meister Otto von Beuern, Bürgermeister Bramm von Gießen, ferner die Herren Hirsch­horn, Beigeordneter Keller, Beigeordneter Heß, Fabrikant Noll und (der bereits ver­storbene) Rechner Körber, sowie Hüttenbesitzer Buderus von Lollar.

Nachdem Herr Provinzialdirektor von Röder der Versammlung Kenntniß ge geben hatte, von seiner Ernennung zum Provinzialdirektor in Mainz, nahm er tn einer warmen, herzlichen Rede von dem Kreistage Abschied, worauf das Mitglied des Kreis­tages, Freiherr von Nordeck zur Rabenau, den Gefühlen der Versammlung, im Namen des Kreistages, Ausdruck gab und Dem scheidenden Provinzialdirektor für die treue Er füUung der ihm obliegenden Pflichten dankte. Die Versammlung erhob sich zum Zeichen ihrer Uebereinstimmung.

Da der Coloradokäfer sich in Mülheim erst an einigen Stellen gezeigt bat so wird in einer an uns gerichteten Zuschrift als einfaches und wirksames Mittel an empfohlen, die betreffenden Grundstücke mit Sägmehl oder trockener Gerberlohe zu be-

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VonNord und Süd", der von Paul Lindau im Verlage von George Stilk« in Berlin herausgegebencn neuen Monatsschrift, ist soeben das dritte Heft für den Monat Juni erf(Dienen. Eröffnet wird es durch ein der besten Zeit Emanuel Gelbet'S (1851) entstammendes Vorspiel einer Albigensertragödiedie Jagd vonBeziers." Diese« in sich abgeschlossene Fragment war bestimmt, einem breit angelegten Drama voraus­zugehen, in welchem der Dichter den Kampf der freieren religiösen Richtungen in Frank­reich wider die Satzungen der römischen Kirche darftellen wollte.

Anknüpfend an den Beitrag Geibel's wird in dem vorliegenden Hefte auch zum ersten Mal der Theil des Programms erfüllt, nach welchem jedes Heft neben dem Bei­trage eines Mitarbeiters auch dessen künstlerisch ausgeführtes Portrait und eingehende Charakteristik enthalten sollte. Hier ist Karl Goedeke, der sich durch seine kritische Be­arbeitung der Werke Goethe's, Schiller's und Lessing's in die Reihe der ersten Literar­historiker Deutschlands gestellt hat, die Aufgabe zugefallen, das biographisch-literarische Bild Emanuel Geibel's zu zeichnen. Aus Goedeke's Essay leuchten dasselbe innige Ver ständniß und dieselbe Liebe für den Gegenstand, welche ihm vor Jahren feine leider noch nicht abgeschlossene große Arbeit über (Seibel bictirt haben. Das von Pro­fessor Raab in München meisterhaft in Kupfer rabtrte Portrait des Dichters ergänzt Goedeke's Arbeit in künstlerischer Weise.

Ueberhaupt ist in dem vorliegenden Heft das biographische Element stark betont. Die äußere Veranlassung dazu erscheint durch zwei Gedenktage geboten, welche in der Zeit zwischen der Veröffentlichung dieses und des vierten Heftes gefeiert werden: der 300fte Geburtstag Peter Paul Rubens und der Jahrestag des Todes von Alessandro Manzoni. In einem aus der vollsten Beherrschung des Stoffes hervorgegangenen Essay schildert Wilhelm LÜbke in Stuttgart, dieser feinsinnige Lehrer der Kunstgeschichte und auf seinem besonderen Gebiete unübertroffene Meister der Darstellung, Leben und Be­deutung von Peter Paul RubenS. Der dritte biographische Beitrag gilt Alessandro Manzoni, den zu feiern uns Goethe gelehrt hat.Manzoni's Roman (die Verlobten) überflügelt alles, was wir in dieser Art kennen. Der Eindruck beim Lesen ist derart, daß man immer von der Rührung in die Bewunderung fällt und von der Bewunderung wieder in die Rührung, so daß man aus einer von diesen beiden großen Wirkungen gar nicht herauskommt. Ich dächte, höher könnte man es nicht treiben." Carl von Gebier, welcher sich durch seine abschließende Arbeit über den Proceß Galileis schnell ein-n b'deutenden Namen geschaffen hat, liefert tn der Studie über Manzoni eine wirk­liche Arbeit der Liebe. Dte erzählende Dichtung ist durch die NovelleKünsiler- bräute" von Ferdinand Nürnberger vertreten, welche die Eigenart des berühmten Feuilletonisten vielleicht mehr als irgend eine feiner früheren Novellen wiederspiegelt.

Das Heft beschließend schildert Ludwig Anzenburger, der berühmte Verfasser des Pfarrers von Kirchfeld", desMeineidbauers", desKreuzeischreibers" d. h. der besten Bauernstücke, die bte deutsche Literatur kennt, wie ein rechtgläubiger Bauer, dem die Frau gestorben ist, und dem vom Küster die Frage vorgelegt wird, welchen Spruch er auf den Stein der Seligen setzen wolle, auf den Kirchhof geht, um sich unter den Sprüchen auf den Leichensteinen den geeigneten auszusuchen. Er lieft die einzelnen Aufschriften und überlegt sich deren Bedeutung. Auf dem einen Steine steht, daß der Selige dort unter her Erde ruhe bis zum Auferstehungstage, auf dem andern, daß der Selige vom Himmel hoch herabsehe, und der Bauer versucht vergeblich die W'ber- sprüche, die ihm da entgegentreten, zu lösen. Er kommt zu einem dritten, zu einem vierten Stein und die innere Verwirrung steigt immer mehr. Das Resultat ist, daß der rechtgläubige Bauer, als er den Kirchhof verläßt, an gar nichts mehr glaubt.

,9torb und Süd" ist unter den schw'erigsten Verhältnissen in8 lieben getreten; um so bedeutungsvoller ist der erstaunliche Erfolg, den es in dem ersten Vierteljahr seines Bestehens errungen hat- Vom zweiten Hefte, das zunächst in einer Auflage von 5000 Exemplaren gedruckt wurde, waren gleich nach Beendigung des Druckes die sämmtltchen Exemplare durch feste Bestellungen vergriffen und noch starke Nachbe­stellungen auszuführen, so daß eine zweite Auflage in einer Stärke von 2500 (5remplaren nothwendig wurde. Das dritte Heft ist in einer Auflage von 8000 Exemplaren er­schienen. ___________________________

decken, darüber ein paar Fässer Petroleum zu gießen und anzuzünden, wodurch auch der Boden so erhitzt würde, baß fein lebendes Wesen sich erhalten kann. Es erwachsen nach diesem Verfahren für eine Gemeinde ober einen Kreis, je nachdem man bte Maß­regel ausbehnen will, nur geringe Kosten im Verhältmß zu bem Schaben, welcher im Falle ber Vernachlässigung droht.

Köln, 26. Juni. Nachdem wir heute Mittag tn unserer Nachbarftadt Mül­heim über bas Auftreten beö Coloradokäfers genaue Erkunbigungen eingezogen, können wir bie erfreuliche Mittheilung machen, baß bas vcrberbliche Jnsect sich bis jetzt m einem größeren, zwanzig Morgen großen Kartoffelfelbe nur auf einen Theil von füm Morgen ausgebreitet hat. Herr Lanbrath v. Nresewanb hat, um Verschleppungen des Käfers zu verhindern, sofort bas von ber Plage befallene Stück einer scharfen Beauf­sichtigung unterstellt unb wirb nach Uebereinfunft mit bem Herrn RegterungS-Präst- benten, ber heute Nachmittag 4i/2 Uhr in Mülheim eintreffen soll, Maßregeln zur rabicalen Vertilgung ber gefräßigen Thiere, bte größtentheils noch als Larven unb nur erst in vereinzelten Exemplaren als Käfer Vorkommen, zur Anwenbung bringen- Wahr­scheinlich wirb man bas befallene Felb mit Stroh, Heu unb Hodeispänen belegen, diese reichlich mit Petroleum tränten, bann bas Ganze anjünben unb später eine Desinfi- cirung des Bobens durch ätzende Säuren folgen lassen. Nach genauer Untersuchung hat es sich herausgestellt, daß die tn der Umgebung bes betreffenden Ackers liegenden Felber von ber Plage noch nicht befallen finb, eben fo hat sich eine Mittheilung, daß ber Käfer auf einem entfernt gelegenen Kartoffelstücke aufgetreten fei, sich als vollständig

Darmstadt. (Programm für die im Herbst 1877 in Bensheim zu veranstaltende Aus­stellung von Werkzeugen und Maschinen der Kleingewerbe.) 1. Die Ausstellung wird im Monat September I. Jahres, zur Zeit der Generalversammlung der Mitglieder des Gcwerbvereins für Vas Großherzogthum Hessen, welche in Bensheim an der Bergstraße abgehalten werten soll, eröffnet und dauert 14 Tage. Die Ausstellung wird von der Großh. Centralstelle für die Ge­werbe und den Landesgewerbverein, unter Mitwirkung des Lokalgewerbvereins in Bensheim, der anstaltct. 2. Ausstellungsfähig sind verbesserte Handwerkzeuge und kleinereWerkzeugS- Maschinen für den Handwerks- und KleingewerbeBetrieb; ferner Proben solcher Erzeugnisse und Gegenstände, welche mittelst der ausgestellten Werkzeuge und Maschinen hergestellt oder bearbeitet worden sind. Maschinen, Geräthe und Erzeugniffe, welche ein größeres Gewicht haben und verhältnihmäßig viel Raum in Anspruch nehmen, können nur ausnahmsweise und nur dann zugelassen werden, wenn die zur Verfügung stehenden Ausstellungs-Localitäten dies gestatten und wenn hierzu die besondere Genehmigung der unterzeichneten Stelle ertheilt worden ist. Feuergefährliche, sowie übelriechende Gegenstände sind von der Zulaffung ganz ausgeschloffcn. 3. An der Ausstellung können sich sowohl bit Ver­fertiger von Werkzeugen und Werkzeugsmaschinen, als wie Händler mit solchen, betheiligen. Auch können Gcwerbtrcibendc selbsteonstrmrte und bereits in eigenen Gebrauch genommene Hülfsvorrichtungen unb Werkzeuge zur Ausstellung bringen. Im Allgemeinen sollen aber nur solche Werkzeuge und Werkzeugsmaschinen zur Ausstellung zugelassen werden, welche sich entweder durch eigenthümliche Construotionen und Gebrauchsanwendungen, ober burch Neuheit, Zweck­mäßigkeit und Güte ber Ausführung auszeichnen 4. Anmeldungen zur Betheiligung an ber Ausstellung finb längstens bis zum 15. Juli l. Is. an dieGroßherzogliche Zentralstelle für die Gewerbe unb ben Lanbesgewerbverein in Darmstadt" zu richten. Anmelbeformularien können sowohl von der unterzeichneten Stelle als wie auch von bem Norstanb des Lokalgewerbvereins in Bensheim, Herrn L eber fabrikanten Gustav Müller baselbst, bezogen werben. 5. Die Entscheibung über Zulaffung angemeldeter