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Dounerstag, den 5. April
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Gießen, den 3. April 1877.
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1. April. Heute Nachmittag hat im kronprinzlichen Palais
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Kopenhagen, 31. März. Bezüglich des Budgets wurden im Volks-
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ttspartei, steht fest zu igen der bekannten Parteien, en Umsturz aller gesellschast-
vi- rreljahr.ich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. ra tij Post bvjogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.
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Paris, 30. März. Jules Simon wird in Florenz eine Besprechung den italienischen Ministern haben. — Englands etwaige Verständigung über Protokoll bedeutet keineswegs das Ende des russisch-türkischen Conflicts.
Paris, 31. März. Einige Journale enthalten die Mittheilungen, wo-
Die republikanische Presie verlangt die Veröffentlichung des Wortlauts Briefes Mac Mahon's an den Papst.
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nach Herzog Decazes privatim von einigen Senatoren über die Stellung Frankreichs zur Curie und zur italienischen Regierung befragt worden sei und sich hierbei auf seine Rede vom 20. Januar 1874 bezogen habe, deren Inhalt an dem Willen der französischen Regierung, mit Italien die besten Bziehungen zu unterhalten, nicht zweifeln laffe.
— Wie die „Agence Havas" wiffen will, wäre die Unterzeichnung des
Empfang bei dem Herzoge Decazes Bericht zu erstatten. — Prinz Napoleon hat sich mit den entschiedenen Imperialisten ausgesöhnt.
— Das Protokoll soll als Unterlage für Layard's Auftreten in Konstantinopel dienen, ebne Rußlands Verhältniß zur Türkei wesentlich zu ändern.
sten päpstlichen Allocution gegen Italien und dessen König führen, mag folgende Stelle aus der Union zeigen: „Für den Räuber Roms gibt es keine Zukunft; nur die Kurzsichtigen sehen dies nicht. Das „Journal des Döbats" nennt den Betrug und die Gewaltthaten, durch welche die Subalpiner nach Rom gelangten, das Werk der Geschichte, als wäre ihre Niederlassung an den Ufern des Tiber das Werk der Jahrhunderte. Das Werk der Geschichte ist die päpstliche Herrschaft; das Uebriae ist einzig und allein Vollführung der Missethat, welche nickt daS Lob, sondern die Schmach der Geschichte ärnten wird. DaS Papstthum wird wieder in seine Rechte eingesetzt werden kraft der öffentlichen Meinung, kraft des gesunden Menschenverstandes. Es ist nicht blos schändlich, es ist lächerlich, daß das Oberhaupt der Christcnwelt der Laune des Sardinier- Königs, der, Jedermann weiß es, zum König von Italien geworden ist, unterworfen bleibe. Der neue Herr von Rom, wäre es auch der mächtigste Potentat der Welt, darf sich nicht anmaßen, Demjenigen Gesetze vorzuschreiben, welcher geistig die katholischen Gemüther aller Nationen beherrscht.".
— Der „Agence Havas" wird aus Nizza von gestern gemeldet: stätigt sich, daß Gras Arnim, der frühere Botschafter in Paris, Gesichtsrose leidet und des Augenlichts beraubt ist. Man glaube, Catastrophe unmittelbar bevorstehe.
Paris, 2. April. Rußland verschleppt die Kriegsfrage, bis
Protokolls in der orientalischen Frage nunmehr erfolgt, dieser Nachricht liegt bis jetzt nicht vor.
Paris, 31. März. Wie die „Estafette" meldet, Senatoren und Abgeordnete nach Rom gereist, um dem
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Tägliche Ausgabe
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Frankreich.
Paris. Welche Sprache die ultramontanen Blätter in Folge der jüng
Aeutschland.
Berlin, 31. März. Wiener Nachrichten melden, England habe dem Grafen Andrassy mitgetheilt, es bestehe ein geheimer russisch-italienischer Vertrag, norm auch von der Abtretung Welsch-Tyrols die Rede sei. Als Gegenpreis fei Italiens Eintritt in ein anti-österreichisches Bünduiß bedungen. — Die russische Flotte im schwarzen Meer wird in Kriegszustand versetzt. — Am ersten Ostertag soll die Verlobung der ältesten Tochter des deutschen Kronprinzen, Prinzessin Charlotte, mit dem Erbprinzen Bernhard von Sachsen-Meiningen stattfinden.
Berlin, 1. April. Unmittelbar nach den Oster-Ferien wird der Reichstag, außer mit der weiteren Berathung des Etats, sich mit der wirthichaftlichen Frage beschäftigen, nachdem durch die Anträge der verschiedenen Parteien der dringliche Anstoß gegeben worden ist. Es ist auzunehmen, daß die gegenwärtige Session durch den Verlauf dieser Verhandlungen ihre bleibende Signatur erhalten wird. Bis zur Aufnahme dieser Verhandlungen wird die Negierung Gelegenheit gehabt haben, ihre Stellung zu der bezüglichen Frage in weitere Erwägung zu nehmen. Der vom Bundsrath in seiner Sitzung vom 27. März gefaßte Beschluß, die Angelegenheit, betr. den Sitz des künftigen Reichs-Gerichts, nochmals an den Justiz-Ausschuß zu verweisen, hat offenbar nur eine formelle Bedeutung und gibt der königl. sächsischen Regierung Gelegenheit, sich wegen der in die Vorlage gebrachten Aenderung schlüssig zu machen.
— Nach einem seit Wochen, namentlich in militärischen Kreisen, verbreiteten Gerücht steht die Verlobung der ältesten Tochter des kronprinzlichen Paares,
Lehrer-Conferenz ces Conferenzbezirkes Lieh Hungen.
Montag den 9. April, Morgens 10 Uhr, in Hungen.
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Anleihe zum Abschluß gebracht hat. — Das Heiraths-Project König Alfonso's (mit einer Prinzessin Montpensier) ist durch Minister Canovas Hintertrieben worden. Louis Veuillot bewirbt sich angeblich um die Nachfolgerschaft des Mons. Nardi als amtlicher Journalist der Jesuiten. Belcastel soll in diesem Falle die Leitung des „UniverS" übernehmen.
England
London, 31. März. Die konservativen Blätter billigen die Ernennung Layard's zum interimistischen Vertreter Englands in Konstantinopel. „Times" und „Daily News" dagegen erheben Bedenken, indem sie daran erinnern, daß Layard ein eifriger Freund der Türkei sei. Die heutigen Morgenblätter sprechen bezüglich der politischen Lage meistens die Meinung aus, daß die Aussichten für Erhaltung des Friedens sehr günstige seien. „Morning Post" bemerkt, sie würde, wenn die Erwartung einer friedlichen Lösung der Differenzen nicht schon so oft getäuscht wäre, positiv ankündigen, daß sämmtliche Streitpunkte zwischen England und Rußland beseitigt wären. Jedenfalls sei so viel gewiß, daß zwischen den Mächten eine Verständigung erzielt wurde, vermöge deren Rußland im Stande sei, mit Ehren gemeinschaftlich mit der Türkei abzurüsten. Auch werde das Protokoll demnächst unterzeichnet. — Nach hier ein- gegaugenen Privat-Nachrichten wäre der Stand der Dinge folgendermaßen: Rußland habe sich bereit erklärt, zur Abrüstung zu schreiten, sobald die Pforte mit Montenegro Frieden geschlossen und ihrerseits das Protokoll acceptirt haben werde; zur Vereinbarung über die Demobilisirungs-Angelegenheit solle dann von der Pforte ein Abgesandter nach Petersburg geschickt werden. Weitere Nebenverabredungen zwischen England und Rußland würden nicht in das Protokoll ausgenommen, sondern einem besonderen Memorandum einverleibt werden.
die feierliche Verlobung der ältesten Tochter des Kronprinzen, Prinzessin Charlotte, mit dem Erbprinzen von Meiningen stattgefunden.
Berlin, 2. April. Fürst Bismarck wird demnächst seinen schon seit einiger Zeit in Aussicht genommenen längeren Urlaub antreten. Heber seine Vertretung während desselben ist noch keine definitive Bestimmung getroffen; wahrscheinlich übernimmt Staats-Secretär v. Bülow die Vertretung in den äußeren und Minister Camphausen in den inneren Angelegenheiten.
Hesterreich.
Wien, 30. März. Die „Polit. Corresp." meldet telegraphisch aus London von heute: Layard geht einstweilen mit dem Range eines außerordentlichen Gesandten nach Konstantinopel; seine Entsendung wird mit den bezüglich
J der kürzlich confirmirten Prinzessin Charlotte (geboren 24. Juli 1860) mit ( dem Erbprinzen Bernhard von Sachsen Meiningen (geboren 1. April 1851) jj bevor. Des Prinzen Mutter war die erste Gemahlin des regierenden Herzogs 5 von Meiningen, Georg, Charlotte, Tochter des verstorbenen Prinzen Alrecht !r von Preußen, also eines Geschwisterkindes mit dem Kronprinzen. Der Erb-
---j । prinz ijt j^aupimann m vtni gier gainijunatnvtii tsycuues yuiuierregimeiii. — MerW Eine neue Gruppirung des Reichstages nach Bürger- und Adelstand ergibt ii * WncpIlPrPi 259 Bürgerliche und 138 Adelige; unter den letzteren befinden sich 1 Prinz,
Ijp h|]|]SrHdoUlvIO [ Herzog, 6 Fürsten, 33 Grafen, 29 Freiherren, 68 mit dem einfachen „von." 1 Berlin, 1 April. Heute Nachmittag hat im kronprinzlichen Palais
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c e neuesten Nachrichten, j ig M Siirger-unbSauern--1 unb lanbwirtfafajt- j allerlei gemeinnützige 0 x aus Hessen und den ö rton. 5
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des Protokolls an Rußland gemachten Zugeständnissen |n Verbindung gebracht.
Wien, 31. März. Die „Polit. Corresp." meldet über die österreichischen Staats-Finanzen Folgendes: das Ergebniß der direkten und indirecten . Steuern pro 1876 ist gegenüber dem Präliminare günstiger um 7,249,000 st. » PeWue- spartet > In feen Monaten Januar und Februar gingen an direkten und indirecten der 8°r L/nertritt' ""Steuern um 1,761,000 st. mehr ein, als in der gleichen Periode des vorigen und Zr-in>'0h * ei„, -»-»'Jahres.
--ladt — Das Consortium Boden-Kreditanstalt, Bankverein und Anglo-Bank
. sein" WE haben heute die Option auf den Nest von 30 Mill. Gold-Rente ausgeübt und Leit;." ^d Mbereits den entsprechenden Betrag an die Staatskasse abgeliefert
" der S , »ropenyagen, oi. wcarz. Bezüglich des Budgets wurden im Volk-
rehiflirte yJbtng und im Landsthing verschiedenartige Anträge angenommen, und zwar im städtische" Lolksthing mit 72 gegen 24, und im Landsthing mit 51 gegen 13 Stimmen, fleisalnti^ / Volksthing wurde jede Discufsion abgelehnt, obwohl der Conseils-Präsident
-S^nnt das Wort verlangt hatte. Demnach ist das Budget nicht zu Stande gekom- Die Reichstags-Session ist verlängert worden.
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