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Jur Beachtung für Snnieiiljäiibler unb Landwirthe.
Einende Miiiheilung hat Herr Prof. Oehmimen an die Thüringische Presse ver- lundt Die unterzeichnete SamenfontrobStation hält sich für verpflichtet, Sam en- Händlern sowohl wie Landwirthen beim Einkauf ihrer Luzernensaat die größte Vorsicht anzuraMn. ^Ice|eibe QUd) in bie|em Jahre fast jeder derartigen Saatwaare beige- mischt ist darf uns wohl nicht wundern, wenn man erwägt, welche Gleichgiltigkeit die Vroducevten und Consumenlen dieses Saatgutes jenem Schmarotzer gegenüber an den [enen. Vor 10 Jahren kannten w r hier in Thüringen diesen gefährlichen Feind unserer Kleefelder fast gar nicht, und jetzt droht er überhand zu nehmen- ES ist die böchfte Rett, daß der Kampf gegen diesen Feind ernstlich ausgenommen wird, und daß dahin zu erlassende Gesetze auch die Lässigen zu einem vereinten Vorgehen anspornen.
Wir wollen aber durch dieseZetlen namentlich auf einen Schwindel im Luzernen- dandel aufmerksam machen, der schon in der vergangenen Saison an verschiedenen Orten D'Utschlands aufgetreten ist, sich aber jetzt noch breiter zu machen beginnt und auch S'bürinaen beimsucbt. Man flieht nämllch mit frecher ^trrn für unsere kostbare Luzerne /Medicago sativa L.) eine Waaie aus, die aus Unk-autsamen besteht, namltch zu ziemlich gleichen Theilen aus den Samen von Medicago denticulata Willd. und Med. macu- hta Willd (Med. arabica All.) Beide Unkräuter überziehen in einigen Gegenden Euro- vas ganze Strecken, sind einjährig, blühen gelb und bieten durch ihre sehr reiche Ver- öPeluna und immense Samenproduktion eine ergiebige Fundgrube für diesen Schwindel. Der Landwirthschaft bringen sie auch nicht den geringsten Nutzen. Das Vieh verschmäht dir bald hart und saftlos werdenden Stengel mit den stachelichen Ftüchten. Schlau voraehende Betrüger nennen solche Saatwaare auch „eine deutsche Luzei nen-Art". Wel- cker Unsinn! Luzerne ist eine Sichelklee- (Medicago-) Art, nämlich die Art Med. sativa L Luzerne-Arten gibt es nicht. Noch andere nennen diese Pseudo-Luzerne: „Luzerne- öbnliche Saat", „Chili-Luzerne", „Kleewaare", „Luzerne, für die aber in keiner Hinget Garantie übernommen werden kann" u. s. ro.; Schwindel>Luzerne wäre der tref- seirdste^Nan^^^^ gCnQnnter Unkräuter haben allerdings einige Aehnlichkeit mit denen unserer Luzerne. Doch bet genauerer Prüfung wird man sie fast 2 bis 3 mal größer finden als die Samen der Luzerne. Sie zeigen auch nicht die muskulösen Unebenheiten, hi, bie Luzerne-Samen charakterisiren, sondern sind dagegen eben, flach und abgerun- deter ES fehlt ferner ihrer gelblichen Farbe der frische, grünliche Ton der Luzerne- Simen, auch dunkeln sie bald isabellfarben nach. Im Gemisch mit echter Luzerne zu
geringem Procentsatz verbergen sie sich sehr gut und können hier bei oberflächlicher Betrachtung selbst von geübteren Augen leicht übersehen roerben.
Vor kurzer Zeit halte die Station wieder Gelegenheit, drei verschiedene Händler und Consumenten noch zu rechter Zeit vor dem Ankauf solcher Schwindelwaure, die rheils als Substitut für Luzerne, theils im Gemisch mit Luzerne, dargeboten war, zu bewahren.^ Samenhandlungen und Landwirthc, die in den Besitz solcher Waare gelangen, dringend, unterzeichneter Station dieselbe mit Angabe der Quelle zuzusenden, damit dieselbe diese Gelegenheit im allgemeinen Interesse weiter verfolgen kann.
Die Samenkontrol-Station zu Jena.
Prof. Dr. C Oebmichen. Dr. H. Bruch mann.
Verloofungen.
Wien, 1. Mai. Bei der heutigen Nummernziehung der 1863er Loose fiel der Hauptgewinn auf die Serie 19913 Nr. 9 50,000 fl. auf Serie 4020 Nr. 2, 25,000 fl. auf Serie 15631 Nr. 8, je 10,000 fl. auf Serie 13320 Nr. 14 und 14 und Serie 10983 Nr. 7.
Braunschweiger 2v Thlr.-Loose v. 1868. Bei der nm 1. Mai Statt gehabten Verloosung wurden folgende Serien gezogen: 89 577 584 657 773 1739 1750 1778 1924 2422 2475 2540 2546 2719 2748 2749 2951 3448 3715 3792 3976 4229
4396 4521 4545 4659 4702 4734 4735 4742 4837 4941 5056 5229 5509 5890 6186
6194 6241 6290 6346 6614 6635 6749 6752 6834 7401 7483 7498 7505 7508 7684
7859 8034 8067 8964 9063 9064 9077 9247 9419 9508 9538 9707 9792 9795 9952
und 9959 Die Prämienziehung erfolgt am 3t». Juni.
verspätet.
Niederste.....
Mittlere.....
Mittel früherer Jahre
Temperatur in Gießen
April 1877:
—2,0 o r.
+ 5 90 „
+ 6,69 „ 4-18,0 „
0,99 Par. Zoll.
Höchste .....
Niederschlag an 12 Tagen..... . . -
Niederschlag im Mittel früherer Jahre an 12 Tagen . - . 1.50 „
Die Vegetations-Entwickelung ist im Vergleich zum Normal-Mütel um 5 Tage
Allgemeiner Anzeiger.
JL
160
(2521
steigert.
H. Kurth.
2524)
(2513
2517)
Wegflraben,
2 Kanälen,
anschlagt zu
5) Herstellung von veranschlagt zu
6) Erbauung von veranschlagt zu sollen
mehr erhoben.
Gießen, den 30. April 1877.
Großherzogliche Direktion.
Mohn.
gelöscht.
Gießen, den 25. April 1877.
Großherzogliches Landgericht Gießen.
Erdmann, Landrichter.
Oberhcssische Eisenbahnen.
Bekanntmachung.
Den mittel- und ostmitteldeutschen Güterve-kehr betr.
Für den Transport von Malz bei Aufgabe in Wagenladungen wird der einge- sührte 200/gtige Frachtzuschlag vom 10. Mai d. I. in rubr. Verbands - Verkehre nicht
Nachmittags 2 Uhr, werden in der neuen Anlage (E-) Nr. 43 verschiedene gut und sauber gehaltene Mobilien (Bettwelk, Bettladen von Nußbaum, eine starke eiserne Bettlade, Tische u. f. w.) gegen baare Zahlung meistbietend ^ver^
Bekanntmachung.
Nach stattgehabter Sachuntersuchung ist das Vermögen der Wittwe und der minderjährigen Kinder des Ackermanns Konrad Feußner oon Anzefahr überschuldet und es wird deßhalb zur summarischen Schuldenliquidation, sowie zum Güteversuch, Termin auf den
13 Juni I. I., Vormittags 9 Uhr, in das hiesige Gerichtslocal anberaumt, zu welchem sämmtliche Gläubiger unter dem Recktsnachtheil vorgeladen werden, daß, falls in dem Termin eine Stundung bewilligt werden sollte, sämmtliche nicht erschienenen Gläubiger und falls ein Nachlaßoertrag zu Stande kommen sollte, die nicht erschienenen Ehirographargläubiger als den Be schlüssen der Mehrheit der erschienenen Gläubiger beitretend angesehen werden.
In dem Termin haben zugleich die Gläubiger über Beibehaltung des einstweiligen Verwalters Rechtsanwalt Embach bezw- über Bestellung eines anderen Verwalters
Berlin Coblenzer Eisenbahn.
Strecke Nordhausen-Wetzlar.
Abtheilung I.
2447) Zur Herstellung der Dorlarer Lahnbrücke soll die Lieferung unb Anfuhr von 800 Cbru. Bruchsteinen im Wege der öffentlichen Submission vergeben werden und ist zu tiefem Zwecke Termin auf
Sonnabend den S. Mai 1877, Vormittags 11 Uhr,
im hiesigen Abtheilnngs-Bureau anberaumt.
Offerten sind portofrei und versiegelt einzureichen und Proben beizufugen.
Die Bedingungen können Hierselbst eingesehen, auch gegen Erstattung der Cvpialien bezogen werden.
Wetzlar, den 28. April 1877.
Der Abtheilungs - Baumeister :
Kluge. _______________
Dienftag den 8. Mai 1 877, Vormittags 10 Uhr,
Vorschläge zu machen.
Zahlungen können gültig nur an den einstweiligen Verwalter geleistet werden.
Kirchhain, am 28. April 1877.
Königliches Amtsgericht.
Hellbach.
vdt. Bezzenberger.
Bekanntmachung.
2516) Die auf den diesseitigen Billetexpeditionen vorräthigen Rund- reise-Billets werden fortan alljährlich nur in der Zeit vom 1. Mai bis 30. September verkauft, während die Ausgabe vorn 1. October bis 30. April istirt wird.
Cassel, den 29. April 1877.
Königliche Direktion der Main-WeseoBahn.
Folgende Arbeiten, als:
1) Planirarbett, veranschlagt zu 132
2) Anfuhr von Chaussirsteinen,
veranschlagt zu
3) Aufsitzen derselben, veranschl. zu 6
4) Zerschlagen der Steine, oer-
Könitzö-R eis starke, unübertroffenes Fabrikat zum Stärken der Wäsche, empfiehlt 2420) Emil Fischbach-
Versteigerungen.
Vergebung von Waldweg- bauarbeiten im Gießener Stadtwald.
Aeit'geöotenes.
Frischer Kabillau, Schollen, .MMWU Maifische, Fromages de Brie v** und Ccnres-Käse, Schweizer, Limburger und Holländer Käse, Neue lange Kartoffeln und gelbe Rüben, Blumenkohl unb Kops - Salat (großer per Kopf 13 Pfg.), Sauerkraut und sonstige Deltcatcssen, empfiehlt
Milch,
sowie fußen u. sauren Rahm.
2407) Der seither in der Bachgosse (früher Loos'scke Brauerei) bestandene Milch-Verkauf befindet sich oon jetzt an in der Wohnung des Herrn Wirth Felsing, Nenenw eg._______________________
Salzgurken,
Sauerkraut, (2190
empfiehlt Carl Hoffmann.
2510) Kleine Kartoffeln zu verkaufen bei K. K. Brühl, Sonnenstratze.
1814) Alle Sorten Farben, trocken sowohl, als auch mittelst Dampfkraft auf# Feinste in ©fl abgerieben, alle Sorten Möbel- und Holzfarblacke, Siccatif. Terpentinöl, naturgebleichtes Leinöl, Blattgold, Broncen ?c., empfiehlt
Emil Fischbach,
im Rathhaussaale versteigert werden: Gießen, den 28. April 1877. (2440
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
A. B r a m m.____________
Montag den 14. d. M-,
Vrrbkssertr Dampfpumpen
für
Dampfkessel und Reservoir-Speisung rc. von diesen 633 Stück in Betrieb, liefern für jede gewünschte Leistung ab Lager unter Garantie Wegelin & Hübner, Mafchinen-Fabrik und Eisengießerei in 8. (348
2060) Alle Sorten Lack, ©eh und Weingeistfirniffe, Seccatif, Terebine, Goldgrundöl 2c., in bester Qualität, empfiehlt
Jj. Müller, Mäusburg B. 48.
2500) Zwischen 3 und 4 Ctr. getrocknete Wetterauer Zwetschen sind zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts.____________
Anivkrsal-Rkinigungs-Ssl).
300) Von allen Aerzten als daS einfachste und billigste Hausmittel empfohlen gegen Säurebildung, Aufstoßen, Krampf, Verdauungsschwäche und andere Magenbeschwerden, in Vi, i/2, 1/4 Qriginal-Packeten mit Gebrauchsanweisung ä 1/t, i/2 und 1/4 Mark zu haben bei C- F. Sern ml er.
OeffentlicheAussorderung.
Großberzogliches Hofgericht der Provinz OLerhessen hat gegen Wirth Karl Schutz do hier den förmlichen Concursprozeß er- ka-mt. Es werden daher alle diejenigen, welche vermögensrechtliche Ansprüche an K-a r l SÄ ütz zu bilden haben, aufgeforbert, oiefeiben im Termin
Montag den 25. Juni l. I., Vormittags 10 Uhr, bei Meldung Auc-schluffes von der Masse anzumeldeu und unter dem Rechtsnachtbeil des Verzichts etwaige Vorzugsrechte geltend in machen. Im Termin soll zugleich die Güte versucht und erforderlichen Falls wegen weiterer Behandlung dieses Concurfes Beschluß gefaßt werden und werden in diesen Beziehungen die ausbleibenden Gläubiger als den Beschlüssen der Mehrheit der ei- scheinenden Gläubiger beitretend angesehen
Gießen, den 25. Avril 1877. (2511
Großherzogliches Stadtgericht Gießen.
Bötticher. Oppermann.
Im Filmen Register des unterzeichneten Gerichts wurden heute folgende Einträge vollzogen:
1) Anton Dillmann von Alten-Buscck treibt neben seinem eingetragenen Geschäft feit 1865 Handel mit Schreibmaterialien und Eifenwaaren, sowie mit Branntwein über die Straße; seit 1874 Handel mit Leder, fett 1877 Handel mit Wein über die Straße, alles in Alten-Bufeck unter der Firma A. Dillmann.
3) Heinrich Reh III. von Oppenrod hat das unter der Firma gleichen Namens von ihm betriebene Handelsgeschäft niebergelegt und wird die Firma
Baumwachs,
flüssig und in Stangen, empfiehlt
2059) L- Müller, Mäusburg B. 48.
2499) Pflug und Egge nebst zwei Wagen verkauft Lehrer A- Braun
in Hattenrod bei Lich.
2512) Auf dem Marktplatz A- 8 ist ein großer Kleiderschrank, eine Bettstelle mit Matratze, und verschiedenes Bettzeug zu verkaufen.___________________
2061) Oelfarben zum Fußboden-Anftrich hart und schnell trocknend, fertig zum Anstrich, Leinölfirniß zum Einölen, Bernsteinlack zum letzten Ueberzug, sowie SpiritnSlack mit und ohne Farbe, sofort trocknend empfiehlt
______L- Müller, Mäusburg B- 48^
2482) Eine Partie Fichtenstangen, ein Schleifstein, zwei Stoßkarren und ein kleiner Wagen sind zu verkaufen bei
ßubro. Geißler Wittwe.
2062) Maserwalzen und Schablonen für Weißbinder, achtes Blattgold, citron und oranges Blattsilber, Broncen in allen Farben, alle Sorten Pinsel, als deutsche Borst, geschliffene Borst-, Maser-, Vertreiber, (in Borsten und Dachshaar), Zacken-, Strich- und Weißoinsel, en pfieblt
______L. Müller, Mäusburg B. 48.
2446) Em neuer Eonfirmanden Nock zu verkaufen. Schloßgasse A. 258.________
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