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35 fl.-Loose

heutigen Ziehung der badischen

Karlsruhe, 28. Febr. Bei der

wurden sslgende Serien gezogen:

2517

2468

4344

7327

4291

1312

5413

7902.

5983 5784

6192 5239 6169

3860 1384

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6652

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978

157 2231 3656 5181 6710 3472 5600 6935

1156 3134 7796

4895 3749

3668 7200 6883

6298 3761 1966

2332 3279

5127 7948

326 2157

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1651 4842 2277 2894

4858 5660

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2008

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419 7419 5912 7366

118

Bingen, 28. Februar. Gestern Nachmittag zwischen 3 und 4 Uhr versank das Schiff Drachenfels", dem Schiffer Jakob Potz von Trier gehörig, von der Nieder- ländt chen Rheederei nach Mainz geschleppt, bet heftigem Gewitter und Sturm am Binger Loch. Die Frau und Kind hatten sich vor der Katastrophe nach Bingen be- aeben und waren somit geborgen. Der Mann schwamm ans Ufer, als das Schiff nickt mehr zu retten war und zu sinken begann, verstarb aber die Nacht im Binger Bahnhofe, wie man sagt, vom Schlage gerührt. DaS Schiff war mit Wetzen beladen und nach Mainz bestimmt.

- (Eine Katzenmusik.) Im Jahre 1848 geschah's, daß Graf Sandor, dessen Gattin eine Tochter des Fürsten Metternich war, tn Wien durch eine grandiose Katzen­musik aufgeweckt wurde. Der Graf kam aber nicht tn Verlegenheit, sondern öffnete M Fenster und richtete an die lärmende Menge die Frage, ob die Katzenmusik ihm gelte oder seiner Frau? .Der Frau!" rief die Menge.Wart's a bissel da komme ich auch hinunter!"

Aus Essen wird berichtet: Die chronique scandaleuse unseres fidelen Kreis- gerichtsgefängnifftS gibt uns heute Stoff zu einer Erzählung, in welcher mehrere In­sassen desselben als Helden resp. Heldinnen auftreten. Zwei übereinanderliegende Zellen werden nämlicv jede von 6 Herren und 6 Damen bewohnt und zwar wohnen erstere oben, letztere unten. Die Langeweile und der Wunsch, die schönen Bewohnerinnen der unteren Zelle kennen zu lernen, brachten die männlichen Gefangenen auf den Gedanken, ein Loch in den Fußboden zu schneiden und durch dasselbe hinabzusteigen, was ihnen gelang. Der Letzte war leider etwas zu corpulenter Natur, so daß er sich nicht hin- durchzwängen konnte, und erhob nun, mit den Beinen in der Luft baumelnd, und wäh­rend unten das Lied ertönte:Wir sitzen so fröhlich beisammen", ein jämmerliches Gefchrei, das die Aufseher herbeirief, welche ihn aus seiner nicht angenehmen Lage be­freiten. Er batte so bedeutende Anstrengungen gemacht, um hindurchzukommen, (wobei ihn die Unteren an den Beinen zogen), daß ihm wörtlich das Fell von den Rippen ab- gefchunden worden ist. In der Thal ein fideles Gefängniß.

Die Stadtverordneten in Forst habe« in der letzte« Sitzung beschlossen, die Ofenklappen, durch deren zu frühes Schließen so viele Menschenleben verloren gehen, im ZwangSwege zu beseitigen.

Die Regie-Cigarre Italiens ist offenbar daS traurigste Kraut, welches der Raucher fick zwischen die Lippen stecken kann; im geheimnißvollen Innern der Wicklung werden öfters erstaunliche Dmge gefunden, unter andern, wie ein italienisches Blatt berichtet, einstmals eine kleine vertrocknete Eidechse. Trotzdem wurden, wie die amt­lichen Berichte sagen, im Monat September vorigen Jahres für 12,307,432 Lire dieser Gltmmstengel umgesetzt; im ganzen verflossenen Jahre zog die Regierung daraus eine Einnahme von 132,834,167 Lire, ebenfalls amil ch konstatirt.

Folgenden traurige« Unilücksfall berichten die Breslauer Blätter: Das tn der Nähe von BreSlau belegene Dorf Klein-Mochbern ist bekanntlich wegen der daselbst ausgebrochenen Rinderpest durch ein Militär-Detachement abgesperrt, so daß Niemand die abgesteckle Grenzlinie paffiren darf. Als nun gestern Nachmittag ein städtisch ge­kleideter, etwa 9 bis 10 Johre alter Knabe in Begleitung eines Hundes die dortige Postenkette zu durchschreiten versuchte, gab ein daselbst ausgestellter Posten, welcher den Knaben nicht bemerkt hatte, auf den Hund Feuer; leider aber kam der Knabe in dem­selben Augenblick in die Schußlinie, er wurde getroffen und verschied nach einigen Stunden.

Literarisches.

Nuredin Aga, ein Reformtürke, wie es scheint, der die abendländische Cultur kennen und schätzen gelernt und sich ganz geläufig in der deutschen Sprache auszudrücken versteht, beginnt in der letzten Nummer (6) der Jllustrirten Frauen-Zeitung eine Reihe von Artikeln über das Volks- und Familienleben der Metropole am goldnen Horn, wovon der erste uns in das HauS und den Harem eines türkischen Beamten jir einem Morgenbcsuche einsührt. Wir werden also auch mit den Räumen und Ver- tzaltnissen bekannt gemacht, die der Orientale nicht nur frenFranken", sondern selbst feinen Landes- und Glaubensgenosse- gegenüber als heilig und unverletzlich hinstellt; d-ie Lüftung dieses Schleiers bittet somit sehr viel des J-.teressanten unb 9?euer, um fj) mehr als eine derartig wahrheitsgetreue Schilderung die über so manches Türkische verbreiteten falschen Anschauungen vielfach berichtigen dürfte. Ein gleiches Interesse bietet der übrige Inhalt d r Nummer: ein Bild des berühmten Oswald Achenbach; eine Biographie drr jüngst verstorbenen englischen Schriftstellerin Harriet Martineau; eine weitere Folge von Jacob Falke's Aufsätzen über die Geschichte der echten Spitzen n. f. w. u. s. w. Bei dem jetzigen bewegten GesellschaftStreiben sind die zahlreichen Reuen Ball- unb Gesellschaft^ Toiletten aus der vorhergehenden Moden-Nummer (5) desselben Blattes ein Zeichen, daß die Redaction den Anforderungen der Saison ausgiebig Rechnung zu tragen weiß. Eleganz und Geschmack ohne übertriebenen Luxus sind dabei nicht der geringste Vorzug des Dargestellten.

Auf bei ebenso mannigfaltigen als lehrreichen Inhalt des soeben erschienenen elften HesteS des fünfundzwanzigsten Jahrgang- derJllustrirten Welf (Stuttgart, Verlag von Eduard Hallberger) machen wir unsere Leser durch nachfolgende Inhalts- Angabe aufmerksam.

Text: Der Weg zum Glück. Roman von Miß Braddon. Bearbeitet von E. M- Vacano. Nach dem Campo Santo. Rheinfrauen Geisterbann oder die Reife nach Köln. Von Hermann Jahn. Der blinde Straßenfänger. Ein Mord im Walde von Haina. Nach einer wahren Begebenheit erzählt von Theodor Griesinger. Zur Geschichte der kirchlichen Trauung und der Civilehe. Von W. M. Bilder aus Jnnerafrika. Der Obersteuermann. Roman von Clark Russell. Aus den Schweizerischen Bilderbogen". Da- Pußtaschloß. Eine Geschichte von K. F. Emmer. Deutschlands Länder- und Städtenamen. Don de Porta III. Das Künstler­frühstück. Ans Natur und Leben: Die Spinnen; Die hundertjährige Gebuttsfeier Christian Rauch's; Kleine Mittheilungen. Vom Büchertisch. Humoristische Blätter; Pillen für junge Mädchen; Anekdoten und Witze. Aus allen Gebieten: Hauswirth- schaft; Hausmedizin; Gewerbliches; Erfindungen. Historische Gedenktage. Bilder- räthsel. Luchftabenräthsel. Rösselsprung. Kleine Korrespondenz. Anfrage« und Antworten. Anzeigen aller Art. Zeitchronik auf dem Umschlag: Verbrechen; UnglückSfall; Bunte Blätter; Notizen; Marine; Mannigfaltiges; Statistisches.

Illustrationen: Der Weg zum Glück. Madame Westray an der Wiege ihre- Kleinen; Bei den alten Gredbys. Nach dem Campo Santo. Gemälde von Clara Mondalba. Der blinde Straßmsanger. Zeichnung von D. Perea. Bilder aus Jnnerafrika. Ein Krokodil überfällt einen Matrosen; Gefährlicher Angriff. Der Aettiruedi will die Jugend verhindern, die von ihm tn den Brunnen geworfenen Aepfel und Birnen herauszufischen. Zeichnung von A. Baldinger. Aus denSchweizerischen Bilderbogen". (Verlag von Buri & Jeker in Bern ) Siegreiche Heimkehr. Zeich­nung von V. Tobler. Aus denSchweizerischen Bilderbogen". (Verlag von Buri & Jeker in Bern.) Künstlerfrühstück. Gemälde von Antonio Rotta. Die Monate in Bildern. II. Zeichnungen von A. Gareis.

Auszug LUS den Slandesamlsregistern der Stadt Gießen.

Vom 25. Februar bis 3. März 1877.

Geborene.

Am 18. Febr. Georg Ludwig, Sohn von Gastwirth Jacob Kahl. 25. Marie, ein außereheliches Kind von Auswärts. Katharine, ein außereheliches Kind von Auswärts. 23. Elisabeth Karoline, Tochter von dem Bremser an der Cöln-Gießener Bahn Johann Jacob Etzelmüller. 26. Ein außereheliches Kind männlichen Geschlechts von Auswärts. 27. Dem Bremser auf der Cöln-Mindener Bahn August Stiehl ein Sohn, noch ohne Vornamen. Margarethe Louise, Tochter von Geschirrhändler Philipp Pfeiffer. 25. Anna Elisabeth Katharine, Tochter von Bahnarbciter Johann Schweitzer.

Gestorbene.

Am 23. Febr. Erdarbeiter Georg Brehmer, 38 I. alt, von Vetzberg (im akademischen Hospital verstorben). 24. Privatmann Georg Becker, 84 I. 5 M. alt. Ernst Friedrich Eduard, Sohn von Weinhändler Karl Schwan. 26. Wagnermeister Ludwig Geißler, 33 I. alt. 27. Heinrich Schaum, 4 I. alt, von Groß-Linden, (im academischen Hospital ver­storben. Wollkämmer Sebastian Müller, 51 I. alt, von Hildebrandshausen (im akademischen Hospital verstorben). 26. Ein außerehelich geborenes Kind männlichen Geschlechts (ohne Vornamen verstorben). 28. Ein ohne Vornamen verstorbenes Kind männlichen Geschlechts (12 Sunden alt) des Bremsers auf der Cöln-Mindener Bahn August Stiehl. 27. Wilhelmine Lang, 28 I. alt, Ehefrau von Maurer Philipp Lang. 1. März. Postunterbediensteter Johannes Selz er, 69 I. 9 M. alt.

Auszug sus -en Kirchenbüchern der Stabt Gießen.

Evangelische Gemeinde.

Getaufte.

Febr. 25. Dem Arbeiter in der Gasfabrik dahier, Johannes Jakob eine Toch­ter, Margarethe Katharine, geb. 3. Febr.

Denselben. Dem Feldwebel im Grsßh. 2. Infanterieregiment Nr. 116, Franz

Heinrick Freudenberger ein Sohn, Robert Ferdinand Johann Christian, geb. 23. Dec.

Denseibeo. Dem Heizer an der Main-Weser-Bahn dahier, Jakob Gelhar eine Tochter, Marie Ottilie Elisabeth, geb. 24. Dec.

Denselben. Dem Bremser an der Köln-Gießener Bahn dahier, Konrad Müller eine Tochter, Elisabeth, geb. 28. Jan.

Denselben. Dem Schreiner Justus Heck dahier eine Tochter, Emilie Louise Bertha Georgine, geb. 27. Jan.

Denselben. Dem Spengler Ignaz Heinrich Kraus dahier eine Tochter, Anna Marie Magdalene Emilie Klotilde, geb. 11. Jan.

Beerdigte.

Febr. 26. Ernst Friedrich Eduard Schwan, des Bürgers und Weinhändlers Karl Heinrich Schwan ehel. Sohn, alt 16 I. 10 M. 9 T., geft. 24. Febr.

Denselben. Christian Georg Becker, Privatmann dahier, alt 84 I. 2 M, gest.

24. Febr.

Febr. 28. Ludwig Geißler, Wagner dahier, alt 32 I. u. 5 T., gest. 26. Febr.

Allgemeiner Anzeiger.

Bekanntmachung.

Die Erhebung der directen Steuern rc., sowie der Hundesteuer für das Jahr 1877 findet im Monat März an den Vormittagen der Werk­tag? vom 5ten bis incl. 25 teil statt. Das Bureau der Districts-Einnebmerel Gießen I befindet sich Neu enbäue B. 80.

Es wird noch besonders darauf aufmerksam gemacht, daß die Districts- Einnebmerei nicht verbunden ist, am 26ten und 27ten jeden Monats, sowie <itn 12tcn, 13ten und 14ten der Monate Februar, April, Juni, August, October und December Zahlungen anzunehmen.

Äießen, den 27. Februar 1877.

Grostherzogliche Bürgermeisterei Giesten.

1167) A. Bramm.

Bekanntmachung.

B etr.: Die Stiftung des Gemeinderaths­mitglieds Friedrich Lony.

Anmeldungen zum Bezüge von Zinsen «us her oben bezeichneten Stiftung, welche nach § 3 des Testaments resp. nach Be­schluß der Stadtverordneten-Versammlung vom 16. September 1875 an 18 Stadtarme, deren Auswahl dem Stadtoorstand zusteht, ausb?zahlt werden sollen, sind bis zum 10. März schriftlich oder mündlich bei der unterzeichneten Stelle einzubringen.

Güßen, den 2. März 1877.

Großherzoglicke Bürgermeisterei Gießen.

A. Bramm. (1180

1179) Mehrere schone Bauplätze in der Nahe de« LudwigSplatzeS und der Grün- bergerstraße preiswürdig zu verkaufen. Näheres bei Geometer H a a S.

Oberhessische Eisenbahnen.

Die hier lagernden abgängigen Betriebs- unb Werkstätte Materialien aus dem Jahre 1876 sollen verkauft werden.

Die Verkaufsbedingungen nebst dem Ver- zeichniß der zur Veräußerung kommenden Materialien können bei unserer Magazinver­waltung eingesehen, auch durch unsere Kanzlei auf frankirtes Ersuchen und gegen Einsen­dung von 20 H bezogen werden; ebenso steht eine Besichtigung der Materialien frei.

Offerten, welchen ein Exemplar der durch Unterschrift anerkannten Verkaufsbedin­gungen beizufügen sind, beliebe man biö zum 28. März d. I., Vormittags 10 Uhr, frankirt an die unterzeichnete Direction einzusenden.

Gießen, den 3 März 1877.

Großherzoglicke Direction.

Mohn. (1183

S ummissio n.

die und

1188) Donnerstag den 15. l. Mts., Vormittags 11 Uhr, sollen zur Erbauung einer Brücke über die Wieseck erforderlichen Arbeiten

zwar:

1) Maurerarbeit, veranschlagt zu

2) Steinhauerarbeit,

3) Schlosserarbeit,

4) Weißbinderarbeit,

5) Pslästererarbeit,

. . 17338,74 «X . . 28808,18 . . 2373,44

. . 48,00

. 754,60

Zusammen 49322,96 Jl.

nach einzelnen Gewerken oder im Ganzen nochmals mittelst Summisston veraccordirt werden.

Zeichnungen, Kostenvoranschläge und Uebernahmsbedingungen hierfür liegen vom 5. d. Mts. bis zu obigem Termin von Vormittags 812 und Nach­mittags von 26 Uhr auf dem städtischen Baubureau zur Einsicht der Jnteresienten offen.

Gießen, den 3. März 1877.

Grostherzogliche Bürgermeisterei Giesten.

A. Bramm.

Fristablauf.

Die zu Martinilag o. I. zur F ü r ft- licken Rentei Lich fällig gewesenen Holz-, Gras- unb Pachtgelder müssen inner­halb acht Tagen bei Vermeidung gerichtlicher Beitreibung bezahlt werden. Die Herren Bürgermeister ersuche, dies im Interesse ihrer Gemeinden durch die Schelle bekannt machen zu lassen.

Lich, den 2. März 1877. (1176

Kreutzer, Rentmeister.

Bekanntmachung.

1078) Die verfallenen Pfänder müssen längstens bis zum 15. März d. I. prolongirt oder ausgelöst werden, andern­falls dieselben zur öffentlichen Verstei­gerung kommen.

K. Grünebaum.