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18W.
Sonntag, den 3. Juni
Io. 195
Büchner, Kreisschulinspector.
verlegt.
Gießen, den 1. Juni 1877.
Der Vorsitzende des Provinzialtags, v. Röder, Provinzial-Direktor.
Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn.
Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Ps.
Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. (Expedition: Schul st raße, Lit. 8. Nr. 18.
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Auligk- mi> AmlsblÄ str den Klkis Gießen._______________
Lehrer-Conferenz
der vereinigten Conferenz-Bczirke Gießen, Großen-Linden, Lollar,
Die auf Mittwoch den 6. Juni anberaumte Conferenz wird hiermit wegen des an diesem Tag- stattfindenden Kirch-nconcerts auf
501 r ’ Mittwoch den 13. Juni, Anfang 2 Uhr,
aus dem Schiffenberg,
auszuweisen sich erkühnt hat. Obgleich sich indeß die Schwierigkeiten für die neue Regierung gesteigert haben, scheint diese doch die Ziele, welche sie sich gesteckt, weiter verfolgen zu wollen; darauf deuten wenigstens die fortdauernden durchgreifenden Veränderungen in dem Personal der höheren Verwaltungs- und Gerichtsbeamten, die scharfen Instructionen an die General-Staatsanwälte behufs Maßregelung der Presie, sowie endlich die strengen Anordnungen zur Bewahrung der Armee vor revolutionären Einflüssen hin.
Die deutsche Reichsregierung zeigt seit dem 16. Mai Frankreich gegenüber eine vorsichtig beobachtende Zurückhaltung. Der. L-taatssecretar v. Bülow soll die Mittheilung des französischen Geschäftsträgers über den Ministerwechsel mit der kurzen, alle weitere Discussion abjchneidenden Bemer- fung erwidert haben, Deutschland finde keine V-ranlaffung, zu dieser lediglich innern französischen Angelegenheit Stellung zu nehmen. Die Ausführung der auf militärischem Gebiete in Aussicht genommenen Ausgleichs-Maßregeln ist durch den Umschwung der Dinge in Frankreich, welcher zu neuen Erwägungen Anlaß gab. verzögert worden, wird nun aber gewiß nicht lange mehr auf sich warten lasten: hat doch die kürzlich in Ranch stattgefundene Mißhandlung zweier dentscher Osfi-iere durch den französischen Pöbel von Neuem deutlich bewiesen, was Deutschland von den Gefühlen des Hasies und der Feindschaft, die nach wie vor in den Herzen der Franzosen gegen Alles, was deutsch heißt, brennen, zu gewärtigen hat. Angesichts der inneren Wirren von denen die Türkei neuerdings aus Anlaß der Proclamation des heiligen Krieges bedroht scheint, hat die Reichsrcgierung ein aus vier großen Panzerschiffen und mehreren anderen Kriegsschiffen bestehendes Geschwader unter dem Commando des
v. V. C. Auch in der vergangenen Woche hat die Entwicklung der Dinge in Frankreich neben dem orientalischen Kriege das öffentliche Jn- teresse in hervorragender Weis- beschäftigt. Di- Nachricht daß der Gewalt- streich vom 16. Mai auf einen Wink aus dem Vatican «folgt sei und der Marschall Mac Mahon nach demselben ein sehr devotes Schreiben an den Papst gerichtet habe, hat begreiflicher Weise nicht zur Beruhigung der Gemuther beigetragen. Der Marschall that zwar alles Mögliche, um das verlorene öffentliche Vertrauen wiederzugewinnen. So versicherte er den fremden Botschaftern, es liege ihm Nichts ferner, als der Gedanke, der Verfassung zuwider zu handeln; bei der Besichtigung der Arbeiten auf dem ^rocadero, die Erofs nun« der internationalen Ausstellung werde an dem festgesetzten Tage stattsinden, da er die Sicherheit der Arbeit schützen werde; bei der Eröffnung der Ackerbau- ausstellung in Compiegne endlich, der von ihm vollzogene politische Act habe die Sicherstellung der inneren Ruhe und des äußeren Friedens bezweckt, Frank- reich werde sich in keine äußere Verwicklung einmischen, Niemand in Europa traue ihm kriegerische Pläne zu u. s. w. Trotzdem will sich dw gewünschte Beruhigung bisher noch nicht einstellen. Im Innern stocken die Geschäfte und die auswärtigen Mächte haben die ihnen gegebenen Versicherungen einfach zur Kenntniß genommen. Selbst die Klerikalen und Legitimisten find mit dem Verhalten des Marschalls nicht ganz zuftieden, weil er nicht alle ihre Wun^e zu erfüllen bereit ist und sogar den von ihnen besonders hoch verehrten Don Carlos
Gießen am 28. Mai 1877.
Betreffend: Aufsicht Überdas Fafselvieh. ,. zri>
Das Großherzogllche Kmsamt Gießen
NN hip (SrofiberiOrtlidien Bürgermeistereien der nachbenannten Orte.
An d-n nachf°lgenden"Tagen wird di- Besichtigung der G-meinde-Zuchtstier^und Zuchteber durch di- g-wählte Commission st-ttfind-u, näm ch.
Frertag Veu 1»-
zu Lich, Dorf-Gill, Eberstadt, Ober-Hörg-rn, Holzheim, G^ni^en^Watz«>bmm-St-mberg^Haus-n und Garbenteich.
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selbst bereit halten, um der Commission etwaige Auskunft zu ertheilen. e T
Mont-a de« 11. Juni I. I., Vormittags 11 Uhr, findet in dem Rathhaussaale zu G.-ß-n in d-m früheren Realschulgebäude vor dem Neuenweger Thor die diesjährig- regelmäßige öffentliche Sitzung de« Prsomzialtags der Provinz Ob-rh-s,en statt.
Auf di- Tagesordnung sind folgende Gegenstände gesetzt.
1) Prüfung der Rechnung der Provinztalkaffe für das Jahr 187b
2) Verwaltungsbericht des Provinzial-Ausfchusses für das Jahr 187b;
§ ÄSS M 3.M ,877 W. d., W«*
Abgeordneten.
Gießen, den 23. Mai 1877.
-------------------" — Gießen am 1. Juni 1877. Betretend: Die Erhebung des Schulgeldes in den Gemeindeschulen. f
Das Großherzogllche Kmsamt Gießen
h. ß.rnGf,PriOaiid>en Büraermeistereien Allendorf a. d. Lahn, Allertshausen, Annerod, Ettingshausen, Göbelnrod, Grüningen, Heuchel-
9 ' 9 Treis a. v. Lda., Weickartshain, Wertersham unv Wreseck.
Wir erinnern Sie wiederholt an Erledigung der Verfügung - Amtsblatt N°. H - vom 20. Apr.l 1877 binnen 8 Tagen.
v. Röder. ________________________
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