Donnerstag, den 3. Mai
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Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn.
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Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Expedition: Schul st raße, Lit. B. Nr. 18.
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Großherzogliches Universitäts-Gericht- Haberkorn.
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Fürst Karl selbst werde stets seine Pflicht thun, welche darin bestehe, Rumänien wieder zu erheben, dessen Mission an den Donau-Mündungen zu erfüllen, die von Alters herstammenden Rechte des Landes aufrecht zu erhalten und die Grenzen zu schützen. Gerüchtweise verlautet, Seitens Rumäniens sei eine Kriegs-Erklärung an die Pforte erfolgt.
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die gesetzlichen Forderungen an Studirende aus dem Winter-Semester 1876/77 betreffend.
Die in diesem Semester entstandenen gesetzlichen Forderungen an Studirende müssen bis den 24. dieses Monats mittelst specificirter Rechnungen zur Anzeige gebracht und längstens bis den 5. Mai d. I. geltend gemacht werden, widrigenfalls dieselben den ihnen durch Art. 136 der Disciplinarstatuten zugewiesenen Vorzug verlieren.
Gießen, den 9. März 1877.
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। andern Staaten verlassen, es müsie auf sich selbst rechnen. Die Neutralität 2 sei nicht aufrecht zu erhalten. Rumänien müsse verhindern, selbst zum Kriegs- Schauplatze zu werden. Der Czar verspreche, die Rechte des Staates zu wahren und die Hauptstadt nicht zu besetzen. Die Regierung dürfe, bevor die Kammer Beschluß gefaßt, keine Entscheidung treffen. Die Volks-Vertretung müsie ohne Partei-Rücksicht die Mittel zur Rettung des Landes gewähren.
Deutschland.
Berlin, 30. April. Die Rede, mit welcher Fürst Karl die Kammer eröffnete, lautete äußerst kriegerisch. Es heißt darin, Rumänien sei von den
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Gießen, den 1. Mai 1877.
Das Großherzogliche Kreis-Gesundheitsamt Gießen
an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises Gießen.
Wir benachrichtigen Sie hierdurch, daß der Unterzeichnete heute seinen Dienst definitiv angetreten hat und vorläufig in der Rudolph'schen Musikalienhandlung, Neuenweg B. 117, wohnt.
Dr. G l a s o r.
— In der heutigen Reichstags-Sitzung wurde angezeigt, daß Abg. Duncker lf richte | sein Mandat niedergelegt habe. Der Gesetz-Entwurf wegen Untersuchung von
f See-Unfällen wurde in dritter Lesung nach unerheblicher Debatte genehmigt.
Bei der nun folgenden zweiten Berathung des Antrags von Becker und Lasker, ____—--- betr. das Zeugen-Zwangs-Verfahren, beantragte Marquardsen, den § 2, wo- nach für das Zeugen-Zwangs-Verfahren in Disciplinar-Sachen dieselben Bestim- v ch mutigen, wie bei criminellen Vergehen, gelten sollen, zu streichen. Nach längerer
♦ f ' au ^batte, an welcher sich Gosler, Becker, Beseler und Lasker betheiligten, wurde § 2 zurückgezogen, § 1 in zweiter Lesung angenommen, und somit der Antrag genehmigt. Vom Bundesrathstische war demselben Widerspruch entgegengesetzt worden.
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Anreize- nnb Amishintt für hrn Kreis Gießen.
• । . |nhia bat btyl Berlin, 30. April. Dem Vernehmen nach sind die Vorschläge wegen
g in Philao P Verstärkung der Garnisonen in Elsaß - Lothringen, auf welche Feldmarschall
:l ' l pes hezom Moltke in seiner jüngsten Rede andeutungsweise hinwies und über welche die rife-' JnieI‘ Verhandlung bereits geraume Zeit schwebt, dem Kaiser zur Genehmigung unter-
:nd>en llItf leitet. Es wird sich außer der Bildung einer Kavallerie-Division in Metz,
' H e ßtiifr welche der jetzt beschloffene Etat des Reichsheeres bereits die Mittel be- .p.,jchlich tvilligt, voraussichtlich um die Sendung von einer oder zwei Brigaden Jnfan-
eräthe, E . terie nach dem Reichslande handeln, und stellt sich damit die bezügliche Maßnahme Handgeraty « ß([; fl[$ e,ne lediglich technische hin. Von Kavallerie-Regimentern wird namentlich genfiande unD das in Flensburg und Hadersleben garnisonirende 13. Dragoner-Regiment als Affnet Elsaß-Lothringen bestimmt bezeichnet.
yikntgeltlich g^s! s Berlin, 30. April. Der Abg. Löwe (Bochum) ist auf der Treppe zur m Pes'^ oU’6 ö' Kednerbühne. des Reichstags gefallen und hat einen Armbruch erlitten.
Berlin, 29. April. Aus Rußland gehen fortwährend kolossale Getreide- miheim- Ladungen in Ostpreußen ein, weil die Einführer in Folge des Krieges ein in --- Getreide-Ausfuhrverbot erwarten und die kurze Zeit bis dahin noch benutzen
möchten. Die Preise sind vorübergehend natürlich gestiegen. — Die Gesellschaften der amerikanischen Kabel werden fortan keine Adresie befördern, welche weniger als zwei Worte enthält. Es muß also jede Adresie eines Telegramms mindestens den Namen des Empfängers und den Bestimmungsort angeben.
Köln, 30. April. Die „Köln. Ztg." meldet: Das dem Kaiser durch dm Provinzial-Laudtag im Namen der Rhetnprovinz angebotene Fest ist angenommen worden und soll im Anfang des September bei der Anwesenheit des Kaisers in der Provinz während der Truppen-Uebungen stattfinden.
Karlsruhe, 30. April. Die Jubiläums-Feier des GroßherzogS ist mich des Weiteren glänzend verlaufen. In dem Hoftheater, wo ein Festspiel öoti Putlitz zur Aufführung kam, wurde der Großherzog mit begeisterten Hochs empfangen. Der Jubilar brachte sodann ein Hoch aus den Kaiser aus, der
mit dem Kronprinzen in der Hofloge anwesend war. Nach dem Theater Feuerwerk und Banket in der neuen imposanten Festhalte, bei welchem der Großherzog, der Kaiser, der Kronprinz und die andern fürstlichen Gäste anwesend waren. Ober-Bürgermeister Lauter sprach den Trinkspruch auf den Großherzog, der in bewegten Worten seinen Dank ausprach und mit einem Hoch auf das Land erwiderte. Geheimerath Bluntschli toasttrte auf die Großherzogin, Geheimerath Lamey auf den Kaiser.
Braunschweig, 30. April. Heute Mittag ist die Feierlichkeit der Grundsteinlegung zum Denkmal des berühmten Mathematikers Gauß durch Minister Trieps unter lebhafter Theilnahme des Publikums vollzogen worden.
Hesterreich.
Wien, 29. April. Die „Presse" meldet: Der oberste Gerichtshof hat anläßlich eines auf die Lemberg-Czernowitzer Eisenbahn bezüglichen Falles die principielle Entscheidung getroffen, daß das Gesetz von 1874, betr. die Cura- toren, nicht die Berechtigung des einzelnen Prioritäten-Jnhabers aufhebe, wegen Zahlung eines bereits fälligen Coupons oder Entrichtung desielben in einer bestimmten Valuta zu klagen.
Wien, 30. April. Eine Anzahl Mitglieder des Fortschritts-Clubs der Abgeordneten-Kammer hat heute einen neuen Club unter dem Namen „Neuere Fortschritts-Club" gebildet. Derselbe behält das Programm und die Grundsätze des alten Clubs bei; aus letzterem sind die Mitglieder des neuen Clubs nicht in Folge einer Aenderung ihrer politischen Grundsätze, sondern nur Ms dem Grunde ausgetreten, weil der neue Club nicht mit den von der Mehrheit des seitherigen Gesammt-Clubs eingeschlagenen Wegen bei der Ausführung des Programms übereinstimmt.
Wien, 30. April. Der heute eröffnete allgemeine österreichische Katholikentag wählte den Grafen Egbert Delcredi zum Präsidenten. Letzterer bezeichnete als Zweck des Katholikentages die Berathung der in der gegenwärtigen ernsten Zeit das Leben der Katholiken enge berührenden Fragen und die Stellungnahme zu diesen.
Arankreich.
Versailles, 30. April. Der Herzog v. Decazes hat in der Budget- Commission der Deputirten-Kammer angekündigt, er werde in der morgen stattfindenden Kammersitzung eine Erklärung über die auswärtige Politik abgeben. Das Rundschreiben des Herzogs, welches in das morgen zu vertheilende Gelbbuch ausgenommen ist, weist auf die Anstrengungen Frankreichs zur Erhaltung des Friedens hin. Am Schluffe heißt es: die Periode der Verhandlungen sei nunmehr beendigt; Frankreich müsse absolute Neutralität beobachten. — Die Linke beabsichtigt, morgen eine Interpellation einzubringen über die klerikalen Umtriebe, durch welche das Land beunruhigt werde, und wird beantragen, die Beantwortung dieser Interpellation auf Donnerstag festzusetzen.
England
London, 30. April. „Lloyds" wird aus Galatz von gestern telegra- phirt: Alle neutralen Schiffe haben Galatz und Braila verlasien.
London, 30. April. Ein zweites Blatt der amtlichen Zeitung veröffentlicht die aus Windsor von heute datirte Proclamation der Königin, durch welche strikte unparteiische Neutralität in dem russisch - türkischen Kriege verkündet, und allen Untertanen anbefohlen wird, dieselbe zu respectiren.
London, 1. Mai. In Liverpool findet gegenwärtig eine Besichtigung der für den Kriegsfall zum Truppentransport bestimmten Schiffe durch einen 'Officier der Truppentransport-Verwaltung statt.


