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LandwirthfchaftlicheS.

Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd

Sehiffeberieht.

Und so bitten wir denn Landwirthe und Freunde der Land- wirthschäft, Bauern, Pächter, große Besitzer, Beamte, Lehrer, zur Begründung des Gießener Local-Vereins am

Dienstag den 6. Mär?, Abends 6 Dhr, nicht tu fehlen. Ist hier ber Anfang gemacht, so folgen vielleicht anvere Ortschaften des Kreises unferm Beispiel der Gründung von Local-Vereinen nach! __ _

(ÄAHftftefler in Lauterbach. Wenn Ihr Roman so klassisch, Ihr Ge­ehrtes 27f dss. stylistisch, verrichten wir recht gerne auf die Einsendung Ihrer Bogen Reinschrift.

nicht unmöglich.

Es ist bei dem Landmann durchschnittlich eine sehr loyale u. genügsame Rich- tuna vorherrschend, welche der regierenden Behörde vertraut, sich ihr gern unter­ordnet, aber auch von ihr verlangt, daß sie die landwirthschastl. Interessen selbst in die Hand nehme. Das ist heut zu Tage von der Regierung zu viel ver­langt. Sie vermag nicht Anforderungen gerecht zu werden, welche nur von der selbstthätigrn Corporation geleistet werden können, sie kann vor Allem nicht wirken, wenn nicht ein frisches lebend ig es Entgegen k ommen ce- Landmannes selbst ihr helfend zur Seite tritt.

Diese Hülfe will der Gießener Local-Verein schaffen. In ihm sollen die zunächst liegenden landwirthschaftlichen Fragen über Bestellung des Bodens, Anbau der Früchte, Pflege und Haltung der Thiere besprochen werden; es sollen ferner die Preise der Products, die Handelsconjuncturen erörtert, und drittens auch Maßregeln angeregt werden, welche einen weiteren gesetzgeberischen und politisch'landwirthfchaftlichen Zweck verfolgen und die Förderung der ge­summten Landescultur erstreben.

Ist denn dazu nun ein Local-Verein nöthig? fragen gewiß Manche.

Nun fragen wir dagegen, hat denn der Bezirksverein jemals Zeit sich mit den genannten wichtigen Sachen zu beschäftigen? In der Regel.nureinmal im Jahre kommt die Generalversammlung zusammen, sehr zahlreich. Den größ­ten Theil der Zeit füllt die leidige Berathung des Budgets aus, während man die Entscheidung des Ausschuffes oft kurzer Hand nur zu genehmigen oiauchte.

; Einen andern großen Theil der Jahresversammlung nehmen dieVorträge . ein. Wenn dies kurze Mittheilungen sind, oder kurze Referate über besonders ' von der Versammlung gewünschte Gegenstände, so mögen sie hingehen, aber lanae Vorträge über Materien, von denen vielleicht nur Wenige etwas zu bören wünschen, sind sehr lähmend. Wo bleibt dann noch Zeit um wirkliche landwirthschaftliche Fragen zu besprechen, für die doch sicher eine allgemeine Theilnahme sich ergeben würde?

Jeder muß sein Theil zur Belebung der Verhandlung beitragen, Jeder soll seine Beobachtungen getrost mittheilen, kurz und schnell sollensich Redner und Reden folgen; und nicht Einzelne sollen das traurige Vorrecht haben, be­ständig sprechen zu müssen.

Greift nur hinein ins bunte Menschenleben, Ein jeder lebt's, nickt Vielen ist's bekannt, Und wo ihr's packt, da ist's interessant".

Gießen, 1. März, ftcrn SSbcnb^hn^^6«!

Hen Hof».Adv. vr. Muhl entwickelten Ideen einem schon langst 'm Kern der -Bar- ««Werft °^egttn Wunsche en.,p'°chen^^^ »userer Stadt durch

mit Werden b-spannte Packe.w.gen besorgt. Wir begrüßen diese Neuerung angesichts der sonstigen Strapazen der Postbediensteten mit Freude. __ ____________»

be« »rimtpiell feststehenden Einverständnisses unterzeichnet werden. Da« Pro. tokoll wurde dem Vernehmen nach salzenden Inhalt haben ) der Friede wird aus Grundlage des Status quo ante herzestellt^ unter Gewahrunz vollständiger Amnestie das serbische (Miet wird in einer Frist von 12 T-zen nach Unter- zeichn!,nz des Protokolls geräumt. Begüglich ber bekannten n'-r°l,sch°n Garan- lieen soll eine schriftliche Erklärung abgegeben, und dem Fürsten Milan ein euer gern,in enbedlt »erbe:n^ ^^ruar. Da« Einvernehmen der Pforte mit

@?utb = m®Vn8«: Februar. Da« Postdampsschiff Oder ^apt C^Leist °°m

welches am 7. Februar von Bremen abgegangen »ar, ist gestern wohlbehalten hier ange

WrbC3affS, 27. Februar. Theile bei 8. russischen Armee-Eorps und der Armee-Train werden nach dem Pruth vorgeschoben.

Serbien.

Belarad, 27. Februar. Die Omladina agitirt für die Fortführung des Krstges und bedroht di- Mitglieder der Skupschtina, falls dreselben fried- 1'* ^Belgra»""28. Februar. Heute Vormittag wurde die, Skupschtina durch den Fürsten persönlich in geheimer Sitzung eröffnet. Zum Präsidenten wählte d!e Verffamnüung G?°rg Topuzovich, zum Viee-Präsidenten Th. Tuczakomts.

Rumänien

Bukarest, 27. Februar. Im Senat wurde Seitens^ des Mitgliedes Deschlin die Vorlegung der Sieten über die Neutralität Rumäniens gefordert, von der Regierung^ jedoch abgelehnt. Der Unterrichts-Minister legte einen Gesetz-Entwurf vor. 6etr. die Errichtung einer theologischen iind einer mebte.- niiebfn Fakultät an der Universität Jassy. X

Amerika.

New - Bork, 27. Fbbruar. R ck .....»itm SPrA: M-rieo ist Pochrio Diaz zum Präsidenten der Republik und Vtllerta zum Prä- sidenten des obersten Gerichtshofes gewählt worbew

sicher zu un

»ntfcifh-n Ausrecktbaltunq des Status quo ame uvuum,**

mung des serbischen G-bietes türkischerseits innerhalb einer Frist von 12 Tagen. Sodann wird die serbische Regierung eine Rote überreichen, in welcher die Ge­währleistung für folgende vier Punkte enthalten ist: Verbot Befestigun­gen, Aufhlssung der türkischen Flagge neben der serbischen ? "ckstellung der Juden und Verhinderung der Bildung und des Uebertnttes bewaffneter Ban den. Von der Bestellung eines türkischen Commiffars ist keine Rede, auch die R-raae wegen Klein-Zwornik bei Seite gelaffen. Nach Ueberreichung der er­wähnten Note wird der Fürst von Serbien an den Großvezir ein Telegramm bezüglich der Zustimmung zu den Friedens-Bedingungen richten. Hiervon wird die Pforte Act nehmen und sodann vom Sultan der neue Ferman erlaffen

Der Zweck des Local-Vereines für Gieße« und Umgegend geht vor Allen Dingen dahin, den Landwirthen und Freunden der Landwirth- schaft Gelegenheit zu geben, sich in regelmäßigen Zeiten zu sehen, zu sprechen, und überhaupt einen gegenseitigen Gedankenaustausch zu ermöglichen. Der Landmann bedarf noch mehr einer geistigen Anregung durch Verkehr mit Fach­genoffen, als der Stadtbewohner. Schon seine Beschäftigung bringt es mit ovw-* ----- n £ q- ä fick, daß er einsamer und stiller seinen Berussweg gehen muß als der Gewerbe

Serbien ist heule endgültig festgestellt. Das im Laufe des morgigen Tages tn(benbe Die räumlichen Entfernungen der Ortschaften erschweren den Ver- -.....unterzeichnende Protokoll wird die drei (bereits bekannten) Punkte jm Sommer ist keine Zeit dazu; im Winter Wege und Kurze der Tage

Ausrechthaltung des status quo ante bellum, Amnestie und Rüu- , unbeleuchteten Straßen ein Hinderniß. So bleibt der Landmann zwar ----- ^berührt von manchen unerquicklichen Seiten des städtischen Lebens, aber er entbehrt doch auch viele geistige und äußerliche Vortheile desselben. Der Gewerbverein zu Gießen erfreut sich einer regen Theilnahme, eines frischen lebendigen Strebens, jedes einzelne Mitglied bemüht sich, beizutragen zum Blühen und Gedeihen dieser nützlichen Vereinigung. Sollte dies in landw^rth- chaftlichen Kreisen nicht auch zu erreichen sein? Schwerer freilich, aber doch

komme».

979)

Oberhessische Eisenbahnen.

Die nachstehend aufgeführten Gegenstände -sir.d auf den Oberhessischen Bahnlinien ge- -funben worden. Die unbekannten Eiaen- thümer werden aufgefordert, ihre Ansprüche innerhalb Jahresfrist bei der unterzeichneten Stelle geltend zu machen, andernfalls zum Verkauf geschritten werden wird:

1 Brille, 1 Haarring, 7 Halstücher,

1 Paar Handschube, 1 alte Hose, 6 Hüte, 1 Jagdstock, 1 blauer Kittel, 1 Kette mit Strick, Mützen, 1 Meter­maß, 1 Petschaft, 1 Pack Garn, 1 Pack Leinen und Kraaenmuster, 1 Pack Klei­dungsstücke, 1 Rolle Papier, 1 Reise­tasche, 5 Regenschirme, 1 Schlüssel,

Gießen, am 17. Februar 1877.

Der Mrector der Spar- und Lechkasse ,u Gießen:

Haberkorn. ___________

Versteigerungen.

Montag den 5. d. Mts., Vormittags 8 Uhr, soll auf dem hiesigen Rathhause für MO JL Schreinerarbeit (Lieferung von Möbeln) versteigert «erden-

Gießen, den 1. März 1877. (H4O Großherzogliche Bürgermeisterei Metzen.

A. B r a mm.___

bis zum Submissions-Termine: Montag den 12. März d. I., Vormittags 11 Uhr, bet der unterzeichneten Betriebs-Jnspection zu Frankfurt a. M. einzureichen.

Kostenanschlag, Bedingungen und Plane find bet dem Stations-Vorsteher Herrn Schmidt zu Laag-Göns etnzusehen und ebendaselbst Offerten-Formulare in Empfang zu nehmen. _ ,

Frankfurt a. M., den 27. Februar 1877.

Königliche Betriebs Inspektion II der Main-Weser-Bahn.

H e y l. (1138

Montag den 5. März l. I-, des Morgens um 10 Uhr anfangend, sollen in der Wohnung deS H e i n r i ch Schmidt II. dahier 2 Kühe, 1 Rmd 3 Schafe, 12 Hühner, 1 Wagen, Pflug und Egge, Heu, S:roh, Dickwurz, sowie ver­schiedene Hausgeräthschaften, öffentlich ver­steigert werden.

Rödgen, am 27 Februar 1871.

Grotzherzogliches Ortsgericht Rödgew Jnderthal. (H32

Bekanntmachung.

Die verehelichen Mitglieber bes Spar- und LeihkaffeVrretnS

-Gießen iverben zu einer

Hauptversammlung

auf Samstag den 3. Mär; d. I., Nachmittag« 3 Uhr,

in ben Saal beet Rathhauses bahier eingelaben.

Tagesordnung: Berathung über bie Erwerbung eines Hauses für bie Spar- und Leihkasse.

9 Stöcke, 1 Tabakspfeife, 12 Taschen­tücher, 1 Uhrkette, 1 Ueberzteher.

Gießen, den 28. Februar 1877. (1137

Die Haupt-Magaztnsverwaltung.

Main-Weser-Bahn.

Es soll die Ausführung von Erdarbeiten Zwecks Verbreiterung deSBahndammes nörd­lich der Station Lang-Göns, bestehend in drr Gewinnung und dem Transport von rot. 6000 Kbmtr. Bodenmassen im Wege öffentlicher Submission vergebm werden.

Die Offerten sind portofrei und versiegelt mit der Aufschrift: , .

.Submission auf Grdarbetten der der Station Lang-Gön-^

Holzversteiqerung

im Oppenröder Gemeindewald.

Donnerstag den 8. März 1877

soll in dem District Gründchen nachver- zetchnetes Holz versteigert werden, als:

1 Eichen-Baustamm von 1,66 Festmtr.

178 Fichten-Stämme von 1530 Cimtr. Durchmesser und 618 Mtr. Länge, zus. 57 Festmeter,

350 Fichten-Derbstangen von 714 Ctmtr. Durchmesser und 6-16 Mtr. Länge, zus. 38 Festmeter,

86 Reisstangen, zus. 2,31 Festmtr.,

24 Rmtr. Buchen- u.Nadel-Rundscheith.,

84 Radel-Knüppelholz,

60 Stockholz,

2,230 Wellen desgl. Reisholz.

Die Zusammenkunft ist Vormittags 9 Uhr an de« Vicinalweg nach Albach und der Anfang an dem Bau- und Werkholz.

Bemerkt wird, daß sämmtliches Holz am chaussirten Weg liegt, und kann zu jeder Zeit abgefahren werden.

Oppenrod, am 1. März 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Oppenrod

Perri. H30

1062) Durch den Verkauf meines Hauses bin ich genöthigt,sämmtlichenoch vorröthigen Möbeln, bestehend in Küchenschränken mit GlaS-Aufsatz, Kleiderschränken, Tischen, ovalen und anderm Kinderbettstellen, aroße- ren Bettstellen und sonstigen Modeln z« äußerst billigen Preisen zu verkaufen^

H. Werner, KaplanSgasse 227.