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Die

Cabinet eine Intervention der Großmächte im Interesse des Friedens vor

Lokal-Notiz.

Sonntag den 9. Sept, concertiren.

Der orientalische Krieg.

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Sitten, der Groß

1881)

c,m csable 1876 betrug die Zahl der Hochösen in England 962, in Nord- zogen sich Abends unsere von den Türken bedrängten Wachtposten von Spach- Amerika713 in Deutschland 456, in Oesterreich-Ungarn 180, in Frankreich rilar zurück. ^Bei Tagesanbruch verdrängten sie wieder die Türken und besetzten ~ Da nun die Production dieser Hochöfen ihre frühere Stellung.

Konstantinopel, 29. August. Namyk Pascha wurde zum Präsiden-

Gingesandt.

Sehr geehrter Herr Redakteur!

Sie haben mir die Ehre erwiesen, in Ihrer MittwochSnummer meinen Vortrag überdie Bedeutung der Sonntagtzseier für unser Volksleben- kurz zu bespreche. Ge­statten Sie mir eine kurze thatsächliche Berichtigung einiger darin enthaltenen M ßoer- sländnisse. Es ist nicht richtig, daß ichdie Ideen der Gesellschaft für innere Mission, (eine solche gibt es gar nicht"), über Sonntagsheiligung- entwickelt habe. Ich versuchte vielmehr, gestützt auf namhafte Autoritäten, Medictner, Nationalöconomen, Geschichts­forscher und Socialpolittker, darzulegen, was vom Standpunkt einer die realen «er» hältnisse berücksichtigenden Wissenschaft von Sonntagsruhe zu halten fei. völlig un­verständlich ist mir geblieben, in welchem Zusammenhänge der Satz:Uns will es scheinen, als ob Gießen eben noch nicht der Ort sei, wo in christlich-socialem Sinne viel ausgertchtet werden könnte", mit meinem Vortrage stehe. Ohne auf seinen 3npalt selbst weiter einzugehen, meine ich nur, daß es sich bei meinem Vortrage nur um die ganz begrenzte Frage gehandelt habe: Ist die Ruhe am Sonntag für arbeitenden Menschen gut, heilsam, ja unentbehrlich, .wenn er sich nicht vor der Zett körperns geistig, moralisch abnutzen will, oder ist sie es nicht? Im ersteren Falle, dem mit der Frankfurter Zeitung" zu reden,kein vernünftiger Mensch bestreiten kann »ist es unzweifelhaft die Pflicht jedes Menschenfreundes, alle Bestrebungen, welche dem Arbener seine Sonntagsruhe sichern wollen, zu unterstützen, sie mögen ausgehen von wem m auch wollen Es ist freilich die leidige Krankheit unsere« öffentlichen Leben«, daß man

Vermischtes.

Bessungen, 27. Aug. Zu dem in unfern Mauern gefeierten achten Hessi­schen Feuerwehrtag waren etwa 1200 Feuerwehrmänner aus dem Großherzog thum versammelt. Die Begrüßungsrede, von Herrn Rechnungsrath Schröder gehalten, betonte den hohen Werth und die schwere Aufgabe der Feuerwehr und schloß mit einem dreifachen Hoch auf das Streben und den Eifer derselben. Die Festprobe unserer Feuer­wehr, welche danach stattfand, verlies brillant und war ein glänzendes Zrugniß für deren Thätigkett. Nach Besichtigung der im Orangertehaus des Herrngartens ausge­stellter. Spritzen- und Feuerwehrrequisiten begannen im Saale der Markwort ichen Restauration die Verhandlungen der Delegtrten, zu welchen Seitens der Großherzog-. ltchen Regierung die Herren Ministertalrath Weber und Provinzialdtrector Küchler er­schienen waren. Erstgenannter Herr eröffnete die Versammlung im Austrag der Re- gieiung, daß diese mit größtem Interesse die Entwickelung des Feuerlöschwesens ver­folge und dessen Bestrebungen durch Unterstützungen hülfreich sein wolle, worüber Ob­mann Justus von Darmstadt als Berichterstatter über den Stand der Unterftutzunas- frage seine Freude ausdrückt. Auch Landtagsabgeordneter Dr. Osann itt über die Er­klärung des Regierungsvertreters sehr erfreut und wünscht, daß die Organisation von Feuerwehren im ganzen Land von der Regierung krä'tigst gefördert und ausreichende Garantieen zur hinreichenden Unterstützung verunglückter Feuerwehrleute geboten wür­den. Es wurde sodann beschlossen, über die Unterstützungsfrage um eine Audienz bet Sr. K- H. dem Großherzog zu bitten und durch den Ausschuß persönliche Vorstellungen machen zu lassen. Herr Provinzialdtrector Küchler äußerte sich noch dahin, daß die er­forderlichen Mittel für einen Kreisfeuerinspector verwilligt und die Anstellung eine« solchen durch die Kreisvertretung sofort erfolgen könne. Nachdem noch Worms als Vorort für den nächsten Verbandstag gewählt worden, wurden die Verhandlungen ge­schlossen. Nachmittags fand der Festzug durch den Ort statt und sammelten sich die Gäste in der Restauration Markwort.

England

London, 29. August. DemStandard" wird aus Konstantinopel tclegraphirt: Nicht nur hat Layard die Erfüllung des ihm gemachten Ver­sprechens, die Hinrichtung der von den Kriegsgerichten verurtheilten Bulgaren hinauszuschieben, nicht erlangt, sondern die hohe Pforte hat Befehle erthetlt, durch die sie die Corps-Commandanten ermächtigt, mit Hinrichtungen vorzu- gehen, ohne die Mühe zu haben, jedes Urtheil nach Konstantinopel zu berichten. Layard ist natürlicher Weise dadurch sehr erzürnt, aber seit einiger Zett hat die Pforte nicht viel auf den britischen Botschafter geachtet. Fawcett, der bri­tische General-Consul, ist von Adrianopel zurückgekehrt; er bringt einen höchst schmerzlichen Bericht über die Leiden der mohamedanischen, christlichen und jüdi- dtschen Flüchtlinge daselbst. Er geht morgen nach Rodosto, um dort die Flücht­linge zu unterstützen."

Kolland.

Amsterdam. Nächstens erscheint hier wieder die bekannte Zeitschrift L'Echo del'Orient", welche den Principien der Gewissensfreiheit, der Gleich­berechtigung der Consesstonen und der religiösen Duldung gemidmet ist und die sociale Stellung der Israeliten gegen die Angriff? einer gewiffen Preffe vertei­digt. Dieses Blatt besteht zunächst einen energischen Kampf gegen die Vorur­teile , die man von gewisser Seite gegen die Juden auszustreuen und zu verbreiten sucht. Der Redacteur des L'Echo del'Orient" (Herr Sigmund Car- mellin), der selbst ein Opfer der Judenverfolgung in Rumänien war, indem er wegen der Judenvertheidigung von der Bukarester Regierung verurtheilt wurde und sich durch die Flucht von dort retten mußte, erfüllt seinen Beruf mit takt­voller Begabung, hat der Sache, die er vertritt, bereits große Dienste geleistet, und verdient nicht nur von seinen Glaubensgenoffen, sondern auch von allen Menschenfreunden unterstützt zu werden. __________________________________

) Wir hatten uns in dem Namen geirrt, es muß richtiger heißen^: ^Herein f-

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Gießen, 31. Aug. Wir können nicht umhin, zu bemerken, daß Herr Wtlh. Wenzel im Garten zum Schluß der Sommer - Saifon un« noch zu einem zweifachen Kunstgenuß verholfen hat, indem nächsten Mittwoch die Garde-Husaren zu Cassel und die hier vom Turnfest so rühmlichst bekannten 88r (Kapellmeister Baunack) am

150, in Belgien und Luxemburg 77. ,

den Bedarf um mehr als die Hälfte überschreitet, so ist abzumcffen, daß an ein . -

allgemeines Gedeihen der Hochofen-Industrie nicht zu denken ist. 'en des für d,e Leitung der mliitart,cheu Operationen eingesetzten Kriegsralbes

Nachdem Oesterreich und Italien bereits dem Gesuche Deutschlands, ernannt. JRcbif Pascha hat sich dem »riegsgericht noch nicht gestellt.

i Konstantinopel gegen die türkischen Grausamkeiten zu protestiren, Folge gege- Angriffe Suleiman Pascha's auf die russischen Befestigungen des Schipka-Paffcs ten haben, scheint auch England sich den Ermahnungen anschließen zu wollen weidenfortgesetzt.

und scheinen die Vorstellungen Eindruck gemacht zu haben. WieFanfulla" Wien, 29. August. D,ePolst. Corresp." me det von offi-,-ller rnma- «rsährt hat die türkische Regierung auf die von der europäischen Diplomatie uischer «eite aus Bukarest unterm 28. d.^ Ein Theil der rumänischen Trup-

«.hobenen R-clamativnen wegen der von den türkischen Truppen in den von Pen hat bei Karubia die Donau passirt. sobald die Brücke vollständig errichtet

den Riiffen wieder geräumten bulgarischen Ortschaften verübten Grausamkeiten ist, wird der Fürst mit dem Gros der Armee folgen. Rumaiiien hat mit Rah­mst der Versicherung geantwortet, daß sie die kräftigsten Maßregeln ergreifen land keine Militär-Convention abgeschlossen und wird Eine solch- auch nicht

würde um ähnlichen Vorkommnissen in der Zukunft vorzubeugen. Midhat abschstcßcu, vielmehr seine Individualität unter seinem Fürsten, ivenngleich es

Pascha selbst soll dem Sultan direct und wiederholt telegraphirt haben, wie im Einklang mit der russischen Armee operiren wird, bewahren. Di- bei die Nachrichten welche über die von den Türken verübten Grausamkeiten im Pl-wna stehende rumänische Diviston sttetz mit den Türken zusammen und hielt Umlaufe wären sein Land und seine Sache äußerst discreditirten. Wen» die sich tapfer. Die nämliche Correspondeiiz meldet aus Belgrad vom 29 6.: Türkei nur auch di- Mittel besitzen möchte, ihre Versprechungen gut zu machen! Gruie ist zum Chef des serbischen G-n-ralstabo ernannt. Die aus dem rufsi- Jst somit immerhin dieses von Deutschland angeregte gemeinschaftliche Vor- sch-n Hauptquartier eingetroffene Intendanz macht große Getreide- und Vieh- gehen der Mächte von dem Erfolge begleitet gewesen, welcher zunächst erwartet Einkäufe. .

werden konnte, so läßt sich der Absicht Englands, im Jutereffe des Friedens Petersburg , 29. August Offictell. Kurukdara, 28. August. Am

eine Intervention herbeizuführen, nicht ein gleich günstiges Prognostiken stellen. 25 d b°, Tagesanbruch gr'ff Mukhtar Pascha mit allen s-neu Wen d Wie der Pesther Eorrespondent desStandard" erfährt, bereitet das britische Positionen des Generals Lor,s-Mel>koff au, indem er unseren linken Flügel zu Cabinet eine Intervention der Großmächte im Interesse des Friedens vor, in umgehen suchte. Der Kampf dauerte bis 5 Uhr Nachmittags. Die Türken, der Hoffnung, daß irgend ein-Uebereinkunft in allernächster Zeit getroffen wer- auf der ganzen Linie zuruckgewi-s-n, zogen sich mit großem V-Aust nach ihren den dürfte. Bis setzt heißt es in der D-pesch-, sind Oesterreich und Deutsch- früheren Positionen auf Aladscha zurück Leider ergriffe» die Turkeu noch bei land nicht geneigt gewesen, irgend einem Vermittlungs-Project beizutreten, da Morgen-Dämmerung Besitz von der Anhöhe K.stl Tapa, welche durch ein Ba­ste wissen, daß Rußland jeden derartigen Vorschlag, ehe es seine militärische taillon vertheidigt war Unser Verlust war nicht gering. V-rwimdet wurden Ehre nicht rehabilitirt Hat , ablehnen würde. Das aber ist unter allen Um- General-Lieutenant Tschawtfchawadse, General-Maio^ Komaroff Oberst-Lieute- stäiideu richtig, daß ein Schritt, deffen Erfolglosigkeit von allem Anfang- an nant Barjatinski. - Die Colonne des Obersten Dche owmkoff, welch, ai.s fest fleht viel besser unterbleibt Lwtchi zur Bereinigung mit der Colonne des Generals Alchasoff nach Dukhum-

Berlin, 29. August. DieProv.-Corresp." reproducirt die Miithei- Kale marichirte, rückte am 18. d. gegen die Gigrin'schen Engpäffe vor welche l'niaen des Neichs-Anz." betreffs der Seitens der deutschen Regierung bei der vorn Feinde befest.gt worden waren und vertheidigt wurden. Die Befestigungen Pforte gemachten Vorstelliingen wezen Nichtachtung der Genfer Conoention und wurden in der Nacht erstürmt ungeachtet des F-u-rs eines Monitors. B- bezüglich des Beitritts der Mächte zu deiiselben; dazu bemerkt das genannte Tagesanbruch wurde ein Thetl der Colonne, welche die Engpäße noch nncht Organ noch weiter: Es sei hieraus zu ersehen, daß die europäischen Groß- Passirt hatte, durch di- Kanonade de.' Monitors aufgehalten. Em Plotzlich-r Mächte, sowie andere Regierungen jenen Schritt Deutschlands begründet gefun- Angriff des DampfersEonstalitui aus den Monito- machte sedoch den L.z den hätten. Ihr Anschluß an den letzteren würde ohne die Ueberzeugung, daß wieder frei, ^chdem sie am 21. d. eine türkische Truppe bei Pitzund gesch i- die Genfer Convention durch die türkische Kriegsführung verletzt werde, nicht gen hatte, griff die Colonne am 23. d. die Position von Gudaut an, weiche ftattgefunben haben. Es handle sich dabei namentlich um Artikel 6 der Con- durch türkische Regulare und Jnfaiiterie mit^Geschutzen und durch ungefähr vention, betreffend die Behandlung der verwundeten und kranken Militär- 1000 Abchasier vertheidigt wurde. Von derLeeseite wurde die^Vertheidignng Dersonen bet Position von drei Monitors unterstützt. Nach längerem Kampfe entfloh

Nürnberg, 29. August. Der Kronprinz des deutschen Reichs, der um ein Theil der Türken auf die schiffe, ein Theil zerstreute sich- Die^ Gewehre, 4 Uhr Nachmittags hier eintraf, wurde von beiden Bürgermeistern, den Militär- Munition und Proviant fielen den Ruffen in die Hande. Bis Mzary wur e und Civilbehörden empfangen und von dem Publikum mit Jubel begrüßt. Die die Gegend vom Feinde^ geräumt. Gudaut brannten die Türken nieder. Die Stadt war festlich beflaggt. Colonne des Obrtsten Schelkowmkoff hielt hierauf zum Ausruhen in Litny an.

Stuttgart, 30. August. DemSchwäb. Merkur" zufolge wird heute Unsere Verluste waren sehr gering. ____

ein Sanitäts-Zug von 19 Wagen abgesendet, welcher für Rußland bestimmt ist. Die Königin wird denselben in Ulm besichtigen.

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Petersburg, 29. August. Officiell. Gomi-Sttiden, 28. August. Gestern Abend hörte das Gewehrfcuer am Schipka-Passe beinahe gänzlich auf. Heute frühe war Alles ruhig. Unsere Truppen behalten ihre Positionen. Die Türken, welche sich hinter den umgebenden Bergen verborgen halten, stehen in weiter Entfernung von den Batterien. General Nepokoitschitzky wurde nach dem Schipka-Paß gesandt, um die Lage zu besichtigen. Die Gesammt-Zahl der Verwundeten vom 21. bis 27. August betrug 2480, darunter 95 Officiere. Die Zahl der Todten ist noch nicht bekannt. Die Aerzte und das Sanitäts- Personal arbeiten unter dem thätigeu Beistand des rothen Kreuzes die ganze Zeit mit großer Selbstaufopferung. Die Verwundeten werden ununterbrochen ans Gabrowa weggebracht und verlaffen heute die letzten den Ort. Gegen Plewna und Lowtscha ist Alles ruhig. Die Colonne des Thronfolgers hatte nach den Gefechten bei Ajaslar und Nelos am 23. d. noch zum Vorposten- Gefechte am 25. d., nämlich erstens wurde eine Kosaken-Patrouille unweit Rustschuk bei Tschernawoda cernirt und verlor, sich durchschlagend, 4 Todte, 2 Verwundete und 2 Gefangene. Die Türken zogen sich, als der Patrouille j wir , eine Sotnie Kosaken und drei Compagnien zu Hülfe kamen, zurück. Zweitens! innere Mission.

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