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Vermischte H.

Daß Landgemeinden zu Städten erheben werden, ist nicht- Seltenes daß nber Städte wieder herabsteigen auf die Stufen von Landgemeinden, ist wenigiienS in Deutschland noch nicht oft dagewesen. Jetzt ha! sich der Fall in der Provinz Bran­denburg ereignet. Der früheren Stadtgemeinde Trebschen im Züllichauer Kreise wird gegenwärtig durch einen Erlaß des Kaisers die Landgemeinde-Perfassung übertragen. Der kleine Ort, welcher nur wenige Hun ert Einwohner zählt (nach der Zählung von 1875: 277 Seelen), hat allerdings wenigStädtische-". Sein Bürgermeister bezieht ein Gehalt von 24 Thalern und der einzige städtische Beamte ist der Nachtwächter.

Literarische H.

Die im Verlage von Paul Wolff in Leipzig erscheinende erste Deutsche illuftriite Jagd-Zeitung: .Der Waldmann. Blätter für Jäger und Jagd­freunde." Nedigtrt von Fr von JveinoiS, erscheint seit dem 1. October 1875 in Folio- Format zu dem billigen Preis von 4 Mk. 50 Pf. halbjährlich. AuS dem interessanten Inhalt der Nr. 6 erwähnen wir:

Die Jagd und die Fauna aus Franz-JosefSland, nach den Erzählungen der Oesterreichischen Nordpol-ExpcdiUors-Mitglieder, anfgezeichnet von Wilde m Groß. Parforce-Jagd. Von HuntSman Das Zünduadel-Jagdgewehr von Franz von Dreyse. Von Ew. Klingelhöller. Zur Weihnachtszeit. Gedicht. Christabend am Forsthause. Mit Original-Zeichnung von C- F. Deiker. Naturgeschichtliche Beob­achtungen und Seltenheiten: Eine seltene Stange, mit 2 Abbild. Folgen der Ver­letzung eines Hirsches. Eistaucher bei Gleiwitz. Ein überwachsenes Nest. Zu dem alten Kapitel: Verstand oder Instinkt? Mannigfaltiges: Eigentümlicher Fang einer Wildkatze. Unvorsichtigkeit auf der Jagd. Bestrafter Bet ug. Wie lange Zeit muß Wildpret braten? Ober-TribunalS-Entscheidung. GuteS Jagdresultat. Snefc tasche Reichhaltiger Jnseraten-Theil.

Auszug aus den Standesamlsregistern der Stadt Gießen.

Vom 21.28. Januar 1876.

Eheschließung.

26. Jan.: Johann Heinrich Eiienbrand, Dienstknecht, mit Katharine Schultheiß. Geborene.

21. Jan.: Anna, T. v. Gottfried Pfeffer, Schlosser. 20. Jan.: Friedrich, S. v. Wilhelm Hofmann, Gastwirth. 18. Jan.: Heinrich, ein unehel. S. von auswärts. 21. Jan.: Karl, S- v. Johann Wilhelm Peppel, Taglöhner. 23 Jan.: Wilhelm, S- v. Clemens Fink, Arbeiter. 19. Jan.: ermann Johann Carl Georg, S. o. Hermann Kiöcker, Schreiner. 23. Jan.: Gustav, S. o. Christian Burkhardt, Ofen­putzer. 17. Jan.: Mathilde Josephine Anna Marie, T. v. Philipp Hecker, Locomotiv- sührer. 22. Jan.: Elisabeth, T. v. Georg Vcith, Schreiner.^- 20. Jan.: Amalie, T. v. Dr Fritz Curschmann, Gymnasiallehrer. 25 Jan.: Conrad Carl CH istian, S. v. Gottfried Müller, Kutscher. 23. Jan.: Marie, T. v. Martin Stetnmeyer, Schaffner.

G e st o r b e n e.

16. Jan.: Locomotivführer Schake, 43 I. 6 M- alt. 23. Jan.: Marie, Ehe­frau des Kutschers Philipp Kümmel, 28 I. alt---23- Jan-: Reinhold, ein unehel. S- von auswärts. 24 Jan.: Ludwig, S. v Jsh. Heinr. Schneider, Schreinermeister, 2 M. 15 T. alt. Friedrich Müller, Schriftsetzer, 34 I. alt. 25. Jan.: Amalie, T. v. Dr. F. Curschmann, Gymnasiallehrer. 26 Jan.: Elise Caroline, T- v. Carl Kratzenberger, Schreinermeifter, 5 M. alt. 28. Jan.: Richard, ein unehel. S. von auswärts.27. Jan.: Anna, T- v Wilhelm Dörr, Schlosser, 6 M- alt. 27. Jan.: Johanna Louise, T. o. Carl Emden, Schlosser, 8 M. alt.

Auszug ilus den Kirchenbüchern der Stsdt Gieren. Evangelische Gemeinde.

C o p u 1 i r t e.

Den 26 Jan. Johann Heinrich Eisenbrand, Taglöhner dahier, des verstorbenen Krämers, Tobias Eisenbrand, in Gersdorf, ehel. Sohn; und Katharina Schultheiß, des verstorbenen Ackermanns, Johann Peter Schultheiß, ehel- Tochter.

Geraufte.

Den 23. Jan. Dem Kutscher, Philipp Kümmel, aus Wieseck, eine Tochter, Margarethe, geb. den 10. Jan.

Denselben. Dem Arbeiter, Jakob Strack, aus Launsbach, ein Sohn, Johann Jacob, aeb. den 2. Dec.

Denselben. Dem Kaufmann, Ludwig Ernst Kalkhof, eine Tochter, Mathilde, geb. den 28- Dec.

Denselben. Dem Lackirer, Bernhard Mehrfeld, ein Sohn, Karl, geb. den 22. Dec. Beerdigte.

Den 22. Jan. Ludwig Schmidt, Bürger in Laubers-Eschbach und Bergarbeiter dahier, alt 40 I. 3 M- 27 T-, gest den 20. Jan

Den 24. Jan- Marie Kümmel, geb. Lammen, des Kutschers Philipp Kümmel Ehefrau, alt 28 I. 22 T-, gest. den 20. Jan.

Den 26. Jan. Friedrich Müller, Schriftsetzer dahier, alt 34 I. 20 T-, gest. den 24. Jan.

LebenS sicher waren. Der Zustand M verwundeten Knaben ist heute Morgen den Umständen nach günstig, aber nach der Aussage deS Arztes doch noch ein sehr gefährlicher. Für die nächsten Tage wird durch den Landrath noch mehr Gendarmerie deS Kreise- hierher beordert werden."

Stuttgart, 27. Januar. Bei dem ständischen Ausschüsse ist ein Gesetz- Entwurf über die Verantwortlichkeit der Minister eingelanfen.

Wie«, 27. Januar. Der consessionelle Ausschuß beschloß, dem An­träge deS Referenten gemäß, die von dem Herrenhause vorgenommenen Abän­derungen des KloftergesctzeS en bloc anzunehmen. Im Verlaufe der Debatte erklärte der UnterrichtS-Mmister, er könne das Gesetz in der vorliegenden Fassung des Herrcnhanses nicht zur Sanktion empfehlen. Der Petitions-Aus­schuß, die Petitionen, betr. die allgemeine Heeres-Reduction, berathend, beschloß im Unterhause die Einsetzung eines aus 9 Gliedern bestehenden Special-Aus- fchusses zu beantragen, welche über die Frage der Heeres-Reduction und der Einberufung des Delegirten-Congresses berathen und berichten soll.

Pesth, 28. Januar. Deak's Befinden ist hoffnungslos. Die Aerzte erklären, daß jeden Moment die Auflösung erfolgen könne. Die Anverwandten und nächststehenden Freunde find ans Krankenlager berufen.

Schweiz.

Lokal-Notiz.

Gießen, 29. Inn. Auf dem am 25. d. stattgehabten Viehmarkte dahier waren aufgetneden: 739 Stück Rindvieh und 128 Schweine.

--Gestern Abend spät wurden die Bewohner der Mäu-burg durch lautes »Feuer'-Schreien aufgeschreckt. Ein paar Bengel machten sich da- Vergnügen durch die Straßen zu rennen und dabei .Feuer" zu rufen. Eine exemplarische Züchtiauna derselben wäre hier wohl am Platze. y *

x- tu. T Di* Klagen des Publikum» über den Stadtpsstoerkehr mehren sich all­täglich wieder mehr. Wie wir uns erkundigten, sind z. Z. neun Poftunterbeamte erkrankt. Ob Hilt-mannschaft dafür eingeilellt worden, wt,sen wir nicht, können nur das constatiren, daß die Bewohner deS SelterSwcgS heute früh sehr i p ä t ihre Correspondenzen und Zeitungen erhielten. Heiliger Stephan hilf!

Bern, 26. Januar. Heute hat der internationale Post-Kongreß seine Sitzungen wieder ausgenommen und nach Anhörung des Ansschußberichtes be schlossen, die Briestaxe für 15 Gramm nach British-Jndten und nach den fran­zösischen Colonieen auf 50 CtS. festzusetzen. Die Ratification dieses Beschlusses ist vorbehalten.

Bern, 27. Januar. Heute wurde hier der Post-Congreß geschlossen. Die nächste Sitzung findet wahrscheinlich kommenden Juni in London statt. Nach der Unterzeichnung der Verträge hielt der Vice-Präsident des Bundes- rathes, Dr. Heer, die Schlußrede. Fassiaux (Belgien) drückte die Hoffnung aus, es möchte der Post-Union eine Eisenbahn- und Telegraphen - Union folgen.

Italien.

Atom, 28. Januar.AAuf dem heutigen Consistorium vollzog der Papst die Ceremonien der Mundschließung und der Mundöffnung an dem Cardinal Antici. Der Papst ernannte 22 Bischöfe, unter ihnen den Domcapitular Meckert von Augsburg zum Bischof von Passau.

Belgien.

Brüssel, 27. Januar. Der Strike der Kohlenarbeiter nimmt endlich ein Ende. DieGazette be Mons" vom 25. Januar meldet, daß fast überall die Arbeit wieder ausgenommen worden und schätzt die Zahl der noch striken- den Arbeiter nur aus etwa 3000 Mann. DerProgros de Charleroi" vom 26. Jan. sagt, daß nur noch eine sehr kleine Anzahl von Arbeitern nicht wie­der angetreten sind und daß der Strike als beendigt betrachtet werden kann.

England.

London, 26. Januar. Um dem seit einiger Zeit bestehenden Mangel an Seeleuten in der königlichen Marine abzuhelfen, hat die Admiralität ange­ordnet, daß hinfort von der Beobachtung der Bestimmung, wonach Schiffsjungen nur anzunehmen sind, sofern sie des Lesen- und Schreibens mächtig sind, abge­sehen werde. Zum Matrosendieust brauchen die Jungen das Lesen und Schrei­ben allerdings nicht, und überdies läßt sich dasselbe im Dienste noch nachträglich erlernen.

Serbien.

Belgrad, 27. Januar. Die Skupschtina drückte aus eigener Initiative und fast einstimmig den Wunsch auf Schließung der Session bis längsten- näch­sten Dienstag aus.' Die Regierung stimmte dem Wunsche zu.

iärtdi

Ragusa, 28. Januar- Eine am vorgestrigen Tage in bedeutender Stärke mit zwei GebirgS-Batterien aus Trebinje ausgerückte türkische Truppen­macht wurde von den Insurgenten angegriffen; jedoch wurden die Letzteren zu rückgeschlageu, worauf sie nach Vukowic retirirten. Zu gleicher Zeit fand en Kampf bei Ne um (?) zwischen den vordringenden türkischen Truppen und den Insurgenten statt, welcher angeblich mit dem Rückzüge der Türken endigte. Zur Deckung des Rückzuges sollen schließlich die türkischen Schiffe mit Geschütz- feuer in den Kampf eingegriffen haben.

ArucriLa.

New-Aork, 27. Januar. Hier eingelausene Melduugeu bestätigen, daß der Ausbruch des Krieges zwischen den Republiken Guatemala und San Salvador bevorsteht.

Nesoildere ZLckanntmachung.

Oeffentliche QtufforberiinQ.

Durch das nach kurzem Leiden erfolgte Ableben des I o h s. B e ck e r III. von Burck hardtzfelden, finöc ich mich im Auftrage der Wittwe veranlaßt, sämmtliche Gläubiger welche noch rechtliche Ansprüche an Obigen haben, aufzufordern, solche bei mir durch richtige Legitimation geltend zu machen, da im Unterlassungsfälle bet weiteren gerichtli chen Verhandlungen, die Säumigen nicht mehr berücksichtigt werden können.

Burckhardsfelden am 27. Januar 1876.

502) Daniel Heuser.

Allgemeiner Anzeiger«

Versteigerungen.

Bekauntmachmtg.

^ie im Laufe des Jahres 1875 auf das Polizei-Büreau abgelieferten gefundenen, von den Verlierern jedoch nicht reclamirten Gegenstände, darunter goldene Finger- und Ohrringe, sswie eine goldne Broche, sollen zu Gunsten der Armenkasse

Mittwoch den 2. Februar d. I., Vormittags 10 Uhr, auf dem hiesigen Rathhaus öffentlich ver­steigert werden-

Gießen, am 26. Januar 1876.

Der Vorsitzende der Armen-Deputation:

A. Bramm.

Arbeitsversteigerung

Mittwoch den 2. Februar I I., von Vormittags 9 Uhr an,

sollen auf dem hiesigen Rathhause versteigert werden: Mk. Pfg.

1) Maurerarbeit, veranschl. zu 2460 2

2) Steinbauerarbeit, 1718 90

3) Schlosserarbeit, 1927 70

4) Weißbinderarbeit, 60 50

5) Pflästererarbeit, 101 81

sodann wiederholt:

6) Zimmerarbeit, 69 75

7) Fuhrleistungen (Erdauffüllung,) veranschlagt zu 2880

Gießen, den 28. Januar 1876. (510

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen A. Bramm.

Holzversteigerung.

Montag den 31. Januar 1876, von Mittags 12 Uhr anfangend, soll im Lang-Gönser-Gemeindemald, District Haide" das am 12. d. M. versteigerte und wegen zu geringem Gebote nicht genehmigte nachverzeichnete Holz nochmals versteigert werden:

198 Nadelstämme von 1460 Zentimeter Durchmesser und 616 Meter Länge, '16,79 Cubikmeter enthaltend,

65 Nadel-Stangen von 613 (Zentimeter Durchmesser und 612 Meter Länge, 3,52 Cubikmeter enthaltend. Die Zusammenkunft ist auf dem Vicinal­weg nach Ho-lzheim am Wald.

Lang-Göns, den 27. Januar 1876. Großherzogl Bürgermeisterei Lang-Göns.

B r ü ck e l. (501

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Bei Abnahme v frei ins Haus.

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497) Ein rut erh- ^itrhemaoen stehl zu v

Jnlob Hellwi, 47ö) Eine ürope Pi s ofort zu verkamen bei

Wilb. Klee 450) Ein Stückchen-l zelegen, ist zu verkaufei 8xped. d Blit< -ische A

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