Dienstag, den 29. August
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Preis vterttLjährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bnnaerioh«. Durch die Post fce$ö$en vierteljährlich L Mark »K Pf.
Erscheint täglich mit Auänahm« v«S Ms«tag^ Expedition: Gchulfiraße, At. B. Nr. 18.
1. Badische Bank in Mannheim,
6. Kölnische Privatbank in Köln.
Württemberger Notenbank in Stuttgart.
Gießen, am 8. April 1876.
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Breslauer Bank in Breslau, Chemnitzer Stadtbank in Chemnitz,
2. Bayerische Notenbank in München,
3. Bremer Bank in Bremen,
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Magdeburger Privatbank in Magdeburg, Posener Privatbank in Posen, Sächsische Bank in Dresden, Bank für Süddeutschland in Darmstadt,
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Die Verwendung der Noten anderer deutscher Privat-Notenbanken oder Corporationen zur Leistung von Zahlungen außerhalb desjenigen Landesgebietes, für welches dieselben zugelasten sind, wird mit Geldstrafe bis zu 150 Mark bestraft.
Um das Publikum vor Nachtheil zu bewahren, wird dies hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht.
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Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Röder.
Berlin, 25. August. Von den wirtschaftlichen Verhältnissen in den Vereinigten Staaten Nordamerikas entwerfen die neuesten Nachrichten ein sehr düsteres Bild. Wahrend die Bankerotte in der Geschäftswelt nicht nachlassen, nimmt die Zahl der beschäftigungslosen Arbeiter stetig zu. In einer am 10. b. Mts- stattgehabten Arbeiter - Massenversammlung in New-Jork, in welcher laut nach Staatehülfe gerufen wurde, wurde nachgewiesen, daß in New-Jo,k allein 50,000 Arbeiter ohne jede Beschäftigung sind. In Cincinnati und Newark ist dieselbe Kalamität so groß, daß die Behörden durch Aufstellung eurer starken Abtheilung Polizei sich gegen Ausschreitungen schützen zu muffen glaubten. In Chicago ertönt dieselbe Klage. Kein Wunder, daß auch die Rückwanderung nach Europa und speciell nach Deutschland eine so bedeutende ist.
Berlin, 25. August. Aus Konstantinopel wird heute telegraphirt : „Der vormalige Gouverneur von Salonichi ist zur Verbüßung der ihm zuer- kannten Strafe abgeführt worden." Wie es um diese nicht erst jetzt geschehene Abführung zur Strafverbüßung steht, haben wir vor einigen Tagen mitgethetlt. Amin Effendi, der ehemalige Gouverneur von Salonichi, unter dessen Amts- sührung der deutsche und der französische Consul ermordet worden, weilt gesund, munter und unbehelligt in Tripolis, einem sehr angenehmen Aufenthalt, der fin einen Muselmann ganz gewiß nicht als ein Ort der Verbannung
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Einzel-Verkauf entzogen.
Wien, 25. August. Semliner Nachrichten zufolge steht die Lage Serbiens auf dem Kriegsschauplätze schlecht. Die serbischen Vortruppen haben edenfalls ihre Positionen bei Supowatz geräumt und sich gegen Alexinatz zurückgezogen. — Die „Neue Fr. Presse" meldet aus Semlin von gestern: Das Gefecht im Morawa-Thale dauert fort. Privatberichte sprechen von der Einnahme von Supowatz und der Teschitza-Schanzen durch die Türken. Die Serben hatten große Verluste, besonders an russischen Ofstcieren. Leschjanin ist angeblich nach Saitschar vorgestoßen. — Belgrader Nachrichten von heute melden eine vollständige Niederlage und Auflösung der Serben, sowie deren wilde Flucht bis Alexinatz. Amtliche Bulletins fehlen. Es heißt» daß bei Alexinatz mehr als 160,000 Mann gekämpft haben, da das ganze Corps Ejub Paschas und die serbische Morawa-Armee einander gegenüberstanden.
Wien, 26. August. ‘ Die Mittheilung der „Polit. Corresp.", betr. die Seitens Serbiens eingeleitete Friedens-Action, wird von der „Wien. Abend- Post" reproducirt. n t .
Wien, 26. August. Der „Polit. Corresp." wird von unterrichteter Sette aus Konstantinopel gemeldet: Der Sultan war vorübergehend weniger aufgeregt und ruhiger, allein die Hallucinationen und Melancholie-Anfälle sind wie- dergek^hrt, so daß der Sultan niemals allein gelassen wird. Die Aussichten auf Wiedergenesung werden täglich geringer. Daher beschäftigen sich der Groß- vezir und die Minister mit der nahen Eventualität eines Thronwechsels. Der eventuelle Nachfolger, Prinz Abdul Hamid, soll sich mdirect mit den Mächten, insbesondere mit Oesterreich, in Verbindung gesetzt haben, um über die auf der Tagesordnung befindlichen Fragen eine Übereinstimmung vorzubereiten. Diese Schritte sind von allen Mächten günstig ausgenommen.
Araukreich.
Varis, 26. August. Der „Ägence Havas" wird aus Wien telegra- vhisch gemeldet: Dem Vernehmen nach würden nach de» vorausgegangencn Besprechungen zwischen den Pariser Vertrags-Mächten sämmtliche Mächte, mit
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7. Danziger Privatbank in Danzig,
8. Frankfurter Bank in Frankfurt am Main.
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München, 25. August. König Ludwig II. erhob zu seinem Doppeltste, Namens- und Geburtstag, den Reichsrath Niethammer mit beiden Söhnen in den erblichen Freiherrenstand und ernannte den commandirenden General des erstet! Armee-Corps, v. d. Tann, zum Großkanzler des Max-Joseph-Ordens.
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Wien, 25. August. Der „Deutschen Zeitung" wird aus Konstantinopel telegraphirt, daß eine griechische Note daselbst eingetroffen sei, in welcher bezüglich der Jndigenatöfrage binnen 20 Tagen eine Entscheidung verlangt wird, widrigenfalls Griechenland die diplomatischen Beziehungen abbrechen würde.
Wien, 25. August. Mehrere Blätter bringen die gleichlautende Nachricht, daß das Gros der serbischen Armee Alexinatz geräumt und sich in die Verschanzungen von Deligrad zurückgezogen habe. Die Türken hätten Bomben in die Stadt geworfen. 'Alexinatz brenne seit gestern.
Wien, 25. August. Der serbische Vertreter Zubic hat heute Mittag die hiesige Regierung um Vermittlung des Friedens ersucht. Ristic hat die Waffen gestreckt. Graf Andrassy ist abwesend, daher steht der Bescheid der Regierung noch aus. — Die russische Negierung hat dem Petersburger Blatt „Rußki Mir" wegen heftiger Angriffe gegen Oesterreich die Bewilligung zum
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Berlin, 26. August. Der deutsche Protestanten-Verem, dessen General- Versammlung dieser Tage zu Heidelberg stattfindet, zählt jetzt 140 Local Vereine (gegen 125 im Vorjahr.) Neue Vereine wurden während des letzten wahres begründet in Zöllichcm, Schwiebus, Sulingen, Harburg, Lüneburg, Saltzdetfurth, Hameln, Alfeld, Geestendorf-Lehe, Hannöv.-Münden, Bevensen, iLtade, Bux- i'chude, Effen, Alsfeld und Neu-Isenburg (Hessen.) Außer den Local-Vereinen stehen 800 einzelne Mitglieder in directer Verbindung mit dem Central-Verein in Berlin. Ein Theil der früheren „direkten Mitglieder" ist in die neu gegründeten Local-Vereine übergezangen. Die Thätigkeit der älteren Vereine ist säst durchweg mit wachsendem Eifer fortgesetzt worden. Das Vortragswesen hat sich in großen und kleinen Vereinen in reichlichem Maße entfaltet. Für bat Jahr 1877 ist eine weitere Unterstützung der bisherigen zwei Wanderredner des Vereins durch neue geeignete Kräfte in Aussicht genommen.
Gotha, 22. August. Ueber den Socialisten Congreß berichtet die „Goth. 3tg.": Gestern wurde durch Verlesen der Präsenzliste constatirt, daß 101 legirte aus 284 Orten anwesend waren und 37,747 Social-Demokraten Deutschlands vertreten. In der Nachmittags- und Abendfltzung kamen die aus der Tagesordnung stehenden bevorstehenden Reichstagswahlen und die Feststellung der socialistijchen Candidaturen zur Verhandlung. Es wurden 37 offictelle Wahlkreise verlesen, zu welchen Candidaten aufzustellen sind, und die auf diesen Gegenstand bezüglichen Anträge um Aufnahme in die osficiellen Wahlkreise mit Schellt, wobei bemerkt ward, daß die osficiellen Wahlkreise aus dem Fonds der Vereins-Centralkaffe, der sich auf 40,000 Mk. belaufe und noch um 3000 Mk. rrhöht werden solle, während der Mahlzeit mit einer Unterstützung bis zu 500 Mk. versehen werden sollen. Es würden demnach noch 15,000 Mk. auf- iubringen sein. Zur Aufstellung von Candidaten und Agitatoren während der Wahlperiode zu dem Reichstage liegen 17 verschiedene Anträge vor, welche heute und morgen zur Erledigung zu bringen sind.
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Bekanntmachung.
Die beschränkenden Bestimmungen des § 43 des Rcichsbank^esetzcs vom 14. März 1875 sind (nach den im Reichs-Gesetzblatte erschienenen Bekannt- machunaen) bezüglich nachstehender Privat-Notenbanken als nicht anwendbar erklärt worden und es dürfen daher die 9ioten dieser Banken tu ganz Deutschland auch außerhalb desjenigen Staates, welcher denselben die Befugniß zur Notenausgabe ertheilt hat, zu Zahlungen gebraucht werden:
' . ... * - - . ™ «- . 9. Hannoversche Bank in Hannover,
10. Leipziger Kaffenverein in Leipzig,
11. Lübecker Commerzbank in Lübeck,
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