Ausgabe 
28.11.1876
 
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Vermischtes.

Glücklicher Entscheid. Gerichtsrath:Nun Thomas was führt Euch mit Frau zu mir?" Thomas: Ja, Herr Justizrath, das ist 'ne schlimme Ge

schichte! Es geht mit mir und meiner Alten partout nicht mehr, und da haben wir uns gedacht, es ist am besten, wir lassen uns scheiden" Gertchtsrath:So so! Wie lange seid Ihr schon verheiratet?" Ursi:Na warten S' zu Johanni

8 26 - Gerichtsrath:So 23 Jahr?" da kann ich Euch mit dem besten

Willen rstcht helfen; geht nur ri hig wieder noch Haus, die Sache ist längst verjährt! das Ehepaar schaut verblüfft d'rein, aber was ist zu machen, die Sache ist verjährt' und als es nach 2 Jahren die silberne Hochzeit feierte, wurde auch d<r alte Genchts- rath als Ehrengast eingeladen, der ganz seelenvergnügt ist über seine weise Ent­scheidung.

. Bestrafter Vorwitz. Als Wrangel zum Befehlshaber sämmtlicher Truppen in

der Mark ernannt worden war, erließ er einen Befebl, wacher den Offizieren daS Tragen der vorschriftsmäßigen Sporen zur Pflicht machte und die sogenannten eigenen Sporen verbot- Indessen kehrten sich die Herren Lieutenants wenig oder gar nicht an den Befehl und so geschah es, daß Papa Wrangel eines schönen Tages einen der Herren we cher mit »nvorschnftsmäßigen Sporen unter den L'nden spazieren aina w sich heranwinkte und ihm *n «^moia «..t n- 6

viktirte.Aber Excelle

Auszug sus dm Standessintsregistern der Ltsdt Gießen.

Vom 17. bis 25. Nov. 1876.

m Eheschließungen.

«T, Maschinenbauer Franz Carl Walter aus Offenbach a/M. und

Marie Elisabethe Hedrich dahier. " ' uno

ru -c i81 o 2l ?00 Schuhmacher Philipp Bender von hier, mit Marie Elisabeth rsras tn Zaubach.

Geborene.

_ ^eD- Jenny, T. des Handelsmanns LouiS Rothenberger.19. Heinrich,

S. des Rangirers an der Köln-Gießener Eisenbahn, Balthaser Becker. 16 Emilie Florentine Elisabethe, T- des Dienstmanns Philipp Brasch. 14. Louise Christiane, T. des Metalldrehers Wilhelm Kinzenbach. 17. Emilie Hermine T des LocomotlvfuhrerS Johann Peter Mann. - 20. Louis Georg, S- des Schuhmachers Friedrich Schmidt- 17. Gustav Christian Heinrich, S-des Kellners Melchior Waden-

J^nnQ' T- des Restaurateurs Emil Wenzel. 20. Louise, T. des Bremsers an der Koln-Gießener Bahn Wilhelm Keiner. Am 29. August. Katharine, ein außereheliches Kind von Auswärts. 0 9 'n

AranLreich.

Versailles, 24. November. Der Senat hieltHeute eine Wahl zweier Se­natoren aus Lebenszeit ab. doch erhielt nur Chesnelong (Monarchist) mit 147 Stimmen eine absolute Majorität und wurde souach gewählt. Außerdem er­hielten je 142 Stimmen Renouard und Andr^, beide der Linken angehörig, und General Vinoy (Bonapartist) 137 Stimmen. Die Kammer debattirte heute das Cultus-Budget. Prinz Jerome sprach gegen die Klerikalen, Keller protestirte gegen die Grundsätze des Prinzen, worauf Drsolle (Bonapartist) dem Abg. Keller vorwarf, er verleumde das Kaiserreich. Hierdurch entstand ein lebhafter Zwischenfall, bei dem mehrere Bonapartisten zur Ordnung gerufen wurden. Als Gambetta die Worte Keller's weiter erklärte und bemerkte, man vergesse ganz daS Decret über die Abschaffung des Kaiserreiches, erhob sich Tri­stan Lambert und rief:Es lebe der Kaiser!" Die Kammer beschloß ein Tadels-Votum gegen denselben.

Versailles, 25. November. Im Fortgänge der gestrigen Sitzung wählte der Senat den General-Procurator Renouard zum lebenslänglichen Senator, j

Italien

Rom, 24. November. Der Herzog von Galiera ist gestorben. Die Vertreter Frankreichs bei der bevorstehenden Conferenz betreffs der orientalischen Frage haben sich heute in Brindisi eingeschifft.

Koü'and.

Haag, 24. November. Die zweite Kammer hat die Münz-Gesetze ge­nehmigt, deren wesentlicher Inhalt folgender ist: Für Holland wird die Dop­pelwährung provisorisch beibehalten; der Finanz-Minister ist ermächtigt, nach Umständen Silber zu verkaufen und Gold anzukaufen. Für Niederländisch- Jndien wird die Silber- und Gold-Währung einzeführt (von Goldmünzen nur Zehn-Gulden-Stücke); die indische Regierung darf kein Silber verkaufen, aber die Zulaffung ausländischer tarifirter Münzen beschränken.

Rußland.

Petersburg, 25. November. DerRegier.-Anz." veröffentlicht einen kaiserlichen Ukas, wonach vom 1./13. Januar 1877 an die Entrichtung der Zoll-Gebühren in Goldmünze oder in Coupons garantirter Obligationen, welche auf ausländische Valuta lauten, zu erfolgen har. Durch einen anderen Ukas, welcher die durch Beschränkung des Güter-Verkehrs auf den Eisenbahnen ver­ursachten Verzögerungen in der Güter-B.'förderung behandelt, werden die Per­sonen, welche in Folge deffen bezüglich der Verpflichtung zu schleunigen Liefe­rungs-Terminen unverschuldeche Verzögerungen widerfahren sind, von jeder Verantwortlichkeit hierfür entbunden.

Türkei.

Konstantinopel, 25. November. Oesterreich hat durch seinen hiesi­gen Vertreter auf das Bestimmteste gegen das Verbleiben des türkischen Kriegs- Dampfers im Hafen von Klek remon trirt und die Zurückziehung der nur provisorisch und zwar lediglich behufs Fortschaffung Verwundeter ertheilten Grlaubniß angedroht, falls irgendwo ein erneuter Mißbrauchs-Versuch unter­nommen werden sollte.

Men.

Caleutta, 25. November. Der Bericht des Gouverneurs von Ben­galen über seine Reise durch das vom Typhon verheerte Territorium veran­schlagt die Zahl der Umgekommenen auf 215,000.

Literarisches.

.Das soeben erschienene fünfte Heft des fünfundzwanzigsten Jabraanas non Jllustnrte Welt" (Stuttgart, Verlag von Eduard Hallberger) hat nachfiebenden mannigfaltigen und interessanten Inhalt: nacyueyenoen

Text:

Die Nonne. Humoristische Erzählung von Rudolph Baumbach.

Teichfischerei in Mähren und Böhmen. Von S.

Tscherkessen durch den Bazar in ichilippopel ziehend.

Im Forsthause. Nooellette von F Schifkorn. Schluß.

Ser ßtebesbrief. «Kopie der kleinen Oelsarbendruck^Prämie diese« Jabraanas) Bilder aus Montenegro-

Der Odersteuermann. Roman von W. Clark Ruffel. Fortsetzung.

Aus Hong-Kong.

Eine Bärengeschichte. Von Paul Wislicenus.

Der unwillkommene Gast.

In der Nilbarke. Roman von Hans Wachenhusen. Schluß.

Eie türkische Backfischltebe. Skizze von M. Broclner-Brodtn.

Nmrw und Leben: Kmderhaltung zur Vermeidung des Schiefwuchses. - Staatsschulden. Kleine Mittheilungen.

Humoristische Blätter: Anekdoten und Witze

k Aus allen Gebieten: Hauswirthschaft. - Erfindungen. - Gewerbliches. - Landwirthschaft. Handel und Verkehr. Vermischtes.

Gedenktage. Lotterieziehungen im Monat November. antworten ~ Äne fiorref,,onbcn3- ~ «"f«8'»unh

- äBanniafaltiäe«. - Verbreche - Ung.itckssälle.

_ _c Illustrationen:

von 3$a3oMe6Cn8 U1'8emifd,te 5reube roilrb k-in-m Irdischen zn The«. Zeichnung

Leichfischerei und Teichwirthschaft in Böhmen. Originalzeichnuna von I.

Schonberg. D

h . g^rmP,iCKMbIlec>' .^mäldc von Otto Erdmann. (Kopie der kleinen Oelsarben- druck Prämie dieses Jahrgangs.)

tene0roSunTf°inSe'?°"tCne8r0' 5,uptftra6c in ®ettinje. - Der Fürst von Man-

Tscherkessen reiten durch den Bazar in Philippopel.

Der Kwan-yin-Tempel in Hong-Kong. Zeichnung von P. Sellier.

Aus Hong-Kong. Chinesische Familie nach Tisch. Zeichnung von P. Sellier.

Die Straße der Apotheker tn Kanton. Zeichnung von P. Sellier.

Der unwillkommene Gast. Gemälde von Rudolph Epp.

Jllustrirte Zeitungs-Annoncen. Fünfzehn humoristische Bilder von M Scholtz.

Qiifnrn*er4f?a krcr Unkende Bote ist auch wieder erschienen und findet starken Zuspruch, ist aber auch wie immer klar und deutlich geschrieben. Der Hinkende ist eben ein Mann, der es versteht, einem so recht in's Herz hineinzureden, faßlich zu machen, was recht und unrecht ist. Sein- Vorrede zum 77er bringt beherzigende Ge- daaken. Seine Ziffer 1 mit demGrüß Gottbildchen" zeigt, was Mancher nicht glauben will, datz er em guter Christ ist, was auch alle andern Ziffern, selbst -Ziffer 5 ^weisen, und so geht es fort, und der ganze Kalender ist voll von Lebensweisheit und was die Hauptsache ift, voll Wahrheit. Glückliche Reise, alter Freund und gute Ver- ^chtung. (Rhein- und Neckarzeitun g.)

^Excellenz tragen ja selbst unvorschriftsmäßige Sporen."Wa was ' rief der alt? 2BrQn0eI tnbem er nach seinen Absätzen guckte,Wahrhaftig, das ist wahr! -Schwere- not&; dafür verdiene ich mindestens vierzehn Tage Stubenarrest und diese machen Sie wohl bet Gelegenhctt für mich mit ab, Herr Lieutenant." ö

Newyork, 24. Nov. (Per transatlantischen Telegraph.) Das Vostdamnf, schiff des Nordd. Lloyd^Neckar, Capt. W. Willigerod, welches am 11. Nov. von Bremen b°"holttn 6ter angetowmm 6ampton ab6e0an8en mar- tft ^ute 8 Uhr Morgens wohl-

Gestorbene.

u^lm 16. Nov. Ein tsbtgeborener S. des Schaffners an derKöln-Gießener Bahn Martin Steinmayer. 17. Katharine, ein uneheliches Kind von Auswärts, 11 Wochen Max, (5. des Metzgers Otto Lust, 1 Jahr 2 Monat 11 Tag alt. 19.

Katharine, T. des Taglöhners Konrad Weller, alt 8 M. 19 T. 21. Anna T des T^egraphisten August Mainzer, 13 I. 1. M- alt- - 23 Franstska Wilhelmine, T des Schuhmachers Franz Klimm, 7 M. alt. 24. Heinrich Zinßer, Schuhmacher, 25 I.

,m in Hinweis auf seinen Besebi hriCiaZ ftU ^urk, Taglöhner aus Sickershausen, Krets Biedenkopf, 47 I. alt. -

Aber Epcellenz", pfotz.e der Osfizler °erdr,^lich Über Rse^7nsch^°ss.^H-Inr°ich'LL^ " 25 btä

besondere Aiekanntmachungel;

In unserem Firmen-Regifter sind heute folgende Einträge vollzogen worden:

1) Die Firma Brach L Rolosf hat sich am 15. l. M. aufgelöst. Johann Peter Brach babier hat alle Activen und Passiven derselben übernommen und führt deren bisheriges Geschäft unter der neuen Firma I. P. Brach weiter fort,

2) Carl Roloff zu Gießen betreibt feit dem 15. l. M. unter der Firma Carl Roloff ein kaufmännisches Geschäft.

3) Hermann Plank dahier betreibt feit dem 15. August l. I. einen Parfü- merie: und Tabockshandel unter bei Firma H. Plank

Gießen, den 22. November 1876. (6152 Großherzogliches Stadtgericht Gießen.

Bötticher.

Attqemeiner Anzeiger.

6149) Die Pächter des Hospitalguts rc. werden an die Bezahlung des Martini l. I. fällig gewesenen Pachtes erinnert.

Gießen, am 27 November 1876.

Der Rechner: Wittich.

Dienstag den 5. December d. I., Vormittags 11 Uhr, soll die Lieferung der warmen Speisen und des Brodes für die Entbindungsanstalt da­hier auf das Jahr 1877 im Submissions wege vergeben werden.

Die deßsallfigen Offerten sind vor dem Termin bei Großherzoglicher Direction her Entbindungsanstalt einzureichen, woselbst auch Einsicht der Bedingungen genommen werden kann.

Gießen, den 24. November 1876. (6143 Der Anstaltsrechner: Stumpf.

Bekanntmachung.

.. . Die Ausloosung der Haupt- und Ergänzungsgefchworenen für das Schwurgericht der Provinz Oberbeffen vom ersten Quartal 1877 soll Freitag den 8. December 1876, Vormittags 11 Uhr,

in öffentlicher Sitzung Großherzoglichen Hofgerichts in dem Hofgerichtsgebäude vorgenommen werden.

Gießen, den 24. November 1876.

Der Präsident Grosiher^oglichen Hofgcrichts der Provinz Oberhessen:

6142)________________ Dr. Buff.

Aecht kölnisches Wasser

t von Jean Maria Farina.

davon in der Expeditton des Gießener Anzeiger- empfehle ich ver Dutzend, M. 6,85 per halbes Dutzend, sowie in ganzen und halben

Fläschchen zu M. 1,28 und 68 Pfg. gehorsamst.

Johan« Maria Karina in Köln.

6148)

03 Minute

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6096) S rundes B-iu-ol, und Ausbr^zm Unternehmer re Unterzeichneten eibeten.

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Der Holzvk tn der Fürst! Montag den District Langbrrg verzeichnetes $ol;

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