Ausgabe 
28.11.1876
 
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Dienstag, den 28. November

1876.

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Aiiffißt- und AmlZM für iw Kreis Eiche».

Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags» Expedition: Schul st raße, Lit. B. Nr. 18.

vicrtclsährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn.

D'.n <- biv Post bezogen vierteljährlich 2 Mark SO Pf.

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Das Heilpersonal, die Apotheken und Heilanstalten

im Großherzogthum Hesien am 1. April 1876.

Aerztliche wissenschaftliche Vereine Vereine 3, je einer für jede Provinz.

bestehen in Hesien 8, pharmaceutische (Darmst. Ztg.)

von Posen.

Berlin, 25. November. Im Reichstag wurde heute die zwcite Lesung des Einführungs-Gesetzes zum Gerichtsverfassungs-Gesetze vorgenommen. § 1, der in der Commissionesosiuug bestimmt, daß das Gesetz an einem durch kai­serliche Verordnung mit Zustimmung des Bundesrathes sestzusetzenden Tage, spätestens am 1. October 1879, in Kraft trete, wird vom Justizminister Leon­hardt, der sich gegen einen bestimmten Termin ausspricht, bekämpft. Nach längerer Debatte wird § 1 nahezu einstimmig angenommen; hieraus werden auch alle übrigen Paragraphen in der Commissionssasiung genehmigt. § 9a (Außerkrafttreten der laudesgesetzlichen Bestimmungen, wonach die Verfolgung öffentlicher Beamten wegen Amtsvergehen an besondere Voraussetzungen gebun­den ist), desien Streichung der Bundesrath beantragt hatte, wird bei nament­licher Abstimmung mit 250 gegen 18 Stimmen genehmigt. Nächste Sitzung Montag.

Zufolge Beschlusses des Bundesraths vom 24. October 1875 wurden im deutschen Reiche unter Zugrundlegung des Standes vom 1. April l. I. Erhebungen über das Heilpersonal, die Apotheken und Heilanstalten, sowie über die wisienschaftlichen, ärztlichen und pharmaceutischen Vereine gemacht. Nach ( diesen Aufnahmen fanden sich zur gegebenen Zeit im Großherzog!hum Hessen j einschließlich der activen Militärärzte, deren Zahl sich auf 38 beläuft, 323 frei practicirende Aerzte vor, wovon in Starkenburg 125, in Oberhesien 88 und in Rheinhessen 110 ihren Wirkungskreis besaßen. Wird die Zahl dieser Aerzte mit der Zahl der Bevölkerung in Beziehung gebracht, so findet man, daß im Großherzogthum ein Arzt auf 2734 Einwohner trifft. Von den Provinzen zeigt Rbcinhesien, das bei der im Allgemeinen größeren Wohlhabenheit seiner Bewohner der ärztlichen Tbätigkeit ein lohnenderes Feld, als die diesseitigen Provinzen zu bieten scheint, das günstigste Verhältniß. Hier berechnet sich ein Arzt schon auf 2364 Einwohner, während ein solcher in Oberhessen auf 2887, in Starkenburg aus 2961 Einwohner kommt. Daß sich die relative Zahl für Starkenburg etwas ungünstiger als für Oberhesien gestaltet, mag durch die Umtmfüät Gießen, bezw. die Anzahl der Profisioren und Docenten der rnedi- cmischeu Fakultät daselbst, seine theilweise Begründung finden.

Von den einzelnen Kreisen des Landes haben selbstredend diejenigen, in welchen die größeren Städte gelegen sind, auch die bedeutendste Zahl au Aerzten. Absolut und relativ steht der Kreis Darmstadt mit 52 Aerzten oder einen auf 1414 Einwohner voran; ihm zunächst folgen die Kreise Mainz mit 50 Aerzten oder einen auf 1875 Einwohner, Worms mit 29, 1 : 1926, und Gießen mit 33, 1: 1988. Von den Kreisen mit vorwiegend ländlicher Bevöl­kerung behauptet Friedberg mit 27 Aerzten oder einen aus 2171 Einwohner die erste Stufe; in letzter Linie stehen Erbach und Alsfeld. In ersterem ersällt em Arzt auf 5287, in letzterem ein solcher auf 6128 Einwohner.

Die Zahl der in Vorstehendem nicht einbegriffeuen, ausschließlich in An­stalten und für solche beschäftigten Aerzte (Irren- und Kranken - Anstalten) be­läuft fich aus 8.

In den Städten mit mehr als 5060 Einwohner practicirten im Ganzen 152 Aerzte, und zwar in Darmstadt und Besiungen 49, in Mainz 48, in Gießen 34, in Worms 12 und in Offenbach 9.

Wundärzte gab es an gedachtem Tage 14, Zahnärzte ebenfalls 14, Vete rinärärzte einschließlich der (13) Militär-Roßärzte 63. Nicht approbirte Per. sonen, welche sich mit der Behandlung erkrankter Menschen befaßten, wurden

Deutschland.

Darmstadt, 25. November. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben am 16. I. Mts. allirgnädigst geruht, den Hofgerichts-Secretär Julius Elwert bei dem Hofgerichte der Provinz Oberhessen auf Nachsuchen, unter Anerkennung einer langjährigen treu geleisteten Dienste und Verleihung des Charakters als Justizrath in den Ruhestand zu versetzen.

Berlin, 24. November. TerReichs-Arz." constatirt in Berichtigung irriger Zeitungs-Meldungen, daß dem Legationsrath, Graf Hermann Arnim, die beantragte Entlassung aus dem Reichsdienste Seitens des auswärtigen Amtes unterm 6. Novbr. gewährt worden ist. Gegenüber der in mehreren Zeitungen ausgestellien Behauptung, der gesammte preußische Episcopat habe gegen das Gesetz über die Aussichterechte des Staates bei der Vermögens-Ver­waltung der katholischen Diöcesen Protest erhoben und sämmtliche ihres Amtes entsetzten früheren Bischöfe, sowie sämmtliche D^m-Capitel hätten sich diesem Proteste angeschlossen, hebt derReichs-Anz." hervor, daß ein Protest von Seilen irgend eines Dom-Capitels übd'rhau-pt nicht eingegangen ist; einzelne Bischöfe hingegen hätten bezügliche Schreiben an die Regierung gerichtet, welche, da sie gegen ein verfassungsmäßig zu Stande gekommenes publicirtes Staats­gesetz Verwahrung (wiegten, lediglich zu den Acten hätten genommen werden können. Hieran anschließend, veröffentlicht das amtliche Blatt, nm die Ver­schiedenheit der Behandlung zu zeigen, welche die Protest-Erheber der Sache hätten angedeihen lassen, die einschlägigen Schreiben der Bischöfe von Limburg, Grünland, Culm und Hildesheim, dcs BisthumS-Verwesers von Fulda, der früheren Bischöfe von Paderborn und Münster, sowie des früheren Erzbischofs

Hesteneich.

Wien, 24. November Gutem Vernehmen nach entschuldigte die Pforte uachträglick die Vorgänge von Klek, als durch Mißverständniß entstanden und erbittet sich die Erlanbniß zum Transport verwundeter und kampfunfähiger Soldaten.

Das Abgeordnetenhans hat alle betreffs Reform der politischen Ver­waltung gestellten Anträge, auch den des Ausschusses, abgelehnt. Zeitungs- Meldungen zufolge findet am Montag Mittag eine Conferenz der verfasiungs- reuen Abgeordneten statt, zu welcher die Minister ihr Erscheinen zugesagt

Wien, 25. November. Marquis von Salisbury ist gestern Abend um IOV4 Uhr hier eingetroffen. ,

Die Eilzüge der galizischen Karl-Ludwigs-Bahn haben Anschluß an die correspondirenden Personen-Züge der Odesiaer Bahn, der Verkehr mit den übrigen Zügen bleibt vorläufig auch weiterhin eingestellt. ,

Der Marquis von Salisbury conferirte heute Mittag mit Andrasiy und wurde dann vorn Kaiser empfangen und für den Abend zur Hoftafel ge­laden. Derselbe reist Montag über Triest weiter.

Pesth, 24. November. Unterhaus. Simouyi zieht, gegen die Aus- sührungen des Minister-Präsidenten Tisza in der orientalischen Frage polemisi- rend, schließlich seinen Beschluß-Antrag zurück. Mocsary beantragt Verweige- rung des Budgets. Zum Schluß wird die Budget-Vorlage mit überwiegender Mehrheit als Grundlage für eine Special-Debatte angenommen. Die äußerste Lii.ke und die sicbenbürgifchen Sachsen stimmten dagegen. Mocsary erhielt wegen einer ungehörigen Aeußerung über Tisza einen Ordnungsruf.

Lemberg, 24. November. Der Personen-Verkehr zwischen Podwo- loczyska und Odessa ist bis auf Weiteres eingestellt.

Ragusa, 24. November. Die Demarcations-Mitglieder gehen über­morgen auf den Kriegs-Schauplatz ab und hoffen ihre Arbeiten definitiv in wenigen Tagen zu beendigen.

An Apotheken bestanden im Großherzogthum 107 mit 83 Gehülfen und 31 Lehrlingen. Von diesen Anstalten befanden sich in Starkenburg 45, m Dberhc sen 34 und in Rheinhessen 28. Was das Veihältniß zur Bevölkerung anbelangt, so berechnen sich auf eine Apotheke im Großherzogthum 8264, in der Provinz Starkenburg 8226, in Oberhesien 7471, in Rheinhessen 9286 Ein­wohner ; Zahlen, auf welche die Dichtigkeit der Bevölkerung einen unverkenn­bare» Einfluß übt, wiewohl auch im Allgemeinen die Apotheken weit gleich­mäßiger über das Land verbreitet sind, als die Aerzte, deren Concentrationspuukte, wie schon oben bemerkt, die größeren Städte bilden. Das normale Verhältniß, wonach für 10,000 Einwohner mindestens eine Apotheke vorhanden sein soll, ist auch in allen Kreisen des Landes nahezu erreicht ; der weit überwiegende Theil derselben ist in einer viel günstigeren Lage. Tie Extreme finden sich in den Kreisen Dieburg, Mainz und Oppenheim, in welchen durchschnittlich 10 440 Einwohner auf eine Apotheke treffen, während die Kreise Heppenheim, Friedberg und Schotten schon auf durchschnittlich 6175 Einwohner ein solches ^ltutbesi^n 107 Apotheken des Großherzogthums standen 28 im Allembe- triefce, 53 mit einem Gehülfen oder Lehrling, 19 mit 2, 5 mit 3 und 2 mit 4'lfspersonen. Die 83 Apotheker-Gehülfen theilen sich in 53 approbirte und 30 nicht approbirte Gehülfen. Werfen wir schließlich noch einen 231 td auf das ebenfalls zur Erhebung herangezogene sonstige Heilpersonal w-, so be- aeanen uns 247 geprüfte Heilgehülfen, von welchen der Provinz Starkenburg w°i? w,hr °Is die Hälfte^ nämlich 146, Oberhesien 48 und Rheinhessen, 51 aiiaebörttn. Die Zahl der Hebammen des Großherzogthums betrug 1156 wovon auf Starkenburg 592, auf Oberhelfen 452 und auf Rheinhessen 312 kommen. An ausgebildeten Krankenpflegerinnen waren ttn Ganzen 240 that'g, hierunter 149 barmherzige und andere Ordensschwestern 54 Dragon, sinnen und 27 Pflegerinnen des Alice-Frauenvcreins. Dre Zahl der ansgebrldeten Krankenwärterinnen beschränkte sich auf 10.

Heilanstalten besaß das Großherzogthum, ausschließlich der Irrenanstalt u und Enibindungsanstalten, 39 für Eivilbevölkernng, 7 !»r Müstar. Von den ersteren waren nur 2 im Prtvatbesitz, alle übrigen rügen öffentlichen Charakter Die Gesammtzahl der Betten in den öffentlichen Civilanstalten beläuft sich au 1497, die der Militär-Lazarethe auf 656.