Ausgabe 
28.4.1876
 
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Landtag zum Sturm rathen. Hierauf hätten Deutschland, Oesterreich, oder die Herren von erwidert, und sei mit allem Grunde auch ($11

Frankreich und Italien bereits

Uglands Beitritt zu erwarten.

Der Sultan

L o k a l - R o t i z.

HrgerreiÄ.

digung wurden sämmtliche Ungeschuldigle von Strafe und Kosten frei gesprochen.

Vermischtes.

Laub-

England.

wird aus Philadelphia vom

könnte.

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88

Chevket Pascha zum Ober-Commandanten in Skutari (Albanien) ernannt worden.

sendet seien. , c

London, 25. April. Die Königin weilt seit Samstag Abend wieder in England. Die kleine Reise soll ihr trefflich bekommen sein unb große Ge- nugthuung gewährt haben; und wie dieTimes" und andere Blätter Nachweisen, ist dem Lande oder dem Werke der Gesetzgebung aus ihrer kurzen Abwesenheit weder Schaden, noch selbst Verzug erwachsen.

London, 26. April. Der Präsident der Republik Peru, Pardo, tst gestern von New-Bork hier eingetroffen, um dem Vernehmen nach Namens der peruanischen Regierung mit den Inhabern der peruanischen Bonds ein Abkom­men zu treffen; derselbe wird alsdann die Präsidenten-Würde von Peru wie­der übernehmen.

Gießen, 27. April. Unsere Leser werden sich gewiß noch erinnern von einer Anklage gegen A. Katz, A. Oppenheimer und e>en Redacteur unseres Blattes, welche im Juli v. I durch Großh. Oberstaatsanwalt Herrn Wolff und Herrn Hofger. Ruh Eckftein wegen Beleidigung durch die Presse erhoben wurde. ES betraf dies die Assisenverhandlung, in welcher Herr Oberstaatsanwalt W o l f f die Aeußerung gebrauchte: Der Ermordete sei in die Hände der Juden gefallen." In der am 21. dsS. gepflogenen Verhandlung am BezirkSstrafgericht hatte der Vertreter der Staatsgewalt gegen beide erstgenannte Herren 50 M. Geldbuße und gegen den mitangeschuibigten

(Beifall.) Die habe seinen Minister des Auswärtigen beauftragt, jede Absicht eines Angriffes gegen Montenegro in Abrede zu stellen und die Versicherung zu geben, daß die

60 Anhänger zählte. Alle Führer der Linken sind mit großer Majorität wie- deraewählt; dagegen unterlagen von den Kandidaten der Rechten der Exminister Klein und Graf Holsteinborg. Der Socialist Rio erlangte 1013 Stimmen, sein Gegner, Bille, wurde mit 2037 Stimmen gewählt.

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Reiser,

Frankreich.

Paris, 25. April. Gegen die Veranstalter der Versammlung, welche Petitionen zu Gunsten der Amnestie in's Werk zu setzen bezweckt, ist wegen angeblich ungesetzlichen Vorgehens ein gerichtliches Verfahren eingeleitet. Der Seine-Präfekt Duval hat dem Municipal-Rath nunmehr die Vorlage wegen Aufnahme einer Anleihe von 120 Mill. Frcs. zur Ausführung der Avenue de l'Opsra und des Boulevard St. Germain unterbreitet.

Rouen, 25. April, Abends. Das Thsutre des Arts steht in Flam­men; auch die benachbarten Gebäude brennen. Mehrere Personen sind umge­kommen, einige verwundet.

Eingesandt.

Am Freitag den 28. April hat Herr Jung, Charakterkomiker am Stadttheater, seinen Ehrenabend, sein Benefiz. Gewählt hat er dazu Raimuav» ewig schöne Charakterpssse:Der Verschwender." Möge Herr Jung »uv gnügten Stunden, die er uns bereitete, durch recht zahlreichen Besuch belohnt we

Stallen.

Rom, 25. April. Einer Meldung desDiritto" zufolge ist Edmund Rothschild hier eingetroffen, um mit dem Finanz-Minister und dem Minister der öffentlichen Arbeiten wegen der Baseler Convention zu conferiren. Uefcer Pie Haltung der Regierung gegenüber den bereits vorgelegten Eisenbahn-Con­ventionen wird weiter gemeldet, das Ministerium werde bei Berathung der Vorlagen in der Kammer das Princip aufrechterhalten, daß der Staat sich nicht direct mit der Exploitirung des ganzen Eisenbahnnetzes befaffen dürfe.

Rom, 26. April. Die Kammer hat ihre Sitzungen wieder ausgenom­men und die inzwischen vorgenommetten Wahlen verificirt. Die Regierung legte den Gesetz-Entwurf über Verlängerung des Umlaufs-Termins der Noten der Consortial-Banken vor. Feldmürschall Graf Moltke ist nach Neapel abgereist.

nach Petersburg ist unbegründet.

Dänemark.

Nrrßland.

Petersburg, 25. April. DerStaats-Anz." enthält eine amtliche

London, 25. April. DerTimes" wird aus Philadelphia vom 24. April telegraphirt, daß 4 Kriegsschiffe der Nordamerikanischen Union, 30 Kanonen stark, zum Schutze der Unions-Jntereffen nach Matamoras abge-

Wieu, 25. April. Die ungarischen Minister, welche bisher an den gemeinsamen Conferenzen theilgenommen haben, sind in Begleitung ihrer Räthe wieder hier eingetroffen. Heute Nachmittag hatte Graf Andrassy eine emstun- dige Besprechung mit Ersteren; morgen wird eine gemeinsame Conferenz der uuu(IH>WWIIIIW w ...... _.v _ ----------------

Minister unter Vorsitz des Kaisers stattfinden. Dem Vernehmen nach wird Redacteur 25 M. beantragt. In der am 2t. dss. auf heute vertagten Urtheilsverkün- in hiesigen Regierungskreisen die Zumuthung, Bosnien durch österreichische^-----»o «mh

Truppen besetzen zu lasten, lebhaft zurückgewiesen. .

Wien, 26. April. DiePolit. Corresp." meldet aus Konstantinopel: Graf Zichy, im Namen des Kaisers, und gleichzeitig General Jgnatieff mahn­ten die Pforte eindringlichst von dem beabsichtigten Vorgehen gegen Montenegro ab. Die Abmahnung hatte den gewünschten Erfolg. Die Pforte fährt indessen in ihren militärischen Vorbereitungen fort. Es sollen 100 neue Infanterie- Bataillone aufgestellt werden. Huffein Avni Pascha soll zum Serdar (Genera­lissimus), Midhat Pascha zum kaiserlichen Commissär in Rumelien ernannt werden. Die Nachricht von der Reise des russischen Botschafters Jgnatieff

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W011 .freien oder

den 24. or, Der Für

sortruarbeiten ohne seine Gesundheit zu untergraben. Dies ist die Sachlage, beruhigende Erklärung über die Schwierigkeiten im Orient: Das Eiuverständ- bie ick für fetzt und die folgende Debatte klarlege. Im Uebrigen sieht der Vor- niß der Großmächte bezüglich der Pacification sei ein fest begründetes ; die tebner iu schwarz, wenn er glaubt, daß Einheit und Freiheit auf der ersten durch Leidenschaften und materielle Hinderniste erzeugten Schwierigkeiten könnten Reicks-Locomotive davoulausen werde. Wenn Vorredner fragt, warum ich mich den vereinten Willen Europas nicht bezwingen. Dieses Euiverständmß fei nicht an den Reichstag gewendet habe, und dort sofort ein ablehnendes Votum nochmals befestigt auf die Nachricht über die Seitens der Türkei beabsichtigte in Aussicht stellt so erwidere ich, daß ich zunächst eher die Vollmacht des Invasion von Montenegro, in Folge welcher das kaiserliche Cabinet sofort fric iekiaen Besitzers brauche, als Desten, der die Bahnen kaust, vielleicht auch fünf Großmächte eingeladen habe, identische Instructionen an ihre Vertreter in nitbt kauft. Sodann ist auch diese wirthschastliche Frage nicht mit der hohen Konstantinopel zu erlaffen, um der Pforte von einer kriegerischen Action abzu- Volitik AU verbinden indem Vorredner sagt, ich wollte den &hirm rnthim. bätl,n TleiiffAIflnb. Oesterreick, ikr.-inkr.-ick vnh

aeaen das Reich aufbieten. Ich glaube, darüber, ob ich der Fortschritts - Partei in den letzten Jahren mehr für die Consolidirung des Neuerdings lägen aus Konstantinopel günstigere Äachrlchten vor.

deutschen Reichs gethan haben, wird die Geschichte richten." Minister d-s Nn«märtinen hemtfrrnnt tehe

^Württemberg, 24. April. Gleich anderwärts liegt auch un- militärischen Maßregeln bei Scittari nur defensiver Natur seien.

seren Pastoren die Civilehe schwer im Magen, einmal weil sie ganz richtig <?r.. ß .

eine Minderung ihres Einflusses verspüren was bekanntlich gleichbedeutend ^UrKtl.

ist mit: Schädigung der Religion und zum andern, weil ihnen der beträcht- Konstantinopel, 25. April. Die hervorragendsten Finanzhäuser von liche Einkommenstheil, der den Namen ^tolgebuhren fuhrt, en geh . ls er- ^a^ata ßnnmen Bildung einer Pachtgesellschaft und der Unification der geht kaum ein Tag, wo nicht in den Blattern des Landes Stimmen sich Horen ^taat6fc^ll[1) iU. _ Said Effendi ist zum Mustechar des Großvezirats und laffen, mit Vorliebevom Lande" bahrt, welche eineRegelung dieser Frage , * ' -----

au deutsch: Entschädigung für den Ausfall verlangt.

Würzburg, 26. April. W'e dieWürzb. Presse' aus sicherer Quelle erfährt, hat der König die Ernennung des hiesigen Proseffors der Theologie und Rectors, Dr. Stein, zum Bischof von Würzburg vollzogen.

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Frankfurt, 21. April. Herr Schwager, Mitbesitzer der bekannten Schwager- schen Brauerei, hat gestern seinem Leben dadurch ein Ende gemacht, daß er sich die Pulsadern öffnete und aus dem oberen Stockwerk seines HauseS herunterstürzte. Der Verstorbene, ein höchst achtbarer Mann, hinterläIt eine sehr zahlreiche Familie.

Es gibt kaum eine Stadt der Welt, in der die Gerichtssäle Zeuge so vieler heiteren Vorgänge zu sein pflegen, wie in Wien. Das Gewirr von Nationalitäten, welches sich unter der Habsburgischen Krone vereinigt und das selbstredend auch den Charakter des Deutschen Wiens nicht unbeeinflußt läßt, die nicht immer sehr erhabene Culturstufe der in Wienansässigen" Vertreter dieser Nationalitäten, der stark ver­treteneOrient", der in Wien amSalzgries" (dem Wiener Mühlendamm") seinen Brennpunkt findet das Alles gibt Factoren ab, die sich häufig zu den schnurrigsten Scenen vor den Schranken der Wiener Gerichte csmponiren. Hier einige kleine Pro- 25. Avril. Nack den bisher Dorlieqenben Nachrichten ben. Vor dem Einzelrichter der zweiten Bezirkes erschien Herr und Frau Freund, r k -74 Qinfpn fAr hnä Nolketbina gewählt - nack dem enbailtb Ersterer als Geklagter, Letztere als Klägerin. Es handelte sich um nicht- Geringeres,

stnb 71 Anhänger ber ^en für das oolkethmg g Y , » at5 einen Ehebruch, welchen Herr Josef Freund, Magazinverwalter der Nordbahn, em

gen Resultat werden wahrscheinlich von den msgesammt li-xr iAewayUen <1 oer rtattIj(£cr 40 jähriger Mann, während seine Gattin kürzlich krank darniederlag, began- Linken anaeböten, während die Opposition in dem aufgelösten Folkething nur haben soll. Frau Marie Freund nimmt als die Aeltere sie zählt 42 Jahre - - y rGa- zuerst das Wort und begründet ihre Anklage in fo beredter Weise, daß man für den

Angeklagten, sowie für den Gegenstand feiner sträflichen Neigung, ein Frl- Chitin das Schlimmste zu befürchten geneigt ist. Einige Rippenstöße, welche sich der hart an­geschuldigte Gatte in Folge dessen gegen sie erlaubt, verfehlten ihre beabsichtigte cal- mirende Wirkung gänzlich, sondern erhöhten vielmehr nur die Leidenschaftlichkeit der Aussage der sichtlich aufS tiefste verletzten Klägerin. Der Angeklagte gibt hingegen die bestimmte Versicherung ab, daß er feine Frau sehr gerne habe und sich durchaus keiner Verirrung bewußt fei, worauf der Richter zur Vernehmung der mitangeklagten Fran­ziska Chitilek schreitet. Ein übermäßig großes Frauenzimmer tritt auf den Anruf zur Thür herein. Sie hält in der Hand ein großes Packet, Bücher, wie es scheint- Richter. Was haben Sie da? Angekl. Mein G'sunoheilsbüchel, Herr Rath. (Heiterkeit,) - Richter. Das ist ja ein ganzer Pack, mir scheint, Sie haben gleich alle älteren Auflage« auch mitgebracht. (Vermehrte Heiterkeit.) Angekl. M'r kann net wlss'n, roa< mr 's braucht bet Gericht- Richter, (auf den Anklagen deutend). Kennen Sie btefei fiemi? Angekl. Ja, er is'. Richter. Haben Sie in einem LiebeSoerhältniß zu ihn gestanden? Angekl. (zögernd): Ja, daS heißt net mit ihm allein. Richter (unter­brechend'»- Kann ich mir ohnehin lebhaft vorstellen Wußten Sie denn nicht, daß <! verheirathet ist? Angekl- Na, gesagt hat er mir5 ja net- Richter. Aber die Po­lizei hat eS Ihnen gesagt, Sie wurden auf die Beschwerde feiner Gattin hin ermnL verwarnt- Angekl. Das is schon wahr, da is er aber nachher mit ein Flor auf: Hut kommen und hat gsagt, es iS ihm zum Glück fein Frau gstorbn. (Lebhafr Heiterkeit.) Richter (zum Angeklagten). Ist das wahr? Angekl- Ei was, wem meine Frau krank ist, bin ich ein lediger Bursch, da kann ich thun, was. ich will- - Dieses Geständiß hat neue Klagen von Seite der Frau zur Folge, eS entspinnl sta ein heftiges Wortgefecht, dem der Richter vergeblich Einhalt zu gebieten sucht- PlotzUb stößt die Frau einen Schrei aus, ein Faustfchlag ihres Gatten hat sie getroffen. D:: Richter läutet, ein Wachmann erscheint, der unverbesserliche Ehemann wird wegen serne» brutalen Benehmens auf 24 Stunden in den Disciplinararrest geführt und die Bei­handlung aus diesem Grunde vertagt. Zu gleicher Zeit spielte sich auf dem Bezirk gericht folgende drastische Scene ab:Machen mer ä Fuß?" haste Salomon Neuaian Herrn David Bettelbeim in einem dereleganten Cafss", an denen der Sulzgries 1 reich ist, gefragt-Ober" (niemals) versetzte Beitelheim mit laksnischer Kürze, ,,O zahlst ja nischt, wenn Du verlierst." Reumann zeigte sich sehr betrübt über den Ml' mismus, den der Freund seinen finanziellen Verhältnissen entgegenbrachte, bewies »eir. Solvenz durch Vorweisung eines nagelneuen Fünfers und erklärte überdies: v3r> Gesicht kannst Du mer spucken, wenn ich heute nix zahl'". Diese Kraftäußerung wirrc-, Bettelheim rief um Karten und derFuß" begann- Leider blieben die günstigen T' Wartungen, die Neumann an diese Partie geknüpft haben mochte, unerfüllt, denn »cu Partner spielte mit unerhörtem Glücke. Nach einer Stunde war nicht nur ber ncic Fünfer hin, sondern Neumann hätte, um den Verlust zu decken, mindeitenS noch 8* solcher Anweisungen auf die Rationalbank hergeben müssen, und als das Spiel zu e war, blieb dem Unglücklichen nichts übrig, als seine abermalige ZahlungSunoermöües- heit in den demüthigsten Ausdrücken bekannt zu geben. Betteiheim aber redete Wort, erhob sich langsam vom Sessel und machte sofort von der Erlaubniß, die 19 Neumann Eingangs in einer unbegreiflichen Anwandlung eingeräumt hatte, den » fallendsten Gebrauch Neumann lief auf5 Bezirksgericht und klagte auf^^Ehrenve - digung. Das ganze Kaffeehaus sollte Zeugniß geben, daß ihm in's Gesicht 8'1^* wurde. Der Richter Dr. Gionima sprach jedoch den Angeklagten nich tschulbig begründete dieses interessante Erkenntniß damit, daß die Thathandlung des ln S-Gel^- spuckens, so unanständig dieselbe auch sei, nicht unter § 495 bezogen werden '0^- , dieselbe weder eine thatliche, noch eine wörtliche Mißhandlung involoire Anderer! aber existire keine GcsetzeSstelle, unter die daS ins-Gesicht-spucken subsumirt w

öffentliche Ai S;SSÄ filmen haben, aufgefors rosigen VorzuMchten

Montag den

Vonnittags tnuumelben und bezug Sm» Beschluß zu fafi scheinenden Gläubiger n Abschlusses eines AM Weschlüssen der Mehrhe Mäubiger beittetend

Gießen, den 27- M Grobherzogliches St 3. « t __Gebhc Dcsfkntliche A lieber das Vermögen MUus Strack vor iformelle Concurs erkc micht bekannte Gläubi rmit dem Anfügen in I -.sie ihre Forderungen u Äwaiger Vorzugsrecht! Frntag den 16 Vormittag ivahier anzumelden un. ^bei Vermeidung des ffll :i)cn Ausschlusses von d

Gießen, am 29. Mär, Groß-eiWliches Stc Z. V. d.

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