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dieses Unglück groß. Da geschah das Wunder der Auffindung. Kurz vor der Eroberung Dtadt im Jahre 1456 erschien die Heilige selbst dem Scheich Akschemseddin im Traum
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Davon sind bereits 360 wegen verbotenen Wallfahrten- oder Betretens der marplnger Mariendistrikte durch das hiesige Polizetgericht bestraft worden. Der Rest harrt seiner Bestrafung noch. Wenn die Zuzüge nachgelassen haben, so ist dieses wesentlich ein Verdienst der Behörden.
Was in dem Mausoleum des Ejub geschah, blieb den Blicken einiger wenigen Gläubigen Vorbehalten. Draupen bot sich unterdessen das bunteste Treiben dar, das sich die Einbildungskraft zusammensetzen kann. Die türkischen Häuser hatten ihre weiblichen Jnsasien sämmtlich ausgespieen und die hölzernen Schaugerüste damit besetzt; und wo ein türkisches Haus an die Durchzugsstraße stieß, waren die Gitter zurückgeschoben und heraus lugten, ohne Scheu vor zudringlichen Blicken, türkische Weiber, mehr wie gewöhnlich entschleiert, um dem Schatten Gottes gerecht zu werden. Es war eine Art saturnalischen Festes für das weibliche Element, ein Tag der Gleichstellung mit den Fränkinnen. Auf den Stufen der Tribünen hockten sie mit ihren Kindern, neben ibnen Griechen und Griechinnen und sonstige Europäer; ihre bunten Mäntel flatterten im Winde, ihre Waden baumelten herab; sie verzehrten die mitgebrachten Speisen und warfen sich neckend mit Frachtstücken, als befänden sie sich in der Abgeschloflenhcit des Harems. Durch die Schaureihen hindurch wälzte sich das Volk; Wafferverkäufer mit laubbekränzten Gefäßen auf den Schultern, Obsthänvler mit ihren Körben, Wagen, Reiter, Alles lärmend, aber in Ser größten Ordnung. Griechische und jüdische Schulbuben waren unter Zelten ausgestellt, Vie Gesangbücher in der Hand um den guten Padischah zu begrüßen- Sie trugen Oelzweige, das Z-lchm des Friedens und auch der Friedensstiftung, da er ihnen um die Ohren sauste wenn sie sich ungebührlich benahmen.
Spitzen, eine der Bezwingung des Ostens und eine der des Westen- gewidmet. Die Statthalter führten es in der Folge auf ihren Siegeln, und noch jetzt soll das Admiralsschiff es auf seiner Flagge, silbern auf rothem Felde, führen. Der Scheich Seid Buchari, ein großer Derwisch, aber ein schlechter Prophet, umgürtete damit schon den Sultan Bajesid und dessen Enkel Murad. Später wird dieses Amt in dem Orden der Mewlewt-Derwische von Konrah (Jkonium) erblich; und augenblicklich versieht es der Nakub Eschref, ein distinguirter Ulema, dessen Familie schon seit mehreren Generationen damit betraut ist. Unmittelbar nach der Proklamation Murad's V. kam er nach Konstantinopel, fand aber erst nach drei Monaten Gelegenheit zur Ausübung heiligen Ceremonie. Sie findet Statt in der Ejub-Moschee. Ejub war der Fahnenträger Propheten gewesen. Bei der dritten Belagerung Konstantinopels durch die Araber fiel er der Stadt; seine Grabstätte aber war unbekannt geblieben und der Jammer der Derwische
In Wilhelmshaven wurde im Briefkasten ein Brief mit folgender Adresse ausßefunden : „An den Herrn Underlieutenant N N., Tromp eder sch iss 11, Wilhelmshaven." Der Brief gelangte natürlich auch an die richtige Adresse, indem er der Briesordonnanz des „Torpedoschiffes Elbe" zur Aushändigung an den Adressaten übergeben wurde
— Der Rost. Ztg. wird au- Doberan eine entsetzliche Unthat berichtet: Ein neunjähriger Knade hat daselbst am 8. Sept., Nachmittags, seinen 5jährigen Stief bruder in einem Brunnen ertränkt, nachdem er bereits am Morgen desselben Tages versucht hatte, denselben in einen Bach zu werfen. Nachdem das Kind vergeblich am Freitag und Samstag gesucht war, hat der junge Missethäter am Sonntagmorgen seine Thal eingestanden. Auch hat man darauf die Leiche in dem Brunnen ausgesunden.
Metz, 12. Sept. Es wird viele deutsche Familien interessiren, wenn Sie in Ihrer Zeitung darauf aufmerksam machen lassen, daß auf Anordnung der französischen Regierung mit dem 1. October d. I begonnen werden wird, die auf französischem Gebiete liegenden Ktiegergräber im Felde, sowie auf den Kirchhöfen zu entleeren und die Gebeine gesammelt auf Begräbnißplätzen beizusetzen, die zu diesem Behufe von. der Regierung angckaust sind. Solche Plätze sind angekaust bet Mars-la-Tour, nächst dem dort errichteten französischen Denkmale, und bei St. Atl, Habonville, in der Nähe des großherzoglich hessischen Denkmals am BoiS de la Lusse.
Cleve, 19. Sept. In der heutigen Sitzung des Zuchtpolizeigerichts kam zur Verhandlung die vielbesprochene Mehlgeschichte von St. Toenis. Vor den Schranken standen Lorenz Scherer, 57 Jahre alt, Kaufmann, und Mathias Bänder, 42 Jahre alt, Kaufmann, beide zu St. Toenis. Dieselben waren beschuldigt: durch mit Zusätzen von Lenzin, Gyps und ähnlichen Stoffen verfälschte Mühlenfabrikate die Kundschaft um verschiedene Geldbeträge geschädigt zu haben. Von Seiten der Staatsbehörde waren 16 Belastungszeugen und 2 Sachverständige geladen. AlS Schutzzeugen wurden 19 Personen vorgeladen. Herr Advocat-Anwalt Nheindorf führte die Vertheidigung für Scherer und Herr Advocat-Anwalt Hoffman- die für Bänder. Nach der äußerst gediegenen Vertheidigung und nach dem Plaidoyer des Herrn StaatSprocuratorS zog sich das Gericht zur Beratung zurück, als deren Resultat folgendes Urtheil verkündet wurde: bei Scheerer 6 Monate Gefängniß, 1000 Mk. Geldstrafe eoent. für je 10 Mk. einen Tag Gefängniß und Tragung der Kosten, bei Bänder dagegen Freisprechung.
(Elbs. Z.)
Paris, 20. Sept. Das Kriegsgericht von Marseille hat am 15. einen Reser visten, Namens du Vtgau, genannt Nissale, Besitzer einer Tuchhandlung, zu zwei Monaten Gefängniß verurthetlt, weil er die Annahme seiner Uniform und seiner Waffen unter dem Vorwand verweigerte, daß er Quäker sei Vor dem Kriegsgericht erklärte er, daß fern religiöser Glaube ihm das Blutvergießen verbiete. Von dem Präsidenten des Kriegsgerichts befragt, was er thun würde, wenn ein Mörder das Leben seines Vater- bedrohen würde, erwiederte er, daß, um den Mord zu verhindern, er die Mittel der Ueberredung in Anwendung bringen, aber von keiner Waffe Gebrauch machen werde. 1870 war dieser junge Mann aus den nämlichen Gründen schon ein Mal zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt worden.
London. Daß Tadeln leichter ist als Bessermachen, hat wieder einmal seine Bestätigung durch John Caardron erfahren. Derselbe, ein Schenkwirth, hatte kaum in Norwich auf einem Meeting seine Entrüstung über Türkengreuel kuudgegeben, da ging er nach Hause und hämmerte mit einem Uhrgewichte derartig auf seine Gattin los, daß diese vom Kopf bis zu den Füßen mit Beulen bedeckt war. Er wird dafür sechs Monate im Gefängnisse zu büßen haben
Newyork, 23. Septbr. (Per transatlantischen Telegraph.) Das Postdamps- schiff de- Nordd. Lloyd Rhein, Capt. H. C. Franke, welches am 9. September von Bremen und am 12. September von Southampton abgegangen war, ist heute Morgen wohlbehalten hier angckommen.
Jne?er ^"Schürzt, und das Laub, womit der fromme Eifer sie geschmückt, verwelkte “n?f fiÄ ube. b « kümmerlichen Holzgerüste. Abdul Hamids plötzliche Energie
Im anf“nJ' b» Woche schwebte die Feier noch im Ungewissen, bis
am Dmstag die ofsicielle Anzeige erfolgte und die Einladungskarten vertheilt wurden. Allenthalben wurden darauf die Tribünen wieder hergestellt oder neu aufgebaut. Hammer uud Säqe arbeiteten Tag und Nacht; Sand wurde in kleinen Häufchen überall vertheilt und bunte Fahnen- stoffe Lur D^^ung der Scenerie passend angebracht. Da am Tage der Feier das Gedränge vermuthtlch zu groß werden würde, um einen allseitigen Ueberblick zu gestatten, sahen wir uns die B eg end am Tage vorher an. Nachlässig schlenderten wir die Straße herunter, welche an dem Goldenen Horn entlang sich von Stambul nach Ejub hinzieht, und stellten Vergleiche zwischen den unverhüllten Reizen Knoblauch athmender Jüdinnen und der reizenden Verhülltheit moschus- durchdufteter Türkinnen an. Denn oas Neue Testament, der Talmud und der Koran liegen hier dicht beisammen. Auf den griechischen Pope des Phaner folgt der Rabbiner des Balat und der Imam des türkischen Quartiers. Ich hatte eben die Gränze überschritten, welche das ^and von dem Volke des Propheten trennt, und beschäftigte mich mit Niederschreibunq von Notizen, als mich eine Türke auf die Schulter klopfte und weiter zu gehen hieß. Die Nord- westecke des Goldenen Horns ist abendländischen Beschäftigungen wenig günstig; Moschee und Grabmal in Ejub aber für den Franken völlig unzugänglich. Der äußere Anblick ist nicht unschön. Der zweite Hof der Moschee ist von einer Marnrormauer umgeben. Ein reizender Brunnen, verziert mit goldenen Inschriften auf grünen Fliesen, bietet mit seinen zahlreichen zinnernen Trinkgeschirren, in denen Wasier an bestimmten Tagen gereicht wird, Erfrischung und Kühlung. Durch die grünen Gitterfenster hindurch fällt der Blick auf türkische Grabmäler; nicht- Lebendiges als ein mubeT Hund, der sich an den Geländern vorbeidrückt, unb ein türkischer Sterbegreis, der sich unter den Grabsteinen wahrscheinlich ein passendes Leichenfutteral auSsucht. Die Mauer trägt theilweiie den Charakter der Renaissance-Architektur. Capitäle mit Dcanthusblättcrn, Guirlanden-
C,-£^aro -C*lm e wechseln mit dorischen Anklängen: an der Attika vorbei reihen sich türkische 3n ?n^rm^r nnd durch das Thor, dessen Bogenlaibung aus weißen und rothen Steinen abwechiclnd im pisamschen Stile besteht, schimmert saftiges Laub beschattender Bäume. Ein Arkadengang mit einer Flucht kleiner Kuppeln schmückt den Hintergrund. Ein Mausoleum steht an der Ecke; durch die Scheiben ist der Blickens Innere gestattet. Drei Särge stehen drinnen ü» prächtigen Decken die ein Softa sorgfältig abbürstet. Porphyrsäulen mit vergoldeten Knäufen, zopfig geschwungene Aufsätze mit strahlenden Koransprüchen, ungeheure Kerzenständer, leichte, gemalte Blumendecoration treten uns durch das sanfte Dämmerlicht engegen.
. . ^bdul Hamid H. landete int Prächtigen Staatskaik in der Nähe der Moschee. Früher als die Palaste des Bosporus noch nicht existirten und die Sultane im Serai residirten, wurde der Weg nach Ejub zu Roß zurückgelegt. Zwei Reihen von Janitscharen bildeten Spalier und grüßten den Herrscher, indem sie den Kopf auf die Seite neigten. Hinter ihm trugen Palastpagen zwei Turbane, die sie nach rechts und nach links schwenkten; sie deuteten die Herrschaft über die zwei Städte Mekka und Medina an. Auf dem Wege bezeugte er in der Moschee Muhamed's II. seine Ehrfurcht Dem Grabe dieses Eroberers, und erst von da begab er sich nach Ejub, wo il m der ^äbel umgegürtet und vor der Moschee fünfzig Hämmel abgeschlachtet wurden. Heute ist der Glanz des Zuges für den Rückweg aufgespart. Der Hofstaat und die übrigen Würdenträger versammelten sich einzeln in der Nähe der Moschee. Um Mittag verkündeten Kanonenschüsse das Herannahen des Sultans und seines Gefolges in zwei prächtigen Kaiks wie bei der Thronbesteigung. Er saß diesmal in Gala-Uniform in dem größeren, dem Vierundzwanzigruderer, dessen Schnabel der Falke des Hauses Osman ziert. Die hölzerne Brücke deö Goldenen Horns war ausgefahren zum Durchlässen; eine Flotte von kleineren Kaiks umschwärmte sie und folgte dem Staatskaik bis zur Landungsstelle. Soldaten bildeten Spalier auf den beiden Seiten der Durchfahrt; auf der Brücke selbst, die schon zu gewöhnlichen Zeiten ein Riesenquodlibet aller Nationalitäten ist, schien sich heute die Bevölkerung einer ganzen Stadt ein Rendezvous gegeben zu haben. Eine Stunde vorher waren die Boote der verschiedenen Gesandtschaften passirt; zuerst has osterrc.chtiche dann das italienische, griechische, americanische, englische, deutsche, und rilssiiche. In Regierungswagen wurden sie bet Desterdar abgeholt und nach den für sie reservirten Zelten gebracht, wo sie in prosaischen Alltagsröckerr und Firzhüten der höchsten Pracht und Herrlichkeit des Islam entgegenharrten.
Zwei Stunden nach Mittag bestieg Abdul Hamid seinen Schimmel, um den Rückweq anzutrcten. Vor «hm eine lange Kette von Hof- und Staatsbeamten, in goldqlitzcrnden Uniformen, auf prächtigen Rosien, eine der stattlichsten und imposantesten Gesellschaften der Welt, bei deren Anblicke man sich in die Zeit der morgenländischen Märchen, in die verschollene Pracht der osmanischen Herrscher zurückversetzt glauben sollte. Der Scherif von Mekka, ein dunkl« Araber, die Heeresrichter, die Hofgeistlichkeit und der Scheik-ül-Jslam nebst seinem Fetwa-Collegium sprengten einher m langen Talaren und. goldumwundenen Turbanen; herrliche Charakterköpfe mit langen schonen Bärten gleich den weiland römischen Senatoren. Da stimmten die Judenjungen ihren Lobgesang an, ein heulendes Geschrei mit hurrah-artigen Einsätzen, und um die Ordnung wars geschehen. Die Pferde wurden scheu und bäumten sich; der alte Mollah hielt < ^ne und die Pfeifenstopfer fielen ihnen in die Zügel; aber der Chor ließ sich nicht emschuchtern, sondern schrie weiter bis zur Ankunft des Padischah. Er ritt zwischen zwei Reihen von Leibgardiften einher, stolzer, selbstbewußter als zur Zeit der Thronbesteigung. Di« juwelenbesctzte Uniform hob seine Gestalt vortheilhaft hervor, um die Brust trug er die breite Schärpe des Osmanieordens, an der Seite einen kostbaren, über und über mit Edelsteinen verzierten Sabel. Eine Verwandlung schien mit ihm vorgegangen zu sein. Die gekrümmte Haliung und der müde Gestchtsausdruck hatte sich in acht Tagen in das Gegentheil verändert. tJ Srufite SHumanben, nicht das Volk, nicht die allmächtigen Diplomaten in den Zelten. Es ^'ele8AC>T Früher pflegte der Sultan einzig und allein den Janitscharen zuzunicken. Auch das Volk erwartete ihn stumm mit auf der Brust gekreuzten Armen; viele wagten nicht aufzuschauen. Ob ihnen schon der Ruf seiner Energie zu Ohren gekommen? Man erzählt sich, daß er dem allmächtigen Midhat Pascha den Hat seines Bruders abverlangt und zerrissen zu worden^sei^ er °$nc Kenntnißgabe des Inhalts diesem zur Unterzeichnung vorgelegt
. au8 begab sich Hamid nach der Moschee des Sultan Selim,
welche die Turba Abdul Medjid s etnschließt. Nachdem er dort am Grabe seines Vaters gebetet, besuchte er die Mehmeo-Moschee, um, wie die Sultane von ehedem, dem großen Eroberer seine Huldigung darzubringen. Durch das Thor Baby-Humayoun zog er darauf in den Serai, wo « t t. af “ammer heiligen Mantels noch einige Zeit in Betrachtung verharrte, ehe er sein x vrt c<?A <ntcr bem Gedröhne der Kanonen nach Dolmabagdsche zurückzuschiffen. Das reizendste Wetter begünstigte die ganze Feier, und wenn die Zukunft nach der Gegenwart bemessen werden darf, stehen der Regierung Hamid's glückliche Tage in Aussicht. (Köln. Ztg)
offenbarte ihm den Ort, wo damals fein Leib begraben ward. Diese Vision bewirkte mehr reiche Hülfstruppen; sie entflammte die Osmanen mit übernatürlicher Begeisterung und unwiderstehlichem Muth und beschleunigte die Einnahme der Stadt. Was die Geschichte der Lanze bei der Belagerung AntiochiaS durch die Kreuzfahrer, daS bedeutete das Grab Ejub's bei der Einnahme Konstantinopels durch die Mohamedaner. Akschemseddin aber, der glückliche Prophet, vereinigte in sich die Eigenschaften der beiden Patres, von denen der eine den Kreuzzua predigte, der andere sich durch den Traum von der Lanze auszeichnete. Ueber bem Grabe Ejub's wölbte sich balb eine Moschee unb um sie herum enftanben Friebhöfe mit kostbaren Grabmonumenten. Heute ist Ejub eines ber reizenbsten türkischen Dörfer, die man sich denken kann. Zwischen Baumgruppen halb versteckt, von schattigen Wegen durchschnitten, bedeckt von Denkmälern der Vergangenheit, lullt es die Einbildungskraft ein, drängt es zu ruhigem, beschaulichem Nachdenken. Die Industrie liegt hier in den Windeln; wenige Kaufhallen, offen wie die classtschen Läden zu Pompeji, bieten Maaren feil; das Geräusch von Stambul und Pera ist hier gedämpft und der Waarenverkäufer ruft sein ^Su" nur mit halber Stimme aus. Der europäische Hut ist eine Seltenheit; die Zurückhaltung der Weiber doppelt so groß, ihre Verhülltheit noch einmal so dicht wie im übrigen Stambul.
Seit drei Monaten harrten die Bewohner der Vorstadt auf die Ceremonie der Schwert- umgürtung. Die Tribünen auf den Straßen, die man für die Schaulustigen errichtet, waren
Die Schwertumgürtung Abdul Hamid's.
Konstantinopel, 7. September.
Der neue Sultan ist bis auf den Bart fertig. Heute ward er in dem Mausoleum zu §ub mit dem Schwert Osrnan's, des Stifters der Monarchie, umgürtet, unb wenn er jetzt wort, so schwört er bei bem großen Propheten Mohamed, bei den sieben Koranen, bei der ,/Seele meines Vaters, des Herrschers, und bei dem Schwerte, womit ich umgürtet bin". Murad V. vermochte diesen Schwur nicht zu leisten, es fehlte ihm die eigentliche Weihe, die bem „Schatten Gottes auf ber Erbe" burch bic feierliche Hanblung zu Ejub ertheilt wirb; unb toenn er jemals wieber zu Verstaube käme, würbe der Mangel der Schwertumgürtungs-Eeremonie seinen Ansprüchen verderblich werden. Der neue Herrscher ist fertig bis auf den Bart, denn dieser, den sich der Thronerbe erst nach dem Regierungsantritte wachsen lassen darf, stört sich in seiner Entwickelung nicht an die Erfordernisse türkischer Staatsweisheit.
Das Schwert Osrnan's, das noch keines Ungläubigen Auge geschaut, wird in der Ejub- Moschee aufbewahrt. Der Beschreibung nach besitzt es einen wellenförmigen Rücken und zwei
Frucht- und Mehlpreise in verflossener Mochevon nachbenannten Orten und Fruchtmärkten.
Normalgewicht per Malter:
Walzen 200, Korn 180, Gerste 160, Spelz und Hafer 120, Erbsen, Linsen, Wicken 220, Kartoffeln 200, Mehl 140 Pfund egg» Die M a inzer und Lauterbacher Preise verstehen sich zu 200 Pfd., die von Grünberg zu 50 Klgr.
Fruchtmärkte.
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