Ausgabe 
27.9.1876
 
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Mittwoch, den 27. (Lepremoer

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Erscheint täglich mit Ausnahme deS Expeditionr Schul-straße, Ltt. B. Nr. 18.

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Darmstadt, 23. Septbr. Wie wir hören, dürfte der Bericht des »lbg. Hirschhorn über den von dem Abg. v. Rabenau eingebrachten Antrag wegen Unterstützung der Eisenbahnpolitik des Reichskanzlers etwa 6 Druckbogen umfassen. Die desfallsige Berathung im Plenum zweiter Kammer soll mög­lichst bald stattfinden.

Darmstadt, 24. Septbr. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung d. d. 20. l. Mts. den Präsidenten des Großh. Gesammt-Ministeriums, Minister des Großh. Hauses und des Aeußern, ieivie des Innern, wirklichen Geheimerath Freiherrn v. Starck, Excellenz, und dm Präsidenten des Großh. Ministeriums der Justiz, Kempff, neben dem bereits «ls Bevollmächtigten fungirenden Großh. außerordentlichen Gesandten und be- dollmächtigten Minister am König!. Preuß. Hofe, Ministerialrath Dr. Reid- Hardt, zu Bevollmächtigten zum Bundesrathe des Deutschen Reichs zu ernennen

wurde Dr. C- Braun, zum ersten Vice-Präsidenten Baron Kübeck gewählt. Auf heutiger Tagesordnung flehen die Fragen über Werth- oder Gewichts- Zölle, Handels-Verträge und die Eisen-Zölle; letzteres auf Antrag von Dan­

nenberg (Hamburg.)

Neustadt a. d. H., 24. Septbr.

Derselbe erscheint in den Vormittagsstunden täglich, mit Ausnahme Montags, und kostet für die Abonnenten in der Stadt Gießen vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg., frei ins Haus geliefert.

Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, das Blatt auch im IV. Quartal 1876 zusenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen.

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Pniö vterteljÄhrtich 2 Mark 20 Pf. mit Brinarrlohn. Durch die Poft dotzogen vierteljährlich 1 Mark $0 Pf.

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allm Theilen der Pfalz besuchte Versammlung von freiwilligen Protestanten har eine Dank-Adresse an den König von Bayern angenommen wegen des wohl­wollenden Bescheides auf die Beschlüsse der General-Synode int Gegensatz zu der Meinung des orthodox gesinnten Consistoriums- Ferner ward beschlossen, einen Aufruf an die freisinnigen Protestanten der Pfalz zu reger Betheiligung an der bevorstehenden PreSbyter-Wahl zu erlassen. Schließlich wurde eine Reso­lution im Sinne der Reorganisation des pfälzischen Protestanten-Vereins ange­nommen, wonach derselbe zu einem rein kirchlichen Verein mit Local-Vereinen in allen Gemeinden umgeformt werden soll.

Karlsruhe, 21. Septbr. Staats-Minister Dr. Jolly hat seine Ent­lassung genommen. Wie verlautet, haben Vorgänge bei der Ernennung des neuen Präsidenten der Ober-Rechnungs-Kammer diesen Entschluß herbeigeführt. Der frühere katholische Pfarrer S. Wacker von Kadelburg im badischen Oberland, seit einiger Zeit als Lehramts-Praktikant am hiesigen Real-Gymna­sium thätig und bisher im Genüsse seiner Pfründe belassen, wird sich in den nächsten Tagen als Altkatholik verheirathen. Man ist nun in den hiesigen Kreisen sehr gespannt darauf, welchen Entscheid die Regierung in Betreff des Pfründe-Bezuges geben wird, da derselbe die Stellung zur Cölibats-Frage be­dingen muß.

Karlsruhe, 24 Septbr. In einem Extra-Blatt berichtet dieKarlsr. Ztg.", der Großherzog habe unterrn 21. d. Mts. den Staatsminister Dr. Jolly auf dessen Ansuchen seines Amtes als Präsident des Staats-Ministeriums und Minister des Innern unter Vorbehalt der anderweiten Verwendung im activen Dienst gnädigst enthoben. Nachdem in Folge dessen auch die sämmtlichen übri­gen Mitglieder des Staats-Ministeriums dem Großherzog ihre Aemter zur Verfügung gestellt, sei von demselben mittelst eines heute früh hier eingetroffe­nen Schreibens aus Stuttgart vom 23. d. Mts. der seitherige Präsident des Handels-Ministeriums, Turban, aufgefordert worden, die Aufgabe zu überneh­men, auf Grundlage der bisher maßgebend gewesenen Richtung der Regierung sowohl in Betreff der inneren Politik, als auch in Bezug auf die nationalen Entwickelungs-Aufgaben ein freisinniges Ministerium neu zu bilden. Präsident Turban habe sich bereit gefunden, dem durch das ehrenvolle Vertrauen des Großherzogs ihm gewordenen Auftrag sich zu unterziehen, und sofort die zu dessen Vollzug erforderlichen einleitenden Schritte unternommen.

Karlsruhe, 24. Septbr. Der Kaiser hat heute Nachmittag 4 Uhr , Karlsruhe, 41/, Uhr Maxau passirt, überall von einer unabsehbaren Menschen­menge subelnd begrüßt. Die Schiffbrücke von Maxau war festlich beflaggt.

Stuttgart, 23. Septbr. Ein schöner erinnerungsreicher Tag liegt hinter uns, dcr Kaiser-Empfang in Stuttgart. Das Wetter war glänzend, die Festanordnung vortrefflich, die Menschenmenge und ihr Jubel überwältigend, ; Am tiefsten ergriff den Kaiser die lautere Herzlichkeit der Aufnahme. Da war : nichts Gemachtes, da war nur ein immer und immer wieder aus der Tiefe i der Gemüther ausbrechender Jubel. Trefflich war aber auch so zu sagen für i jeden Einzelnen die Gelegenheit geboten, seinem Kaiser die persönliche Vereh- > rung zu zollen. Eine volle Stunde währte der Zug vom Bahnhofe durch die , Stadt zum Schlosse. Auf dem ganzen langen Wege war Alles, was körper­schaftlich organisirt ist, dazu die ganze Schuljugend, männlich und weiblich, auf­gestellt, und hinter den Spalieren hatte noch «ine bunte, ungezählte Menge > Platz gefunden. Durch diese via triumphalis einer geordneten Bürgerschaft, i ohne Bayonnette und Kanonen, ging der kaiserliche Zug, langsam, feierlich.

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Darmstadt, 22. Septbr. Mit dem Herannahen der Zeit, um welche bie Einberufung der zweiten Kammer annähernd in Aussicht genommen ist, be­ginnt in den Ausschüssen eine erhöhte Thätigkeit, namentlich hat der Finanz­ausschuß eine Reihe von Sitzungen mit der Regierung gehalten, in welchen felgende Angelegenheiten zur Verhandlung und bis zur Berichterstattung ge- q // bracht worden sind: die Gesetz-Entwürfe wegen Dotirung der evangelischen Kirche und wegen Besteuerung der Bergwerke, die Regierungs-Vorlage wegen einer Staats-Subvention für den Damm-Bau bei Trebur-Ostheim und wegen Remunerirung der Kassen-Beamten für besondere Thätigkeit bei der Umwechse­lung der alten Münzen in Geld neuer Währung, endlich der Antrag Büchner wegen Prolongation der zur Einlösung der Fünfzig Gulden-Scheine vorbestimm-

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Berlin, 25. Septbr. Sicherer Information zufolge steht der Friedens- Schluß bevor. Der Waffenstillstand bis Mitte October ist lürkischerseits ange­nommen. Rußland stimmt den türkischen Bedingungen im Allgemeinen zu.

Berlin, 24. Septbr. In den deutschen Münzstätten sind bis zum 16. September 1876 geprägt: an Goldmünzen: 1,089,684,440 M. Doppel- lronen, 330,916,650 M. Kronen; hiervon auf Privatreihnmig: 171,345,164 fe an Silbermünzen : 66,102,165 M. 5-Markstücke, 28,827,562 M. 2-Mark- We, 143,512,165 M. 1-Markstücke, 36,648,091 M. 50 Pf. 50-Pfennig- ftcke, 32,059,471 M. 80 Pf. 20-Pfennigstücke; an Nickelmünzen: 21,424,061 M. 10-Pfennigstücke, 11,060,050 M. 70 Pf, 5-Pfennigstücke; an Kupfer­münzen : 5,810,273 M. 76 Pf. 2-Pfennigstücke; 3,304,597 M. 67 Pf. 1-Pfennig- ßncke. Gesammtprägung: an Goldmünzen: 1,420,601,090 M.; an Silber- wünzen: 307,149,456 M- 30 Psi; an Nickelmünzen: 32,484,566 M- 70 Pf.; in Kupfermünzen: 9,114,871 M. 43 Pf.

Breslau, 23. Septbr. Der Congreß der Altkatboliken hat den Prof. Schulte in Bonn zum Präsidenten, Schmölders in Breslau und den Advocaten Lützler in Düsseldorf zum Vice-Präsidenten gewählt, und beschlossen, durch eine amtliche Anfrage der altkatholischen Synode eine Erklärung darüber herbei- zuführen, ob von Seiten des Staates Hindernisse gegen die Aufhebung des Zwangs-Cölibatgesetzes vorhanden sind, und ferner von jedem altkatholischen ,1 Geistlichen ein Votum über die Aufhebung des Cölibatzwanges einzufordern sru und endlich auch bei den einzelnen altkatholischen Gemeinden eine Beschluß- W saffung hierüber zu veranlaffen. Der nächste Congreß der Altkatholiken soll ii«i: im künftigen Jahre stattfinden.

ft"1 «M Bremen, 25. Septbr. Der volkswirthschaftliche Congreß ist heute er- tffnet und durch den Bürgermeister Grave im Namen der Stadt begrüßt wor- ben. Die Wahl des Bureaus erfolgte durch Acclamation. Zum Präsidenten

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