Ausgabe 
27.7.1876
 
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Oe an die Station. Der Requisition Folge leistend, kam denn auch gegen Abend die 8. Com-

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^Raummeter Nadel-Scheitholz,

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)ei demnach den zu erhaben und fügen büP ivi-Zleuermt. gez. t.-z i. Boltt-Zlg*. ein inju i Psg. Derroenbet ulioi

5 1876. 2)ec iioh

fällig am 1. Juli 15: von 169 T 65 Ps ls n?ni 1. Juli er.

Ptg- Angerechnet ist rJ

Großherzogliche Oberförsteret Nidda. N o h r.

Aspen-

Buchen-Stammprugelholz, Eich en -

Nadel-

Submissionswege vergeben werden und sind Offerten bis zum 1. August bei der unter­zeichneten Behörde, bet welcher die Sub- mifsionsbedingunaen eingesehen werden können, mit der AufschriftLieferung von Steinkohlen resp. Braunkohlen" verschlossen emzureichen.

Gießen, am 19. Juli 1876. (3893

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

____________A Bramm.

- , Der commandirende Offizier, Hauptmann von Frag-

ftin-Riemsdorff I., vom Kreissecretär über die Lage unterrichtet, marschirtc um 63/4 Uhr mit " K f...... ° / Der dreimalige Trommel-

,wurde von der Menschenmasie (der Hauptmann v. Fragstetn schätzte die Anwesenden auf 4:4000 gar nicht beachtet, man sang vielmehr immer lauter:Maria hilf, vernichte unsre 8«nde!" Nun ließ der Commandirende die Bayonnete auf die Gewehre stecken und zwei Züge Mschwärmcn. Es dauerte etwa eine halbe Stunde, bis die Truppen, zum Theil mit Kolben­fisten, die Massen auseinander getrieben hatten. Ein Mann, der sich widersetzt hatte, erhielt Mir Bayonnetstich in die Hüfte, ein anderer crliet durch Kolbenstoß einen Armbruch. Man ist Wtscr beiden Personen noch nicht habhaft geworden.

mann mit Hülfe zweier Kameraden den erwähnten Mac Guire dingfest zu machen. Als die Polizisten zu dem Oct der That zurückkehrten, fanden sie den Verwundeten noch immer mit dem Stock im Auge, sich in furchtbaren Schmerzen auf der Bank krümmend. Er wurde in einem Wagen nach der nächsten Polizeistation trantzportirt, wo er angab, er sei ein Deutscher, treibe das Bäckerhandwerk, heiße Wilhelm Schreiber ober Schriebe und wohne Davoc Street 310. Brooklyn. Der Polizeiarzt zog dem Verwundeten den Stock aus dem Auge, wobei Schreiber das Bewußtsein verlor. Der Arzt erklärte die Verletzung für tödtlich. Der verhaftete Mac Guire erklärte sich vor bem Polizeirichter mit größter Frechheit für nicht schuldig. Da jedoch außer dem Polizeibcamten zwei Zeugen, ein Buchhalter und ein Zeitungsjunge aussagtcn, s hätten den Aufschrei Schreibens gehört und dann Mac Guire davon laufen sehen, wurde dessen Verhaftung aufrecht erhalten und derselbe zur weiteren Procedur de IIntersuchungsrichter überwiesen.

Besondere ZLeirarmtmachung.

Bekanntmachung.

I Nttr.: Lieferung von Steinkohlen und Braunkohlen.

L tie Lieferung von 1100 Centner Stein- «)len, melirt, ebenso die Lieferung von 500 Ortner Braunkohlen erste Sone soll im

Raummeter Buchen-Scheitholz,

Eichen-

darnnter einige für Glaser und Küfer geeignet,

Noch sei zum Schluß erwähnt, daß der Pastor des Ortes Marpingen, Neureuter, bei seiner Vernehmung höchst unschuldig sich stellte: er habe es nicht für seinen Beruf gehalten, die Pilger und seine Pfarrkinder entsprechend zu belehren, d. h. über das Ungesetzliche des Ver­haltens aufmerksam zu machen. In solchen Sachen stehe, wie Pastor Neureuter bemerkt, die Entscheidung, ob das Wunder ein solches sei oder Schwindel, der bischöflichen Behörde zu. Er für seine Person glaube an das Wunder.

Machstehende Bekanntmachung wird in den umliegenden katholischen Gemeinden verkündet:

Am 13. d. Mts. hat ein Auflauf großer Menschenmassen, welche aus Anlaß einer sogenannten Muttergottes-Erscheinung sich in den nahe bei dem Dorfe Marpingen gelegenen Wald begeben hatte, durch militärische Waffengewalt auseinandergesprengt werden müffen. Viele Kranke, welche zum Theil aus entfernteren Gegenden gekommen waren, glaubten in ihrer Einfalt, an dem Gnadenorte gegen Erlegung von Opfergeldern Heilung zu finden. Schon die Voruntersuchung hat ergeben, daß die Anstifter des Wunders nur darauf ausgingen, die letcht- glaubige Bevölkerung zu betrügen. Ich warne hiermit die Kreiseingeseffenen auf das Eindring- llchste davor, sich auf den sogenannten Gnadenort zu begeben, selbst dann, wenn die jetzt noch in Marpingen befindlichen Executionstruppen abmarschirt sein werden. Jede wettere Zusammen­rottung an dem bezeichneten Platze wird sofort wieder mit Waffengewalt auseinandergetrteben und dte Betroffenen werden sodann zur gesetzlichen Bestrafung gezogen werden.

St. Wendel, den 15. Juli 1876.

Der Königliche Landrath (beurlaubt). I. V. gez. Besser, Kreis-Secretär."

12 Raummeter Aspen-Prügelholz,

9 Buchcn-Stockholz,

Buchen-Stammreisholz, Eichen- ,, Nadel-Reisholz,

I 14 Raummeter Nadel-Prügelholz q Aspen-

Buchen-Stockholz, Eichen-

Buchen-Reisholz, Eichen-

IUm 'st eine Enlsckei^ ^«gesehen warte S

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Rekorde erklärte fs. legte aber i. ;r. Diese ist nun bik f öefimtiDe Susnahnu =unö jDar unter &\WA

Eichen-Stamm von 19 Centim. Durchmesser und 8 Meter Länge, Kirschbaum-Stamm von 23 Eentim. Durchmesser und 2V2 Meter Länge, Achten- und Lärchen Stämme von 1631 Eentim. Durchmesser und bis zu 20 Meter Länge, ^'chten-Stangen von 314 Centimtr. Durchmesser und bis zu 12 Meter Länge.

Zusammenkunft Morgens 8 Uhr im Dtsirict Nabenkopf.

Vz- Montag den 31. Juli d. I. im District Ebenitz, an dem Victnalwea Tauerbach nach Ober-Lais: |

Kriegsverlrcherung bei der Gothaer Lebensversicherungsbank.

iIafben bcm Publicum einen Dienst zu erweisen, wenn wir hier die we- tentlrchiten Bestimmungen wiedergeben, welche die Gothaer Lebensoersicherungsbank neuerdings getroffen hat, um ihren Versicherten die Aufrechterhaltung ihrer Versieh e- !ick,^s? f $rua1 d e r Kr i eg s d i enstle i st u n g zu ermöglichen. Bekannt-

lich fft die Kriegsgefahr bis vor Kurzem von den meisten deutschen Lebensoersicherungs­anstalten überhaupt nicht mit übernommen worden und es hat des mächtigen Anstoßes aus dem gewaltigen letzten Kriege bedurft, um ihr allgemeine Deckung bei ihnen zu verschaffen D.e Gnlhaer Bank hnt ihrem letzten Rechenschaftsberichte ein ,,Reaulati° für Kriegsversicherung ' beigefügt, dem wir Folgendes entnehmen.

Da.ffelbe stellt nicht v er schieden e Kriegsprämiensätze auf, sondern behandelt die Versicherten lm Falle sie Kriegsdienst leisten müssen, ganz gleichmäßig° letzter

,CI"CrJe! ob Combattanten oder Nichtcombattanten, Officiere, Unteroffictere r* HC tn? Un^ bknerlei, welcher Waffengattung sie angehören, fünf Procent der Versicherungssumme als Kriegsprämie, die schon im Frieden auf einmal oder lucciifiüe in Raten eingezahlt werden kann und mttZinsen voll zurückgewährt wird, wenn der Versicherte Kriegsdienst überhaupt nicht leistet Das Maximum, mit welchem eine Versicherung gegen Kriegsgefahr aufrecht erhalten werden ÄW*0000 Mark. 3«be ausrecht,u erhaltende Versicherung aber muß mln" gekommen ÖOr bcm 'öe0fnn be§ Kriegsdienstes des Versicherten zum Abschluß , ,r,?er. obengenannte einheitliche Kriegsprämtensatz von fünf Vrocent ist mm <r&P;r mJÄÄ8" "^?'^SStz- welche andere Anstalten an SriC68prä.n^Uc"Jb6en die Summe aber, welche für den Fall der Kriegsdienstleistung in Kraft erhalten m?rd?n kann, fft hoher als die Maximalsumme bei den übrigen Anstalten In beiderlei Beziehung wird damit einem verbreiteten Bedürfniß der Bank entforoien «ewährt sie selbstredend keine Kriegsversicherung in dem Sinne daß Lmand kbX geflen Kriegsgefahr und bet Antritt des Kriegsdienstes um die obengenannte ffrÄ Merangen °u s?/chV°?h a it °n"Ur berci,S Versicherte ihs- Ver-

Eingesandt.

Eine am letzten Sonntag abgehaltene Parthte des VereinsBürger-Club" glauben einige außerordentliche Mitglieder nicht vorüber gehen lassen zu können, ohne dieselbe einer näheren Besprechung zu unterziehen.

Der hochwohllöbl. Vorstand genannten Vereins, stets bereit, den Wünschen seiner Mitglieder in der zuvorkommendsten Weise zu begegnen, gab gerne seine Ein­willigung zu einer von verschiedenen Seiten gewünschten, und auch schon lange pro- jectirten Waldparthie. Der hierzu auserkorene Ort, der Ludwigsbrunnen, darf wohl in )eber Beziehung als vortrefflich ausgewählt bezeichnet werden, da die Lage desselben an sich zur Arrangirung eines WaldfesteS wie geschaffen erscheint. Außerdem war durch Herrn Wirth Carl Fuhr für gute Restauration bestens gesorgt, während ein Theil nnserer Regimentsmusik eine gute Stimmung zu erhallen fleißig bemüht war. So entschwanden den Theilnehmern fröhliche Stunden bei einem Glase trefflichen Gerstensaftes und unter den munteren Klängen der Mtlitärmusik, bis gegen Abend ein lustiges Tanrkränzchen für Alt und Jung arrangirt wurde. In dem Heimzug mit Musik fand dann das Fest einen würdigen Abschluß.

Wenn auch diese Parthie durch die Verlegung, welche durch das Bilse-Concert in Weuzel's Garten veranlaßt wurde, mit dem nun folgenden Ausflug nach Staufen- berg nahe zusammenfällt, so ist es doch sehr zu beklagen, daß sich dieselbe einer ver- hältnißmäßig so geringen Theilnahme zu erfreuen hatte.

Besonders auffallend muß es erscheinen, daß gerade die jüngere Damenwelt fast sammt und sonders durch ihre Abwesenheit glänzte. Wenn dabei der Umstand in's Auge gefaßt wird, daß der Damenflor desBürger-Club" sonst selten ein Vergnügen des Vereins zu versäumen pflegt, so ist man sehr geneigt, eine Demonstration der nicht erschienenen Damen in corpore gegen diese Waldparthie und speciell gegen den dazu ausgewählten Ort zu erblicken, welche auch in derem-stritten Fernbleiben genügend Ausdruck gefunden hat.

Dieser Mangel an Damen vermochte indeß der auf dem Feste herrschenden fröhlichen Stimmung in keinerlei Weise Abbruch zu thun und werden sich wohl die Betheiltgten diesen Tag als einen der schönsten im Vereinsleben stets zu erinnern haben. d

^icyen-Dramme von 1886 Centim. Durchmesser und bis iU 17 pxnrt, Ktefern-Stämme von 17-42 Centim. Durchmesser und 99 Z o- 9 , vuchen-Stämme von 30-53 Centim. Durchmesser * 22 Meter Lange, Linden-Stamm von 37 Centim. Durchmesser und 10 Meter Länae

Zusammenkunft Morgens 8 Uhr in der Lichten Harb a n Ä Nidda, am 23. Juli 1876. Ls-ioe.

Raummeter Buchen-Scheitholz, Hainbuchen-Rundscheith., Nadel-Scheitholz, Buchen-Prügelholz,

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- > KausMnn erhielt 7p die Gendarmerie die Meldung:E- befalle Orte die Muttergottes erschienen sein soll.'

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Wie groß der Fanatismus der ultramontanen Bevölkerung ist, möge folgender Vorfall Klgcn: Ein Posten der auf dem Wunderplatze etablirten Feldwache wurde von etwa dreißig mit Müypeln bewaffneten Männern angegriffen. Die von der Feldwache zur Unterstützung sokort wSiiesandte Patrouille wurde ebenfalls insultirt. Der Unteroffizier erhielt von einem der Kerle em Schlag auf die Hand, worauf der Unteroffizier schoß und, wie er glaubt, den Mann in Dtn linken Arm getroffen har. Die beiläufig dreißig Kerle nahmen nun Reißaus in der Gegend N Urexweiler. Im Uebrigen verlief die Nacht vom 13. zum 14. ruhig.

Am 14. begann die Voruntersuchung, welche der am Abend des 13. in St. Wendel ein- «irsffcne Regierungs-Präsident v. Wolff in Marpingen persönlich leitete. Schon am 15. früh W°nn die gerichtliche Untersuchung ^Untersuchungsrichter Remele und Ober-Procurator Patt- von Saarbrücken) in Marpingen. Heute den 17. wird dieselbe fortgesetzt. Bis jetzt bat ra noch keine genügenden Anhaltspunkte zur Ermittelung der Anstifter des Wunders gefunden, nii wird aber schwerlich fehlgehen, wenn man als die intellectuellen Urheber benachbarte Urrrer bezeichnet.

Raummeter Aspen-Prügelholz, Buchen-Stockholz, w Eichen-

Buchen-Reisholz,

w Eichen-

Dre Muttergottes - Erscheinungen in Marpingen.

St. Wendel, 17. Juli.

Nachstehendes ist eine rein sachliche Darstellung eines clericalen Kunststücks, desiengleichen seit Beginn des Eulturkampfes in Deutschland noch nicht in Scene gesetzt worden ist.

Der katholische Pastor Schwaab in Urexweiler, Kreis St. Wendel, hatte vor einigen Wochen eine Vision im nahe aelcgenen Dirminger Walde. Er will daselbst bei einem Spazier­gangs bemerkt haben, wie nach eigenthümlichem Geräusch (Knittern und Knarren in den Bäumen bei vollständiger Windstille) eine weibliche Gestalt in einer Entfernung von beiläufig 150 Schritten sichtbar wurde. Eine Dogge, die-er bei sich hatte, sonst ein muthiges Thier, benahm sich bei dieser Gelegenheit so ängstlich, daß sie nicht einen Schritt von ihrem Herrn sich entfernen wollte. Es liegt die Vermuthung nahe, daß von dem genannten Geistlichen beabsichtigt war, in der Nähe seines Pfarrortes einen Wallfahrtsort zu gründen. Aus welchen Gründen dieses Vor­haben aufgegeben, hat bis jetzt nicht ermittelt werden können.

Nun sollte eine andere Stelle für das Wunder gewählt werden. In der Zeit vom 4. bis 8. Juli haben drei Schulkinder, und zwar Mädchen von acht Jahren, in dem 15 Minuten

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öon ^28 Centim. Durchmesser und bis zu 21 Meter Lange

DOn 1630 Centim. Durchmesser und bis zu 22 Meter Läime »«. 6cn,im' Durchm. und biS zu 10 M-t-r Sängl, ^Z7ammL"f°MLnS 8Ubtm-im®Sl«r6=Unb ""

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Don Marpingen gelegenen Gemeinoewalde, wo sie Heidelbeeren pflücken wollten, die Muttergottes mit dem Jesukindlein verschiedene Male gesehen, zuerst in weißem Kleide, dann in weiß und blatt gestreiftem Kleide, zur Abwechselung dann in ganz blauem und zuletzt wieder in ganz weißem Kleide. Das Jesukindlein hatte ein Kränzchen auf dem Kopfe. Bei dem Verhör haben die Kinder int Wesentlichen übereinstimmend ausgesagt. Die begnadigten Kinder fragten die Er-, schemung alsbalv, was ihr Begehren sei, ob sie ein Bild oder eine Capelle wünsche, woran die Erscheinung erwiderte:eine Capelle", in der man häufig beten sollte und wo auch Kranke Hei- s conültian.n. finden würden. In solcher Weise eingelcitet, übte die Wundergeschichtc auf eine leicht-

'v min 17?- Stiege Bevölkerung bald ihre Wirkung. Schon nach einigen Tagen, vom 9. bis 13. Juli,

uuroen 2/ PtiM pilgerte man, zuerst in kleineren Schaaren, sodann aber in großen Massen nach dem Wunderplatze.

I Das königliche Landrathsamt in St. Wendel erhielt am 12. Juli, Abends 8 Uhr, durch :Es pilgern tausende Menschen nach Marpingen, in welchem f Der Kreissecretär Besser, als Vertreter des in

Urlaub abwesenden Landraths, telegraphirte noch am Abend des 12. Juli an die königliche Kommandantur in Saarlouis, man möge für den folgenden Tag eine Compagnie Infanterie zur Verwendung bereit halten. Am 13.-früh begab sich der Kreissecretär in Begleitung des Bürgermeisters Woytt und dreier in St. Wendel stationirter Gendarmen nach Marpingen. Auf dm Wunderplatze waren zu dieser Morgenstunde (9'/2 Uhr) etwa 1000 bis 1500 Menschen - beiderlei Geschlechts, darunter viele Kranke, versammelt, welche ein mit Draht eingefriedigtes Marienbild nebst Kreuz umgaben, sangen und beteten. Der Kreissecretär gebot sofort Ruhe Md forderte die Anwesenden im Namen des Gesetzes auf, den Platz unverwcilt zu verlassen, Mffsin er zuvor auf das Unstatthafte solcher Zusammenrottungen und auf die gesetzlichen Strafen aufmerksam gemacht Die Aufforderung ist zwei mal wiederholt worden (§. 116 des Strafgesetzbuchs), ohne daß derselben Folge geleistet wurde. Nun schritten die drei Gendarmen rin. Es zeigte sich aber bald, daß hier mit Anwendung von Gewalt nichts auszurichten sei.

och 30 Lfg- Porto.' j.'ii Ä^zeorbneten^iM t-! - - > > -.......> -««wguimjim jci.

DtrWt würben Die sanatisirte Menge würde sich bei Gebrauch der blanken Waffe ohne allen Zweifel thätlich (ittn Giitrüftung unb J vidersetzt haben, wie aus den drohenden Gcberden leicht erkennbar war. Es liegt auf der Hand, ilblidjt tyrkumbung die drei Gendarmen sehr bald überwältigt worden sein würden. Der Kreissecretär, nun- r von der Nothwcndigkeit militärischer Hülfeleistung überzeugt, sandte gegen 10 Uhr den be-

-cll in der ^tgtnb dc drittelten Gendarm zur Abgabe der bereit gehaltenen Depeschen (an die Kommandantur zu i/o bildet, die Wurzel! Saarlouis und an den Regierungs-Präsidenten v. Wolff in Trier) nach St. Wendel, zur Auf- ; Brauereien zu DtrtaW W an die Station. Der Requisition Folge leistend, kam denn auch gegen Abend die 8. Com- 'Vt. Tax« wüb; Kis Mme des 4. Rheinischen Infanterie-Regiments Nr. 30 in der Stärke von 3 Offizieren, 1 Arzt uxtb ü)X HuuMbsah iM 90 Mann mit der Bahn hier an. D -----Ä --1..... ~

Compagnie nach Marpingen, woselbst sie unt° 8 Uhr ein trafen. augenblicklich fc I wurde von der Menschenmasie (der Hauptmann v. Fraastein Lchneid', sogen sie, -J bte gewisienlos flenuj fl änfte Uoschuld ju W «lörbr. u-i e* E- njijnie, llngckdr d«. uit Wn ba * otel wald ist. «11 >°! titm 1 stch «rireuen , mrb- h-u - * ebbatb' und bn.

,t 1200 Einwohners

Holzversteigerung

in den Domanialwaldungen der Oberförsterei Nidda.

Es sollen versteigert werben:

1. Freitag den 28. Juli d. I. in den Distritten Rabenkopf und Klaf terwald:

Raummeter Nadel-Scheitholz,

Buchen-Prügelholz,

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Eichen-Stan.me von 1886 Centim. Durchmesser