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Donnerstag, den 27 April

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Anjeizk- nnb AuitsdlM für btn Kreis Kieße«

Erscheint täglich mit LüSnabme des MorrtagS. Erpsditionr Vchulstraße, Lit. B. Nr. 18.

Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Nrtngerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark fit) Pf.

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^en ^nächst wegen des Waffenstillstandes zu vermitteln; dagegen ist über .IlUtrV nliuiui Cjn ^on vereinbartes neues Programm bis jetzt nichts bekannt und bedürfen

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kippen je gegen Geldzahlung ertheilt und sich dadurch der Ausübung eines iiiMichen Rechtes schuldig gemacht hat. (Ostsee-Ztg.)

Von der Lahn, 24. April. Obgleich die dermaltgen Zeitverhältniffe

Mittwoch den 3. Mtai, nicht Montag den 8. Mai, Pfarrconferenz zu Gießen. Groß-Buseck, den 24. April 1876.

Strack, Decan.

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hat gestern zwei geheime Sitzungen gehalten, worin über die Erhöhung der königlichen Civilliste und der Apanagen der Prinzen berathen worden sein soll. Wie in Abgeordnetenkreisen versickert wird, würde der Vorschlag, durch Be- rechnung des Guldens zu 180 Pfennig die Civilliste um 5 pCt. zu erhöhen, voraussichtlich die Zustimmung der ganzen Kammer erkalten.

Aus Sachsen. Daß unsere Regierung allen und selbst den unschul­digsten Projekten gegenüber sich oppositionell verhielt, mag sick aus folgender Thatsache genügend ergeben. Das Reichs-Eisenbcchnamt hatte sämmtlichen deut­schen Regierungen den Vorscklag gemacht, jeder Eisenbahnwagenklasse in ganz Deutschland eine bestimmte und gleiche Farbe zu geben, so daß die Wagen \inb die Fahrkarten erster Klasse überall dieselbe Farbe trügen, ebenso diejenigen zweiter, dritter Klaffe 2C. Die königl. sächsische Regierung lehnte diesen Vor­schlag entschieden ab; es habe für sie den höchsten Werth, erwiderte sie, daß die sächsischen Billets andere Farben trügen, als die übrigen in Deutschland; denn durch diesen Unterschied werde der sächsische Unterthan allemal daran er­innert, ob er in seinem Vaterlande oder im Auslände reise; die Negierung lege den höchsten Werth auf die Erhaltung eines solcken vaterländischen Be­wußtseins und loyalen Unterthanensinnes und vermöge daher für den Vorschlag nicht zu stimmen, auch wenn derselbe sonst Vortheil verspreche. Selbst diese Reform also ist an dem sächsischen Veto gescheitert. Dies eine Beispiel, das fast unglaublich klingt, aber buchstäblich wabr ist, genügt, um zu ermeffen, von welcher Beschaffenheit ein Reichsgesetz-Entwurf über das Eisenbahnwesen sein müßte, um sich den Beifall der sächsischen Regierung zu erringen.

Leipzig, 23. April. Vor einigen Tagen fand hier eine große, von Socialisten veranstaltete Volks-Versammlung statt, in welcher der zur national­liberalen Partei gehörende Eisenwerk-Besitzer L. Irrmann aus Plagwitz den Lehren des Socialismus entgegentrat. Als der Redner am Schluffe betonte, daß seine Partei auch die socialistische Devise:Freiheit, Gleichheit, Brüder­lichkeit" anstrebe, freilich nicht im rohen, sondern im idealen Sinne, rief ihm Liebknecht entgegen: Die Devise Ihrer Partei lautet:Infanterie, Cavallerie, Artillerie!" Damit war der Abend zu Ende.

VkM-Aqentur

Becker

IM« Eiseubahn-Verbindmigkn nicht günstig sind, so ist doch das Projeck der ! G8enne-Lahn-Bahn, welche von Altenhunden ans die Ruhr-Sieg-Bahn mit der ' Nm-Weser-Bahn verbinden soll, forthin im Betrieb. Di« bestehenden Co- rife, die sich lebhaft für den Bau dieser Secundär-Bahn durch das Hinter- nd iuteressiren, sind dafür thätig, und einer amtlichen Erklärung der hessischen ltzerung nach hat diese die Absicht, soweit es die finanziellen Interessen cr- *n, die Hand zu bieten, um wo möglich eine Fortsetzung der Oberhessischen Sinnen in nordwestlicher Richtung und dadurch den Weg in das Kohlen-Gebick fdtiese Bahnen zu gewinnen.

München, 22. April. Prinz Leopold und seine Gemahlin, Prinzessin MI-, sowie Prinzessin Therese sind von der »or fünf Monaten unternommen M größeren Reise heute im besten Wohlsein hierher zurückgekehrt. Prinz Meld wird alSbald das Command» der ersten Cavallerie-Brigade wieder uPta btncii.

München, 25. April. Der Finanz-Ausschuß der Abgeordneten-Kammer

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Sohne.

Phönix

Sohne.

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bie einschlägigen Nachrichten noch immer der Bestätigung. Es erweist sich nie zuverlässig, daß König Georg vor seiner Abreise von Athen den hiesigen Tksandten bestätigt hat, Herr Minister Rhangabe also sein Amt wettersüh- icü wird.

Berlin, 25. April. DasBerliner Tagebl." meldet auffs Bestimm- beri lese, der Präsident des Reichskanzler-Amtes, Delbrück, habe seine Demission Mdert und dieselbe auch erhalten. Der Systems-Wechsel in der Handels- Mk sei die Ursache des Entschlusses.

Berlin, 25. April. Der Kaiser hat die vom Präsidenten des Reichs- 9| kainzler-Amtes, Delbrück, erbetene Entlastung angenommen; dieser tritt Anfangs ' Wi den bereits seit längerer Zeit in Aussicht genommenen Urlaub an und mb sodann im Anfang Juni seine Amts-Geschäfte dem bis dahin zu ernen- i icnten Nachfolger übergeben.

Berlin, 25. April. Das Abgeordnetenhaus erledigte die auf der Tages-

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t Wie«, 23» April. Ein Trost für Nordamerika! Das WienerVater­land" bringt eine Reihe von Detrachrungen über die Vereinigten Staaten, deren Schlußergebniß also lautet, daß der Liberalismus Alles verdorben habe, doch ein Trost ist ihnen geblieben, nämlichder Einfluß der in hohem Grade sttti- genden und organisirenden katholischen Religion, die sich jetzt ungemein rasch ausbreitet; sie würde gewiß eine mächtige Stütze bei der socialen Wiedererhe­bung jenes großen Volkes sein."

Wien, 24. April. Von bestunterrichteter Seite wird versichert, es sei begründete Hoffnung, daß die morgen hierher zurückkehrenden ungarischen Mini­ster sich bereit erklären werden, den hier besprochenen Ausgleichs-Präliminarien definitiv zuzustimmen.

Pesth, 23. April. DerPesther Lloyd" beschäftigt sich mit der osfi- ciüsen Abwiegelung, welche in den lttzten Tagen in Wien, Berlin und Peters­burg stattgefunden, und meint, die Besorgniß, welche allerorts anftanche, sei durch die Situation berechtigt; das Drei-Kaiser-Bündniß habe eine gefährliche Probe zu bestehen, wenn auch eine directe Gefährdung nicht glaubhaft sei. Die Türkei habe die Forderungen der Aufständischen mit der Wiedereröffnung der Feind­seligkeiten beantwortet. In Wien nnd Petersburg habe man aber ruhig zuzu­sehen. Es liege auch in der Natur der Dinge, daß die Pforte sich nur auf den Reformplan des Grafen Andrassy einlasse. Der einzige dunkle Punkt in der Lage der Dinge sei das Verhalten Serbiens und Montenegros zur Frage. Serbien rüste eifrig, Montenegro sei kampfbereit. Die Kaisermächte hätten die Mittel, einen gewaltsamen Ausbruch der politischen Leidenschaften in Belgrad und Cetttnje zu verhindern. Darin liege der Kernpunkt der Frage und daraus ließe sich die diplomatische Action der Mächte beurtheilen.

Pesth, 24. April, Abends. DiePesther Corresp." bestätigt, daß der Ministerrath beschlossen habe, die in Wien aufgestellten Ausgleichs-Punktationen als Basis für die endgiltigen Abmachungen anzunehmen, jedoch zugleich zu er­klären , daß die Regierung außer Stande sei, für dieselben ohne Modifikationen die Majorität im Parlamente zu gewinnen. Die Minister reisen morgen mit dem Frühzuge nach Wien.

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Deck CF» . Berlin, 24. April- Das Abgeordnetenhaus erledigte heute die nicht - B. 92. «rhebliche Tagesordnung ohne Zwischenfall. Für morgen stehen Petitionen auf ---7----------ler Tagesordnung.

Berlin, 24. April. DerReichs Anz." schreibt: Der General-Post- ' Mister Dr. Stephan begibt sich in nächster Woche in Telegraphendlenst-Ange- Abeuds 8 Uhr, Ikgecheitcn nach England und Frankreich.

i* (Heneralversm Der unter dem Vorsitz des Profeffors Dr. v. Langenbeck im Univer- Msgebäude tagende Chirurgen-Congreß zählt unter seinen Mitgliedern die bnuna sind: Pofessoren Esmarch aus Kiel, Vollmann aus Halle, König und Baum aus

9 31 'n.Ätkirigen, Bergmann aus Dorpat, Heinke aus Erlangen, Busch aus Bonn,

SÖiF aus Marburg und Hüter aus Greifswald.

.... 1 W I ~ Olympia ift soeben folgendes sehr erfreuliche Telegramm vom ^ge eingegangen: Heute ist eine Metope (Zwischenfeld) von der Vorderseite des Tempels gefunden, wohlerhalten bis auf die untere Ecke rechts, rrnmUR Hercules mit den Aepfeln der Hesperiden und zwei Figuren, alle Köpfe erhalten.

Berlin, 24. März. Man glaubt noch immer, die Action der Mächte > |i darauf gerichtet, den Ausbruch der Feindseligkeiten zwischen der Türkei, rLerbik-u und Montenegro zu verhilldern und die Wiederaufnahme der Verhand-

Cung stehende lange Reihe von Petitionen meistens nach den Anträgen der Mission. Morgen Berathung der Eisenbahn-Vorlage.

. tie . Posen, 22. April. Der ultramontaneKuryer Pozn." hatte zwei an

< ©laubigen der Erzdiöcese Posen-Gnesen gerichtete Schreiben des Grafen " ' ' ^-'Mdchowsky veröffentlicht, in denen dieser sich ungeachtet seiner Amtsentsetzung ,7Nrrtr'r ^ MWischof und Oberhirt der Erzdiöcese nennt. Die Staatsanwaltschaft erblickt . . ' -) .'in dieser Veröffentlichung eine Theilnahme an dem Vergehen der Anmaßung . "-.-'ilien au, Bischofstitels und bischöflicher Rechte und hat deshalb gegen den früheren ' T>IiDr.1unj " Macteur des genannten Blattes, Herrn ZabrzewSki, die strafgerichtliche Unter- , eingeleitet. Auch gegen bett hiesigen Probst Pendzinski ist die strafge-

3rtr^:^ i Mche Untersuchung eingeleitet, weil er mehreren seiner Psarrkinder Fasten-

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