Ausgabe 
26.1.1876
 
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Berlii

Wl-n, in einem verzweifelten Grade von Brustübel imb NcrvenzerrüLtu«a.

Nr. 65,715. Fräulein de MontloutS von Urwerdaulichkett, Abmagerung. '

Schlaflofigkett und

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tet dieOpintone" : In Folge der vom Unterricht- - Minister angeordneten Visitation der Seminare wollte der Studiendirector der Provinz Mailand. Lav. Gioda, das Seminar St- Abbondio in Como besuchen, worin auch Gymnasial- und Realschulunterricht ertheilt wird. Da ihm aber der Seminar- director den Zutritt wehrte, so erstattete der Studiendirektor Bericht an das Ministerium des öffentlichen Unterrichts und dies verordnete sofort die Schließung des Seminars. Während der telegraphisch gepflogenen Verhandlungen zwischen der Präfektur von Como und dem Ministerium in Rom scheint der Seminar­director Verhaltungsmaßregeln verlangt und erhalten zu haben; denn als ihm die Schließung deS Seminars angekündigt wurde, erklärte er sich zur Unter­werfung unter die Staatsgesetze und zum Empfang des Regierungscommiffars bereit. AlS daS dem Unterrichts - Minister berichtet wurde, bestätigte er zwar die angeordnete Schließung des Seminars einstweilen, verordnete jedoch, daß die Angelegenheit dem Ober-Schulrath zu endgültiger Entscheidung anheimge- geben werden soll.

Madrid. Nach Berichten aus San Sebastian vom 21. Jan. haben die carlistischen Batterieen ihr Feuer mit großer Heftigkeit wieder eröffnet und in der Stadt einige Tödtungen und Verwundungen verursacht. Zwei Mitglie­der des carlistischen Provinzialtages von Navarra, Namens Jaurieta und Jribas, haben dem spanischen Consul in Bayonne ihre Unterwerfung angezeigt; dagegen wird die Angabe, daß der General Tristany einen solchen Schritt ge- than habe, bestritten. Die Corteswahlen gehen im ganzen Lande vor sich, ohne daß bisher noch Unordnungen gemeldet worden.

Serbien.

Belgrad, 23. Januar. Die Skupschtina soll übermorgen geschlossen werden. Dem Protokoll der gestrigen Sitzung zufolge ist die Interpellation über die zu hoch befundene Pension Ristic's zurückgewiesen, die erweiterte An­klage gegen die Cabinette Martnovies und Stephanovics jedoch dem Unter­suchungs-Ausschuß zugewiesen worden. Der frühere Kriegsminister Protits ist gestern vom Ausschuß vernommen worden.

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England.

London, 22. Januar. Das neuerbaute großartige Aquarium mit Wintergarten, in dem Stadttheile Westminster, ist heute durch den Herzog von Edinburgh unter großer Feierlichkeit eröffnet worden. Heftige Stürme haben den telegraphischen Verkehr mit dem Norden Englands, sowie mit Schottland und Irland unterbrochen.

London, 22. Januar. Zu Woolwich wurden dieser Tage intereffante Versuche mit eisernen Lafetten für Feldgeschütze angestellt. Zwei dieser Lafetten wurden dem Feuer einer Batterie Feldartillerie ausgesetzt, und obwohl mehrere Schüsse das Ziel trafen, so ward doch keine der beiden Lafetten ganz unbrauch­bar gemacht und aus einem darauf liegenden Geschütze hätten noch recht wohl mehrere Ladungen abgefeuert werden können. In künftigen Feldzügen wird es also schwer werden, ein Geschütz zu demontiren, wenn die neue Erfindung zu allgemeiner Einführung gelangen sollte.

London, 22. Januar. Durch ihren gestern gemeldeten Beschluß haben die Strike-Arbeiter in Erith das Tafeltuch zwischen sich und ihren Arbeitgebern zerschnitten. Die Herren Easton und Anderson wollen nunmehr mit den Leuten gar keine Verhandlungen mehr pflegen, sondern neue Leute anwerben. Von Montag ab sollen die Strike-Arbeiter unter keiner Bedingung wieder angenom­men werden. Die Arbeiter haben sich in der That gar zu störrisch betragen. Es ist nun keineswegs auSgemacht, daß bei der von der Arbeiter-Union that- sächlich geübten Einschüchterung die Fabrikherren von anderwärts auch Arbeiter bekommen. Der Streit in Erith droht noch viel böses Blur zu erregen.

London, 22. Januar. Das Kriegsamt läßt die Umgegend von Lon­don durch Ingenieure besichtigen behufs Ausarbeitung bestimmter Vorschläge zur Vertheidigung der Stadt. Die Temperenzler beabsichtigen nach amerikanischem Muster einen Krieg gegen den Whiskey zu eröffnen. Der Amerikaner Stewart, der dazu die Anregung gegeben, ist deshalb hierhergekommen. Gouverneur Jervois meldete an das Colonialamt, er sei nach Singapore am Donnerstag zurückgekehrt; er habe mit Hülfe freundlicher Eingeborenen Ismail zu über- , raschen gesucht, dieser sei aber mit geringem Verlust entkommen. Der eigeut- , liche Mörder Birch's und einer der mächtigsten Najah's seien getödtet worden. |

Spanien.

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Ijt Direction

Geh. Medicinalrath I)r. F. W. Beneke. ordentlicher Professor der Medictn ^Universität Marburg, sagt in derBerliner Klinischen Wochenschrift" 8. April 1873: 3^ ,toe^c /s^erMen, daß ich die Erhaltung eines meiner Kinder der soaeuarlnten kevalonta ^rabioa (Revalesafere) verdanke." Das Kind litt im 4 Lebensmonate an gänzlicher Abmagerung und fortwährendem Erbrechen, welche Uebel allen Medieamenten trotzten bie Revalescifere fyat seine Gesundheit in sechs Wochen vollkommen hergestelll. * *

- wt. 64,210. Marquise von Brehan von 7jährtger Leberkranchett. Zittern an allen Gliedern, Abmagerung und Hypochondrie. a

q 2D/87?' Köller, R. ft. Mttitärverwalter, Großwardein, von Lungen- und Luftröhrcn-Katarrh, ftopfschwindel und Brustbeklemmung.

. Rr. 75,970. Herr Gabriel Teschner, Hörer der öffentlichen höheren Handels-Lehranstalt in e nem verrweikett-n hlAM AX A n>

Vermischtes.

D a r mst a d t, 22. Jan. Nachdem unlängst sechs Landgerichtsdienerstellen be­setzt worden fuib, sollen dem Vernehmen nach neuerdings 5 weitere derartige Stellen (2 in Gießen, 1 in Vilbel, 1 in Butzbach und 1 in (Brünberg) in Erledigung ge­kommen sein.

Unter der Ueberschrift:Kroatisches aus Berlin" sendet ein gegen­wärtig in Berlin weilender Kroatischer Gelehrter dem ,Tgbl." folgende Mittheilung welche die Vorzüglichkeit unserer Postbeförderung ins hellste Licht stellt. Ein Aqramer Gymnasiast, dessen Onkel in Berlin lebt, hat dieser Tage eine Anzahl Berliner Behör­den in Aufruhr versetzt, und zwar aus dem einfachen Grunde, daß er an den in Neoe stehenden Onkel einen Brief mit Kroatischer Adresse ohne Angabe der Wohnung schrieb. Der zehnjährige Gymnasialschüler, dem die Geographie noch ein spanisches Dorf zu sein scheint, dachte wohl, Berlin sei etwa eben so groß wie Podsused oder Dugoselo (Kroatische Dörfer im Comitat Agram) und man müsse seinen Onkel hier gerade so kennen, wie in der heimathlichen Kreisstadt. Daß man in Berlin nicht Kroatisch spreche, scheint der Kleine auch nicht gewußt zu haben, denn er schrieb von Aglam aussans göne eine rein Kroatische Adresse auf den Brief und zwar:Mojemu dragomu vujezeku blagorodnomu gospodinu svetozaru piiaru u Beriinu. In deutscher Übersetzung lautet diese Adresse:Meinem lieben Onkel dem wohlgeborenen Herr Soetozar Pilar in Berlin." Die Berliner^ Briefträger sind jedoch keine Kroaten, und da sie nach langem Deliberiren sich nicht einigen konnten, wie der Adressat heiße und wo er wohne, so hätte man erwartet, daß der Brief als unbestellbar einfach »ach Agram zurückgeschickt worden wäre. Allein hier zeigten sich abermals die strenge Pflicht­treue, die Mustergültigkeit und der humane Geist, welche das Deutsche Postwesen vor allen anderen Instituten so vortheilhaft auszeichnen, im schönsten Lichte. Während wan z. B. in Budapest einen mit Kroatischer Adresse versehenen Brief, schon aus Nationalhaß, einfach in den Korb geworfen hätte, scheute es die Berliner Postver- waltung nicht, mit Aufwendung vieler Mühe und Zeit, den Adressaten ausfindig zu machen, ihm den Brief einzuhändigen und obendrein sich ob der nothwendig gewor­denen verspäteten Zustellung noch höflichst zu entschuldigen Die Eruirung des Adressa- ten ging, wie gesagt, nicht so glatt und nahm vielmehr einen ganzcn Tag in Anspruch. Zuerst schickte man den Brief zur Oesterreichisch-Ungarischen Botschaft. Da man jedoch von den Beamten einer Oesterreichisch-Ungarischen Botschaft nicht verlangen kann, daß sie alle Helmischen Sprachen und Dialekte verstehen, so erfuhr man daselbst nur so viel, daß die Adresse, weil aus Agram stammend, wahrscheinlich in Croatischer Sprache abgefaßt ser Darauf schickte man den Brief zur Entzifferung an einen hier ansässigen Croaten. Da dreier jedoch zufällig sich gerade auf einer Jagdpartie befand, so schickte

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_ . Abgekürzter Auszug aus 80,000 Certifieaten.

nn Rnr ?e8 Medlctnalrachs Dr. Wurzer. Bonn, 10. Zult 1852. Die Revalesciöre brt ?n^y^<r^fÄr( °^EN Fallen alle Arzneien. Sie wird mit dem gißten Nutzm angewandt $8* und Rühren, in Krankheiten der Urinwege, Nierenkrrmkheiten rc. bet ' ^^undlicken oder krankhaften Rcizungm der HarnrShre, Verstopfungen, bei SfiUftim1n!Cn8n^Un8<n in den Nieren und in der Blase, Blasen-Hämorrhoiden ,c! - 2 °6e^0Cffinetfteh betkce:nt man ^4 auch dieses wirWch unschätzbaren Mittel« b ss s- und Brustkrankheiten, sondern auch bet der Lungen- und LuftrShren- Gestllschaften SBuraer' Medicinalrath und MttMd mehrere, gelehrten

man den Brief an den Berliner Magistrat, und nachdem der Maatiirat einen

er "-Kb°Mch-rs,mschu-digun,- um einen Zagfpiterin budes Adressaten."

Uch nach, wie er sein Vorhaben ausführen könnte. Sein Freund Diebl ertbeilte ibm den Rath, em schweres Verbrechen wie einen Mord zu verüben was^ibin auf Lebenszeit einbringen würde. Bluhme hat sich in der beschäftigt und ist gestern Vormittag 10V2 Uhr in der 7Fabrck7n so?ern^ »nr schrttten, daß er plötzlich seinen Arbeitsstein im Gewicht von etwa 8 K^lo erE^und damit seinem ruhig bet der Arbeit sitzenden Freund Diehl von^ hinten mit^ Jem Wuf« toöt einen so wuchtigen Hieb auf den ninterkopf versetzte, daß der Getroffene lautlo« vornüber zur Erde stürzte. Bluhme erhob hierauf den Stcin tum rmeiien '»lug mit gl-ich-r V-h-m-n, auf ®,ebl ein e^e' bie beftür« "nta

Ä 6tnta'rB fnntm' ,?Zlti.Didcr Müh- gelang es dielen, als Bluhme Tum briUen JJcale znichlagen wollte, ihm den -Ltein zu entreißen Diebl meiner ?nnc5

bem Glinicum befördert wurde, hat anscheinend schwere Gehjrn°er?etzung.n etatten"°s^ daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Der Mörder wurde verhaftet und bat'die

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Gießen, den 21. Januar 1876.

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