Ausgabe 
25.8.1876
 
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(Eine etwatz

Härtungen rch

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Geräucherte

Scrtba.

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Wagner.

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Zur Desinfektion empfiehlt

nD» iifu* Krofdorf, den 23. Auaust 1876.

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L. Müller auf der Mäusburg.

Carbolsäure, flüssig, Chlorkalk und Eisenvitriol

empfiehlt 3401)

Gg- Wilh. Weidtg, Markt 8.

Versteigerung.

Mittwoch den 30. d. M-, Vormittags um 10 Uhr, werden dahier 34 Fuder Rnggenstroh, unter den vor Anfang der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, zur Liefe­rung öffentlich versteigert.

Martenschloß, den 22. August 1876. Großherzogliche LandeszuchthauS-Dtrection.

Fliegen-Hoh, -Papier & Fliegen-Leim

N,b \ $,,b,n °UI 8*1

Schutzbezirk Salzböden

Distrikt: 59a. 61. 65. 69. 81. 83. 85 u. 87.

pichen: 4 Rmtr. Scheit, 9 Rmtr- Reiser.

buchen: 8 Rmtr. Scheit und Knüppel, 14 Rmtr- Reiser.

Nadelholz: 3 Stangen II. Classe, 1 Rmtr.

Scheit, 21 Rmtr. Reiser.

Der Königliche Oberförster: o. Meibom.

grausame Vorschrift I D R ) Volle Kröpfe finb im Handel stets hinderlich Das Federvieh sollte hübsch geputzt, rein gerupft und darauf gesehen werden, daß die Haut nicht zerrissen oder gebrochen werde, Kopf und Füße dürfen nicht abgehackt sein und bei Gänsen, Türkeys und Enten blnfen die Eingeweide nicht entfernt werden. Vor dem Rupfen lasse inan sie gehölig abküblen._______________ ____

Grumimtgrss-Verstkigerung.

Donnerstag den 31. d. M-, von Morgens 9 Uhr an, soll das der hiesigen Gemeinde zustehende Grummetgras von ca. 110 Morgen an Ort und Stelle versteigert werden.

Der Anfang ist wie gewöhnlich bei der Fußmühle.

GrotzBuseck, am 23. August 1876. Großherzogl. Bürgermeisterei Groß-Vuseck

Freisprechung. Der Gerichtshof ist nach Lage der Sache gezwungen noch mehr Zeugen zu vernehmen, und wird die Sache vertagt.

Berlin, 19. Aug. Eine große Feuersbrunst enstand gestern Nachmittag gegen 1 Uhr auf dem Lagerplatz der Holzhandlung von Franz Möbius- Das Maschinenbaus brannte zuerst nieder, dann folgten die großen Stöße von Brettern, Bau- und Brenn­holz- Die Feuerwehr erschien Anfangs, da noch anderwärtsgroß Feuer" gemeldet war, nur mit wenigen Spritzen, konnte aber weiter nichts thun, als einige noch unver­sehrte Holzstöße rethn und die Rachbargebäudc schützen. Die Hitze in der Nahe der ca 6 Morgen großen Brandstätte war eine ungeheure. Eist im Laufe dieser Nacht gelang die völlige Löschung des Brandes.

Hamburg, 17. Aug. Eine große Feuersbrunst kam in letzter Nacht 12V» Uhr in der Zollvereins-Niederlage zum Ausbruch. Das betreffende Gebäude stand sofort von unten bis oben in Flammen und brannte vollständig aus- Der angestrengten Arbeit des zweiten und dritten Zuges der Feuerwehr gelang es nur, das Feuer auf daS brennende Gebäude zu beschränken.

Rudolstadt, 19. Aug. Nach einer uns soeben zugegangenen Prtvatmitthei- lung sind gestern in Reichmannsdorf 26 Häuser und 11 Scheunen abgebrannt.

Säckin gen, 19. Aug. In Oehlingen bei Säckingen sind gestern Abend zwi­schen 6 und 7 Uhr zehn Gebäude abgebrannt.

Saarlouis, 17. Aug. Wie derSaar-Ztg." mitgetheilt wird, ist gestern Nachmittag in dem an der Prims in der Nähe von Dillingen gelegenen Dorfe Dieflen ein Brand ausgebrochen, der bet der außerordentlichen Dürre eine fchreckltche Ausdeh­nung annahm. Vierzig und einige Gebäude sollen ein Raub der Flammen gewor den sein.

ReimS, 18. Aug. Die bedeutende Fabrik Collet-Varennes und Gebrüder wurde heute Morgen um 3 Uhr durch eine Feuersbrunst zerstört. Die Merinowerk­stühle und sehr beträchtliche Vorräthe von Wolle sind vernichtet. Der Verlust betragt fast eine Million Franken.

Pari), 18. Aug. Eine Feuersbrunst, die im Walde von Fontainebleau aus­gebrochen, hat bereits 4050 Hektaren zerstört; der Wa4d ist wie ein Feuermeer; bic Garnison und Einwohner aller Elasten wetteifern in ihren Bemühungen, den Umkreis des FeuerS einzuschränken.

Wien. Ein kleines Unglück ist den k. k Behörden mit einem Menschen wider­fahren, welcher sich Miodragowic nannte und vor längerer Zeit alsJnsurgenten- führer" nach Linz gebracht und dort internirt worden war. Da der Genannte jetzt wegen nächtlicher Durchprügelung eines Schneidergesellen mit dem Gericht in Eonflict gerathen ist, kam es an den Tag, daß Miodragowic kein herzegowinisch-türkischer Unterthan, sondern ein Handwerksgeselle serbischer Nationalität aus Neusatz in Ungarn ist, der sein Handwerk an den Nagel hing und sich mit noch einigen Kumpanen, welch­eranführte", an der herzegowinisch-dalmatinischen Grenze von den Oesterreichern fangen ließ. Auf diese Weise machte der unternehmungslustige Bursche auf Staats kosten eine Reise nach Linz und wurde hier als angeblicher türkischer Unterthan und Jnsurgentenführcr auf Staatskosten erhalten, indem er monatlich eine seinemmilitä rischen Range" entsprechende Subvention von 75 Gulden bezog. Das war in der jetzigen schlechten Zeit noch lange kein übles Handwerk.

London, 15. Aug. In der Militär-Ingenieurschule zu Ehatam erregte am Montag ein sonderbarer Vorfall großes Aufsehen. Man fand den Sappeur Thonyson hinter den Baracken mit einem zerbrochenen Beine, zerbrochenen Armen, zerschmettertem Kinnbacken und noch sonst arg verletzt. Aus dem, was er stammeln konnte, scheint hervorzugehen, daß er von seinen Kameraden aus dem Fenster geworfen ward. Drei , zehn derselben befinden sich in Gewahrsam. Der durch die schauderhafte Ermordung : eines kleines Mädchens in Blackburn bekannt gewordene, durch den Spürsinn eines Hundes aufgefundene Barbier William Fish ist gestern Morgen gehenkt worden.

(Winke für Geflügelzüchter.) I. Moleschott sagt:Je reicher unsere Fleisch­gerichte an löslichem Eiweiß, je ärmer sie an Faserstoff und Fett sind, desto leichter sind sie verdaulich, wenn nicht andere Bestandtheile diese Verdaulichkeit aufheben. So ist das Fleisch von Tauben und Hühnern verdaulicher als Kalbfleisch, Kalbfleisch verdaulicher als die Muskeln von Ochsen, Hammeln und Rehen." An einer anderen Stelle führt derselbe, den man gewiß als Autorität gelten lassen wird, an:Da alle Fletscharten genug Fett und Salze enthalten, um dem menschlichen Körper die anorga Nischen Bestandtheile der Ausleerungen und die umaewandelten Fette zu ersetzen, so darf man das Fleisch, welches am reichsten an ciwetßartigen Körpern ist, auch für das . Nahrhafteste halten Darum ist Rehfleisch und Ochsenfleisch nahrhafter als Fisch. Dagegen übertrifft das Fleisch von Tauben und Hühnern an Nahrhaftigkeit das . Ochsenfleisch dem es im Gehalt an eiwetßartigen Körpern nicht nachsteht, in der Ver­daulichkeit aber den Vorrang abgewinnt " Ferner: Kein anderes Nahrungsmittel vereinigt so vollständig die Vorzüge des Fleisches in sich, wie die Eier unserer Haus­vögel." Die Leichtverdaulichkeit, der große Nahrungswerth, sowie die Schmackhaftigkeit des Hühnerfleisches und der Hühnereier sollten namentlich jenen Landbesitzer veranlassen, sich eine rationelle Zucht dieses nützlichen Hausvogels angelegen sein lassen, während bis jetzt im Allgemeinen die Hühner weder besonders gehegt noch gepflegt, sondern nur auf den Höfen und Besitzungen geduldet werden und mehr ober minder sich selbst und dem Zufall überlassen bleiben. Alle Diejenigen, welche Geflügel zum Verkaufe züchten,

Versteigerungen.

Holzversteigerung

in

der Königl. Oberförstern Krofdorf.

Freitag den 8. September er. Vormittags um 9 Uhr, werden zu Krofdorf bet Wirth Kahl er t nachstehend bezeichnete Holz - Sortimente öffentlich meistbietend versteigert:

Schutzbeztrk Krofdorf

Distrikt: 1. 2. 4. 9ad. 10a. 14 15abc. 31 ab. 32. 36. 39 und 40 ab.

Eichen: 6 Stämme von mittl. Dimens., 1 Rmtr. Nutzholz, 8 Scheit, 21 Reiser.

Luchen: 89 Rmtr. Scheit und Knüppel, 149 Rmtr. Stöcke und Reiser.

Nadelholz: ca. 18 Rmtr. Scheit u. Knüppel, 105 Rmtr. Stöcke und Reiser.

Schußberirk WiSmar

Distrikt: 28a. 33a. 43. 45. 57bc. 66. 56b. 75 b.

Eichen: 1 Stamm von mittl. Dimens., 10 Rmtr. Nutzholz, 60 Rmtr. Scheit und 81 Rmtr. Stöcke und Reiser, Buchen: 204 Rmtr. Scheit und Knüppel, 1361 Rmtr. Stöcke und Reiser.

Nadelholz: 5 Rmtr. Nutzh., 3 Rmtr. Knüppel.

Literarisches.

Die von Ernst Eckstein redigirte, im Verlage von Joh. Fr. Hartknoch in Leipzig erscheinende

D eutfche Dichterhalle"

bringt in ihrer 15. Nummer folgenden interessanten Inhalt:

Gedichte von Ferdmanb Meyer, Karl Woermann, Julius Hart, Ludwig Eich­rodt, Oscar Abtl, I. G. Fiicher. Aus bet ästhetischen Moral. Von Eduard von Hartmann. (Forts.) Eudora. Von Hermann Ltngg. Vermischte Mittheilungen. Elsass Lament. Von Felix Dahn. Offener Sprechsaal. Briefkasten.

ntenegro beginn- Türken 8le$iiii| rbrr der türkische { unter allen ßo J ^mne deniM I hlen Stabt sieb, I Belgrad entgegen. | im Verkehr mit täg onen zur llnfoty

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Dom unnatürlichen Hinaufschrauben der menschlichen Gesellschaft.

Eine Zeitbetrachtung nach derNeuen Ztg."

Das einfache mittlere Bürgerthum, welches von der Vornehmthuerei und Genußsucht ebenso weit entfernt ist, als von pöbelhafter Rohheit und bettelhaftem Elend, tritt immer mehr zurück hinter einem allgemeinen künstlichen Hinaufschrauben der niederen Klaffen und Bildungsgrade zu der Anmaßung und zu dem Schein der Vornehmheit. Von den alten Volkstrachten sieht man nur spärliche Reste beim Landvolk, in den Städten gar nicht mehr. Alles kleidet sich nach Pariser Mode und merkwürdigerweise in Deutschland viel mehr als in Frankreich selbst.

Früher hatte jeder Stand seine Ehre. Kein Handwerker durfte sich schämen, öffentlich in der kleidsamen Tracht seines Standes zu erscheinen. Sie ehrte ihn. Jetzt ist diese Ehre dahin. Wer nicht Uniform oder Orden trägt, kann nur durch die Eleganz seiner Modekleiduna beurkunden, wie hoch er über dem Pöbel steht. Das beleidigt die niedere Klaffe. Sie sucht daher des Sonntags so elegant als möglich gekleidet zu sein. Es kommt dem Lehrburschen, der Sonntags fein gekleidet, die Cigarre im Munde, spazieren geht und in einem öffentlichen Garten Wein oder Bier trinkt, weniger auf den Genuß, als auf die Befriedigung seines Stolzes an. Ebenso der armen Magd, die mit Hut, Shawl und Sonnenschirm einberschwänzelt wie eine Dame. Der Ehrgeiz, für etwas Besseres angesehen zu werden, ist entschuldbar; wenn aber unnöthiaer Luxus damit verbunden ist und der Mensch die Bescheidenheit seines Berufes vergißt, erscheint gefährlich und jedenfalls unnatürlich.

Das Hinaufschrauben, die Sucht, vornehmer zu erscheinen, als man ist, findet sich schon überall. Der Bauer will Oekonom, der Schneider Kleiderkünstler oder Kleidermaqazininhaber, der Kaufmann Rath und Geh.-Rath u. s. tu. sein. Das Uebel aber ist, daß beinahe Jeder indem er mehr scheinen will, als er ist, es sich auch mehr kosten lassen muß, worüber viele moralisch und ökonomisch zu Grunde gehen. Zu diesem Hinaufschwindeln gehört auch der Luxus in den Wirthshäusern, der in den letzten Jahren auf eine wirklich fabelhafte Art zu­genommen hat. Diejenigen Reisenden, die das Bedürfniß haben, auf der Reise wie zu Hause einfach zu leben, fanden früher überall Gasthöfe zweiten und dritten Ranges, wo sie mit Haus­mannskost einfach, aber gut und wohlfeil bcwirthet wurden-und in der Regel einen guten Trunk fanden. Diese Gattung von bürgerlichen Gasthöfen hat zum Erschrecken abgenommen. Ueberall sind daraus große Hotels geworden oder auch nur kleine, aber mit den Ansprüchen der großen. Statt eine einfache gute Hausmannskost zu finden, muß man an einer Täble dhöte sitzen und eine Menge nur dem Namen nach ausgezeichneter Speisen zu sich nehmen oder an sich vorbei gehen lassen und einen säuern oder gefälschten Wein dazu trinken und dafür tücktig zahlen. In den Hotels findet man viel unnützen Luxus, als bunte Glasfenster über der Haust'hür, weiche Teppiche auf den Treppen, Parquetboden, Fauteuils, Sophas von Sammt, Spiegel in Gold­rahmen, mehrfach angezündete Stearinkerzen, den man als Bequemlichkeit bezahlen muß, der aber als Unbequemlichkeit von Manchem gern vermieden würde.

Die schlimmste Ausartung dieses modernen Luxus ist die Waarenverfälschung. Das echte Gold, die echten Edelsteine, welche vornehme Damen an sich tragen, die echten Fremdweine, die echten Havannacigarren, ohne welche reiche Herren nicht mehr leben können, sind zu theuer' als daß die ärmere Klaffe sie kaufen könnte. Nun wird eben die Eitelkeit der Letzteren dennoch befriedigt durch Surrogate, durch vergoldete Waare, durch gefälschte Weine und schlechte Cigarren rc. unter dem Namen der echten. Auch in diesem modernen Treiben liegt ein innerer Wiederspruch Indem man eine Vornehmheit oder einen Wohlstand zur Schau trägt, die nur erlogen sind drückt man aristokratische Verachtung gegen den Beruf aus, dem man wirklich angehört. Diese Lüge rutnirt den Mann ökonomisch, indem sie lediglich eine zeitlang seine Eitelkeit befriedigt. Zugleich liegt dann die vollste Anerkennung der höheren Stände, die er andererseits haßt, und denen er tfire Vorzüge beneidet. Der Demokrat, der bei harter Arbeit und schwarzem Brod den Aristo­kraten haßt, kann achtbar sein, niemals aber einer, der die Menge gegen die Aristokratie aufhetzt und selber gern den Baron spielt. 1' ®

dasselbe geschlachtet auf den Markt bringen und die höchsten Preise für ihre Waar und raschen Absatz zu erzielen wünschen, sollten nachfolgende Rathschläge beachten, die von den erfahrendsten Produklenhündlern aufgestellt wurden: Alles zum Schlachten - bestimmte Geflügel sollte so sctt wie möglich und eine entsprechende Zeit vor dem Schlachten nicht gefüttert worden sein, um einen leeren Kropf zu sichern. (Eine grausame Vorschrift I D R ) Volle Kröpfe sind im Handel stets hinderlich

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Ina des dessuiM ! i SlumtnttjalDiertd x st/ed-ose oersamnM fit.on gestellt fta),. ei nach dem FneX Stabtniarrtt Dr. H n V\V Xrupp -n, vt innbi ißtriaa* u- aut dem M V woselbst ein ftrej reinigen sich fpflta patriotWn

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