A«. 31. Freitag, den 24 März 183«.
6>icl;cncr Wyeiger
An?eise- unb Amtsblatt für tat Kreis Gießen.
Silber.
Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Expedition: Schulstraße, Lit. B. Nr. 18.
Pveis vierteljährlich 2 Marl 20 Pf. mit B-ringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.
Amtlicher H h e i l.
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bie Forderungen an Studirende aus dem Winter-Semester 1875/76 betreffend
„nll rs-.r^'a'hiä h,.em9(?esn>eft(e>. e",ftQn,^en[n «esktzljchkN Forderunjiki, an SIndirende müssen bis den 8. April b. I. mittelst spccifictrter R-chnunaen >ur Am-ip- aebrackt b 6@"c6en ben 21°'mä?j 18761 8emad,t rocrt,cn- w'bnpenfallS b,-selben ben ihnen burch Art. 136 b-r D!scipttna!°Statuten zugewiesenen «orzng verlieren.
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irden ^nttrtfimlen - bald abjUßtbm. jf (1$
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Großherzogliches Universitäts-Gericht.
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Bekanntmachung.
in dem Lude?ek'Kitt7lschn^kü"^ wirb am Montag den 24. April l. I, Vormittags 8 U^r,
^intoeis ?“f § 27 ber Verordnung vom 10. Januar 1876, bett.: „die Prüfungen für das Lehramt an Volksschulen", werden diejeniaen Lchnlamts.Aspiranten und Aspirantinnen, welche sich dieser Prüfung zu unterziehen beabsichtigen, aufgefordert, ihre an die unterzeichnete Minifferial- .^E^^UNg zu richtenden Gesuche nebst ben erforderlichen Anlagen bis spätestens zum 8. April bei der betreffenden Kreis-Schul-Cornmisfion emzureichen, welche tue Gesuche weiter befördern wird.
. Kreis-Schul-Commissionen und die Ortsschul-Vorstände wollen die Schulamts-Aspiranten und Aspirantinnen von dieser B--
kanntmachung in geeigneter Welse ui Kenntlich setzen. '
Darmstadt, am 11. Marz 1876.
Großherzogliches Ministerium des Innern, Abtheilung für Schulangelegenheiten.
Knorr.
Deutschland.
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Mimen berechtigt sein soll, gestrichen. Nächste Sitzung Donnerstag.
. «rfahren der Behörden war durchalis berechtigt. Das Gesetz gebe der Regierung die Befugniß, öffentliche Versammlungen zu überwachen; diese Lefugniß werde illusorisch, wenn die Sprache, in welcher verhandelt werde, den Mit der Aufsicht betrauten Beamten unverständlich sei. Nach der hieran gehüpften Besprechung, wobei der Minister des Innern das Verfahren nochmals
Darmstadt, 21. März. Die erste Kammer der Stände hielt heute ihre vierte Sitzung. Die Kammer nahm zuerst die Vorlage Großh. Gesammt- Ministeriums, die Uebertragung des Eigenthums der Oberhessischen Bahnen an den Staat betr., conform den Beschlüssen der zweiten Kammer nach kurzer Debatte, an der Minister-Präsident Hofmann, Exc., der Präsident des Finanz- Ministeriums Schleiermacher, Wernher, Graf Solms-Laubach, Graf Erbach- Erbach und Domkapitular Moufang sich betheiligten, gegen 2 Stimmen an. ^Die weiteren Gegenstände der Tagesordnung: 1) Gesetz Entwurf, die Gewährung von nachträglichen Vergütungen für Kriegsleistungen der Gemeinden; 2) der im Hauptvoranschlag der Staatsausgaben pro 1876—78 unter dem Centralbauwesen im Ressort des Mrnisteriums des Innern aufgenommene Posten, die Fortsetzung der inneren Einrichtung im Kriegsministerial Gebäude zu Darmstadt für das Landgericht, das Kreisgericht und die Centralstelle für Gewerbe; 3) die Vorlage Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, die Erthei- lung der Genehmigung zu einem mit Herrn Generalagent Kahlert abzuschlteßen- den Tauschvertrag und die Genehmigung der hierzu und zu weiteren nöthigen Bauveränderungen im Amtshause zu Darmstadt nöthigen Mittel betr.; 4) die Vorlage Großh. Ministeriums der Finanzen, die Erhöhung der Gehalte der diesseitigen Beamten und Bediensteten der Main-Neckarbahn um ei» Sechstel Mn 1. Januar 1876 an und für die Gültigkeitsdauer des Staatsbudgets von 1876—78 berr.; 5) der im Hauptvoranschlag der außerordentlichen Ausgaben pw 1876—78 unter dem Centralbauwesen tm Reffort Großh. Ministeriums btr Finanzen sub I der Anlage 3a aufgenommene Posten: Kaufpreis für das U Bank für Handel und Industrie zusteheude Gebäude in der Neckarstraße, »inten einstimmig ohne Debatte conform den Beschlüffen der zweiten Kammer
fllieteS; CffenW- stand.
Auf die Interpellation des Ag. Lyskowski weg."n Auflösung zweier Volks-Versammlungen in Westpreußen, »eil die Nuffor^*n^ Seitens der Polizei-Beamten, mcht polnisch, sondern unbeachtet geblieben, erklärt der Minister des Innern:
Berlin, 21. März. Der „Weser-Ztg." wird von hier geschrieben: „Dr. Konrad Martin, der ehemalige Bischof von Paderborn, hat Holland plötzlich verlassen, wo er sich auf Schloß Neuburg, nahe der preußischen Grenze, für längere Zett häuslich niedergelassen hatte. Der gegenwärtige Aufenthalt des ehemaligen Bischofs ist unbekannt, doch glaubt man, daß er sich zunächst nach England begeben habe. Die ganz unerwartete Abreise des ehemaligen Bischofs aus Holland dürfte in Folge der neulich von ihm erlassenen Excom- munication eines staatstreuen Geistlichen in der Paderborner Diöcese veranlaßt worden sein. Als sich Dr. Martin nach seiner Flucht in Holland niederlteß, wurde ihm von der dortigen Landesregierung zu verstehen gegeben, daß man seinen Aufenthalt nur dulden könne, so lange er sich feindlicher, den Frieden gefährdender Handlungen gegen Preußen enthalten würde. Durch die Excom- mumcation des Pfarrers Schaffeld hat Dr. Martin die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Preußen und Holland gefährdet. Um Reclamationen Seitens Preußens vorzubeugen, scheint die holländische Regierung die freiwillige Entfernung des ehemaligen Bischofs aus Holland verlangt zu haben."
Berlin, 21. März. Der General-Postmeister hat gegenwärtig von den Handelskammern, Kaufmannschafts-Vorständen u. s. w. Gutachten darüber eingefordert , ob und wie die jetzt schon bestehende Einrichtung der Posteinrichtung der „Postaufträge" auch auf die Einholung von Wechselaccepten angewandt werden könne. In allen denjenigen Landestheilen, in welchen die Wechselproteste durch Notare bewirkt werden müssen, können jetzt schon die zur Zahlung vorgelegten, aber nicht bezahlten Wechsel durch Vermittlung der bestellenden Postanstalt einem Notar, falls sich ein solcher am Orte befindet, unmittelbar zur Protist-Erhebung behändigt werden.
Berlin, 22. März. Bei der heutigen Gratulation zum Geburtstage des Kaisers von Seiten der ganzen gegenwärtig in Berlin anwesenden Generalität hielt Feldmarschall Wrangel folgende Ansprache: „Ew. k. k. Majestät wollen in Gnaden gestatten, daß ich im Namen der hier versammelten Osficiere zu Allerhöchstdero heutigem Geburtstag unsere ehrfurchtsvollen Glückwünsche in aller Unterthänigkeit darbringe. Ew. Majestät sind der kühne Lenker der Schlachten, der nie besiegte Feldherr in Europa. Vereint flehen wir zum Allmächtigen, er wolle Ew. Majestät auch fernerhin in voller Lebensfrische und Thatkrast bis in die fernsten, fernsten Zeiten zum Heil und Segen für Deutschland gnädiglich erhalten." Der Kaiser antwortete hieraus: „Nehmen Sie meinen Dank für die Wünsche, welche Sie, Herr Feldmarschall, im Namen aller hier Versammelten ausgesprochen haben. Damit könnte ich selbst für den heutigen Tag endigen, wenn Sie in Ihrer Anrede nicht eine Andeutung gemacht hätten, die ich nicht annehmen möchte, die ich aber auch nicht abzuweisen vermag, da meine brave Armee durch ihre Thaten sie zu einer Wahrheit gemacht. Sie haben mir somit Gelegenheit gegeben, ja die Pflicht auferlegt, Ihrer Andeutung gegenüber allen Generalen meiner Armee, zunächst durch die heute hier Anwesenden, welche früher schon zu rechter Zeit bereit gestanden und jetzt noch mit Rath und That bereit stehen, nreinen Dank für ihre Leistungen zu sagen, einen. Dank, der sich am besten in der Hoffnung? ja in meiner Ueberzeugung ausspricht, daß es durch ihre Hülfe ferner auch so bleiben wird."
Kassel, 21. März. Das „Kasseler Tageblatt" meldet, angeblich aus sicherer Quelle, an den Bischof von Limburg sei die Aufforderung zur Amts niederlegung ergangen.
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Eer Hinweis auf die jetzige Stimmung in Posen rechtfertigt, überweist das paus mehrere Rechnungs-Vorlagen an die Rechnungs-Commission. Das Gesetz totr Erhöhung der Notariats-Gebühren im Bezirk des Appellgerichts in Köln u und dasjenige über Aufhebung der Parochial-Exemptionen werden in erster und io- IMter Lesung, letzteres mit dem Zusatze, daß das Gesetz Neujahr 1877 (n kraft tritt, genehmigt. Das Gesetz über Einführung der Kreisordnung in den Trafschafteu Stolberg und Wernigerode wird ebenfalls in erster und zweiter -<!ung genehmigt. Ein Antrag auf Streichung der im § 1 dem Grafen zu- ießmdenen Prärogative wurde mit 147 gegen 114 Stimmen abgelehnt, dage- M die Bestimmung, wonach der Graf ein Mitglied des Kreis-Ausschusses zu
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Schluß-
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angenommen. Zwei weitere Gegenstände der Tagesordnung fielen aus. . Sodann vertagte sich die Kammer auf unbestimmte Zeit.
iftBerlin, 21. März. Abgeordnetenhaus. Aus die Jnterpellati t ^8* Lyskowski weg."n Auflösung zweier Volks-Versammlungen in Westj


